• Hoffenheims Direktor Profifußball Rosen schließt Joelinton-Transfer nicht aus: „Sind nicht das Ende der Nahrungskette“
  • Freiburgs Trainer Streich froh über Vertrauen im Klub: „Wären sonst längst in 3. Liga“
  • Schalke-Trainer Tedesco als Krisenminister: „Ich muss motivieren, pushen, aufbauen“
  • Sky Experte Metzelder über Dortmund: „In dieser Phase gibt es eine Verpflichtung“


    Unterföhring, 02. März 2019 -
    Die wichtigsten Stimmen im Vorlauf zu den Samstagnachmittagspartien des 24. Spieltages der Fußball-Bundesliga bei Sky.

    Christian Streich (Trainer SC Freiburg) ...
    ... zur Laufzeit seines neuen Vertrages:
    „In Freiburg ist es mal eingeführt worden, dass man darüber nicht spricht. Daran möchte ich festhalten. Viel wichtiger ist ohnehin, dass die anderen fünf Jungs alle da sind. Die wecken Begehrlichkeiten, da war es nicht abzusehen, dass alle bleiben. Darüber bin ich sehr glücklich, für den Verein und seine Perspektive.“
    ... zur Arbeit in Freiburg: „Das läuft auch nicht ohne Probleme, es ist ein Auf und Ab. Alle sagen, wir sind eine Wohlfühloase. Natürlich ist es schön bei uns, aber wir müssen uns auch beweisen. Auch für uns ist es ein großer Kampf in der Bundesliga. Wenn wir Verletzte haben, wissen wir manchmal nicht, wie wir es hinkriegen. Aber wir halten zusammen und haben so ein großes Vertrauen zueinander, dass wir diese Nebenkriegsschauplätze nicht haben wie sie andere Vereine haben. Wenn wir die hätten, wären wir längst in der 3. Liga.“
    … zum Saisonfinale: „Wir haben unser Saisonziel noch nicht erreicht, aber die Teams hinter uns haben wenig Punkte im Vergleich zu den Vorjahren. Vincenzo ist wieder da, da war mir klar, dass das sofort funktioniert. Er bringt uns eine spielerische Komponente. In der Breite sind wir stärker aufgestellt, als im Vorjahr.“

    Alexander Rosen (Direktor Profifußball TSG 1899 Hoffenheim) ...
    ... zu einem möglichen Verkauf von Joelinton:
    „Es ist eine ganz außergewöhnliche Geschichte, dass ein Spieler in sechs Monaten Bundesliga so auf sich aufmerksam macht. Als er von Rapid Wien zurückkam, war er eigentlich nicht wiederzuerkennen. Wir kleben keinen Preis auf den Rücken des Spielers. Wir waren ja aber auch in der Vergangenheit ein Klub, der Spieler gefunden, weiterentwickelt und dann auch verkauft hat. Wir haben uns in den letzten Jahren in der Nahrungskette nach oben gearbeitet, aber wir sind nicht das Ende der Nahrungskette. Es gibt größere, reizvollere Klubs, die mehr Geld haben. Das muss man dann im Sommer bewerten.“
    … zu einem möglichen Wechsel zu Schalke: „Ich bin nächsten Monat sechs Jahre hier in leitender Funktion. Ich habe früh mir zu eigen gemacht, dass ich Spekulationen nicht weiter kommentieren möchte. Für mich ist entscheidend, was ich habe, wo ich gerade bin und was ich dem Verein zu verdanken habe. Mit dem Weggang von Julian und anderen haben wir größere Veränderungen, aber ich bin zuversichtlich, dass wir uns gut aufstellen können.“

    Domenico Tedesco (Trainer FC Schalke 04) ...
    ... zur Pleite in Mainz:
    „Das hat uns sehr geärgert. Wir müssen trotzdem nach vorne schauen. Wir müssen stark sein, wenn es in der 92. Minute 0:0 steht und das Stadion unruhig ist, müssen wir Gas geben und in der 93. das Tor machen.“
    ... zu seiner Rolle in der Situation: „Ich muss motivieren, pushen, aufbauen. Ich muss Spielern erklären, warum sie nicht spielen und ihnen den Spiegel vorhalten, ein ehrliches und offenes Feedback geben und dann hoffentlich die richtigen Spieler wählen.“

    Oliver Mintzlaff (Geschäftsführer RB Leipzig) ...
    … zu den Spekulationen über einen Wechsel von Timo Werner zu den Bayern:
    „Es gibt mit keinem anderen Verein einen Austausch und entsprechend konzentrieren wir uns erstmal auf uns, zusammen mit Timo.“

    Sky Experte Christoph Metzelder ...
    ... zur Dortmunder Niederlage in Augsburg:
    „Dieses Wilde, Unbekümmerte war lange zeit eine große Stärke. Man muss aber auch sagen, dass sie in der Hinrunde das Momentum und das Spielglück hatten. Das fehlt momentan. Dieses Fehlerhafte hatten die Bayern in der Hinrunde, die Dortmunder haben es jetzt. Die Bayern sind stark aus dieser Situation gekommen, das muss Dortmund jetzt auch.“
    … zum Vorgehen des BVB, die Meisterschaft nicht als Ziel zu nennen: „Ich kann mir nichts anderes vorstellen, als dass innerhalb der Kabine alle denken, dass sie Meister werden wollen. In dieser Phase gibt es eine gewisse Verbindlichkeit, dass man sagt, wir tun alles, um Meister zu werden und diesen Vorsprung zu verteidigen. Ob sie es formulieren oder nicht, am Ende könnten sie neun Punkte verspielt haben.“
    … zur Frage, ob er Sportdirektor bei Schalke werden könnte: „Ich habe schon immer betont, dass ich mittelfristig in den Profifußball zurückkehren möchte. Ob das jetzt der Zeitpunkt ist oder später, sei dahingestellt. Ich bin nicht kontaktiert worden und aufgrund der zeitlichen Abläufe denke ich auch, dass Schalke da andere Ideen hat.“

    Sky Experte Reiner Calmund ...
    ... zur Verpflichtung von Jochen Schneider als Schalker Sportvorstand:
    „Ich kenne ihn seit vielen Jahren als absoluten Fachmann. Er hat in Leipzig exzellente Arbeit abgeliefert, das wird jeder bestätigen. Rein fachlich ist er absolut top. Was ich verstehen kann, ist, dass daneben noch jemand mit Schalker Blut stehen muss. Da kann man den Linke oder Wilmots nehmen, man kann noch sieben, acht andere nennen. Es gibt genug bei Schalke, die hinter so einem klugen Kopf wie Schneider arbeiten können.“
    … zur aktuellen Situation bei Leverkusen: „Sie haben in der Bundeliga mit Bosz schwer aufgeholt. Sie waren im Mmittelfeld, jetzt sind sie unter den Top Sechs. Offensiv läuft es am Schnürchen. Auch wenn in Dortmund verloren wurde, haben sie überlegen gespielt und hatten mehr Feldvorteile. Die Balance zur Defensive stimmt aber nicht, sie kassieren zu viele Tore. So ein Ausscheiden wie in Heidenheim tut weh. Offensiv ist das ein Gedicht, mit Brandt, Havertz, Volland. Das ist zum Verlieben.“

    Sky Schiedsrichter-Experte Markus Merk ...
    ... zum Videobeweis:
    „Für mich ist klar, dass es eine Entwicklung ist, die im Zeitalter der Digitalisierung kommen musste. Natürlich ist es ein neues Umfeld, in das die Schiedsrichter hineinwachsen müssen. Aber es erleichtert die Arbeit, du bist nicht mehr der entscheidende Faktor und nicht mehr sonntags, montags das Ziel der Fans.“

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