• Nürnbergs Interimstrainer Schommers sauer: „Wenn du nach zwei Minuten durch so eine Aktion ein Mann weniger bist, dann schlägst du dich selbst“
• Löwen trotz Niederlage zuversichtlich: „Wir glauben immer noch daran, dass wir gute Chancen haben, die Liga zu halten“
• Siegtorschütze Ayhan verrät Düsseldorfs Schlüssel zum Erfolg: „Es war klar, dass wir Geduld brauchen“
• Sky Experte Matthäus hält Heidel-Rücktritt für die „logische Konsequenz“

Unterföhring, 23. Februar 2019
- Die wichtigsten Stimmen zum Krombacher Topspiel des 23. Spieltages der Fußball-Bundesliga zwischen Fortuna Düsseldorf und dem 1. FC Nürnberg (2:1) bei Sky.

Friedhelm Funkel (Trainer Fortuna Düsseldorf) ...
... zum Spiel:
„Ich habe der Mannschaft in der Halbzeit gesagt, wir müssen Geduld haben. Gegen neun Mann anzulaufen, das ist für uns natürlich nicht so leicht, weil wir fußballerisch auch ein Stück weit limitiert sind. Aber wir haben in der Halbzeit gesagt, wir werden unsere Tore machen. 28 Punkte – das ist Wahnsinn. Wir sind einfach nur überglücklich.“
... zum Kampf um den Klassenerhalt: „Natürlich ist das wie eine Befreiung gewesen. Wir können die Tabelle lesen. Das war ein ganz wichtiger Schritt in Richtung Klassenerhalt. Aber nur ein wichtiger Schritt. Wir müssen noch zwei bis drei Spiele gewinnen. Aber ich bin davon überzeugt, dass wir das tun werden.“
... zur seiner Trainerstation bei Fortuna Düsseldorf: „Man muss sich das mal vorstellen, ich bin jetzt schon drei Jahre Trainer hier. Das hätte ich nie für möglich gehalten, als ich hier angefangen habe. Ich hatte eigentlich schon aufgehört. Das hier passt wie die Faust aufs Auge.“
... zu den Entwicklungen beim FC Schalke 04 (vor dem Spiel): „Im Grunde nehme ich das nur hin, das war ja in den letzten Wochen abzusehen. Es ist schade, weil es Christian Heidel getroffen hat, der mit Sicherheit viel positiv versucht hat anzuschieben. Das ist schon ein mutiger Schritt von ihm.“
... zu seiner Erfahrung (vor dem Spiel): „Das hat für das Spiel aber keine so große Bedeutung. Ich habe auch mal angefangen und habe auch gegen die damaligen Trainer-Legenden gespielt. Ich wäre manchmal noch einmal gerne ein bisschen jünger, aber die Erfahrung ist letztendlich durch nichts zu ersetzen.“

Kaan Ayhan (Torschütze Fortuna Düsseldorf) ...
... zum Spiel:
„Wir müssen der Mannschaft heute ein Kompliment machen. Es war klar, dass wir Geduld brauchen. Wir können es jetzt genießen. Aber es geht weiter. Wir wollen bis zum Ende der Saison Gas geben und zeigen, was wir in der Bundesliga können.“
... zu seiner Rückkehr nächste Woche zum FC Schalke 04: „Das wird für mich nicht so eine große Rolle spielen. Ich habe diese Saison schon zweimal gegen Schalke gespielt und nicht gewonnen. Deswegen wollen wir da hinfahren und es zumindest besser machen als im Pokal.“

Boris Schommers (Interimstrainer 1. FC Nürnberg) ...
... zum Spiel:
„Wir haben trotz der Unterzahl ein gutes Spiel von der Ordnung her gemacht. Wir sind eine junge Mannschaft, wir haben aufopferungsvoll gekämpft. Wir gehen sogar ein bisschen glücklich durch ein sehr schönes Tor in Führung und kämpfen dann weiter. Aber wenn du nach zwei Minuten durch so eine Aktion ein Mann weniger bist, dann schlägst du dich selbst, dann schwächst du dich und das Team und das ist das Problem. Dann hat es die Mannschaft gut gemacht. Man kann aber in Unterzahl nicht alles verteidigen. Wir kassieren letztendlich ein Tor durch ein Eigentor und einen Standard. Das ist sehr schade.“
... zum Platzverweis: „Erst einmal ist es davor ein Foul. Nichtsdestotrotz ist es für mich ein Platzverweis, weil seine Hand da nichts zu suchen hat. Ich werde mit dem Spieler sprechen, da muss sich ein junger Spieler im Zaum haben, egal was vorher ist. Er darf sich dazu nicht hinreißen lassen.“
... zur Frage, welchen Einfluss der Platzverweis auf das Spiel hatte: „Ein großen natürlich. Du hast einen Matchplan erarbeitet und nach nicht einmal zwei Minuten verlierst du einen Spieler und musst dein Spiel umstellen. Das muss man dann erst einmal verarbeiten.“
... zur Frage, was das 0:0 gegen Borussia Dortmund intern bewegt hat (vor dem Spiel): „Es ist ein Startpunkt. Die Jungs haben gemerkt, wenn sie die Leidenschaft auf den Platz bringen, dass es möglich ist, auch gegen einen starken Gegner etwas zu holen und das war für uns ein erster Schritt. Darauf wollen wir aufbauen.“

Thomas Grethlein (Aufsichtsratsvorsitzender 1. FC Nürnberg) ...
... zur Frage, ob Boris Schommers mehr als ein Übergangstrainer ist (vor dem Spiel):
„Das wird nicht der Aufsichtsrat entscheiden, aber er macht seine Sache sehr gut. Wenn er es weiter so gut macht, wird natürlich auch der neue Sportvorstand überlegen, ob er es nicht mit ihm weitermachen wird. Aber das ist nicht unsere Sache.“
... zur Frage, was die größten Fehler in dieser Saison waren (vor dem Spiel): „Wir wussten von Beginn an, dass es gegen den Abstieg geht. Wir dachten in der Winterpause auch noch, vielleicht bekommen wir die Wende. Das ist leider nicht geglückt und deswegen haben wir gehandelt. Aber ich würde nicht sagen, dass zu viele Fehler gemacht worden sind.“

Eduard Löwen (Torschütze 1. FC Nürnberg) ...
... zum Spiel:
„Ich glaube, wie der Trainer es gesagt hat, heute hat nicht Düsseldorf uns geschlagen, sondern wir haben uns selbst geschlagen. Zuerst die dumme Rote Karte, die einfach nicht sein muss. Dann machen wir das Tor und gehen in Führung. Aber dann das dumme Foul von mir, dann das Standardtor, ein Eigentor, was soll man dazu sagen.“
... zum Kampf um den Klassenerhalt: „Ich glaube, die Mannschaft hat immer noch den Glauben, den werden wir auch nicht verlieren. Heute gehen wir mit null Punkten raus, das ist natürlich kacke, aber wir wollen weiter Gas geben und wir glauben immer noch daran, dass wir gute Chancen haben, die Liga noch zu halten.“

Sky Experte Lothar Matthäus ...
... zum Spiel:
„Drei Punkte für Düsseldorf heute, das ist schon die halbe Miete, dass sie die Klasse halten. Sie hatten heute Geduld, das war ganz wichtig.“
... zu Friedhelm Funkel: „Ich finde, es passt alles sehr gut zusammen hier. Die Mannschaft hat großen Respekt vor Friedhelm Funkel. Aber er ist auch der Typ, der die Menschen mitnimmt. Deswegen ist ganz Düsseldorf froh, dass es mit ihm nächste Saison weitergeht.“
... zu den Chancen des 1. FC Nürnberg noch die Klasse zu halten: „Es wird schwierig für den Club. Heute haben sie sich selbst geschlagen. Es war nicht der Tag der Nürnberger, sie haben aber gekämpft.“
... zu den Äußerungen von Rafinha: „Das trägt nicht zur Fokussierung auf die nächsten Einsätze bei. Aber natürlich ist er unzufrieden. Jeder kommt zum Einsatz, er nicht, er hat die letzten vier Spiele nur auf der Bank gesessen. Er ist ein anständiger Spieler, er gibt immer alles. Natürlich kann er mit der Situation nicht zufrieden sein.“
... zur Vertragsauflösung von Christian Heidel beim FC Schalke 04 (vor dem Spiel): „Die Geschichte passt nicht mehr. Es ist zu viel verbrannte Erde, die Kommunikation passt nicht mehr. Man redet auch nicht mehr so miteinander wie vielleicht vor einem Jahr. Die sportliche Talfahrt hält an. Und wenn viel Unruhe im Umfeld ist, dann ist die Mannschaft nicht konzentriert. Damit kann man die Ergebnisse der letzten Wochen ganz gut erklären. Es sind zu viele Baustellen und deswegen ist es die logische Konsequenz.“
... zu möglichen Kandidaten beim FC Schalke 04 (vor dem Spiel): „Horst Heldt ist bei Hannover. Andererseits liebäugelt er schon mit einer Rückkehr nach Schalke. Das ist ganz sicher ein Kandidat, weil er ein sehr gutes Verhältnis zu Clemens Tönnies hat und ich könnte mir vorstellen, dass Heldt noch einmal bei Schalke arbeitet. Meiner Meinung nach ist die Chance sehr groß. Ich will nicht sagen 100 Prozent. Aber ich gehe davon aus, weil Heldt in den letzten Jahren immer mal wieder Kontakt zu anderen Vereinen hatte und ich glaube, dass er sich in Hannover nicht unbedingt so wohl fühlt. Ich kann mir vorstellen, dass Heldt ein heißer Kandidat ist, Heidel zu beerben.“

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