• Eurosport Experte Sammer: „Schalke ist wichtig für die Bundesliga, aber das hat wenig mit Fußball zu tun.“
  • S04-Sportvorstand Jochen Schneider über schwierige Personalplanung: „Der Klub hat nach wie vor seine Attraktivität.“
  • Schneider über Fan-Kritik an Metzelder: „Davon macht man sich frei. Das ist hanebüchen.“
  • Eurosport Experte Sammer über Nürnberg: „Recht lebendig für einen Totgesagten.“

    München, 12. April 2019 –
    Sehr geehrte Medienpartner, anbei erhalten Sie die wichtigsten Stimmen aus dem Vorlauf der Partie 1. FC Nürnberg gegen FC Schalke 04 – das Freitagsspiel am 29. Spieltag der Fußball-Bundesliga live im Eurosport Player.


    Jochen Schneider (Sportvorstand FC Schalke 04) im Interview mit Eurosport:
    … über die aktuelle Situation:
    „Ich glaube, dass wir in den letzten Wochen stabiler geworden sind. Wir hätten gegen Leipzig einen Punkt mitnehmen können, in Hannover haben wir vielleicht ein bisschen glücklich 1:0 gewonnen, wobei wir da auch ein, zwei Konter nicht gut ausspielen in der zweiten Halbzeit. Über das Spiel letzten Samstag brauchen wir nicht reden: das war an Drama am Ende nicht zu überbieten. Wir haben Stabilität wiedergewonnen. Ich hoffe, dass wir da heute anknüpfen.“

    … über die Trainer- und Sportdirektor-Suche: „Ich glaube, dass der Klub nach wie vor seine Attraktivität hat. Das ist unbestritten. Absagen kann ich nur, wenn ich ein Angebot bekommen habe. Wir befinden uns aber noch in der Phase, wo wir Gespräche führen. Von daher gibt es keinen Grund, ungeduldig oder unruhig zu werden. Das ist ein normaler Prozess. Es galt erst einmal, eine Ist-Analyse vorzunehmen, da bin ich immer noch dabei. Parallel dazu führt man ein paar Gespräche. Bei beiden Personalien gilt: Qualität geht vor Zeit.“

    … über die Unruhe auf Schalke: „Diese Unruhe hast du immer um Traditionsvereine herum. Wenn Sie zwei Namen ansprechen: Roger Schmidt, das ist doch klar, das hat er deutlich artikuliert, hat einen Vertrag bis Jahresende. Den gedenkt er zu erfüllen, das ist ja auch gut so. Wir sprechen mit den Kandidaten, die wir auf dem Schirm haben. Da lassen wir uns nicht aus der Ruhe bringen.“

    … über das Plakat gegen Christoph Metzelder: „Wir haben unheimlich viele Zuschriften bekommen, die sagen, dass sie sich von dem Transparent distanzieren. Wir brauchen nicht drüber reden, dass das unschön ist und in einem Stadion nichts zu suchen hat. Das war die Meinung von einer kleinen Gruppierung. Das Gros der Schalke-Anhänger hat sich deutlich dagegen ausgesprochen. Das ist extrem wichtig, das zu betonen. Natürlich macht man sich davon frei. Sonst kannst du keinen Verein führen. Wenn du dich immer daran orientierst, wie die Meinung der Anhängerschaft oder nur von einem kleinen Teil der Anhängerschaft ist, das ist ja hanebüchen.“

    … über Huub Stevens: „Die Hoffnungen sind erfüllt. Er hat reingebracht, was wir uns erhofft haben. Er hat alles stabilisiert und bringt einen gewissen Zug rein. Warum soll man ihm diese Emotionen wie nach dem Spiel letzte Woche nicht zugestehen?Das ist nur menschlich. Davon lebt das Geschäft doch auch.“


    Eurosport Experte Matthias Sammer:
    … über die Ausgangslage vor dem Spiel:
    „Die Nürnberger haben damit gerechnet, dass sie bis zum Ende um die Klasse kämpfen müssen. Die Schalker suchen ihren Weg und ihre Identität, auch mit dem Trainerwechsel. Deshalb ist es eine interessante Konstellation. Schalke hat zwar in Hannover gewonnen, aber ich bin der Meinung, dass Nürnberg besser ist als Hannover.“

    … über die Situation auf Schalke: „Entspannung oder Angespanntheit haben nichts mit der Leistungsfähigkeit zu tun. Die Psychologie spielt natürlich immer eine entscheidende Rolle, aber damit wirst du auf Dauer nicht zurechtkommen. Du musst erst einmal wissen, wie die physischen Aspekte sind, wie man als Team funktioniert, wie die Taktik ist. Dann kommen Selbstvertrauen und Selbstverständlichkeit. Aber das ist ja alles nicht da. Deshalb ist es eine Situation des Ungewissen. Das spürt man bei Schalke. Alles drumherum ist unruhig.“ // „Sie fighten und kämpfen zumindest. Das werfe ich ihnen nicht vor. Entweder es wird nicht eingefordert oder sie können es nicht besser. Schalke ist wichtig für die Bundesliga, aber es hat wenig mit Fußball zu tun: kein Aufbauspiel, kaum Positionsspiel. Das ist wie Kinderfußball. Das hat nichts mit Raffinesse oder Kreativität zu tun.“

    ... über den Club: „Nürnberg steht sehr gut und stabil in der Defensive. Sie wirken kompakt. Die Sicherheit und Kompaktheit gefallen mir sehr gut. Sie sind insgesamt geschlossener und homogener. Das waren sie vielleicht auch in der Vergangenheit, zuletzt aber auch mit ein bisschen mehr Frische und Esprit. Alles was gut aussieht, überhitzt man vielleicht ein bisschen, weil sie der Underdog sind. Aber für einen Totgesagten sind sie recht lebendig.“ // „Insgesamt sind diese Euphorie und gute Stimmung für mich ein bisschen scheinheilig. Die Scheinheiligkeit, dass Ruhe herrscht, ist zwar gut, aber es ist absolute Abstiegsgefahr. Vielleicht haben sie auch nicht mit etwas anderem gerechnet. Aber eigentlich ist es eine Tragödie.“

    … über die Unruhe auf Schalke: „Die Emotionen, die es auf Schalke gibt, sind Segen und Fluch zugleich. In der Umstrukturierung muss der Verein unterscheiden, ob es wichtig ist, dass die Medien schnell jemanden präsentiert bekommen und Ruhe geben und gleichzeitig auch die Fans zufrieden sind. Aber das hat doch nichts mit Strategie zu tun. Wenn man etwas raten könnte, dann würde man sagen: eine Ist-Analyse machen und eine Strategie entwickeln, um dann zu entscheiden, welche Leute prädestiniert sind.“

    … über das Plakat gegen Christoph Metzelder: „Es brennt mir auf der Seele. Wenn die Schalker sich mit ihren Emotionen zu Metzelder äußern, dann ist das glaube ich nicht die Meinung von ganz Schalke, sondern eine emotionale Bindung. Aber da war doch mal einer, der hieß Rudi Assauer. Hat der nicht auch mal in Dortmund gespielt? Der ist auch ein Zeckenschwein.“

    … über das Titelrennen: „Ich glaube, dass Bayern aufgrund des 3:3 im Hinspiel gewarnt ist. Aber wenn eine Mannschaft mit so einer Situation umgehen kann, ist es Bayern. Deshalb glaube ich, dass sie es in Düsseldorf richten werden. Die Dortmunder müssen erst einmal das 0:5 abschütteln und eine gewisse Reaktion zeigen und das, was sie in der Saison auch gezeigt haben, präsentieren. Ob das gelingt, da bin ich gespannt. Zweifel habe ich nicht, aber ich bin gespannt.“


    Huub Stevens (Trainer FC Schalke 04) im Interview mit Eurosport:
    ... über die Niederlage gegen Frankfurt:
    „Natürlich waren die Jungs enttäuscht, aber das müssen wir nehmen wie es ist und weitermachen.“

    … über die Situation: „Wir haben noch sechs Endspiele. So einfach ist das. Das ist auch wieder ein schwieriges Spiel heute. Wir versuchen, das, was in uns steckt, zu zeigen.“

    … über Nabil Bentaleb: „Nabil hat eine gute Leistung gezeigt bei der U23 im Training. Dann ist es auch mal an der Zeit, einem Spieler eine zweite Chance zu geben. Er ist ein gutes Spieler. Vielleicht haben wir ihn heute nötig.“


    Boris Schommers (Trainer 1. FC Nürnberg) im Interview mit Eurosport:
    ... über das Spiel:
    „Ein sehr wichtiges Spiel vor einer wunderbaren Kulisse. Ein Sechs-Punkte-Spiel. Wir wollen unbedingt gewinnen und haben eine gute Chance. Wir haben in Stuttgart ein sehr gutes Spiel gemacht, wir haben uns nur nicht mit dem Sieg belohnt. Von daher hat sich an der Aufstellung nichts geändert. Wir wollen wieder offensiv agieren, den Gegner zu Fehlern zwingen und ich bin mir sicher, dass wir unsere Chancen bekommen und hoffe, dass wir sie besser nutzen.“

    … über Robert Palikuca: „Wir haben schon Kontakt gehabt. Nach den sehr intensiven letzten Wochen freue ich mich, wenn er dann da ist und wir uns austauschen können.“

    … über Schalke: „Unter Stevens haben sie sich in den vergangenen Wochen wieder organisiert. Sie stehen gut gegen den Ball. Von daher müssen wir tierisch gut aufpassen. Der Stürmer, der heute aufläuft, ist ein alter Bekannter (Guido Burgstaller, Anm. d. Red.). Es ist gut, dass wir wissen, wer da kommt. Aber es geht nicht nur um ihn. Es geht um die ganze Mannschaft.“


    Dr. Thomas Grethlein (Aufsichtsratsvorsitzender 1. FC Nürnberg) im Interview mit Eurosport:
    ... über die lange Suche nach einem neuen Sportvorstand:
    „Ich sehe nicht, dass wir handlungsunfähig waren. Es sind keine Entscheidungen nötig gewesen, die in der Aufgabe des Sportvorstands gewesen wären. Der Verein war handlungsfähig. So einen Prozess darf man nicht auf die leichte Schulter nehmen. Wir haben das sehr gewissenhaft geprüft und viele Gespräche geführt. Ich denke, wir haben alles richtig gemacht.“

    ... über Trainer Boris Schommers: „Ich habe schon immer Zutrauen zu Herrn Schommers gehabt. Er argumentiert überzeugend und hat eine gute Ansprache an die Spieler. Mich hat es nicht so sehr überrascht.“

    ... zur Frage, welches die ersten Aufgaben des neuen Sportvorstands Robert Palikuca sein werden: „Das wird er entscheiden. Ob er einen neuen Trainer sucht, kann ich nicht sagen. Er wird sich erst einmal mit Herrn Schommers beschäftigen und sich in den Verein einfinden. Das muss er jetzt live erleben. Das wird ab Montag der Fall sein.“


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