• Leverkusens Torwart Hradecky hadert mit den Witterungsverhältnissen: „Das war kein Fußball, sondern Schneeball“
  • Mathenia glaubt noch an den Klassenerhalt mit dem 1. FC Nürnberg: „Ganz Deutschland rechnet nicht mehr mit uns. Aber wir werden nicht aufgeben“
  • Rolfes sieht nach DFB-Aus von Hummels und Boateng Chance für Tah: „Er ist ein interessanter Kandidat für den Bundestrainer“
  • Sky Experte Hamann leidet mit Haraguchi: „Mit dieser Szene kann man Pech nicht besser bebildern“


    Unterföhring, 10. März 2019 -
    Die wichtigsten Stimmen zu den Sonntagsspielen des 25. Spieltages der Fußball-Bundesliga, TSG 1899 Hoffenheim vs. 1. FC Nürnberg (2:1) sowie Hannover 96 vs. Bayer 04 Leverkusen (2:3) bei Sky.


    Julian Nagelsmann (Trainer TSG 1899 Hoffenheim): „Aktuell sind wir nicht so stabil, dass wir über irgendeine Serie sprechen müssen, sondern wir müssen sehen, dass wir die Spiele stabiler gestalten und dann können wir auch Spiele gewinnen.“


    Boris Schommers (Interimstrainer 1. FC Nürnberg): „Wir haben es geschafft, diese spielstarke Mannschaft bis auf einige Szenen von unserem Tor wegzuhalten. Du kannst doch nicht gegen so eine Mannschaft alles verhindern. Dass dann ein solches Tor fällt, ist für uns umso bitterer, aber da kann man nicht machen.“


    Christian Mathenia (Torhüter 1. FC Nürnberg) ...
    ... zur Niederlage:
    „Ich finde, dass wir gut in die Partie reingekommen sind, wir haben sehr viel Druck gemacht, auch mutig im eigenen Ballbesitz gespielt. Beim zweiten Tor, wenn man dann am Tabellenende steht, fallen die Dinger eben. Wir sind sehr enttäuscht heute.“

    ... zur Frage, warum die Mannschaft trotz guter Leistungen immer wieder keine Punkte holt: „Das ist das Bittere in unserer Situation. Man sieht von Woche zu Woche, dass man mit größtmöglicher Leidenschaft auf dem Platz ist, jeder lässt sein Herz auf dem Platz. Darum ist es umso bitterer, dass wir keine Punkte holen. Aber wir werden wieder aufstehen.“

    ... zur Frage, wie lange die Mannschaft noch an die Rettung glaubt: "Wir glauben dran. Es ist Fakt, dass die Spiele weniger werden. Ganz Deutschland rechnet nicht mehr mit uns. In Nürnberg werden es auch nicht mehr so viele sein, die mit uns rechnen. Aber wir glauben noch dran und werden nicht aufgeben.“


    Thomas Doll (Trainer Hannover 96) ...
    ... zum Spiel:
    „Man hat die Jungs jetzt in der Kabine gesehen. Sie konnten sich nicht für diesen Fight auf diesem schweren Boden belohnen. Das überwiegt erst einmal. Aber nichtsdestotrotz haben wir gezeigt, dass die Mannschaft lebt, dass die Mannschaft Charakter hat und das ist schon das Positive, das man mitnehmen kann. Die Witterungsbedingungen haben uns schon in die Karten gespielt, die Jungs hätten sich einen Punkt verdient gehabt.“

    ... zur Torchance von Hannover 96, als der Ball wegen des Schnees auf der Linie liegen blieb: „Ich habe versucht, ihn mit ins Tor reinzuschieben. Die Bodenverhältnisse waren sehr schwierig. Da kommt alles zusammen. Das wäre das 2:1 gewesen. Es sollte nicht sein. Der Fußball-Gott ist zurzeit nicht bei uns.“

    ... zur Frage, ob es der Mannschaft Mut macht, dass die Zuschauer sie heute angefeuert hat: „Ich denke, auch in den vergangenen Spielen standen sie hinter uns. Heute haben sie gesehen, dass die Jungs sich zerrissen haben. Die Fans wollen unbedingt sehen, dass wir alles geben. Dann kann man vielleicht auch mal das eine oder andere Auge zudrücken, wenn mal etwas nicht klappt.“

    ... zur Frage, warum die Mannschaft das 2:3 nicht verhindern konnte: „Leverkusen hat das dann nachher ein bisschen besser gemacht. Wir haben bei der Aufholjagd viel Kraft gelassen, waren dann einmal unaufmerksam. Dann verlierst du so ein Spiel noch. Das ist bitter zum Schluss.“

    ... zur Frage, ob er noch Lust auf den Job hat: „Ich bin ein Fußballer mit Herz und Seele. Wenn ich weiß, dass die Mannschaft auch mal einen Wachrüttler, wie letzte Woche, braucht, kann man das vielleicht einmal machen. Mir macht das kein Spaß, ich gehe jetzt gleich wieder zur Pressekonferenz, da muss ich wieder dem Gegner gratulieren. Das kenne ich eigentlich gar nicht. Da möchte ich mich auch nicht dran gewöhnen, das ist aber jetzt die Situation. Der stelle ich mich, der stellst sich auch der Verein. Es gab schon schönere Momente in meiner Fußball-Karriere.“


    Martin Kind (Präsident Hannover 96) ...
    ... zur Frage, ob seine Aussagen unter der Woche nach Aufgabe geklungen haben (vor dem Spiel):
    „Nein, ich habe auch in dem Interview gesagt, solange wir rechnerisch eine Chance haben, solange werden wir kämpfen. Es sollte schon Reize in die Mannschaft vermitteln. Wir haben alles versucht, es hat nicht gewirkt. Die Mannschaft soll zeigen, dass sie besser ist, als wir sie eingeschätzt haben aufgrund der letzten Spiele.“

    ... zur Frage, ob es ihn wundert, dass Walace nach der Kritik von Beginn an spielt (vor dem Spiel): „Nein, gar nicht. Weil der Trainer mir gesagt hat, dass er super trainiert, dass er ihn aufstellen will. Das ist ok. Das ist die Entscheidung des Trainers. Dass Walace ein guter Spieler ist, wissen wir. Wenn er es heute bestätigt, wäre das super.“

    ... zur Frage, ob die Mannschaft das Publikum verloren hat (vor dem Spiel): „Die Gesamtsituation ist natürlich nicht nur aufgrund der sportlichen Situation kritisch. Aber was die Mannschaft mindestens tun kann, ist zu kämpfen und dieses Signal hat häufig gefehlt.“

    ... zur Frage, warum Horst Heldt nach Kinds Kritik noch im Amt ist (vor dem Spiel): „Jetzt warten wir mal die letzten Spiele ab. Wir werden die Entwicklung kritisch analysieren. Zu Beginn der Saison hatten wir andere Ziele. Das muss man ganz deutlich sagen. Der Abstieg war kein Thema in unserer internen Diskussion. Die reale Entwicklung kennen wir, die müssen wir analysieren und dann werden wir alle Überlegungen diskutieren und werden dann auch notwendige Entscheidungen treffen.“

    ... zur Frage, ob im Falle eines Abstiegs Trainer und Manager gehen müssten (vor dem Spiel): „Das heißt es nicht. Wir werden analysieren und aufgrund dieser Analyse werden wir Entscheidungen treffen. Thomas Doll hat erst einen neuen Vertrag bekommen und der Vertrag von Horst Heldt läuft bis 2021.“


    Hendrik Weydandt (Hannover 96) ...
    ... zu den Witterungsverhältnissen:
    „Hätten wir unentschieden gespielt, hätte ich gesagt, hat eigentlich Bock gemacht. Einfach mal nicht so viel auf Taktik achten, einfach kämpfen. Aber so ist es wieder super scheiße.“

    ... zur Frage, ob die zweite Halbzeit Mut macht: „Ich denke, es war deutlich besser als letzte Woche, aber dann bleibt der Ball auf der Linie liegen, dann kassieren wir zwei, drei Konter pro Spiel. Das sind einfach Dinge, die müssen wir abstellen. Wir müssen Tore erzwingen, so wie wir es heute zweimal getan haben. Wir haben heute teilweise, was die Chancen angeht, dominiert. Da müssen wir mehr draus machen.“

    ... zur Frage, wie man sich nach solchen Spielen wieder aufraffen kann: „Man muss das rational angehen. Wir müssen die Laufbereitschaft, die Zweikampfstärke, einfach den Kampf annehmen und den Rest so schnell wie möglich besser machen als vorher.“


    Simon Rolfes (Sportdirektor Bayer 04 Leverkusen) ...
    ... zur Frage, welche Chancen Jonathan Tah nach der Ausbootung von Jerome Boateng und Mats Hummels jetzt in der Nationalmannschaft hat (vor dem Spiel):
    „Ich glaube, dass er natürlich gute Chancen hat. Er war ja auch schon bei der Nationalmannschaft dabei. Er ist ein interessanter Kandidat für den Bundestrainer. Er hat in der Rückserie auch gute Schritte voran gemacht, er ist aber auch noch nicht am Ende seiner Entwicklung.“

    ... zur Frage, ob die umworbenen Kai Havertz und Julian Brandt im Sommer wechseln könnten (vor dem Spiel): „Bei Kai Havertz haben wir schon mehrfach gesagt, dass er auf jeden Fall bleibt. Und Julian hat in der letzten Woche noch einmal bekräftigt, wie wohl er sich hier fühlt und es für ihn keinen Grund gibt, hier wegzugehen. Wir sind da sehr optimistisch, dass wir auch nächstes Jahr eine starke Mannschaft haben werden.“

    ... zur Frage, wie der Umgang von Trainer Peter Bosz mit der Mannschaft ist (vor dem Spiel): „Sehr gut. Er ist sehr fordernd. Wir haben ein sehr hohes Trainingsniveau. Er spricht viel mit den Spielern. Wir spielen jetzt auch anders in der Rückserie, viel mehr mit dem Ball, haben viel Kombinationen. Dass das Spielern mit einem hohen technischen Niveau liegt, ist klar. Nichtsdestotrotz gehört bei so einem Spielstil auch eine hohe Intensität dazu, damit man erfolgreich ist.“


    Lukas Hradecky (Torhüter Bayer 04 Leverkusen) ...
    ... zum Spiel:
    „Starkes Comeback noch von uns, wir haben Moral gezeigt. Das war ein schwieriges Spiel, kein Fußball, sondern Schneeball. Es war eine schöne Sonntagscomedy für alle, die es gesehen haben. Hoffentlich haben es alle genossen und wir können es jetzt auch genießen.“

    ... zu den Zielen von Bayer 04 Leverkusen: „Wir müssen punkten, wenn wir unsere Ziele noch erreichen wollen. Das haben wir heute gemacht. Ich kann gar kein normales Interview geben, mir ist so kalt.“


    Sky Experte Dietmar Hamann ...
    ... zum Sieg der TSG 1899 Hoffenheim:
    „Heute haben sie wieder gezeigt, warum sie so viele Punkte nach Führung verspielt haben. Nach der Halbzeit waren sie viel zu schlampig, hatten viele einfache Ballverluste. So haben sie Nürnberg stark gemacht. Durch einen zu einfachen Fehler kassiert Nürnberg dann aber das zweite Tor. So kann man auswärts natürlich keine Punkte holen. Aber sie haben das wirklich ordentlich gemacht, man kann ihnen kaum einen Vorwurf machen.“

    ... zum Schneechaos in Hannover (in der Halbzeitpause): „Wie man gesehen hat, bleibt der Ball immer wieder liegen. Es ist sehr widrig, an der Grenze zum Irregulären.“

    ... zur Torchance von Hannover 96, als der Ball wegen des Schnees auf der Linie liegen blieb (in der Halbzeitpause): „Haraguchi spielt den Torhüter aus und dann macht er alles richtig. Man sieht dann, dass der Ball stecken bleibt. Wenn man unten drin steht – mit dieser Szene kann man Pech nicht besser bebildern.“


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