• 96-Coach prügelt nach der Niederlage im Abstiegsduell auf seine Mannschaft ein: „Jeder schämt sich für so einen Auftritt“

  • VfB-Sportdirektor Hitzlsperger erleichtert: „Wir haben es herbeigesehnt“
  • Wolfsburg-Coach Labbadia nach 1:1 gegen Bremen über Trainerdiskussion: “Es ist alles ganz entspannt“
  • Sky Experte Dietmar Hamann kritisiert Hannover: „Gefühlt sind sie abgestiegen“

    Unterföhring, 3. März 2019 -
    Die wichtigsten Stimmen zu den Sonntagsspielen des 24. Spieltages der Fußball-Bundesliga, VfB Stuttgart vs. Hannover 96 (5:1) sowie VfL Wolfsburg vs. SV Werder Bremen (1:1) bei Sky.


    Thomas Doll (Trainer Hannover 96) ...
    ... zum Spiel:
    „Es ging ja schon nach 20 Sekunden los. Es ist ja nicht so, dass Stuttgart dich an die Wand spielt. Die Fehler, solche Amateurfehler, machen wir ja selber. Es macht zurzeit überhaupt keinen Spaß. Diese Dinge kannst du auch nicht trainieren. Es kommt immer auf die Art und Weise an. Jeder, der mit Hannover 96 zu tun hat, der schämt sich für so einen Auftritt. Da fehlen dir wirklich die Worte.“
    ... zur Situation: „Es ist an der Zeit, dass in Hannover ein anderer Wind weht. Sowas darf sich keiner bieten lassen. Bisschen mehr Kante zeigen, bisschen anders dagegenstemmen. Stuttgart hat ja auch keine Erfolgsserie gehabt. So ein kraftloser Auftritt, das tut mir echt leid. Mir geht diese Situation total auf den Sack. 0:3, 0:3, 0:3, 1:5 - sowas habe ich in meiner Trainerkarriere noch nie erlebt. Das macht allen keinen Spaß, mir am wenigsten. Wir müssen uns anders präsentieren, ansonsten wirst du ja die Lachnummer der Bundesliga. Darauf haben ich am wenigsten Lust.“

    Thomas Hitzlsperger (Sportdirektor VfB Stuttgart) …
    ... zum Spiel:
    „Erwartbar war es nicht, wir haben es aber herbeigesehnt. Wenn man fünf Tore zuhause macht, merkt man schon, was für eine Last abfällt. Das war sehr erfreulich und sehr gut, ein verdienter Sieg. Dass er so hoch ausgefallen ist, freut uns umso mehr. Die erste Halbzeit war richtig gut, das war so nicht zu erwarten. Hannover ist noch einmal zurückgekommen und es war eine komplizierte Phase.“
    ... zur starken Leistung von Ozan Kabak: „Der Junge ist so abgeklärt für sein Alter. Er hat enorm gut verteidigt und zweimal getroffen, das ist schon brutal. Ich bin erstaunt, wie reif er schon ist. Er will alles wissen, sofort Deutsch lernen, alles verstehen, was auf dem Platz passiert. Genau diese Einstellung, solche Spieler brauchen wir beim VfB Stuttgart. Da ist er schon ein Vorbild in seinen jungen Jahren.“
    ... zum bevorstehenden Duell gegen den BVB: „Dortmund ist in einer schwierigen Phase, haben aber enorm viel Qualität in ihrem Kader. Vielleicht hängen sie nach dem Augsburg-Spiel noch ein bisschen durch und dann nutzen wir unsere Möglichkeit.“

    Marvin Bakalorz (Mittelfeldspieler Hannover 96) ...
    ... zum Spiel:
    „Ich kann es mir selber nicht erklären. Alles total behäbig, wir kommen immer zu spät, haben null Abstimmung auf dem Platz. So kannst du dich in der Bundesliga nicht präsentieren. Was wir heute gezeigt haben, hat mit Bundesliga nichts zu tun. Heute waren wir überhaupt nicht ekelig und haben nicht weh getan.“
    ... zur Situation: „Die Basics müssen da sein. Wenn du das Fußball-ABC nicht auf den Platz kriegst, dann wird es schwer. Wir haben noch ein paar Spiele, aber es wird immer knapper. Langsam müssen wir den Arsch voran kriegen. Die Mannschaft glaubt auf jeden Fall noch an den Klassenerhalt. Wir müssen die Woche, die wir gut trainieren, ins Bundesligaspiel übertragen.“

    Bruno Labbadia (Trainer VfL Wolfsburg) ...
    ... zum Spiel:
    „Es ist ein Riesen-Kompliment von Werder Bremen, sich bei uns hinten reinzustellen. Die Mannschaft hat es sehr geduldig gemacht und einen tollen Auftritt hingelegt. Nach Ballverlusten sofort attackiert. Wir haben das 2:0 verpasst, dann hätten wir Bremen heute den Gnadenstoß verpasst.“
    ... zur Arbeit in Wolfsburg: „Wir haben der Mannschaft einen klaren Rahmen geschaffen, der ihr gefehlt hat. Wir haben knüppelhart in der Sommerpause gearbeitet. Da war nichts da. Das ist die größte Befriedigung. Die Mannschaft identifiziert sich mit dem Spiel, sie hat Spaß.“
    ... zur persönlichen Zukunft: „Das wird sich zeigen. Der Erfolg des Vereins und der Mannschaft steht über alles. Ich lebe im Jetzt. Es reicht, wenn wir uns im April zusammensetzen. Ich mache mir selber gerade Gedanken darüber. Es ist alles ganz entspannt. Ich mache mir keine Gedanken über andere Vereine. Ich genieße die innere Freiheit, die ich habe.“
    ... zur Beziehung zu Schmadtke (vor dem Spiel): „Wie das Verhältnis ist, dazu äußere ich mich nicht. Es gibt überhaupt kein Problem, sportlich stehen wir gut da, das treibt mich an. Wir gehen total entspannt damit um, es ist nur in der Öffentlichkeit ein größeres Thema. Momentan mache ich etwas, was mir richtig Spaß macht. Die Mannschaft arbeitet richtig geil. Wir haben eine sensationelle Situation, dass wir um diesen Platz hier spielen dürfen.“

    Jörg Schmadtke (Geschäftsführer Sport VfL Wolfsburg) ...
    ... zur Beziehung zu Labbadia (vor dem Spiel):
    „Ich bin zum Verhältnis zu Bruno Labbadia gefragt worden. Wir haben kein freundschaftliches Verhältnis, was aber überhaupt gar nicht vonnöten ist. In Sachthemen sind wir im guten Austausch, das habe ich gesagt. Das private Verhältnis spielt überhaupt keine Rolle für Entscheidungen oder für die tägliche Arbeit, das ist völlig unerheblich. Wenn ich sehe, welchen Aufschlag das nimmt, hätte ich besser irgendeinen Blödsinn erzählt. Das hätte man auch anders machen können, das tut mir auch leid. Die Aussage ist auch nicht problematisch in meinen Augen. Ich bin dafür bekannt, dass ich Dinge deutlich trennen kann.“
    ... zur Zukunft von Labbadia (vor dem Spiel): „Unser Trainerteam hat einen großen Anteil an der aktuellen Situation. Doch wir müssen die Zukunft besprechen und müssen Schnittstellen haben, die miteinander begehbar sind.“

    Florian Kohfeldt (Trainer SV Werder Bremen) ...
    ... zum Spiel:
    „Der Schlüssel lag im Ballbesitz. Das haben wir nicht gut ausgespielt, deswegen sah es so defensiv aus. Das war ganz anders geplant. Wir hatten über 90 Minuten mehr Chancen, deshalb ist es ein hochverdienter Punkt für uns. Ich will jedes Spiel gewinnen. Wir spielen gegen den Tabellenfünften, der finanziell unfassbar viel mehr Möglichkeiten hat als wir. Mit dem Ball dürfen wir nie anders spielen als mutig, das hat die ersten 60 Minuten ein bisschen gefehlt. Das ist für uns kein Rückschlag.“
    ... zum Duell gegen Schalke 04: „Freitagabend gegen Schalke, da würde ich sagen, das müssen wir gewinnen. Das ist für mich eher ein Endspiel als das Wolfsburg-Spiel.“
    ... über den Europacup (vor dem Spiel): „Es ist kein Muss-Ziel, aber wir wollen das. Wir müssen schauen, den Anschluss zu halten.“


    Sky Experte Dietmar Hamann …
    ... zur Situation bei Hannover 96:
    „Sie waren in allen Belangen zweiter Sieger. Das war über 90 Minuten zu wenig. Nach dem heutigen Spiel haben sie die Erstligatauglichkeit im Moment nicht. So wie sie heute gespielt haben, ist es egal, gegen wen sie spielen. So wird es gegen jeden Gegner schwer, um Punkte zu holen. Sie haben sich heute nicht wie ein Bundesligist verkauft. Gefühlt sind sie nach dem heutigen Spiel abgestiegen. Jetzt kannst du mit offenem Visier die nächsten Spiele angehen. Du hast nichts mehr zu verlieren.“
    ... zu VfB-Trainer Markus Weinzierl: „Für ihn war es sehr wichtig. Die Verpflichtung von Hitzlsperger auf den Sportdirektorposten war eine sehr gute Entscheidung. Er sagt die richtigen Sachen und hat den VfB im Herzen. Er bringt Ruhe rein und jetzt kann der Trainer in Ruhe arbeiten. Die Augsburger und Schalker müssen in den Rückspiegel schauen."
    ... zur Trainerdiskussion beim VfL Wolfsburg: „Wenn man mit dem Trainer hätte verlängern wollen, hätte man das schon längst gemacht. Mir gefällt die Herangehensweise von Jörg Schmadtke. Er muss nicht die Aktualität beurteilen, sondern ob Labbadia der richtige Trainer ist, um den nächsten Schritt nach vorne zu gehen.“
    ... zur Lage von Domenico Tedesco bei Schalke 04: „Im Fußball gibt es Situationen, da kannst du fast nicht mehr anders entscheiden, als einen neuen Impuls zu setzen. Der Zeitpunkt ist gekommen, etwas Neues zu machen.“


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