• Tedesco verlangt vollen Einsatz seines Teams: "Wir wollen uns um 180 Grad drehen und einfach Vollgas geben."
  • Schneider zu den vakanten Posten im sportlichen Bereich: "Entweder nehmen wir jemanden kurzfristig dazu oder erst zur neuen Saison"
  • Eurosport-Experte Sammer findet Einmischen der Schalker Fans in die Kapitänssituation "eine Unverschämtheit"
  • Experte Sammer: "Heute benötigen die Schalker Krieger auf dem Feld"

    München, 08. März 2019
    - Sehr geehrte Medienpartner, anbei erhalten Sie die wichtigsten Stimmen aus dem Vorlauf der Partie SV Werder Bremen gegen FC Schalke 04 - das Freitagsspiel am 25. Spieltag der Fußball-Bundesliga live im Eurosport Player.

    Jochen Schneider (Vorstand Sport FC Schalke 04) im Interview mit Eurosport:
    ... über eine mögliche Trendwende:
    "Es muss eine Trendwende in der Leistung sein. Man kann es allerdings nicht immer am Ergebnis festmachen. Wenn man selber eine gute Leistung abruft, bringt es nichts, wenn der Gegner eine sehr gute Leistung abruft. Es muss eine Trendwende in unserer Leistung zu erkennen sein, dass die Mannschaft eine Geschlossenheit an den Tag legt und die Zweikämpfe annimmt. Auf der einen Seite dürfen wir nicht viele Chancen zulassen und auf der anderen Seite müssen wir Chancen generieren und Tore erzielen. Wir werden um 22.15 Uhr das Gefühl haben, ob es eine Trendwende war."

    ... über die inhaltlichen und menschlichen Qualitäten bei Schalke 04, für die Besetzung des Kaderplaners und technischen Direktors: "Diese Qualitäten sind besonders wichtig für jeden Mitarbeiter auf jeder Position. Es müssen Teamplayer sein, denn sonst kann das ganze System nicht funktionieren. Es gibt zwei Alternativen. Die erste Alternative wäre, dass man kurzfristig jemanden dazu nimmt und die andere Alternative wäre erst zu Saisonbeginn."

    ... über Domenico Tedesco: "Ich habe ihn diese Woche sehr strukturiert und ehrgeizig erlebt, mit einem klaren Plan. Er ist sehr kämpferisch und fokussiert, die Mannschaft heute mit einem guten Plan ins Spiel zu schicken."

    ... über die Achse des FC Schalke: "Durch die Wechsel im Sommer und den Abgang von Naldo ist es normal, dass es einen Umbruch innerhalb der Mannschaft gibt. Es braucht dann Zeit und gewisse Erfolgserlebnisse, damit sich eine Achse erneut bildet. Dass sie prinzipiell von Vorteil ist und der Mannschaft Halt gibt, ist natürlich klar. Aber die Jungs, die auf dem Platz stehen, müssen es richten. Sie haben es auch in dieser Saison bewiesen, dass sie die Qualität haben, denn sonst erreicht man nicht den zweiten Platz in der Gruppenphase der Champions League. Es ist derzeit eine Krise, die auch andere Mannschaften erleben. Wir müssen weiter daran arbeiten und wollen die Chancen wahrnehmen."

    ... über das Gespräch mit Clemens Tönnies: "Er hat die aktuelle Situation offen und schonungslos beschrieben in seiner direkten Art. Daraufhin hat er mich gefragt, ob ich mir diese Situation zutraue. Ich habe die Frage mit einem klaren Ja beantwortet."


    Domenico Tedesco (Trainer FC Schalke 04) im Interview mit Eurosport:
    ... über die Aussortierung von Uth, Mendyl und Harit:
    "Wir haben uns für diesen Kader entschieden. Es geht nicht darum, dass wir mit dem Finger auf jemanden zeigen und sagen, das sind die falschen Jungs. Die aktuelle Situation ist wichtig und wir haben uns nun für den aktuellen Kader entschieden. Logisch, wenn man 0:4 zu Hause verliert, können wir nicht normal zur Tagesordnung übergehen und so ist die Entscheidung nun gefallen. Das Team heute hat nicht mehr Charakter und Mentalität, denn auch die Jungs daheim haben diese Eigenschaften. Es geht einfach um diese spezielle Situation und da ist der eine oder andere mit der Nasenspitze vorn."

    ... über eine mögliche Trendwende: "Wenn man sich das Spiel gegen Düsseldorf anschaut, war es mutlos und leblos und dementsprechend wollen wir uns um 180 Grad drehen und einfach Vollgas geben. Wir hoffen, dass wir im Punkt Mentalität und Charakter eine Schippe drauflegen."


    Eurosport Experte Matthias Sammer:
    ... über Domenico Tedesco:
    "Die Denkweisen und das öffentliche Auftreten, insbesondere die Auseinandersetzung mit der aktuellen Situation, nötigt mir großen Respekt ab. Er ist ein junger Trainer, der die Mannschaft in der letzten Saison in die Champions League geführt hat. Aber jetzt in so einer Situation, in der es für ihn sehr schwierig ist, bin ich der Meinung, dass man auch andere Faktoren mit begleiten sollte. Mir tut es persönlich weh, wenn etwas über mögliche Endspiele berichtet wird. Das hat er nicht verdient. Er hat natürlich die Fehler analysiert und wird versuchen, eine gute Mischung auf den Platz zu bringen."

    ... über die Situation auf Schalke mit der Abnahme der Kapitänsbinde von den Fans: "Es ist derzeit so eine außergewöhnliche Situation, bei der man mit Normalität nicht voran kommt. Heute benötigen die Schalker Krieger auf dem Feld. Ich bin immer ein Freund von Kommunikation, aber auch ein Freund von Kompetenzen. Der Fan ist unheimlich wichtig - gerade auf Schalke. Aber in solche Themen einzugreifen, ist für mich eine Unverschämtheit. Die Schalker stehen mitten im Relegationskampf. Bei der Drei-Punkte-Regelung sind vier Punkte Abstand auf den Relegationsplatz nicht viel. Die Alarmglocken sollten definitiv eingeschaltet sein."

    ... über das Problem beim FC Schalke: "Clemens Tönnies hat erwähnt, dass Schalke in einer insgesamt niveauschwachen Bundesliga des letzten Jahres, eine Nische gesucht hat, mit defensiv sehr strukturiertem Fußball. So hat man sich dann für die Champions League qualifiziert. Die Tatsache ist, dass man es so nicht halten konnte, denn die Teams in der oberen Hälfte sind deutlich besser geworden. Dann fängt man an, an sich zu zweifeln. Deshalb denke ich, dass die aktuelle Entwicklung mit Jochen Schneider als Sportvorstand, zukunftsweisend sein wird. Doch es gibt keine Zukunft ohne die vernünftige Gegenwart und daher müssen sie nun schauen, dass sie dem Teufel von der Schippe springen."

    ... über Bremens Ziel von Europa: "Die Denkweise, höhere Ziele anzuvisieren, obwohl sie höher angesiedelt sind, als das eigene Leistungsvermögen hergibt, ist in Ordnung. Aber auch die Öffentlichkeit muss sich dabei disziplinieren, denn ansonsten wird keiner mehr Ziele definieren, weil alle Angst bekommen, es wird ihnen beim Nicht-Erreichen um die Ohren geworfen. Das ist nicht gut und deshalb finde ich es mutig, solche Ziele zu definieren."

    ... über den neuen Sportvorstand um Jochen Schneider: "In gewissen Positionen muss man ein wenig verrückt sein. Ich bin für den deutschen Fußball froh. Seine fachlichen Qualitäten und seine Erfahrung bei seinen Stationen sind positiv für Schalke 04 und für den deutschen Fußball. Und zusätzlich die Überlegungen die Kompetenzen breiter aufzustellen, überzeugt mich total."

    ... über Tedescos Auftreten vor dem Spiel: "Die Tatsache, dass alles auf seinen Lasten liegt, finde ich ungerecht. Aber so ist der Sport nunmal und umso mehr finde ich es bemerkenswert, wenn man Antworten findet. Man muss ein Zeichen setzen, aber niemanden zu beschädigen und das ist eine Charakterfrage, die ich ihm sehr hoch anrechne."

    ... über das Spiel: "Ich erwarte ein schweres Spiel für die Schalker. Hier in Bremen hängen die Trauben in einem Freitagabendspiel sehr hoch. Bremen hat auch in schwierigen Phasen immer Moral bewiesen haben. Ich erwarte von Schalke 04 im gesamten Auftreten eine Reaktion. Aber ich weiß nicht, wie stabil dies sein wird, denn das ist die Gefahr gegen Werder Bremen. Ich gehe davon aus, dass sich Bremen durchsetzen wird."


    Florian Kohfeldt (Trainer SV Werder Bremen) im Interview mit Eurosport:
    ... über das Spiel und Pizarro in der Startaufstellung:
    "Ich habe bereits im Vorfeld gesagt, dass es drei oder vier Spiele gibt, bei denen er von Beginn an wichtig sein wird. Ich denke, dass heute so ein Spiel gekommen ist. Es ist nicht nur für Schalke ein wichtiges Spiel, sondern auch für uns. Er macht die letzten Wochen einen sehr frischen Eindruck und deshalb habe ich mich für ihn entschieden. Wir müssen uns treu bleiben und den Mut haben, unseren Fußball zu spielen. Schalke wird heute mit enormer Leidenschaft spielen und darauf müssen wir uns einstellen."


    Sebastian Langkamp (SV Werder Bremen) im Interview mit Eurosport:
    ... über seine Verletzung:
    "Ich habe sehr viel Glück gehabt, denn es ist nur eine Bänderverletzung und nichts am Knochen. Ich gehe von einer Ausfallzeit von drei Wochen aus."

    ... über die aktuelle Situation bei Bremen: "Es hängt alles von unseren Erwartungen ab und an den Zielen, die wir uns gesetzt haben. Daran wird man dann auch gemessen. Die Innenansicht ist, dass wir zu viele Unentschieden erzielt haben. Aber wir sollten Demut walten lassen und ich denke, dass wir auf einem sehr guten Weg sind mit vielen jungen Spielern. Das sollten wir nicht überbewerten."

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