• Thomas Müller feiert starkes Startelf-Comeback: „Situation war wie gemalt“
  • Gladbach-Coach Hecking sauer: „Das kann ich so nicht akzeptieren“
  • Torwart Yann Sommer fassungslos: „Wir haben die ersten 20 Minuten verpennt“
  • Sky Experte Matthäus zum Meisterrennen: „Es spricht viel für den FC Bayern“

    Unterföhring, 02. März 2019 -
    Die wichtigsten Stimmen zum Krombacher Topspiel des 24. Spieltages der Fußball-Bundesliga zwischen Borussia Mönchengladbach und dem FC Bayern München (1:5) bei Sky.

    Niko Kovac (Trainer FC Bayern München) ...
    ... zum Spiel:
    „Ich bin sehr zufrieden mit dem Spiel. Wir hätten das eine oder andere Tor mehr machen müssen, nicht können, sondern müssen. Aber es war trotzdem mit das Beste, das wir in dieser Saison abgeliefert haben.“
    ... zur verpassten Tabellenführung: „Es war möglich. Natürlich können wir nicht davon ausgehen, dass wir hier 5:1 gewinnen, das kann keiner, auch wir nicht. Aber aufgrund der Torchancen hätte man heute sicher Erster werden können. Aber wir haben auf Null gestellt, resettet. Es fängt von vorne an. Es sind noch zehn Spieltage zu gehen, dann schauen wir mal.“
    ... zur veränderten Situation im Vergleich zum Hinspiel: „Ich habe Ruhe bewahrt. In München ist es nicht immer ganz einfach, es wird viel erzählt und geschrieben, aber die Ruhe war der entscheidende Punkt.“
    … zur Frage, was die Bayern aktuell besser machen als Dortmund: „Ich möchte nicht über den BVB sprechen, das haben sie auch nicht, als wir die Delle hatten. Unsere Mannschaft macht das gut. Wenn man die letzten Bundesligaspiele sieht, haben wir alle außer Leverkusen gewonnen. Das ist das, was wir von uns erwarten.“
    … zu dem möglichen Foulspiel vor dem 0:1: „Wenn das ein Stoßen ist, um Gottes Willen. Ich bin ja wirklich einer, der sagt, was Sache ist. Wir spielen Bundesliga-Fußball und das ist kein Stoßen, er kommt mehr aus dem Tritt.“
    … zur Bedeutung von Javi Martinez (vor dem Spiel): „Javi macht das sehr gut. Nachdem wir eine Phase hatten, wo es nicht lief, haben wir auf Doppelsechs umgestellt. Er hält seine Position, mit seiner Kopfballstärke und Präsenz ist er sehr wichtig für uns.“

    Manuel Neuer (Kapitän FC Bayern München) …
    … zum Spiel:
    „Wir wollten unsere Hausaufgaben machen. Es war noch etwas offen aus dem Gladbach-Spiel, man verliert nur ungern 0:3, daher hatten wir es noch im Hinterkopf. Wir wollten unser Spiel gewinnen, das hat man auch die ersten 20, 30 Minuten gesehen. Wir hätten noch ein paar Tore mehr erzielen können, aber mit dem 5:1 bin ich absolut zufrieden.“
    … zum Meisterrennen: „Noch sind wir nicht Erster. Wir haben in dieser Saison gesehen, dass viel möglich ist. Dortmund ist ruhig geblieben mit Aussagen, wir bleiben jetzt auch ruhig. Wir müssen schauen, dass wir sportlich alles geben, damit wir Meister werden.“

    Thomas Müller (Torschütze FC Bayern München) …
    … zu seiner Rückkehr in die Startelf:
    „Ich habe mich natürlich gefreut, dass ich ran durfte und dass es positiv ausging. Aber ich habe ab der 70. Minute schon gemerkt, dass die Spielpraxis fehlt. Aber wenn man 5:1 in Gladbach gewinnt, ist das super. Ich kann mich nicht erinnern, dass wir hier mal so hoch gewonnen haben. Wir haben uns immer schwer getan.“
    … zur Vorlage durch die Dortmunder Niederlage: „Wir sind auch Menschen. Psychologisch haben wir es schon gehofft. In Augsburg ist es schwierig, sie hatten vorher 5:1 verloren, es war klar, dass sie alles daran setzen, Dortmund etwas abzuluchsen. So war die Situation wie gemalt für uns.“
    … zu seiner Position: „Natürlich zieht es mich immer in die Mitte, ich bin kein klassischer Außenspieler. Den Ball klatschen zu lassen, in den Rücken der Abwehr gehen, das ist mein Spiel. Mit Lewy verstehe ich mich sowieso gut, wir haben ein gutes Zusammenspiel. So macht es natürlich Spaß.“
    … zum Meisterkampf: „Das Momentum ist auf unserer Seite. Es geht bei null los, wir hätten im Winter nicht gedacht, dass wir zu diesem Zeitpunkt auf Punktegleichstand sind. Wir haben aber schon länger Lunte gerochen, wir sind in einer besseren Verfassung als im Herbst.“

    Dieter Hecking (Trainer Borussia Mönchengladbach) ...
    ... zum Spiel:
    „Du kannst gegen Bayern München verlieren, es kommt aber immer darauf an, wie du es machst. Und das kann ich so nicht akzeptieren. Diese Dinge dürfen nicht passieren, wenn du etwas erreichen willst. Das müssen wir schleunigst ändern, so kann man nicht spielen. Das sind Schläfrigkeiten, die sind nicht zu erklären. Wenn man das so umsetzt, brauchst du dich nicht zu wundern, wenn du das Spiel in der Höhe verlierst. In jedem Spiel muss man zu 100 Prozent fokussiert sein. Elf Gegentore in drei Heimspielen sind viel zu viele.“
    ... zum möglichen Foulspiel vor dem 0:1: „Wer Fußball gespielt hat, weiß, dass Martinez sich einen Vorteil verschafft hat. Das ist dann ein klares Foulspiel. Wenn man dann in Köln selbst darauf schaut und nicht zu der Erkenntnis kommt, kann man wohl wieder alles machen im Strafraum.“

    Yann Sommer (Torwart Borussia Mönchengladbach) …
    … zum Spiel:
    „Wir haben die ersten 20 Minuten komplett verpennt. Es ist schwer zu erklären, wenn du nach elf Minuten 0:2 hinten liegst gegen Bayern kannst du nur schwer etwas holen. Wir waren einfach nicht da. Wir waren nochmal gut drin, schießen das Tor. Dann haben wir gesagt wir wollen gut rauskommen, kompakt stehen, und dann kommt die nächste Großchance und das Tor. Sie hatten einfach zu viele Großchancen heute.“
    … zu seinem „Privatduell“ gegen Robert Lewandowski: „Ich probiere einfach, auf ihn zu reagieren, was er macht. Das hat gut geklappt, aber wenn man fünf Gegentore kassiert, ist das nur ein schwacher Trost.“

    Hasan Salihamidzic (Sportdirektor FC Bayern München) ...
    ... zu den Spekulationen um Leipzigs Timo Werner (vor dem Spiel):
    „Er ist ein Spieler, der einen langfristigen Vertrag bei einem anderen Klub hat, deshalb kann ich dazu nichts sagen.“

    Max Eberl (Sportdirektor Borussia Mönchengladbach) ...
    ... zur Situation um Thorgan Hazard (vor dem Spiel):
    „Die Champions League ist natürlich ist ein schlagendes Argument. Thorgan hat Jahr für Jahr eine Entwicklung gemacht, er ist ein Unterschiedsspieler für uns, der, wenn er einen Schritt machen muss, ihn jetzt machen muss. Wenn wir Champions League spielen, wäre das ein Argument für uns. Wenn nicht, sind wir nicht in der Lage, ihn zu halten. Dann müssen wir ihn verkaufen, aber dann muss er auch den nächsten Schritt gehen.“

    Felix Zwayer (Schiedsrichter des Spiels) ...
    ... zur Situation vor dem 0:1:
    „Es ist eine Szene, die ich auf dem Platz selbst wahrgenommen und bewertet habe. Ich stelle einen Körperkontakt fest, auch eine leichte Bewegung mit dem Arm, die leider auch üblich ist bei Zweikämpfen im Strafraum. Das machen mal Stürmer, mal Verteidiger. Hier hat es die Wirkung gehabt, dass der verteidigende Spieler einen Schritt nach vorne macht und leider ausrutscht. Es ist eine Situation, die man auch nach Ansicht der Fernsehbilder in beide Richtungen entscheiden kann.“
    ... zur Frage, warum er sich die Szene nicht noch einmal angeschaut hat: „Ich hatte eine klare Meinung und nach Kommunikation mit dem Videoassistenten in Köln wurde keine klare Abweichung von meiner Wahrnehmung festgestellt. Daher war es für mich nicht nötig, es mir noch einmal anzuschauen. Es ist eine Szene, die Interpretationsspielraum lässt und die dann der Schiedsrichter entscheidet. Es bleibt diskutabel, aber ich hatte meine Wahrnehmung und habe so entschieden.“

    Sky Experte Lothar Matthäus ...
    ... zur Leistung der Bayern:
    „Das war ein eindrucksvolles Statement der Bayern, das sie geliefert haben. Nicht nur das Ergebnis, sondern die Leichtigkeit, mit dieser spielerischen Qualität und Kaltschnäuzigkeit, auch wenn sie Chancen vergeben haben. Sie haben sie sich herausgearbeitet, das ist wichtig für den Trainer, das zu erkennen. In dieser Form und mit dem Momentum spricht vieles für den FC Bayern.“
    ... zur Gladbacher Krise: „Bis vor ein paar Wochen war es die stärkste Defensive der Liga, nach Standards haben sie nicht zugelassen. Jetzt auf einmal kriegen sie Genegntore nach Standardsituationen und kassieren elf Gegentore in drei Heimspielen. Dabei holen sie keinen Punkt, zuvor elf am Stück gewonnen. Das ist alles unerklärlich, aber die Mannschaft kommt einfach nicht mehr in die Zweikämpfe. Sie müssen sich zusammensetzen und den Weg finden, den sie bis zum 20. Spieltag gegangen sind. Das wird schwer bei diesen Ergebnissen.“

    Sky Schiedsrichter-Experte Markus Merk ...
    ... zur Szene vor dem 0:1 (in der Halbzeit):
    „Manche werden sagen clever, manche sagen robust, ich sage Foul. Es war ein Arm-Einsatz, er verschafft sich Platz. Es kommt dann zur Überprüfung. Es wäre gut gewesen, wenn man Felix Zwayer gesagt hätte, er soll es sich anschauen. Für mich ist es ein klares Foul.“


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