• Bobic vor Europa-League-Rückspiel: „Das Mailand-Spiel ist noch einmal etwas on top.“
• Eurosport Experte Sammer über Frankfurt: „Haben aus Europa League nie eine Alibi-Veranstaltung gemacht.“
• Eurosport Experte Sammer über Fortuna Düsseldorf: „Einfachheit mit sehr viel Schönheit bekleidet.“
• Fortuna-Vorstand Lutz Pfannenstiel erklärt Kownacki-Transfer: „Er stand im Wort bei mir.“


München, 11. März 2019 – Sehr geehrte Medienpartner, anbei erhalten Sie die wichtigsten Stimmen aus dem Vorlauf der Partie Fortuna Düsseldorf gegen Eintracht Frankfurt – das Montagsspiel am 25. Spieltag der Fußball-Bundesliga live im Eurosport Player.


Fredi Bobic (Sportvorstand Eintracht Frankfurt) im Interview mit Eurosport:

… über die Situation im Vergleich zum 7:1 im Hinspiel:
„Es hat weniger mit uns zu tun, weil wir eine ordentliche Saison spielen und gut dastehen, aber wenn wir auf den Gegner schauen, ist es komplett anders. Seit diesem 1:7 haben sie eine richtig gute Runde gespielt, vor allem die drei Siege vor Weihnachten waren eminent wichtig. Und die Rückrunde ist natürlich a la bonne heure. Die Mannschaft kommt ganz anders rüber und hat sich gefunden, deswegen ist es heute ein ganz anderes Spiel.“

… über die Rotation: „Du musst versuchen, viele Spieler bei Laune zu halten, die haben auch verdient zu spielen. Zum Beispiel Paciencia hat sich das schon lange verdient, es ist aber nicht so einfach, wenn man die drei vorne hat. Das Spiel am Donnerstag ist wichtig, aber das wichtigste ist das Bundesligaspiel. Das ist am Ende ein Jahresergebnis, da willst du gut dastehen. Aber trotzdem willst du ein Gefühl finden für den Kader. Adi Hütter macht das richtig gut, schaut hin und redet mit den Jungs. Da ist auch keiner böse. Eine gewisse Rotation musst du zulassen und du musst die Jungs durchschnaufen lassen. Das am Donnerstag kostest Kraft. Wir werden das aber nicht als Ausrede nutzen.“

… über den Meisterschaftskampf in der Bundesliga: „Das Gefühl ist, dass die Bayern sich jetzt absolut gefunden haben, sie dominieren die Spiele auch wieder. Das waren elf Tore gegen zwei Mannschaften, die keine Laufkundschaft sind. Das ist schon eine Wucht. Sie sind aus meiner Sicht unheimlich fit, das wundert mich bei Niko nicht. Es hat ein bisschen länger gedauert, im Herbst fand ich sie nicht frisch. Das zeigen sie jetzt gerade aber at its best. Das Spiel in Liverpool hat geholfen, das hat ihnen brutal viel Selbstbewusstsein gegeben.“

… über das Hoffenheim-Spiel: „Das hat mich beeindruckt. Genau diese Mentalität wollen wir sehen. Das kommt aus der Mannschaft selbst, deswegen bin ich heute auch ein bisschen beruhigter.“

… über die Situation vor dem Europa-League-Rückspiel in Mailand: „Das wird spannend sein. Ich bin gespannt, wie die Mannschaft heute auf dem Platz agiert. Das wird wichtig sein. Das sind Lernprozesse, die sie mitnehmen müssen. Das ist für viele das erste Jahr in der Europa League. Das haben sie super hinbekommen bis hierher. Das Mailand-Spiel ist noch einmal etwas on top, das haben viele noch nicht drauf, du spielst in diesem Stadion etc., deshalb bin ich gespannt, wie sie sich heute auf dem Platz präsentieren. Ob sie ihre Qualität und Mentalität umsetzen.“

… über das DFB-Aus von Hummels, Müller und Boateng: „Klar wird diskutiert, weil die Endgültigkeit und der Zeitpunkt natürlich mitten in der Saison sind. Löw hat noch keine Zeit gehabt, das auch der Öffentlichkeit zu erklären. Die Chance muss man ihm geben. Der Zeitpunkt in einer Saison und diese Endgültigkeit waren das einzige, aber ich habe auch gesagt, dass man das respektieren muss.“


Adi Hütter (Trainer Eintracht Frankfurt) im Interview mit Eurosport:

… über die Rotation:
„Wir haben in sechs Tagen drei Spiele. Auch heute ein sehr, sehr wichtiges. Düsseldorf spielt eine Supersaison. Deswegen habe ich drei Veränderungen vorgenommen. Wir erwarten ein kampfbetontes Spiel. Paciencia trainiert seit Wochen schon sehr gut, hat gegen Hoffenheim das Siegtor geschossen. Ich möchte ihn mal in der Startelf sehen, wir haben nicht nur drei Spieler, die Tore schießen können.“

… über das Europa-League-Spiel am Donnerstag: „Das muss immer jeder individuell für sich entscheiden. Vom Trainerteam haben wir uns voll auf dieses Spiel konzentriert. Für mich zählt nur heute. Nach diesem Spiel befasse ich mich mit dem Spiel am Donnerstag.“


Eurosport Experte Matthias Sammer:

… über Eintracht Frankfurt:
„Es ist eine Freude, das zu erleben. Natürlich ist es ein Verein in der Entwicklung. Sie haben ein paar Spieler und den Trainer verloren. Aber das Gesicht des Vereins und die Konstanten sind geblieben. So gut ging es nicht los in der Meisterschaft. Nach einem Pokalsieg hast du immer die Situation, in der du dich schwer tust. Aber er (Fredi Bobic, Anm. d. Red.) steht dafür, dass er ja nie aufgibt und ein feines Näschen für Situationen hat. So führt er den gesamten Verein. Die Art und Weise, dass sie aus der Europa League nie eine Alibi-Veranstaltung gemacht haben, diesen Schwung nehmen sie immer mit auch in den Alltag. Heute treffen zwei Mannschaften aufeinander, die eine Riesenfreude in der Bundesliga machen.“

… über Fortuna Düsseldorf: „Rein rechnerisch ist immer alles möglich, keine Frage. Sie sind nicht so gut, dass man von Düsseldorf erwartet, die Bundesliga zu revolutionieren. Sie haben ihre Identität gefunden, die ist aus einer stabilen Defensive heraus, um dann im Umkehrschluss mit Tempo, aber auch immer mehr mit Qualität anzugreifen. Das ist einfach schön anzusehen, die Rolle haben sie angenommen. Niemand verlangt, dass sie etwas Besonderes machen. Aber sie machen das Einfache so besonders und so gut. Und davor habe ich Respekt. Die Qualität der Mentalität ist eine große Frage. Düsseldorf hat eine Wahnsinnsmentalität. Was in Düsseldorf passiert, ist kein Zufall. Es ist sehr harte Arbeit und Geschlossenheit. Es ist ihre Identität, die sie spielen. Es ist kein Wunderwerk, aber in dieser Einfachheit mit sehr viel Schönheit bekleidet.“

... über das DFB-Aus von Hummels, Müller und Boateng: „In der Diskussion ist eigentlich alles gesagt, nur noch nicht von jedem. Ein Trainer steht immer in der Verantwortung, da musst du auch mutige Entscheidungen treffen. Aber in der Diskussion würde ich gerne mal Jupp Heynckes und Ottmar Hitzfeld hören. Sie waren zwar nie Nationaltrainer, aber die können beurteilen, wie man damit umgeht. Die Diskussion jetzt stört mich auch gegenüber dem Bundestrainer. Für ihn ist das auch nicht gut, dass sich jeder zu Wort meldet. Auf Dauer geht es immer darum, dass die, die zusammen waren, auch schwierige Situationen händeln müssen, - wie in einer Ehe - auch wenn sie schwer sind. Trotzdem müssen beide rausgehen und sagen, es ist in Ordnung. Das ist nicht passiert. Das müssen sich aber beide vorwerfen.“



Friedhelm Funkel (Trainer Fortuna Düsseldorf) im Interview mit Eurosport:

... über die Karnevalstage:
„Die waren sehr, sehr schön. Wir haben das zwei, drei Tage genießen können, weil wir heute Abend erst spielen. Wir haben ab Mittwoch mit der Vorbereitung angefangen, die Mannschaft hat das sehr gut gemacht. Jetzt bin ich gespannt, wie die Mannschaft das umsetzt.“

… über die Entwicklung bei Fortuna Düsseldorf: „Das ist nicht mit ein paar Worten zu erklären. Wichtig ist, dass wir alle die Ruhe behalten haben: Verein, Mannschaft und Trainerteam. Das war ganz wichtig. Es ist auch wichtig, dass die Fans uns weiter vertraut haben. Ich werde das 1:7 nicht vergessen, aber wir haben unsere Lehren daraus gezogen. Wir haben dann noch zwei Spiele verloren, aber dann gegen Hertha die Kurve bekommen. Dann hat es bei der Mannschaft Klick gemacht, dass wir in der Lage sind, auch fußballerisch mitzuhalten. Wir sind defensiv deutlich stabiler geworden. Wenn man eine gute Grundordnung hat, dann kann man auch nach vorne spielen und Tore machen. Das hat die Mannschaft gelernt.“

… über das Spiel: „Ich erwarte, dass wir besser spielen als bei dem 1:7. Das glaube ich auch. Wir wissen, dass wir am Anfang eine seltsame Atmosphäre haben werden. Ich finde den Protest grundsätzlich in Ordnung. Das ist nun einmal keine fußballschöne Zeit. Aber die Vereine haben sich dazu bekannt. Wir wolle natürlich versuchen, dieses Spiel zu gewinnen, um einen weiteren Schritt in die richtige Richtung zu machen.“


Lutz Pfannenstiel (Sportvorstand Fortuna Düsseldorf) im Interview mit Eurosport:

... über das Spiel:
„Auf dem Papier ist der Vorteil immer beim Gegner, wenn es gegen Düsseldorf geht. Das hat sich jetzt aber glaube ich ein bisschen verschoben. Durch die englische Woche haben wir schon eine gute Chance, nicht zu verlieren.“

… über Oliver Fink: „Es ist in der Kabine hervorragend. Er kümmert sich um die jungen Spieler und ist das Sprachrohr des Trainers, aber nicht auf die laute Art und Weise. Auch wenn man sieht, wie er sich im Training reinhängt, ist er ein gutes Beispiel. Der zieht die jungen Spieler mit, ohne der aggressiv Leader zu sein, sondern er ist einer mit einem großen Charisma, der genau weiß, wie er die Leute anzusprechen hat.“

… über Friedhelm Funkel: „Friedhelm ist einfach ein alter Fuchs, der hat so viel Erfahrung. Er weiß, wie die Bundesliga läuft. Was wichtig war ist, dass sich die Mannschaft weiterentwickelt hat. Das erste Jahr in der Bundesliga ist immer schwierig, das war ein großer Schritt. Aber die Ruhe, die Friedhelm ausstrahlt, die Verbindungen, die er zu den Spielern hat, ist wirklich beispielhaft. Er hat die Kabine im Griff. Er ist kein Diktator, er hat eine natürliche, sympathische Autorität.“

… über die Verpflichtung von Dawid Kownacki: „Das war ein wichtiger Schritt, die Mannschaft grundsätzlich zu stärken. Mit Kownacki haben wir einen Spieler bekommen, der wirklich sehr gutes Bundesliga-Niveau hat. Der Charakter des Spielers war für mich das wichtige: er hatte Angebote und hat sich für das kleinste Angebot hier entschieden, weil er bei mir im Wort stand. Das für einen 21-Jährigen so durchzuziehen, da muss ich den Hut ziehen.“

… über Lukebakio: „Er ist der perfekte Konterspieler. Er ist ganz schwer zu greifen. Er ist immer direkt am Tor. Wenn er an der Effizienz vor dem Tor noch arbeitet, kann das ein herausragender Spieler werden.“


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