• Baumann hofft auf Verbleib von Maximilian Eggestein: „Wir haben auch unsere Argumente, die dafür sprechen, dass Spieler wie er in den nächsten Jahren noch bei uns spielen.“
  • Kohfeldt freut sich für seinen Spieler über erstmalige DFB-Nominierung: „Maxi ist nicht sprunghaft nach oben gekommen, sondern er musste wirklich dafür arbeiten.“
  • Eurosport Experte Matthias Sammer kritisiert Dortmunder Defensivverhalten: „Wenn du die ersten beiden Gegentore anschaust, da wirst du ja wahnsinnig.“

    München, 17. März 2019 –
    Sehr geehrte Medienpartner, anbei erhalten Sie die wichtigsten Stimmen aus dem Vorlauf der Partie Bayer 04 Leverkusen gegen SV Werder Bremen – das Sonntagsspiel am 26. Spieltag der Fußball-Bundesliga live im Eurosport Player.


    Frank Baumann (Geschäftsführer Sport SV Werder Bremen) im Interview mit Eurosport:
    … über die Verletztensituation:
    „Wir haben absolut Vertrauen in die Jungs, die heute auf dem Platz stehen. Wir können auch von der Bank noch nachlegen. Bargfrede ist für uns natürlich ein sehr wichtiger Spieler, aber Nuri Sahin ist auch nicht so schlecht und hat definitiv seine Qualitäten und Erfahrung.“

    … über das Interesse an Maximilian Eggestein: „Erst einmal freut es uns, dass unsere Spieler bei Top-Klubs im Fokus sind. Das ist eine Bestätigung der Leistung der Jungs und der Arbeit des ganzes Klubs. Das ist eine Wertschätzung für uns, für unsere Arbeit. Das macht es natürlich in Vertragsgesprächen nicht leichter. Aber wir haben auch unsere Argumente, die dafür sprechen, dass Spieler wie Maximilian und Johannes in den nächsten Jahren noch bei uns spielen. Da ist es natürlich wichtig, dass wir den nächsten Schritt gehen. Wir haben den passenden Trainer, der Spieler besser machen kann. Sie sind noch nicht am Ende ihrer Entwicklung und ich glaube, dass wir in Bremen das richtige Umfeld bieten, den nächsten Schritt auch zu gehen.“

    … zur Frage, wie man das Gewinnen lernen kann: „Das ist eine Erfahrungssache. Aber ich glaube auch, diesen Spirit in eine Mannschaft, einen Klub reinzubringen, ist sehr wichtig. Ich glaube, dass wir das in den letzten Jahren etwas verloren haben. Da waren wir zufrieden, wenn wir den Klassenerhalt geschafft haben. Ich glaube, dass wir da auf einem guten Weg sind, aber noch nicht am Ende der Entwicklung.“

    … über die Bedeutung von Max Kruse für den SV Werder Bremen: „Er ist brutal wichtig. Für mich ist er einer der komplettesten Offensivspieler der Bundesliga der letzten Jahre. Er hat eine Qualität, die er zeigt, sich nicht versteckt, geht voran. Da ist er ein absoluter Leader und nicht umsonst auch Kapitän.“

    … über eine mögliche Vertragsverlängerung von Max Kruse: „Auch da ist es nicht leicht, auch Max will vorankommen, ist nicht zufrieden, wenn wir auf Platz zehn oder zwölf stehen. Er will für sich die Entwicklung bei uns noch abwarten. Ich glaube, dass wir die letzten Jahre ein ganz gutes Pflaster für ihn waren und ich glaube, dass er uns auch die nächsten Jahre guttun würde.“


    Florian Kohfeldt (Trainer SV Werder Bremen) im Interview mit Eurosport:
    … über die Nationalmannschafts-Nominierung von Maximilian Eggestein:
    „Ich glaube, für Maxi bedeutet das eine Belohnung für die konstante Entwicklung in den letzten Jahren. Maxi ist nicht sprunghaft nach oben gekommen, sondern er musste wirklich dafür arbeiten, denn es wurde ihm nicht in die Wiege gelegt. Deswegen freut es mich für ihn sehr. // Ich glaube, der Spieler wusste es vor mir. Der Bundestrainer hat mich danach angerufen. Für den Verein ist es auch schön. Das heißt, dass wir Spieler entwicklen können. Das ist für uns ein ganz wichtiges Zeichen.“

    … über den Unterschied zu Bayer 04 Leverkusen: „Sie haben mit Sicherheit noch mehr Tempo vorne drin. Was ich meinte, dass beide Mannschaften grundsätzlich über Ballbesitz kommen wollen, um dann Tempoaktionen zu suchen. Da sind sie vielleicht aufgrund ihrer Einzelqualität der Spieler einen Tick weiter.“

    … über die Wichtigkeit des Spiels: „Das ist ein wichtiges Spiel. Für mich ist es eine Mannschaft, die in der Champions League spielen wird. Wir müssen hier aber Big Points sammeln.“


    Eurosport Experte Matthias Sammer:
    … über den leicht erkrankten Kai Havertz:
    „Ein herausragendes Talent, schon mit einer Konstanz und Selbstverständlichkeit, das ist außergewöhnlich. Es ist immer schade, wenn solche Qualität nicht auf dem Platz ist. Auf der anderen Seite muss man dann auch wissen, wenn man sich nicht im Vollbesitz seiner Kräfte fühlt, dass es dann manchmal auch besser ist, dass man wegbleibt. Also, lieber die ranlassen, die voll im Saft stehen. Leverkusen hat eine gute Mannschaft.“

    … über den Satz von Sebastian Kehl zum Meisterkampf („Es wird derjenige Meister, der es mehr will“): „Was soll ich dazu sagen? Das ist eine Grundvoraussetzung. Aber wenn du auf Top-Level dann nicht auch über Qualität, individual taktische Konstellationen, Spielideen, auch der Trainer spielt eine Rolle, sprichst – also das ist schon sehr komplex, wenn du oben stehen willst.“

    ... über die gestrige Leistung von Borussia Dortmund: „Wenn du die ersten beiden Gegentore anschaust, da wirst du ja wahnsinnig. Es geht gar nicht so sehr um die Hand, aber wer lässt sich freiwillig gern in die Schnauze schießen? Das ist gar keine Frage, dass du da irgendwo reagierst. Es hat nichts mit Schutzhand zu tun, sondern das ist ein menschlicher Reflex. Deswegen wird ein Fußballer immer anders argumentieren, als wir es festgestellt haben. Die Entstehung zu diesem Elfmeter muss besprochen werden, wenn du da nur begleitest und mitläufst, dann hast du am Ende so eine Situation. Wenn die Dortmunder dann mit ihrer Euphorie Fußball spielen, kann so ein Spiel auch weg sein. Das müssen sie einfach lernen und begreifen. Auf Top-Level brauchst du eine Minimierung dieser Fehlerquellen. Wenn du dann wirklich Meister werden willst, schaffst du das sonst nicht. Gute Moral und Respekt so ein Spiel auch noch zu drehen, aber das schaffst du nicht immer.“

    … über die Qualität des deutschen Fußballs: „Es ist immer eine Frage des Anspruchs und in Deutschland ist der hoch. Das ist auch gut so. Wir müssen für uns wieder einen guten Mittelweg finden. Du kannst auch nicht immer alles erklären. Gestern der Elfmeter bei Borussia Dortmund: Eine erfahrene Mannschaft wäre auf den Schiedsrichter losgegangen als hätte es keinen Morgen gegeben. Das ist so ein kleiner Punkt von einer Summe von vielen: Die Nachwuchsarbeit ist zu trennen, die Bundesliga ist zu trennen, die Nationalmannschaft ist zu trennen.“

    … über Maximilian Eggestein und zur Frage, ob er zu einem anderen Verein wechseln sollte: „Erst einmal muss man den Bremern ein Kompliment machen. Es ist ja nicht nur er, auch sein Bruder, die eine stetigen Entwicklung nehmen. Bei Maximilian hat man mal geschaut und gesagt, er war schon mal frischer oder gedanklich ein bisschen schneller, aber das spielt bei Bremen keine Rolle, weil er in jedem Spiel trotzdem in der Lage ist, ein Zeichen zu setzen. Das kann man eigentlich nur selber fühlen, wenn man in der Situation ist. Was tut mir noch gut, was sind meine eigenen Ansprüche, bleibe ich da oder gehe ich den nächsten Schritt? Deswegen gibt es da in meinem Augen keine goldene Lösung.“

    … über Max Kruse: „Er ist unglaublich spielintelligent, er hat ein Näschen für Räume, wie ein kleines Trüffelschwein, und er ist für den Gegner immer schwer zu greifen.“


    Rudi Völler (Geschäftsführer Sport Bayer 04 Leverkusen) in Interview mit Eurosport:
    ... über die Erkrankung von Kai Havertz:
    „Nichts Dramatisches, aber er hatte ein bisschen Magenprobleme die letzten zwei Tage. Aufgrund der Tatsache, dass Karim Bellarabi wieder richtig fit ist, macht es ja Sinn, ihn erst einmal nicht einzusetzen. Aber er sitzt auf der Bank und wenn man in in der zweiten Halbzeit bringen kann, ist das nicht ganz so schlecht.“

    … über den Meisterkampf: „Es bleibt auf jeden Fall spannend. Die Bayern werden bestimmt auch noch relativ viele Spiele gewinnen. Borussia Dortmund hatte ja so eine kleine Schwächephase, aber sie haben sich wieder gefangen. Ich finde gerade beim Spiel gegen Tottenham, da sehen die beiden nackten Ergebnisse natürlich brutal aus, aber sie waren absolut auf Augenhöhe. Sie waren nicht schlechter als Tottenham.“

    … über die aktuelle Qualität des deutschen Fußballs: „Die U-Mannschaften machen Sorge. Da ist die Talentfülle, die wir mal hatten, nicht mehr so gegeben. Das werden wir irgendwann spüren, aber jetzt noch nicht. In den nächsten Jahren müssen wir, was die Nationalmannschaft betrifft, uns nicht so große Sorgen machen, aber danach wird es problematischer. Vom Vereinsfußball muss man das trennen, das sind zwei verschiedene Dinge. Das war schon zu erwarten. Die Gefahr war da groß, wenn du im Achtelfinale gegen drei Klubs aus England spielst. Da kann es schon mal eng werden. Dortmund musste nicht ausscheiden, für Schalke war es schwierig gegen ManCity. Bayern hat einfach im Rückspiel nicht diese Leistung gebracht, die man bringen muss, um Liverpool ernsthaft zu gefährden. Die Bayern haben aber immer noch eine Klasse-Mannschaft.“

    … über das Aus von Bayer 04 Leverkusen in der Europa League: „Das hat wehgetan, ganz klar. Ich hatte auch gewarnt vor dem Gegner. Es ist ein sehr reicher Klub, tolles Stadion, auch eine richtig gute Mannschaft. Dass es schwer wird, war klar. Aber natürlich war das enttäuschend. Wir hatten zwei Spiele Zeit, um sie zu schlagen und das hat nicht geklappt.“

    … über die Entwicklung von Julian Brandt: „Julian spielt nach dem Trainerwechsel eine andere Rolle. Er spielt nicht mehr die klassische Außenstürmer-Geschichte, sondern er ist zentraler, kann sich überall aufhalten, wie ein klassischer Zehner und er geht in dieser Rolle auf. Das merkt man beim Training, an seiner Laune, auf dem Platz. Das hat ihm noch einmal einen Schub gegeben.“

    … über die Stärken von Kai Havertz: „Das ist die große Qualität von Kai, er kann auf ganz vielen Positionen spielen. Bei Kai weiß man heute nicht, wie sieht in den nächsten zehn Jahren auf Weltklasse-Niveau seine Top-Position aus. Er kann auf der zehn spielen, er kann über Außen kommen, er kann auf der sechs, auf der acht spielen. Er hat alle Möglichkeiten.“

    … über die Möglichkeit, Spieler wie Julian Brandt und Kai Havertz zu halten: „Natürlich sind wir ein Klub mit der Gefahr, dass wir Spieler verlieren. Das ist auch der Kreislauf. Die Jungs verstehen sich gut. Klar, wollen wir wieder international spielen. Das ist wichtig für unseren Klub und für die Spieler, dass sie sich auf dem Markt auch bewähren können. Julian lässt sich davon aber nicht beeindrucken. Das war schon früher so. Als wir ihn geholt haben, hatte er schon unglaublich viele Anfragen. Da kannst du ihn nicht mit beeindrucken. Er hat einen klaren Plan. Im Moment gefällt es ihm besonders gut. Deswegen sind wir da gar nicht so pessimistisch, dass wir ihn vielleicht verlieren.“


    Peter Bosz (Trainer Bayer 04 Leverkusen) im Interview mit Eurosport:
    … zur Frage, wo er bei seiner Mannschaft das größte Steigerungspotenzial sieht:
    „Ich sehe schon etwas, nach zwei Monaten ist es noch nicht möglich, dass alles da ist. Aber die Jungs verstehen ganz gut, wie wir spielen wollen.“

    … über die Möglichkeit, Kai Havertz noch zu bringen: „Das kann so kommen, sonst wäre er nicht auf der Bank. Er hat etwas Falsches gegessen, deswegen hatte er vor zwei Tagen eine sehr schlechte Nacht.“


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