• Hinteregger freut sich über Platz vier: „Das ist schon richtig geil“
  • Heldt hält zu Doll: „Aus meiner Sicht macht es überhaupt keinen Sinn, ihn freizustellen“
  • Stevens stolz auf sein Team: “Das haben die Jungs bravourös gemeistert heute“
  • Sky Experte Dietmar Haman hofft auf Kind-Verbleib bei Hannover: “Ich glaube, Hannover benötigt Kind mehr, als Kind Hannover“

    Unterföhring, 31. März 2019 -
    Die wichtigsten Stimmen zu den Sonntagsspielen des 27. Spieltages der Fußball-Bundesliga, Hannover 96 vs. FC Schalke 04 (0:1) sowie Eintracht Frankfurt vs. VfB Stuttgart (3:0) bei Sky.


    Horst Heldt (Manager Hannover 96) …
    … ob es ein Endspiel für ihn und Thomas Doll war:
    „Zu meiner Person kann ich es nicht sagen, da bin ich der falsche Ansprechpartner. Ich kann es nur bezüglich Thomas Doll sagen. Das schließe ich aus, denn aus meiner Sicht macht das überhaupt keinen Sinn, ihn freizustellen.“


    Thomas Doll (Trainer Hannover 96) …
    ... zum Spiel:
    „Es wird ja schon diskutiert, ob ich nächste Woche noch Trainer bin. Ich muss jetzt nicht irgendwelche Ansatzpunkte für Wolfsburg erklären, weil ich erst einmal dieses Spiel aufarbeiten muss. Man muss abwarten, was in der nächsten Zeit noch auf uns zukommt. Dann werde ich in der kommenden Woche erzählen - wenn ich dazu komme - wie es vielleicht gegen Wolfsburg weitergehen wird.“
    ... wie man sich in der Situation vorbereitet (vor dem Spiel): „Ich bereite die Jungs so vor, indem ich alles mache, was in meinen Händen liegt: die Mannschaft zu trainieren und gut vorzubereiten. Wir wissen alle, dass es nicht einfach ist. Wir haben heute die nächste Chance. Ich habe zu den Jungs auch gesagt, dass der Fußball-Gott es immer noch gut mit uns meint. Aber dafür müssen wir endlich anfangen, zu punkten.“


    Marvin Bakalorz (Hannover 96) …
    ... zum Spiel:
    „Das zieht sich bereits durch die letzten Spiele. Wir machen einfach das Tor nicht. Entweder ist ein Fuß dazwischen, der Ball wird abgefälscht oder der Torwart hält überragend. Heute wäre eigentlich der Punkt verdient gewesen, wenn nicht sogar der Sieg. Es tut mir leid für die Mannschaft. Im Sport muss man immer daran glauben. Ich komme mir schon selber dumm vor, dass ich das jede Woche sage, aber so ist es nun einmal. Wenn du dich aufgibst, dann ist es zu Ende. In den letzten Spielen hat man schon gesehen, dass sich bei uns fußballerisch einiges verändert hat.“


    Huub Stevens (Trainer FC Schalke 04) ...
    ... zum Spiel:
    „Ein Sieg ist ein Sieg, aber in unserer Situation darf man keine Leichtigkeit erwarten. Das haben die Jungs heute bravourös gemeistert. Wir gucken von Spiel zu Spiel und ein Wendepunkt ist schwer zu vorherzusagen. Aber ich hoffe, dass es nun den Spielern Vertrauen gibt.“
    ... wie man sich in der Phase vorbereitet und warum die Spieler wieder Schienbeinschoner im Training tragen müssen (vor dem Spiel): „Ich habe immer gesagt, dass wir die Köpfe frei bekommen müssen. Das bekommt man, wenn man spielerische Elemente einbaut, bei denen viel Spaß und Vertrauen aufkommt. Man hofft, dass man es dann auch im Spiel umsetzen kann. Leider waren einige Spieler für die Nationalmannschaften unterwegs. Schienbeinschoner gehören beim Training dazu, denn wenn man in einen Zweikampf geht, kann man sich auch im Training verletzen.“


    Suat Serdar (Torschütze FC Schalke 04) ...
    ... zum Spiel:
    „Der Sieg bedeutet uns sehr viel. Für mich natürlich auch, denn ich habe das erste Tor für Schalke erzielt. Aber die Mannschaft steht im Vordergrund und wir haben diese drei Punkte gebraucht. Wir haben alles dafür gegeben. Entscheidend war, dass wir aggressiv gegen den Ball gearbeitet und bis zum Ende nicht aufgegeben haben. Hannover hat in der zweiten Halbzeit ordentlich Druck gemacht und wir hatten das ein oder andere Mal viel Glück. Aber ich muss auch ein Lob an Nübel aussprechen, der sehr stark gehalten hat.“


    Fredi Bobic (Vorstand Sport Eintracht Frankfurt) ...
    ... zum Spiel:
    „Natürlich sind die Offensivkräfte wichtig, aber die Null ist es auch. Das war in den letzten sechs Spielen das fünfte Zu-null-Spiel. Auch das ist ein Schlüssel, denn es ist wichtig, dass man den Laden hinten zu hat. Man muss es immer gesamtheitlich sehen und die Jungs vorne werden dafür bezahlt, Tore zu erzielen. Das machen sie Gott sei Dank und auch sie setzen sich für die Defensive ein.“
    ... über Filip Kostic: „Ich habe ihn damals schon nach Stuttgart geholt und es war ein Kampf, ihn zu bekommen. Wir haben leider nicht lange zusammenarbeiten dürfen - nur fünf Spiele. Es ist wieder schön, dass wir die Möglichkeit bekommen haben, ihn verpflichten zu können. Er hat alle Anlagen, die man braucht. Er zeigt es auch auf dem Platz und marschiert rauf und runter. Die Fleißarbeit bei ihm ist immer sehr hoch.“
    ... über Makoto Hasebe: „Er ist ein absoluter Leader und wir haben eine Verabredung im Herbst. Dann frage ich ihn, ob er sich fit fühlt und noch ein Jahr bleiben möchte. Dann schaut er mir in die Augen und sagt, dass es kein Problem ist. Dann schlagen wir ein und damit ist die Sache erledigt. Das ist faszinierend.“
    ... über Vertragsverhandlungen mit Luka Jovic: „Die Verhandlungen mit ihm sind sehr einfach, weil es noch gar keine gibt. Es ist sehr entspannt und ich freue mich einfach, dass der Junge seine Buden macht. Er ist ein richtig guter Fußballer und ein wirklich klasse Junge. Wir werden alles versuchen, die Jungs bei uns zu behalten und wir wissen auch, dass es nicht einfach sein wird.“
    ... über die Champions League: „Wenn wir die Champions League erreichen würden, wäre das natürlich ein gutes Argument für Vertragsverhandlungen. Natürlich auch für die Jungs, weil sie sportlich einen Schritt weitergehen wollen. Wenn sie den bei uns in solch einer Liga machen könnten, dann wäre das ein Riesen-Argument. Diese Tabellensituation ist sehr verlockend und das gibt uns Kraft und Stärke für die nächsten Spiele.“
    ... ob die Eintracht die Europa League gewinnen kann: „Wenn man sieht, gegen wen wir in der Europa League bereits spielen mussten, dann war es gefühlt schon wie eine Champions League. Es ist sicherlich sehr vieles möglich und es muss alles passen. Wir haben auf jeden Fall den Mut, auch rauszugehen und zu sagen, dass wir in die nächste Runde einziehen wollen. Wir wissen, dass wir am Anschlag spielen müssen. Das sind wir auch unseren Fans schuldig. Wir werden alles dafür geben, den deutschen Fußball zu vertreten. Schließlich sind wir der letzte Vertreter aus Deutschland.“


    Adi Hütter (Trainer Eintracht Frankfurt) ...
    ... zum Spiel und Filip Kostic:
    „Zuerst war es wichtig, dass wir Kostic verpflichtet haben und Bobic ihn nach Frankfurt gelotst hat. Ich habe ihn so kennengelernt, dass er nicht nur ein sehr guter Fußballer ist, sondern auch ein toller Mensch. Er hat heute mit den beiden Toren gezeigt, wie wertvoll er für diese Mannschaft ist. Ich habe Spieler gerne, die hungrig sind und nicht gerne ausgewechselt werden. Auch Ante Rebic wollte vielleicht einen Treffer erzielen, aber hat den tollen Pass auf Kostic gespielt. Letztendlich ist es mir als Trainer egal, wer die Tore macht, Hauptsache sie werden erzielt. Träumen darf man immer. Wir haben die Chance genutzt, auf Platz vier zu klettern, weil Gladbach in Düsseldorf verloren hat. Es wird zum Schluss ein beinharter Kampf.“


    Martin Hinteregger (Eintracht Frankfurt) ...
    ... zum Spiel:
    „Es läuft perfekt für uns. Wir spielen guten Fußball und machen unsere Arbeit. So kann es weitergehen und jetzt stehen wir auf Platz vier. Das ist schon richtig geil. Stuttgart hat es in der ersten Halbzeit extrem gut gemacht. Danach haben wir uns auf sie eingestellt und in der zweiten Hälfte so gespielt, wie wir uns das vorstellen. Speziell die drei Jungs vorne wollen unbedingt viele Tore schießen. Sie stacheln sich gegenseitig an und es macht Spaß, ihnen von hinten zuzuschauen – ich glaube den Zuschauern auch. Es ist noch ein weiter Weg und jetzt geht es zu einem schwierigen Spiel nach Schalke. Die aktuelle Situation ist Platz vier und das ist überragend.“


    Markus Weinzierl (Trainer VfB Stuttgart) ...
    ... zum Spiel:
    „Es war entscheidend, dass wir in der 45. Minute in Rückstand geraten. Es ist ein großer Unterschied, ob man mit einem 0:0 in die Pause geht, oder mit einem Rückstand. Das war heute der Knackpunkt, denn wir mussten mehr agieren. Das ist natürlich bitter, weil wir in der ersten Hälfte ein gutes Spiel gezeigt haben. Es geht manchmal sehr schnell, denn die Eintracht hat eine unheimliche Wucht und Schnelligkeit und dann ist es natürlich brutal schwer, zu verteidigen. Es sind noch sieben Spiele und wir wissen, dass es eine schwierige Saison ist. Es ist unheimlich bitter, dass wir nun mit einem 3:0 nach Hause fahren müssen, aber dennoch dürfen wir das Positive aus der ersten Hälfte sehen. So müssen wir über 90 Minuten agieren. Der letzte Spieltag ist in Schalke und dann heißt es nicht, dass wir automatisch ein Endspiel gegen Schalke haben. Sondern dass wir es auch am letzten Spieltag in der eigenen Hand haben, in der Liga zu bleiben und das ist das Ziel.“


    Sky Experte Dietmar Hamann …
    ... zum VfB Stuttgart:
    „Im Moment müssen sie eher in den Rückspiegel schauen, als nach vorne. Das nächste Spiel in Nürnberg wird zeigen, wo die Reise hingeht. Ich glaube, sie werden den 16. Platz mit dem FC Augsburg ausmachen.“
    ... zu Eintracht Frankfurt: „Wenn sie unter die ersten vier Mannschaften der Liga kommen, dann erhöht es natürlich die Verhandlungschancen gewaltig. Die besten Spieler wollen in der Champions League spielen und wenn sie das mit Frankfurt machen könnten, gibt es sicherlich Argumente, noch ein Jahr zu bleiben. Und dann kommt es auch auf den Preis an. Es wächst etwas heran in Frankfurt und so etwas verbindet in der heutigen Zeit. Für einen Spieler ist es etwas Wichtiges, zu sehen, dass dort eine Fangruppe ist, die hundert Prozent hinter dem Verein steht.“
    ... zu Hannover 96 (vor dem Spiel): „Wenn man die Bilder von der Hauptversammlung sieht, ist es schon schockierend. Man hat einen Mann, der bereits seit Jahrzehnten im Verein ist und immer das Beste für den Verein wollte. Man kann über Martin Kind sagen, was man will, aber das hat dieser Mann nicht verdient. Alles was er im Sinn hatte, war das Beste für Hannover 96. Sie waren, bis auf das kurze Jahr in der zweiten Liga, die vergangenen 20 Jahre Erstligist. Daran hatte er großen Anteil. Jetzt diese Szenen zu sehen, dass sein Machtverlust wie ein Siegtreffer gefeiert wird, halte ich für nicht korrekt. Ich kann mir nur vorstellen, wie es in ihm aussieht. Mir tut es leid für ihn und wie mit ihm umgegangen wird, hat er nicht verdient. Wenn Martin Kind sich irgendwann entscheiden sollte, dass Hannover 96 nichts mehr für ihn ist, dann wird man erst sehen, welchen Einfluss und welche Kraft und Energie er in diesen Verein gesteckt hat. Ich hoffe, dass sich diese Entscheidung noch weit nach hinten schiebt, denn Hannover braucht ihn mehr als er Hannover.“



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