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Stuttgart macht großen Schritt in Richtung Klassenerhalt: „Müsste schon mit dem Teufel zugehen, dass wir unten reinrutschen“ 

  • Ex-Stuttgarter Kraus mit Bietigheim weiter im Tabellenkeller: „Jedes Spiel ein Endspiel“

    
Ludwigsburg, 17. März 2019 –
    Sehr geehrte Medienpartner, anbei erhalten Sie eine Stimmensammlung zum Spiel der DKB Handball-Bundesliga zwischen der SG BBM Bietigheim und dem TVB 1898 Stuttgart (19:28).

    Jürgen Schweikardt (Trainer TVB 1898 Stuttgart) ...
    ... zum Spiel:
    „Es ist am Ende zu hoch ausgefallen, aber das ist egal. Wir wollten das Spiel gewinnen und haben das getan. Es war sehr intensiv, so wie es zu erwarten war. Wir haben in der ersten Halbzeit nicht gut gespielt im Angriff. Wir hatten einen herausragenden Jogi Bitter. Das war auch wieder hervorragend in der Abdeckung. Die Mannschaft hat dieses Jahr schon so oft bewiesen, dass sie das Herz am richtigen Fleck hat und heute hatten wir natürlich eine mega Unterstützung in der Halle.“

    ... zur Strafe gegen Dominik Weiß: „Es war so, dass er lag und die Schiedsrichter signalisiert haben, dass wir die Physios reinschicken sollen. Aber ich habe gesehen, dass er wieder aufgestanden ist und habe zum Physio nein gesagt. Er hätte aber wohl trotzdem reingemusst, weil die Schiedsrichter gewinkt hatten. Deswegen musste er drei Angriffe aussetzen.“

    ... zur Frage, ob der Klassenerhalt geschafft ist: „Zu ganz, ganz viel Prozent ja. Ich glaube, das war es. Natürlich noch nicht rechnerisch, aber da wird nichts mehr passieren. Wenn die Mannschaft so auftritt wie in den letzten Wochen, werden wir noch Punkte holen. Heute haben wir einen Riesenschritt gemacht.“


    Jonas Link (SG BBM Bietigheim) …
    ... zum Spiel:
    „Ich denke, Stuttgart hat über die ganze Spielzeit geführt, wir waren in allen Teilen heute unterlegen. Sie haben eine gute Abwehr gestellt. In der ersten Halbzeit haben wir uns schon noch sehr gute Chancen rausgespielt, da nimmt Jogi aber gefühlt zehn von weg. Das tut uns natürlich weh, wir sind aber trotzdem nur zwei hinten. In der zweiten Halbzeit machen wir immer dann einen individuellen Fehler, wenn so ein Fünkchen Hoffnung aufkommt. Dann bringen wir uns so wieder ins Hintertreffen. Zum Schluss verlieren wir mit vier, fünf Toren zu hoch. Aber ich denke schon, dass wir die letzten Spiele gesehen haben, dass wir ein klareres System haben, das sehr individuell ausgelegt ist. Das hat heute leider nicht funktioniert.“

    ... zum Abstiegskampf: „Gummersbach hat mit dem Trainerwechsel auch den letzten Joker gezogen. Da kann es jetzt leider nur mit Floskeln dienen, dass wir auf uns schauen müssen und einfach diese drei, vier Spiele gewinnen müssen, zur Not auch das letzte gegen Gummersbach.“


    Johannes Bitter (Torhüter TVB 1898 Stuttgart) ...
    ... zu seiner Leistung:
    „Wer mich kennt, weiß, dass das eigentlich egal ist. Wir haben hier ein Derby gewonnen und das zweite in Folge nicht verloren. Wir haben zu Hause gegen Göppingen unentschieden gespielt mit einer tollen Leistung. Heute haben wir das Spiel bis auf wenige Phasen komplett im Griff gehabt. Deswegen bin ich sehr stolz auf uns. Es ist einfacher, diese zwei Derbys in Folge zu haben. Wir hatten zwar ein bisschen Zeit dazwischen, aber wir haben uns richtig fokussiert. Man hat die ganze Woche gemerkt, alle wollen noch ein Derby, am liebsten hätten wir nächste Woche wieder eins, es brennt die ganze Zeit.“

    ... zur Frage, ob der Klassenerhalt geschafft ist: „Da müsste es schon mit dem Teufel zugehen, dass wir da unten noch einmal reinrutschen. Wir dürfen das Auge ein bisschen nach oben haben, da ist alles sehr, sehr eng. Ich glaube, wir können heute getrost sagen, mit dem Abstieg werden wir wahrscheinlich nichts zu tun haben.“


    Dominik Weiß (TVB 1898 Stuttgart) …
    ... zu seiner Zeitstrafe:
    „Die Regel besagt, dass ich, wenn ich behandelt werde, es aber keine Strafe oder Foul gibt, drei Angriffe raus muss. Wenn der Betreuer reingerufen wird, aber nicht reingeht, wird das als unsportlich ausgelegt und mit zwei Minuten geahndet. Damit habe ich drei Angriffe Pause und die Zwei-Minuten-Strafe aus technischen Gründen. Der Schiedsrichter hat den Betreuer reingerufen, weil er dachte, ich hätte mich schwer verletzt. Das ging meiner Meinung nach ein bisschen schnell, aber lieber so, als anders herum. Dementsprechend musste ich dann drei Angriffe raus und zwei Minuten auf die Bank.“

    ... zum Spiel: "Wir haben uns alle sehr auf das Spiel gefreut, die Kulisse ist überragend, ich finde die Halle sowieso toll. Der Support war heute auch extrem. Da fällt es leichter und es macht einfach Spaß, das hat man heute denke ich gesehen. Wir wollten das Derby heute gewinnen und da ist Abwehr immer die beste Basis.“

    ... zu seinem ehemaligen Mitspieler Mimi Kraus: „Ich weiß nicht, wie die Quote war. Das war unser größtes Ziel, dass er keinen Lauf bekommt. Das haben wir gut geschafft, er ist immer schwer zu verteidigen, aber das haben wir heute gut gemacht.“

    ... zur Frage, ob der Klassenerhalt geschafft ist: „Wir haben intern schon gesagt, wenn wir heute gewinnen, gucken wir eher nach oben als nach unten. Wir gucken jetzt eher nach vorne.“


    Michael „Mimi“ Kraus (SG BBM Bietigheim) …
    ... zur Situation (vor dem Spiel):
    „ Für uns ist jedes Spiel ein Endspiel. Da gehört eben auch ein Spiel gegen Stuttgart, meinen Ex-Klub, dazu. Wir haben nichts zu verschenken, wir werden alles reinhauen, was wir haben, und dann werden wir sehen, was dabei rauskommt.“


    Manuel Späth (TVB 1898 Stuttgart) ...
    ... zur Situation (vor dem Spiel):
    „Wir haben die Saison noch lange nicht abgehakt. Wir wollen in der Tabelle noch den einen oder anderen Platz nach vorne kommen und punktemäßig sowieso.“

    ... zum Spiel gegen seinen Freund und ehemaligen Mitspieler Mimi Kraus (vor dem Spiel): „Wir haben schon das eine oder andere Mal gegeneinander gespielt. Wir kennen die Situation. Wir sind gut befreundet, aber auf dem Spielfeld wird das klar ausgeblendet. Es geht um zwei Punkte, für Bietigheim vielleicht noch etwas wichtigere Punkte. Deswegen wird es auf dem Spielfeld zur Sache gehen.“


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    Daniel Mayr (mayr@dkb-handball-bundesliga-de)
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