• Der Bayern-Präsident kritisiert nach dem Aus in der Champions League die Einstellung der Spieler: "Haben mit zu wenig Mumm gespielt"
  • Kovac nach 6:0-Sieg zufrieden: "Wir haben gezeigt, dass wir die Enttäuschung weggesteckt haben"
  • Bobic läutet Kampf um die Champions-League-Plätze ein: "Wir sind Adler, also jagen wir gerne"
  • Sky Experte Hamann glaubt an eine erneute Meisterschaft der Bayern: "Sie werden jetzt alles daran setzen"

    Unterföhring, 17. März (pps) -
    Die wichtigsten Stimmen zu den Sonntagsspielen des 26. Spieltages der Fußball-Bundesliga, Eintracht Frankfurt vs. 1. FC Nürnberg (1:0) sowie FC Bayern München vs. 1. FSV Mainz 05 (6:0) bei Sky.


    Uli Hoeneß (Präsident FC Bayern München) in der Mixed Zone ...
    ... zum Spiel:
    "Ich finde, dass wir seit drei Monaten im Großen und Ganzen sehr guten Fußball spielen. Genauso muss ich konstatieren, dass wir am Mittwoch sehr schwach gespielt haben. Trotzdem kann das mal vorkommen. Die Spieler haben meiner Meinung nach mit zu wenig Mumm gespielt, das hätte man anders machen können. Aber deswegen zu sagen, der FC Bayern ist international nicht konkurrenzfähig, das ist mir viel zu weit hergeholt."

    ... zur Frage, ob die Ausbootung von Mats Hummels, Jerome Boateng und Thomas Müller in der Vorbereitung gestört hat: "Das hat überhaupt keinen Einfluss gehabt und ich habe mich auch entschlossen, das Thema mit dem Jogi Löw unter vier Augen zu besprechen."

    ... zu James: "James hat heute sehr gut gespielt und wir müssen das in der Gesamtbetrachtung am Ende entscheiden, ob man das macht oder nicht. Aber im Großen und Ganzen ist das ein großartiger Spieler und schlussendlich muss der Trainer auch sagen, was er will."

    ... zu den neuen Wettbewerben, die die FIFA plant: "Ich sehe das zweigeteilt. Die Weltmeisterschaft aufzublähen, halte ich für einen großen Schwachsinn. Die Klub-Weltmeisterschaft finde ich super, weil der Confed-Cup ist für die Katz und deswegen wäre eine Klub-WM mit tollen Mannschaften alle vier Jahre statt dem Confed-Cup wunderbar."


    Niko Kovac (Trainer FC Bayern München) ...
    ... zum Spiel:
    "Wir haben gezeigt, dass wir die Enttäuschung weggesteckt haben, dass wir es können. Wir sind wieder Erster, das freut uns. Jetzt können wir in die Länderspielpause gehen und ruhig und konzentriert arbeiten."

    ... zur Frage, ob das Spiel gezeigt hat, dass die Enttäuschung nach dem Aus in der Champions League verdaut ist: "Ja, natürlich. Man hat heute schon sehr viel Esprit gesehen, sehr viel Spielwitz, sehr viel gute Aktionen. Das Ergebnis ist auch in der Höhe verdient."

    ... zur Leistung von James und dessen Zukunft beim FC Bayern München: "Es freut mich für ihn, dass er drei Tore gemacht hat. Er hat dann seinen verdienten Applaus bekommen. Er macht es gut. Mehr will ich dazu nicht sagen, sonst wird das überinterpretiert."

    ... zur Frage, ob James ihm gegenüber geäußert habe, dass er den Verein verlassen will, wie es die Marca berichtet hat: "Nein. Ich weiß auch nicht, ob das in der Marca alles stimmt. Es wird ja viel geschrieben, viel erzählt."

    ... zum Aus in der Champions League (vor dem Spiel): "Natürlich habe ich ein, zwei Tage gebraucht, weil die Enttäuschung schon ziemlich tief saß. Wir hatten uns viel vorgenommen, aber wir hatten einen besseren Gegner auf der anderen Seite. Aber wir sind Profis, wir müssen zusehen, dass wir das so schnell wie möglich abhaken."

    ... zur Frage, ob er die Mannschaft aufbauen musste (vor dem Spiel): "Natürlich. Wir haben darüber gesprochen und ich habe die Gesichter gesehen, die nicht gerade glücklich aussahen. Einen Tag frei hat die Mannschaft dann bekommen und sie sahen jetzt sehr viel besser aus, als noch nach dem Spiel."

    ... zu einem möglichen Spannungsabfall nach dem Ausscheiden (vor dem Spiel): "Mannschaften, die viel Vorsprung haben, können sich mal etwas erlauben, wir können das jetzt nicht. Ich hoffe und ich glaube auch, dass das gar nicht so schlecht ist, dass wir so nah dran sind. Die Spannung wird oben gehalten, nicht nur für die Bundesliga, sondern auch für den Pokal."

    ... zu der Verletzung von Javi Martinez und der Erkrankung von Serge Gnabry (vor dem Spiel): "Er hatte heute noch Schwindelgefühle, hat sich nicht gut gefühlt und deswegen dürfen wir da kein Risiko eingehen. Es ist eine Schädelprellung, die sehr schmerzhaft ist. Serge ist erkrankt. Er wird bei der Nationalmannschaft für das erste Spiel wahrscheinlich keine Alternative sein."


    Thomas Müller (FC Bayern München) ...
    ... zur Frage, wie wichtig der Sieg nach dem Aus in der Champions League war:
    "Wir wollten auf jeden Fall hier heute ein gutes Spiel machen. Wir hatten uns auch aufgrund des Spiels am Mittwoch viel vorgenommen. Wir wollten die Chance nutzen, gleich wieder zurückzuschlagen. Dadurch, dass die Champions League jetzt leider wegfällt, ist der Fokus eigentlich voll auf der Bundesliga. Ich bin froh, dass wir so gut ins Spiel gekommen sind. Heute haben wir von Anfang an drückend überlegen dominiert und die letzten drei Bundesligaspiele waren eine Duftmarke."

    ... zur Frage, wie heiß er auf das Duell mit Borussia Dortmund im April ist: "Auf lange Sicht sind wir natürlich heiß auf das Duell. Wichtig war, dass wir die letzten drei Spiele auch etwas für das Torverhältnis getan haben. Das sieht in der Tabelle schon deutlich besser aus als in der Hinrunde. Es macht einfach Spaß, wie wir heute gespielt haben. Natürlich ist es für Mainz in München kein Leckerbissen, aber wir haben es auch gut gemacht."

    ... zur Frage, wie er die Erklärung von Bundestrainer Joachim Löw aufgefasst hat: "Wir drei Spieler haben jetzt mehr Zeit für unsere Frauen und Familienangehörigen. Dann werden wir uns voll auf den Verein fokussieren. Uns bleibt nichts anderes übrig. Die Entscheidung vom Bundestrainer muss er treffen. Ich glaube, da wurde schon genug drüber gesagt. Wir haben hier noch große Ziele beim FC Bayern, wir haben einen extrem spannenden Meisterschaftskampf."

    ... zur Frage, ob es noch einmal einen Austausch gab: "Wenn ich mit ihm gesprochen haben, muss ich es ja nicht über die Presse kundtun. Ich habe mich einmal umfangreich geäußert und des Rest lassen wir dahingestellt."

    ... zur Frage, ob er auf eine Rückkehr in die Nationalmannschaft hofft: "Wie ich schon gesagt habe, wir konzentrieren uns darauf, dass wir gute Leistungen bringen. Der Bundestrainer hat ganz klar gesagt, dass er jetzt der jungen Garde den Vortritt lässt. Was in einem Jahr oder zwei Jahren oder irgendwann passiert, das hängt noch immer von den Leistungen der individuellen Spieler ab."


    Sandro Schwarz (Trainer 1. FSV Mainz 05) ...
    ... zur Frage, was der Mannschaft heute gefehlt hat:
    "Im Prinzip dann gerade zweite Halbzeit alles. Wir haben ein frühes Gegentor bekommen und hatten dann ab der 15. Minute bis zur 30 Minute ganz gute Momente in unserem Spiel nach vorne. Aber im Großen und Ganzen war das dann zu wenig, zu viel begleitet, ohne richtig zuzustechen."

    ... zur Frage, warum der 1. FSV Mainz zu wenig bei den Gegentoren attackiert hat: "Es ist zu wenig, dass ist egal, welche Grundordnung du dann spielst. Du musst attackieren. Die Gegentore, die wir dann bekommen, sind zu einfach. Das war viel zu passiv."

    ... zur Frage, woher er Niko Kovac kennt (vor dem Spiel): "Aus der Zeit von Eintracht Frankfurt. Ich wohne in Frankfurt. Dementsprechend waren es kurze Wege für den einen oder anderen Abend, den wir gemeinsam hatten. Wir sind befreundet, deswegen freuen wir uns, dass wir uns heute seit Langem mal wieder gesehen haben."

    ... zur Frage, ob er aus dem Ausscheiden des FC Bayern München etwas für das Spiel mitnehmen konnte (vor dem Spiel): "Du analysierst das natürlich, das Heimspiel gegen Liverpool. Trotz allem ist es relativ schwierig, dort eine Schablone draufzulegen, wie es Liverpool gemacht hat und wie wir es angehen wollen. Wir brauchen heute alles. Wir müssen sehr gut verteidigen, aber auch eine große Lust haben, wenn wir den Ball haben, ins letzte Drittel reinkommen zu wollen und wir brauchen die Überzeugung in den Abschlüssen."

    ... zur Frage, was er Jean-Philippe Mateta vor dem Spiel mitgegeben hat (vor dem Spiel): "Dass es völlig normal ist, in den letzten Wochen als junger Spieler auch mal von der Bank aus zu kommen. Er ist aus der zweiten Liga gekommen. Er hat super reagiert, hat sich super verhalten im Training, alles investiert und jetzt ist er einfach wieder dran, vorne seine Qualitäten abzuliefern."


    Adi Hütter (Trainer Eintracht Frankfurt) ...
    ... zum Spiel:
    "Zum Schluss wurde es noch einmal heiß. Nürnberg hat noch mal alles versucht mit hohen Bällen. Kevin Trapp hat uns den Sieg schlussendlich festgehalten. Was die Mannschaft jetzt geleistet hat, sie ist seit 13 Spielen ungeschlagen, hat hier eine absolute Willensleistung gezeigt und noch einmal alles rausgehauen, deswegen nehme ich heute diesen wichtigen 1:0-Arbeitssieg sehr gerne mit."

    ... zum Kampf um die Champions-League-Plätze: "Wenn man auf die Tabelle schaut, sind wir noch einen Punkt hinter Borussia Mönchengladbach. Wir gehen unseren Weg weiter, wir haben einen guten Lauf. Jetzt kommt die Länderspielpause, die wir auch brauchen, um uns zu erholen und dann kommen noch viele Spiele auf uns zu."


    Fredi Bobic (Sportvorstand Eintracht Frankfurt) ...
    ... zum Spiel:
    "Es war natürlich ein verdienter Sieg. Aber wir haben uns schwer getan gegen tiefstehende Nürnberger. Wenn du Donnerstag so ein Highlight hinter dir hast, Freitag dann zurückkommst und die Jungs auch erst einmal alles verarbeiten müssen, ist es schwer. Wir sind das ja nicht so gewohnt. Wir haben es uns aber auch selbst schwer gemacht, weil wir die Chancen liegen lassen haben. Beim Stand von 1:0 kann immer mal eine Pflaume hinten reinrutschen. Zum Glück hatten wir Kevin Trapp auf der Höhe. Er hat ein, zwei Bälle überragend gehalten. Wir haben heute so ein bisschen die letzte Konsequenz vermissen lassen, aber das ist auch normal."

    ... zum Kampf um die Champions-League-Plätze: "Wir sind heiß, dass wir da vorne drin sind und in einer guten Position, auch jagen zu können. Es liegt aber an uns selbst, die zwei Wochen jetzt gut zu nutzen, zu regenerieren. Wir haben danach wieder ein Heimspiel, was für uns natürlich eine super Ausgangslage ist, weiter vorne dran zu bleiben und auch wirklich am Traum zu knabbern, vorne reinzurutschen. Wenn du von hinten kommst, jagst du ja und wir sind Adler, also jagen wir gerne."


    Boris Schommers (Interimstrainer 1. FC Nürnberg): "Ich bin stolz auf sie. Dass habe ich der Mannschaft auch nach dem Spiel im Kreis gesagt. Denn meine Mannschaft hat hier in Frankfurt alles abgerufen, was sie drin hatte. Wenn man es schafft, den Gegner bis zur letzten Minute so zu fordern, dass die gegnerische Mannschaft Spieler wie Rebic und Haller einwechselt, ist das Kompliment genug für uns. Du kannst hier verdientermaßen glücklich einen Punkt mitnehmen, du darfst dich aber auch nicht beschweren, wenn du 0:1 verlierst."


    Sky Experte Dietmar Hamann ...
    ... zur Niederlage des 1. FC Nürnberg:
    "Es ist natürlich schwer, Spiele zu gewinnen, wenn man keine Tore macht. Die Frankfurter haben es sich heute schwer gemacht, indem sie viele Konterchancen liegen gelassen haben. Dann ist natürlich immer die Gefahr, dass sie noch ein Tor kassieren. Trapp hat ein paar Mal gut gehalten. In den entscheidenden Momenten nichts draus zu machen, das ist eine Qualitätsfrage. Du kannst den Nürnbergern nicht den Willen, den Einsatz und den Kampf absprechen, aber qualitativ ist das für die erste Liga dann zu wenig."

    ... zur Frage, wie wichtig Kingsley Coman in Zukunft beim FC Bayern München werden wird: "Ich glaube, die zwei Spieler, die erhobenen Hauptes aus den beiden Partien in der Champions League gehen konnten, waren Hummels und Gnabry, mit Abstrichen Martinez. Coman wird in den nächsten Jahren der entscheidende Spieler sein, je nachdem wer noch kommt. Gnabry hat sich super entwickelt, aber ich glaube, dass Coman noch einen Schritt weiter ist. Da kann man nur hoffen, dass er gesund bleibt. Denn er ist der Spieler, der das Tempo hat, der die Technik hat, der immer wieder ins Eins gegen Eins gehen kann."

    ... zum Sieg des FC Bayern München: "So ernüchternd wie der Mittwoch war, so überzeugend war der Sonntag darauf. Der Gegner hat es ihnen in einigen Situationen leicht gemacht, nichtsdestotrotz musst du erst einmal die sechs Tore schießen. Für die Bayern war es wichtig nach dem Last-Minute-Sieg der Dortmunder gestern, Schritt zu halten und ein paar Tore gutzumachen. Sie werden jetzt natürlich alles daran setzen, in der Meisterschaft und im Pokal die Titel zu holen."


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