• Dortmund-Trainer Favre kritisiert Handspiel-Regel: „Diese Regel ist dumm, dumm, dumm“
  • „Das ist nicht in Ordnung“: Hertha-Coach Dardai hadert mit nicht gegebenem Elfmeter
  • Berliner Nationalspieler Stark zur DFB-Nominierung: „Ich bin mega happy“
  • Sky Experte Matthäus über Matchwinner Reus: „Das ist dann der Unterschied“


    Unterföhring, 16. März 2019 -
    Die wichtigsten Stimmen zum Krombacher Topspiel des 26. Spieltages der Fußball-Bundesliga zwischen Hertha BSC und Borussia Dortmund (2:3) bei Sky.


    Marco Reus (Torschütze Borussia Dortmund) …
    … zum Spiel:
    „Das Wichtigste sind die drei Punkte, die helfen uns am meisten. Wir nehmen mit, dass es ein unheimlich interessantes Spiel war. Der Platz war echt schwer zu bespielen, weil er sehr seifig und rutschig war. Mich hat es etwas gewundert, dass die Berliner sehr offen gespielt haben. Wir haben gewusst, dass sie über den ganzen Platz Eins-gegen-Eins spielen, wir haben in der ersten Hälfte uns nicht so zugetraut nach vorne zu spielen und hatten trotzdem die ein oder andere Möglichkeit, die wir dann leichtfertig vergeben. Die zweite Hälfte haben wir gut dominiert und sehr druckvoll agiert. Da haben wir besseren Fußball gezeigt als in der ersten Halbzeit. Aufgrund der zweiten Halbzeit geht der Sieg in Ordnung.“

    … zu den vergebenen Torchancen: „Wir wissen schon, dass es momentan nicht so leichtfüßig geht wie in der Hinrunde. Momentan erarbeiten wir uns die Torchancen sehr, sehr hart. Wir verlieren dadurch etwas Kraft. Nur so kriegen wir mehr Selbstvertrauen. So ein Sieg in der 92. Minute gibt der Mannschaft einen unheimlichen Push. Natürlich hat man heute auch gesehen, dass wir noch enorm viel zu verbessern haben.“

    … zu den Ausfällen vor dem Spiel: „Wir haben eine unheimlich starke Mannschaft – auch in der Breite. Wir sind unheimlich glücklich, dass wir so Spieler in den Reihen haben, die dann reinkommen. Jacob Bruun Larsen hat es vorne sehr gut gemacht, weil er sehr viel in die Tiefe läuft. Das gibt uns sehr viele Möglichkeiten.“


    Lucien Favre (Trainer Borussia Dortmund) ...
    … zur Handspielregel und Elfmeter-Situation gegen Julian Weigl:
    „Diese Regel ist dumm, dumm, dumm. Wer hat diese Regel erfunden? Leute, die keine Ahnung von Fußball haben, sorry. Wenn das der Fall ist, dann ist das eine Schande für mich. Als Fußballer kannst du das nicht akzeptieren.“

    … zum Spiel: „Du kannst eine Mannschaft nicht 90 Minuten lang dominieren. Die zweite Hälfte war viel besser. Es war insgesamt verdient.“

    … zum Siegtor von Marco Reus: „Es ist schwer, mit einem Kontakt das Tor zu machen.“

    … zur Frage, ob die Situation zwischen Ondrej Duda und Abdou Diallo elfmeterwürdig ist: "Es ist zu wenig für mich.“

    … zur ersten Gelben Karte gegen Jordan Torunarigha: „Man kann sie geben. Er hat aber keine Intention ihn zu verletzten.“

    … zur Hertha: „Wir wollten unbedingt gewinnen. Berlin hat eine sehr gute und talentierte Mannschaft. Es ist nicht einfach, gegen diese Mannschaft zu spielen. Wenn sie alle Spieler behalten können, haben sie eine gute Mannschaft in der Zukunft.“


    Pal Dardai (Trainer Hertha BSC) …
    … zur Frage, ob die Situation zwischen Ondrej Duda und Abdou Diallo elfmeterwürdig ist:
    „Er trifft null den Ball, das ist Elfmeter, Leute sorry. Er hatte den Ball und kann schießen. Das ist nicht in Ordnung. Dann geht es weiter. Jordan Torunarighas erste Gelbe Karte war keine Gelbe Karte. // Aber lassen wir das. Es war ein toller Abend, wir haben kein Glück in letzter Zeit. Wir müssen einfach weiterarbeiten.“

    … zum Spiel: „Wir sind schlecht aus der Halbzeit gekommen und haben das unglückliche Tor kassiert. Danach haben wir uns geschüttelt, haben gut gespielt und es gab auch ein paar Torchancen für uns.“

    … zur Roten Karte gegen Vedad Ibisevic: „Wenn das Absicht war, muss er Handball spielen, weil es richtig platziert ist. Er soll gar nichts schmeißen, unnötig. Aber das war nicht mehr entscheidend.“

    … zum Spiel (vor dem Spiel): „Das Spiel ist für uns auch eine letzte Chance, ein bisschen nach vorne zu gucken. Es wäre enorm wichtig, heute etwas zu machen.“


    Thomas Delaney (Torschütze Borussia Dortmund) …
    … zu seiner Leistung:
    „Das war ein schweres Spiel. Wir mussten alles geben, meine Beine sind kaputt, meine Stimme ist kaputt. Als Mannschaft haben wir heute ganz, ganz viel erarbeitet. Es war schwer am Anfang, aber wir haben es in der zweiten Halbzeit sehr gut gemacht. Und lass uns ehrlich sein, wir müssen noch ein paar Tore mehr machen.“

    … zur Berliner Taktik: „Wir haben uns vor allem auf die Situationen Mann-gegen-Mann vorbereitet. Das haben wir in der ersten Hälfte nicht gut genug gemacht. Der Platz kam in der zweiten Halbzeit und das war am Ende der Schlüssel zum Sieg.“

    … zur Bedeutung des Sieges: „Wir wissen alle, dass wir alle Spiele gewinnen müssen, weil Bayern kommt. Für uns als Mannschaft ist so ein Sieg mental sehr wichtig.“

    … zum Titelrennen: „Natürlich wollen wir alles geben. Wir wissen, es wird schwer, aber warum nicht alles versuchen?“


    Niklas Stark (Hertha BSC) …
    … zur Nominierung für das DFB-Team:
    „Natürlich ehrt es mich. Ich bin mega happy wegen der Nominierung. Aber heute haben wir 2:3 verloren und ich bin noch etwas enttäuscht. Ab morgen wird die Vorfreude kommen, aber heute ist die Enttäuschung noch sehr groß.“

    … zur Frage, ob die Situation zwischen Ondrej Duda und Abdou Diallo elfmeterwürdig ist: „Es ist ein Elfmeter, vor allem weil er ihn am Fuß hinten auch noch erwischt. Es ist natürlich ein bisschen knifflig das auch zu sehen, aber deswegen haben wir auch den Video-Assistenten. Vielleicht kann er es nochmal mit dem Video-Schiedsrichter anschauen, so wie es später auch bei der Roten Karte geschehen ist, dann kann man es noch einmal analysieren. Einfach zu sagen, kein Elfmeter, das ist ein bisschen fragwürdig.“

    … zum Spiel: „Bis zum Tor haben wir gut nach vorne verteidigt. Danach haben wir es verpasst, vorne Druck zu machen. Dann wurde es schwer gegen den BVB, der natürlich eine sehr schnelle Offensive hat. Die zweite Halbzeit war sehr viel Kampf, da war es egal, wer wohin geht. Leider hat es nicht geklappt.“


    Sebastian Kehl (Leiter Lizenzbereich Borussia Dortmund) …
    … zum Ausfall von Mario Götze und Paco Alcacer (vor dem Spiel):
    „Sie haben schon seit zwei, drei Tagen Probleme gehabt. Deswegen war es für uns nicht ganz so überraschend. Es ist natürlich bitter, sie hätten uns heute sicherlich geholfen. Wir brauchen aber nicht groß lamentieren, wir haben genug Potenzial und werden heute eine andere Lösung finden.“

    … zum Titelrennen (vor dem Spiel): „Wir wollen am Ende vorne sein. Es ist alles offen, wir haben ein paar Punkte liegen gelassen in den vergangenen Wochen, aber wir haben alle Möglichkeiten. Heute müssen wir damit anfangen. Die Mannschaft, die es am meisten will in den verbleibenden neun Spielen, die wird es am Ende packen. Ich sehe uns in einer ganz guten Situation.“

    … zum 2020 auslaufenden Vertrag von Trainer Lucien Favre (vor dem Spiel): „Da besteht im Moment keine große Eile. Diesen Zeitpunkt wird der Trainer mit 'Aki' Watzke und Michael Zorc zusammen wählen. Aber im Moment sind wir erst einmal fokussiert.“


    Sky Experte Lothar Matthäus …
    … zum Siegtor von Marco Reus:
    „Da hat man wieder die Klasse von Marco Reus gesehen. Er ist nicht so ins Spiel gekommen, weil Berlin es gut gemacht. Sie haben ihn manngedeckt. In der zweiten Hälfte hat er häufiger die Position gewechselt und ist besser ins Spiel gekommen. Das ist dann der Unterschied in so einem Spiel, in dem es 50:50 steht, dann kommt ein Marco Reus und macht aus seiner Chance das Siegtor. Das war wichtig für den BVB – nicht nur ergebnistechnisch, sondern auch psychologisch.“

    … zum Titelrennen (vor dem Spiel): „Ich habe nicht erwartet, dass der BVB sagt, dass sie Meister werden müssen. Wenn Bayern München in deiner Liga spielt, dann musst du nicht Meister werden. Dann ist es eigentlich immer Pflicht, dass Bayern München Meister wird. Aber bei neun Punkten Vorsprung habe ich immer nur gehört, wir schauen auf das nächste Spiel. Ich hätte schon erwartet, dass sie sagen, wir haben eine große Chance Meister zu werden. Das hat mir gefehlt und deswegen hat mir das Interview von Michael Zorc sehr gefallen. Ich glaube, dass die Dortmunder so selbstbewusst an die Geschichte herangehen können, indem sie sagen können, wir liefern den Bayern einen heißen Kampf um die Meisterschaft.“


    Sky Schiedsrichter-Experte Peter Gagelmann …
    … zur Frage, ob die Situation zwischen Ondrej Duda und Abdou Diallo elfmeterwürdig ist:
    „Anhand der Bilder sage ich auch eher, dass es ein Strafstoß ist. Es ist eine Situation, in welcher der Video-Schiedsrichter nicht eingreift, weil der Schiedsrichter die Situation klar wahrgenommen hat."



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