• Carstens fühlt sich benachteiligt: „Ich habe natürlich völlig den Kaffee auf“

  • Sky Experte Stefan Kretzschmar zum Spiel: „Magdeburg war am Ende cleverer“

    
Minden, 24. März 2019 –
    Sehr geehrte Medienpartner, anbei erhalten Sie eine Stimmensammlung zum Spiel der DKB Handball-Bundesliga zwischen TSV GWD Minden und dem SC Magdeburg (25:27).

    Marian Michalczik (TSV GWD Minden) ...
    … zum Spiel:
    „Wir sind natürlich unzufrieden und stehen am Ende ohne Punkte da. Daran messe ich auch meine eigene Leistung, denn ich möchte immer dazu beitragen, dass wir als Mannschaft erfolgreich sind. Ich glaube, dass wir gute Chancen liegen gelassen haben. Auch ich bin reingekommen und habe meine ersten beiden Chancen direkt verworfen und das aus guten Positionen. Natürlich wünscht man sich immer, dass man besser wird und mehr Chancen erhält, aber man möchte auch nicht alleine Handball spielen. Wir müssen die Niederlage nun erst einmal verkraften und werden diese Woche gut arbeiten. Mit Göppingen haben wir noch eine Rechnung offen, denn zu Hause haben wir in letzter Sekunde verloren und wollen versuchen, die Punkte in Göppingen zurückzuholen.“


    Frank Carstens (Trainer TSV GWD Minden) ...
    … zum Spiel:
    „Ich habe natürlich völlig den Kaffee auf. Wenn wir die zweite Halbzeit betrachten, haben wir zehn Minuten am Stück in Unterzahl gespielt – und das für grenzwertige Aktionen. Natürlich sind wir die schwächere Mannschaft und spielen etwas körperbetonter, aber am Ende darf das Verhältnis so nicht aussehen. Das hat sicherlich stark dazu beigetragen, dass wir keinen Punkt mitnehmen konnten. Ich bin dennoch sehr stolz auf meine Mannschaft, wie sie all diese Dinge weggesteckt hat und das ist das Wichtigste für uns. Die Schiedsrichter geben natürlich ihr Bestes und machen es auch nicht absichtlich. Aber es sind halt Fehlentscheidungen dabei, die den SC Magdeburg klar bevorteilen. Das hat in diesem Spiel dafür gesorgt, dass zum Ende hin nicht mehr die größte Konzentration vorhanden ist. Wenn man immer in Unterzahl verteidigen muss, dann kostet das uns am Ende die zwei Punkte.“

    … zur Ausdrucksweise als Trainer (vor dem Spiel): „Man lernt es über die Jahre, wie man mit einzelnen Charakteren und Persönlichkeiten umgehen kann. Das oberste Ziel ist immer, dass man in die Erfolgsspur kommt und der eine Spieler kann eher die direkte Ansprache gut vertragen, aber andere sind weniger empfänglich dafür. Da muss man mit jedem Spieler anders umgehen.“


    Michael Damgaard (SC Magdeburg) ...
    … zum Spiel nach seiner Krankheit:
    „Vielleicht ist es mal gut, mehrere Tage im Bett liegen zu bleiben. Ich hatte nicht das Gefühl, dass mir irgendwo die Kraft gefehlt hat. Ich war überrascht, dass ich das gesamte Spiel so durchspielen konnte und ich bin sehr glücklich und zufrieden über den Sieg. Wir haben dennoch zu viele Fehlwürfe gehabt. Wenn man auswärts spielt, muss man kühler sein. Trotzdem haben wir eine sehr gute Mannschaftsleistung gezeigt. Wir haben jetzt ein schweres Spiel gegen Flensburg. Wir haben sie bereits im Pokal geschlagen, daher wissen wir, wie man sie besiegt. Außerdem treffen wir in Magdeburg aufeinander, wo wir in der vergangenen Saison auch gewonnen haben. Wenn wir der Handballwelt zeigen wollen, dass wir eine Top-3 Mannschaft sind, müssen wir auch Flensburg schlagen.“

    Bennet Wiegert (Trainer SC Magdeburg) ...
    … zum Spiel:
    „Wer das Spiel verfolgt hat, kann verstehen, warum ich jetzt erleichtert bin. Es war von Anfang an ein schweres Auswärtsspiel, bei dem wir uns das Leben durch unsere vergebenen Chancen selbst schwergemacht haben. Zum Schluss müssen wir dieses Spiel aber dann auch erst einmal bestehen. Vom Verlauf hätten wir hier durchaus auch Punkte verlieren können. Die Fehlwürfe lagen nicht an der Konzentration - man muss auch immer respektieren, was der Gegner auf die Platte bringt. Der Torhüter von Minden hat heute sehr gut gehalten, aber wir haben uns zu wenig Chancen herausgespielt. Das kann passieren, darf aber nicht zu häufig geschehen. Die Tore von Michael Damgaard haben uns heute geholfen, hier zu gewinnen.“

    … über seinen damaligen Coach Frank Carstens (vor dem Spiel): „Ich habe mir viel von anderen Trainer angeeignet und viel gelernt. Frank war schon zu seiner Zeit bei Magdeburg ein akribischer Arbeiter, der sehr modern orientiert war. Das habe ich sehr genossen und viele Anteile davon übernommen. Ich habe das Glück gehabt, mit vielen guten Trainern zusammengearbeitet zu haben und mir von jedem einzelnen die ‚Leckerlis’ mitgenommen. Frank hat großen Ehrgeiz und leider steigere ich mich in der Hinsicht noch zu sehr da hinein, was den Umgang mit Niederlagen betrifft. Da gibt es bei mir noch großes Verbesserungspotential und bestimmt auch bei Frank Carstens.“


    Sky Experte Stefan Kretzschmar ...
    … zum Spiel:
    „Ein Handballspiel wird durch Kleinigkeiten entschieden. Es waren zwei ebenwürdige Mannschaften, denn Minden war nicht schlechter als Magdeburg. Aber Magdeburg war am Ende dann eben etwas cleverer. Sie besitzen Spielerpersönlichkeiten, die so eine Begegnung letztendlich dann entscheiden. Minden hat leidenschaftlich verteidigt. Bis zur 50. Minute gebe ich Frank Carstens Recht, dass die Schiedsrichterentscheidungen auf Seiten Magdeburgs lagen. In der Schlussphase war es dann aber wieder egal, als Minden auf Unentschieden stellen konnte und verwirft. Im Gegenzug zieht Magdeburg dann auf zwei Tore vor.“

    … über Michael Damgaard: „Keine Ahnung, was Michael Damgaard für eine Art von Fieber hat. Ich gebe ihm einerseits Recht, dass es am Ende eine Mannschaftsleistung war. Aber auf der anderen Seite war es das auch nicht. Am Ende hieß es eigentlich nur noch Damgaard gegen Minden, denn die restlichen Rückraumspieler der Magdeburger waren heute nicht in der Verfassung, in der man sie normalerweise kennt.“

    … zum bevorstehenden Spiel der Magdeburger gegen Flensburg: „Irgendjemand muss die Flensburger ja mal schlagen. Wenn eine Mannschaft sie in Bedrängnis bringen kann, dann sind es die Magdeburger mit ihrem Tempospiel. Es wird ein spannendes Spiel und die Magdeburger müssen etwas besser spielen als heute. In Magdeburg wird es eine Riesenstimmung sein, denn jeder will sehen, wie Magdeburg den Deutschen Meister schlägt.“

    … zur Verpflichtung von Superstar Sander Sagosen zum THW Kiel (vor dem Spiel): „Für die deutsche Liga ist es Weltklasse. Glückwunsch an den THW Kiel. So einen Superstar in dem jungen Alter nach Kiel zu holen, ist natürlich großartig. Ich finde, dass die Handball Bundesliga die beste Liga der Welt ist und so etwas von einem Superstar zu hören, ist besonders. Es ist auch ein Zeichen des THW Kiel - in der Lage zu sein, den vielleicht besten Spieler der Welt nach Kiel lotsen zu können. Das zeigt, welche Tradition Kiel hat und welches Ansehen sie auch vor allem in Skandinavien haben. Ich glaube, dass für viele Menschen der THW Kiel der erfolgreichste, beste, tollste und lukrativste Verein ist, trotz der kleinen Delle in den letzten Jahren.“


    
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    Daniel Mayr (mayr@dkb-handball-bundesliga-de)
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