• RB-Trainer Rangnick zufrieden: „Zuhause unser bestes Spiel in dieser Saison“
  • Hertha-Coach Dardai enttäuscht: „Gefühlt größte Niederlage meiner Trainerkarriere“
  • BVB-Sportdirektor Zorc glücklich: „Besseres Gefühl, als Tabellenführer nach München zu fliegen“
  • Sky Experte Lothar Matthäus von Leipzig angetan: „Riesen-Spiel mit höchster Geschwindigkeit“


    Unterföhring, 30. März 2019 -
    Die wichtigsten Stimmen zum Krombacher Topspiel des 27. Spieltages der Fußball-Bundesliga zwischen RB Leipzig und Hertha BSC (5:0) bei Sky.


    Ralf Rangnick (Trainer RB Leipzig) ...
    ... zum Spiel:
    „Zuhause war es unser bestes Spiel in dieser Saison. Wir haben mit und gegen den Ball nur sehr wenig zugelassen. Wir hatten noch mehr Chancen für noch mehr Tore. Heute waren wir auch richtig effizient. Eine super Vorarbeit von Timo Werner beim zweiten Tor. Es war seit langem sein bestes Spiel, ich war mit ihm heute sehr zufrieden. Wir haben bewusst mutig aufgestellt, auf einer gewissen Art und Weise riskant. Yussuf wird derzeit belohnt für das, was er macht.“

    ... zu den nächsten Spielen: „Das Spiel am Dienstag ist keine kleine Hürde. Wir nehmen das Selbstvertrauen von heute mit. Drei Tage später haben wir das nächste extrem wichtige Spiel in Leverkusen. Wenn wir dort was holen, dann sind wir richtig gut dabei. Heute gilt es sich zu freuen, zu regenerieren, übermorgen fliegen wir schon nach Augsburg.“

    ... zur Zukunft von Timo Werner (vor dem Spiel): „Wir haben noch ein bisschen Zeit zur Sommerpause. Im Moment interessiert mich das Thema nicht, mich interessiert unsere Leistung und die Formentwicklung von Timo. Wir haben gesagt, dass wir nicht in eine neue letzte Saison gehen wollen, ohne vertragstechnisch zu wissen, woran wir sind. Momentan bin ich zu hundert Prozent Trainer.“

    ... zur Zusammenarbeit mit Julian Nagelsmann (vor dem Spiel): „Warum sollten wir es schwer haben? Er hat sich bewusst für uns entschieden, wir haben uns bewusst für ihn entschieden. Sogar so bewusst, dass ich mich noch einmal ein Jahr auf die Trainerbank gesetzt habe. Du musst als Trainer und Sportdirektor nicht immer einer Meinung sein, aber du musst dich auf möglichst hohem Niveau über die Entwicklung der Mannschaft austauschen und das traue ich uns beiden zu hundert Prozent zu.“

    ... zur eigenen Zukunft (vor dem Spiel): „Ich habe noch zwei Jahre Vertrag bei Leipzig. Wir haben hier sieben Jahre etwas Großartiges aufgebaut. Im Moment beschäftige ich mich mit nichts anderem. Ich freue mich auf die Zeit mit Julian ab Sommer. Sich Gedanken über Hypothetisches zu machen, macht erfahrungsgemäß nicht so viel Sinn.“


    Pal Dardai (Trainer Hertha BSC) ...
    ... zum Spiel:
    „Die gefühlt größte Niederlage in meiner Trainerkarriere. Schmerzhaft, das wird eine schöne Busfahrt. Ich will es gar nicht erklären und keine Ausreden suchen, das bringt nichts. Von der Startelf hat in Kalou nur ein Spieler immer trainiert, der Rest war weg oder verletzt. Das war heute keine Mannschaft, nicht defensiv, nicht offensiv, es war kein Spielplan erkennbar. Ich habe es unter der Woche schon gespürt. Die Stimmung war nicht ganz in Ordnung. Eine gute und verdiente Klatsche, normalerweise hätte es ein 8:0 sein können. Wir müssen gegen Düsseldorf ein Zeichen setzen.“

    ... zum Spiel (vor dem Spiel): „Erstmal hast du immer die Hoffnung, Punkte mitzunehmen. Ich glaube, dieses Spiel entscheidet sich nach Ballverlust und Ballgewinn. Ich glaube, es wird ein intensives Spiel, wir wollen voll mitmachen und es wird wichtig sein, wer das erste Tor macht.“


    Yussuf Poulsen (erstmals Dreifach-Torschütze, RB Leipzig): „Es war ein gutes Spiel insgesamt. Man hat nicht die beste Hertha-Mannschaft auf dem Platz gesehen. Wir haben hochverdient hoch gewonnen. Wenn man Selbstvertrauen hat, dann funktionieren auch solche Tore. Ich werde im September Papa, deshalb auch dieser Jubel. Unser Ziel ist es, unter den Top 4 zu bleiben. Die Champions League ist unser allergrößtes Ziel. Wenn wir in die Champions League und ins Pokalfinale kommen, dann wäre das eine Top-Top-Top-Saison.“


    Emil Forsberg (Torschütze RB Leipzig): „Es ist schön, wieder zurück zu sein. In alter Form, Tore zu machen, Vorlagen zu geben. Alle haben gesehen, dass wir Spaß hatten, Fußball zu spielen. Wir wollen ins Pokalfinale und werden alles tun, um dahin zu kommen. Der dritte Platz ist unser.“


    David Selke (Stürmer Hertha BSC): „Ich bin eigentlich ein Typ, der immer Worte findet. Heute finde ich keine Worte, die Packung und die Art und Weise, wie Leipzig gewonnen hat, war zu deutlich. An solchen Tagen ist man besser ruhig. Ich sage ganz ehrlich: Wer von unserer Mannschaft das Wort Europa in den Mund nimmt, nein. Wir müssen das erstmal sacken lassen. Wir haben richtig auf die Mütze bekommen. Für einen Sportler ist das heute fatal.“


    Lukas Klostermann (Verteidiger RB Leipzig) ...
    ... zu seiner Verletzung beim DFB-Debüt (vor dem Spiel):
    „Ich hoffe, dass ich bald wieder spielen kann. Es war natürlich ärgerlich, dass es in so einer späten Phase des Spiels passiert. Ich habe es kurz vor meiner Auswechslung gemerkt. Im Nachhinein bin ich froh, dass es nichts Schlimmeres ist.“

    ... zu seinen positiven Statistiken (vor dem Spiel): „Die Zahlen sprechen für sich. Ich bin aber generell nicht so der Freund von Statistiken. Mein früherer Physiklehrer hat immer gesagt: Wer misst, misst Mist.“

    ... zur eigenen Karriere (vor dem Spiel): „Es ist der optimale Weg für mich gewesen. So habe ich es mir auch ein Stück weit gewünscht und deswegen bin ich froh, dass es bis hier hin so geklappt hat.“

    ... zum letzten Heimspiel gegen Hertha BSC (vor dem Spiel): „Das war in der jüngeren Vergangenheit eines der schlechteren Spiele von uns. Wir müssen das umsetzen, was wir in den letzten Spielen gezeigt haben. Es waren sehr viele, sehr knapp Spiele dabei. Es wird heute darum gehen, den kleinen Punch so zu setzen, dass wir mal wieder gewinnen.“


    Michael Zorc (Sportdirektor Borussia Dortmund) ...
    ... nach dem Wolfsburg-Spiel (vor dem Spiel):
    „Wir hatten heute wirklich ein zähes Spiel. Wir sind nicht so in den Rhythmus gekommen, den wir sonst haben. Wir haben uns nicht so viele Torchancen erarbeitet und insgesamt nicht so viel Tempo gehabt. Wolfsburg hat immer wieder das Tempo von uns rausnehmen können. Am Ende war es auch ein etwas glücklicher Sieg.“

    ... zum Last-Minute-Sieg (vor dem Spiel): „Wir haben dieses Jahr wirklich diesen Glauben in der Mannschaft, dass wir das Tor immer noch machen können. Selbst, wenn das Spiel so verläuft wie heute. Darauf sollten wir uns aber natürlich nicht verlassen, sondern das Spiel in den ersten Minuten richten.“

    ... zur Tabellenführung (vor dem Spiel): „Wir sind glücklich, dass wir wieder Erster sind. Es ist ein besseres Gefühl, als Tabellenführer nach München zu fliegen. Ich glaube persönlich nicht, dass die Meisterschaft dort entschieden wird. Als Erster dorthin zu reisen, sollte uns das nötige Selbstbewusstsein geben.“

    ... zur Geburt des ersten Kindes von Reus (vor dem Spiel): „Während der 90 Minuten haben wir keine Info bekommen. Wir hoffen, dass es jetzt zeitnah passiert, dass er sich ordentlich auf das Spiel in München vorbereiten kann.“


    Sky Experte Lothar Matthäus ...
    ... zum Spiel:
    „Es liegt heute nicht an einem Spieler, die ganze Mannschaft war unter der Normalform. Kompliment an Leipzig, das war ein Riesen-Spiel, moderner Fußball schlechthin, mit höchster Geschwindigkeit. Champions League ist auf jeden Fall drin. Timo Werner hätte heute fünf, sechs Tore machen können. Er hatte auch immer das Auge für seinen Mitspieler. “

    ... zum Titelkampf (vor dem Spiel): „Sie haben auf jeden Fall den Druck auf Bayern erhöht, dieses Heimspiel gewinnen zu müssen. Sonst würde Dortmund weiter Tabellenführer bleiben. Dortmund hat sich die Situation bestimmt so erhofft oder gewünscht. Die Bayern stehen jetzt mehr unter Druck als die Borussia. “

    ... zur Hertha (vor dem Spiel): „Die Hertha hat nichts mehr zu verlieren, mit einem Sieg können sie vielleicht noch an den Europa-League-Plätzen schnuppern. Aber wenn nichts Gravierendes mehr passiert, ist die Saison grundsätzlich gelaufen. Spielerisch hat mich die Mannschaft aber mehr überzeugt, als die Jahre zuvor. Sie haben eine große Geschwindigkeit und viele junge Spieler in ihren Reihen.“

    ... zu Yussuf Poulsen (vor dem Spiel): „Er verkörpert RB Leipzig. Er ist kampfstark, sehr aggressiv, geht lange Wege. Er steht immer ein bisschen im Schatten, ist aber trotzdem ein enorm wichtiger Spieler. Er ist einer von den Offensivspielern, der sehr viel nach hinten arbeitet und den man auch mal mit einem langen Ball bedienen kann. Timo Werner profitiert sehr viel von ihm.“


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