• BVB-Sportdirektor über Hakimi: „Er muss wieder die richtige Balance finden.“
  • Dortmund-Trainer Favre fehlt Marco Reus: „Es bringt nichts, darüber zu sprechen.“

  • Eurosport Experte Matthias Sammer: „Die Stabilität einer absoluten Spitzenmannschaft kann Borussia Dortmund noch nicht haben.“


    München, 18. Februar 2019 –
    Sehr geehrte Medienpartner, anbei erhalten Sie die wichtigsten Stimmen aus dem Vorlauf der Partie 1. FC Nürnberg gegen Borussia Dortmund – das Montagsspiel am 22. Spieltag der Fußball-Bundesliga live im Eurosport Player.

    Michael Zorc (Sportdirektor Borussia Dortmund) im Interview mit Eurosport:
    … über die Ergebniskrise beim BVB:
    „Wenn wir Erklärungsversuche starten, warum es seit zwei Wochen nicht läuft, dann muss man sagen, dass Marco Reus in der Zeit ganz wenig gespielt hat, Lukasz Piszczek ist ein ganz wichtiger Spieler für die Balance, Manuel Akanji war in der Hinrunde unser Abwehrchef. Wenn dann Paco Alcacer auch noch nicht dabei ist – er und Marco Reus haben zusammen 25 Tore geschossen – sind das alles kleine Faktoren, warum wir nicht die Ergebnisse erzielt haben.“
    … über Achraf Hakimi: „Er hat seine Stärken in der Offensive und geht in seinem Spiel viel Risiko und da muss er wieder die richtige Balance finden. Das hat im einen oder anderen Spiel zuletzt nicht so gepasst.“
    … über das Spiel in Nürnberg: „Natürlich wollen wir hier gewinnen, das ist unser Anspruch. Nur schauen Sie auf die Tabelle, da haben wir gegen den Tabellen-17. auch nur 0:0 gespielt. In der Bundesliga nimmst du nichts einfach mit.“
    … über die Montagsspiele: „Das ist bei den Fans immer noch ein Thema. Wir merken das auch. Wobei ich sagen muss, dass es uns in diesen Fall gut tat, dass wir einen oder zwei Tage mehr hatten seit dem Mittwochsspiel in Tottenham. Aber natürlich muss man hören, was der Fan dazu sagt. Die Bundesliga hat darauf reagiert und beschlossen, dass in der nächsten Rechteperiode die Montagsspiele wegfallen. Das ist auch richtig so. Aber solange müssen wir es eben akzeptieren.“


    Eurosport Experte Matthias Sammer:
    … über die Ergebniskrise beim BVB:
    „Das ist in meinen Augen ein psychologisches Element, dass diese Mannschaft geprägt ist, von sehr, sehr vielen jungen, entwicklungsfähigen Spielern. Die erste Halbzeit in Tottenham war vollkommen in Ordnung, aber die Stabilität einer absoluten Spitzenmannschaft liegt auch in der Altersstruktur, die baut Borussia Dortmund gerade. Die kann sie noch nicht haben. Marco Reus hat gegen den Ball immer sehr, sehr gut – vor allem in den Schlussphasen – gearbeitet und das war sehr, sehr wichtig. Ich glaube, dass das in der Psychologie und in der Sensibilität einfach ein Reifeprozess einer Mannschaft ist.“
    … über das „Friseur-Gate“ in London: „Das ist ja auch ein Reifeprozess. Die Spieler müssen auch ein Gefühl entwickeln. Und der eine lässt sich vor dem Spiel massieren, der andere geht ins Kino und der andere lässt sich die Haare schneiden. Ich finde, das ist überhaupt kein Problem. Du musst nur im Laufe der Entwicklung für dich selbst herausfinden, was dich nicht ablenkt. Die Zeiten haben sich auch geändert. Wenn ich die sozialen Medien sehr bediene, muss ich wissen, dass das Thema oftmals auch emotional begleitet wird, gerade wenn man ein Spiel verliert. Dann geht es nicht immer um die Inhalte, sondern auf die emotionale Ebene.“
    … über Andreas Bornemann, der sich bis zum Schluss hinter Trainer Michael Köllner stellte: „Es ist sehr konsequent. Ich glaube, Andreas Bornemann war sehr nah an Michael Köllner und kann am besten beurteilen wie er als Trainer ist, wie sein Verhältnis zur Mannschaft ist. Wenn dann der Aufsichtsrat oder die entscheidenden Personen gegen den Trainer sind, dann muss man vielleicht die Frage stellen, ist die Beurteilbarkeit dieser Herren – außer, dass man etwas ändern wollte – überhaupt möglich? Deswegen dann konsequent zu sein und zu sagen, dann trifft es mich auch, ist aller Ehren wert, aber trotzdem eigentlich schade, weil er eine gute Handschrift hinterlassen hat.“
    … über den Trainerwechsel in Nürnberg: „Sie haben jetzt die Klubikone schlechthin mit Marek Mintal neben Trainer Boris Schommers installiert. Damit hast du Aufbruch, Befreiung, Enthusiasmus. Zumindest für die Mentalität wird das Feuer geben.“


    Lucien Favre (Trainer Borussia Dortmund) im Interview mit Eurosport:
    … über die Ergebniskrise beim BVB:
    „Wir haben einfach die letzten Spiele analysiert, das war nötig und wir schauen nach vorne. Jetzt ist es vorbei. Natürlich haben wir das nicht gern, aber wir müssen weiter daran arbeiten.“
    … über den verletzten Marco Reus: „Alle wissen, dass Marco Reus wichtig ist. Aber es bringt nichts, darüber zu sprechen. Wir müssen von den Spielern, die da sind, sprechen. Diese Mannschaft hat einige Spiele sehr gut gemacht und wir vertrauen den Spielern total.“


    Boris Schommers (Interimstrainer 1. FC Nürnberg) in Interview mit Eurosport:
    ... über die Übernahme der Cheftrainerposition:
    „Als der Anruf kam, war ich im ersten Moment schon überrascht und habe dann aber auf den eindringlichen Wunsch vom Aufsichtsrat gesagt, dass ich natürlich eine Verantwortung dem Verein gegenüber habe und mich dementsprechend dazu entschieden, den Posten zu übernehmen. Ob das komisch ist, weiß es nicht. Das gibt es sicherlich öfter, dass Co-Trainer zumindest interimsmäßig das Amt des Cheftrainers übernehmen. Ich habe anderthalb Jahre sehr gut mit Michael Köllner zusammengearbeitet. Nach der Anfrage habe ich mich dazu entschieden, dem Verein gegenüber loyal zu sein, denn das ist mein Arbeitgeber. Dementsprechend habe ich versucht, meine Mannschaft bestmöglich auf heute vorzubereiten.“
    … über Veränderungen, die er vorgenommen hat: „Wir haben vorher schon einige Dinge gut gemacht, aber natürlich hat jeder Trainer seine eigenen Vorstellungen, die er einbringen möchte. Die habe ich auch und ich habe versucht, die in den vergangenen fünf Tagen der Mannschaft zu vermitteln. Als ein Impuls gehört mit Sicherheit dazu, die Ansprachen etwas anders zu gestalten. Da hat jeder seine eigene Art und ich hoffe, ich habe die richtige Ansprache für heute gefunden.“
    … über seinen Plan für das Spiel: „Die Mannschaft hat auf jeden Fall richtig gut gearbeitet. Wir werden natürlich erst einmal versuchen, gut gegen den Ball zu arbeiten, denn wir wissen, was heute auf uns zukommt.
    Ich freue mich sehr auf dieses Spiel. Es gibt schlimmere Momente als das erste Bundesliga-Spiel gegen den aktuellen Tabellenführer – eine Top-Mannschaft in Europa – zu machen. Wir wollen eine Chance finden. Sie spielen einen sehr guten Offensivfußball und sind sehr strukturiert. Nichtsdestotrotz haben die vergangenen Ergebnisse gezeigt, dass es kleine Lücken gibt. Wir haben versucht, uns darauf vorzubereiten, Nadelstiche in diese Lücken zu setzen.“


    Für weitere Informationen kontaktieren Sie bitte
    Eurosport Presse presse@discovery.com