• Kohfeldt über Herthas Stark: „Das der junge Mann ohne Gelb aus dem Spiel geht, ist schon stark“
• Stark zum späten Ausgleich: „Wir müssen einfach die Gier haben, uns in den scheiß Ball da reinzuwerfen
• Pizarro: „Schauen wir mal, was der Körper in den nächsten zwei, drei Monaten macht“
• Sky Experte Matthäus zu Pizarro: „Ich wünsche ihm noch ein Jahr. Wir schauen ihm alle gerne zu“

Unterföhring, 16. Februar 2019
- Die wichtigsten Stimmen zum Krombacher Topspiel des 22. Spieltages der Fußball-Bundesliga zwischen Hertha BSC und SV Werder Bremen (1:1) bei Sky.

Claudio Pizarro (ältester Torschütze der Bundesliga-Geschichte, SV Werder Bremen): ...
… zum Spiel:
„Ich bin sehr stolz und zufrieden. Das ist ein Punkt, der uns sehr bei unseren Zielen hilft. Und ich bin auch sehr stolz, dass ich der älteste Spieler bin, der in der Bundesliga ein Tor gemacht hat. Der Trainer hat mich gefragt, warum hast du geschossen? Ich habe mit Max Kruse darüber gesprochen, dass es vielleicht gut wäre, unter der Mauer durchzuschießen, weil die werden springen. 195 Tore sind viel, aber ich glaube, Lewandowski kommt von hinten, um meinen Rekord zu brechen. Ich versuche immer noch, wenn ich reinkomme, ein Tor zu machen und der Mannschaft zu helfen. Hertha hatte die Kontrolle über das Spiel. Am Ende, als wir nichts mehr zu verlieren hatten, haben wir besseren Fußball gespielt.“
… zu einer möglichen Vertragsverlängerung: „Da müssen wir noch schauen. Schauen wir mal, was der Körper in den nächsten zwei, drei Monaten macht.“

Pal Dardai (Trainer Hertha BSC): …

… zum Spiel:
„Nach der ersten Halbzeit müssen wir zwei, drei Null führen. Dann hast du die Probleme nicht. In der Endphase war Hektik. Das ist ein Zufallsprodukt. Den Freistoß habe ich mir nicht mehr angeschaut, da habe ich mich weggedreht. Das ist schmerzhaft. Solche Spiele musst du nach Hause spielen. Der Schiedsrichter hat einen guten Job gemacht. Aber er soll nicht Ibisevic bei der einen Szene Gelb geben. Da kann er bei der anderen Bank fünf Gelbe Karten geben.“

… zu seiner Mannschaft (vor dem Spiel): „Es hört sich blöd an, aber bei uns geht immer viel über die Tagesform. Ich habe sehr viele junge Spieler. Es ist sehr schwer, als Trainer diese Jungs so hinzukriegen, dass Jeder funktioniert. Wenn bei uns drei, vier Spieler bisschen wackeln, ist es schwierig.“

zu Torschütze Selke, den Geschäftsführer Michael Preetz als Kandidaten für die deutsche Nationalmannschaft ins Gespräch gebracht hatte (vor dem Spiel): „Er hat sich sehr gut entwickelt. Wenn diese Entwicklungsphase weiter so geht, dann hat Michael Preetz recht. Mit dieser Größe, mit dieser Schnelligkeit, Kopfballstärke, da weiß ich nicht, welche anderen deutschen Spieler es da noch gibt.“

Florian Kohfeldt (Trainer SV Werder Bremen) ...
... zum Spiel:
„Es lief nicht gut für uns. Wir sind heute nicht ins Spiel gekommen. Fußballerisch war das nicht so gut. Im ersten Schritt haben wir es nicht gut gemacht, aber vielleicht kannst du auch relativ früh in Überzahl spielen. Heute war nicht so der Tag, an dem ich pure Euphorie hatte. Ich habe mich dann innerlich gefreut. Es war sehr, sehr wichtig für uns, weil wir bleiben dabei. Wenn du heute verlierst, sind es wieder vier Punkte, so bleiben wir dran.“
… zum Freistoßtor von Pizarro in der 96. Minute: „Da muss ich mir bestimmt gleich was von Mirko Votava anhören. Da hatte ich keinen Einfluss. Das haben die Jungs selbst gemacht. Ich habe ihm nach dem Spiel nur gesagt, du stehst gar nicht auf dem Plakat, warum schießt du Freistöße? Aber das war ok.“
… zu den Fouls von Niklas Stark: „Das der junge Mann ohne Gelb aus dem Spiel geht, ist schon stark. Die zweite Szene ist brutal. Wenn Milot Rashica da nicht wegspringt, kann ich den das nächste Mal wieder im Oktober einplanen.“

Max Kruse (Kapitän SV Werder Bremen) ...
... zum Spiel:
„Wir sind natürlich nach Berlin gefahren, um zu gewinnen. Für uns war letztendlich wichtig, dass wir das Spiel nicht verloren haben. Es war sicher nicht unsere beste Leistung, aber wir kommen dahin, dass wir auch in solchen Spielen Punkten. Wir müssen schauen, dass wir die Erwartungen jetzt nicht zu hoch schrauben. Man kann nicht immer 90 Minuten Hurra-Fußball spielen. Aber man kann die Mannschaft dafür loben, dass sie nicht aufgegeben hat. Hertha muss das Spiel auch nicht zu elft beenden.“
... zur Kommunikation mit Pizarro vor dem Freistoß: „Wir haben uns Gedanken gemacht. Wir haben uns erst überlegt, den Ball unter der Mauer durchzuschießen, dafür war die Mauer aber ein bisschen weit weg. Dann wollte er den Ball auf das Torwarteck ziehen, dann habe ich ihm gesagt, so viel Kraft hast du nicht mehr. Dann haben wir natürlich auch ein bisschen Glück, dass der reingeht, gar keine Frage.“

Niklas Stark (Hertha BSC) ...
... zum späten Ausgleich:
„Was soll ich dazu sagen? Das ist scheiße. Wir bekommen das nicht verteidigt. Ich weiß nicht, wie es dann gefallen ist, das ist auch scheiß egal. Wir müssen einfach die Gier haben, uns in den scheiß Ball da reinzuwerfen. Irgendwann am Ende der Saison werden wir sagen, die zwei Punkte wären geil gewesen. Jetzt müssen wir die woanders holen. Wir haben so viel Aufwand betrieben im ganzen Spiel und geben das in der letzten Minute her. Da habe ich jetzt noch den ganzen Abend, um mich drüber aufzuregen und dann geht’s weiter.“
… zu seinen Fouls: „Irgendwie ist das die ganze Saison schon so. Ich habe sehr wenige Gelbe Karten. Ich weiß gar nicht, ob ich überhaupt eine habe. Eine wäre drin gewesen heute, aber sie haben mich irgendwie immer verschont. Mit einer Gelben kann man ja noch weiter spielen. Von daher hätte ich dann schon einen Gang runter geschaltet. Heute wäre es verdient gewesen, aber eine Gelbe wäre jetzt auch nicht schlimm gewesen.“

Sky Experte Lothar Matthäus ...
... zu Pizarro:
„Ich wünsche ihm noch ein Jahr. Wir schauen ihm alle gerne zu. Er ist ein Sympathieträger. Nicht nur in der Bundesliga, sondern auch über die Grenzen hinaus. Ich bin sehr viel in Südamerika. Man kennt Pizarro nicht nur in Peru, sondern auch in den anderen Ländern. Es wäre schön für die Bundesliga, wenn er uns erhalten bleiben würde.“
… zum späten Ausgleichstreffer der Bremer: „Ich kenne diese Szene, auch als Spieler: Manchester United 1999. Da verstehst du die Welt nicht mehr. Hertha hat dieses Spiel total im Griff gehabt und steht nur mit einem Punkt da. Eigentlich haben sie ein tolles Spiel gemacht.
... zu Davie Selke als Kandidat für die deutsche Nationalmannschaft (vor dem Spiel):„Er hatte eine lange Verletzungspause. Er hat erstmal hier Fuß gefasst. Ich würde sagen, da macht man ihm, da macht man der Hertha keinen Gefallen. Er soll hier stabil die Leistung bringen, die er in den letzten Wochen gebracht hat, dann ist es auch eine automatische Geschichte, dass irgendwann mal die Nationalmannschaft kommt. Er hat U21 gespielt, ist Europameister geworden 2017. Er hat es da schon gezeigt. Er ist ein Spieler, der von seinem Körper lebt: groß, stark, kräftig, schnell. Solche Spieler sucht auch Jogi Löw für die Zukunft.“

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