• Trainer Favre blickt nur auf die Zahlen: „Wir haben gewonnen, nur das Ergebnis zählt“
  • Starker Bürki wundert sich über Einbruch nach der Pause: „Das darf uns nicht passieren“
  • Schwarz und Mainz hadern mit verpassten Chancen: „Wir hätten es verdient gehabt“
  • „Geschwommen wie in München“: Sky Experte Matthäus bemängelt „ideen- und kraftlose“ zweite BVB-Hälfte

    Unterföhring, 13. April 2019 -
    Die wichtigsten Stimmen zum Krombacher Topspiel des 29. Spieltages der Fußball-Bundesliga zwischen Borussia Dortmund und dem 1. FSV Mainz 05 (2:1) bei Sky.


    Marco Reus (Kapitän Borussia Dortmund) ...
    ... zu Torhüter Roman Bürki:
    „Es war natürlich nicht unser Plan, dass Roman uns hier in einem Heimspiel die drei Punkte rettet. Die zweite Halbzeit war einfach schlecht, das müssen wir sagen. Keine Ahnung, warum wir da nicht mehr Fußball gespielt haben. Wir haben uns viel zu wenig bewegt und hatten ganz, ganz wenige Torchancen - für mich in der zweiten Halbzeit unerklärlich.“

    ... zum Spiel: „Wir wussten, dass wir ein Zeichen setzen müssen – für uns und auch für die Fans. Das haben wir in der ersten Halbzeit auch umgesetzt, aber mit der zweiten Hälfte können wir überhaupt nicht zufrieden sein, weil wir da nicht mehr gut Fußball gespielt haben.“

    ... zum Bruch im BVB-Spiel: „Das darf uns nicht passieren, weil Mainz eigentlich tot war. Wir hatten uns eigentlich Selbstvertrauen geholt, weil wir spielerisch ganz okay gespielt haben. Es ist für mich unerklärlich, warum wir in der zweiten Hälfte so nachlassen und Mainz das Spiel machen lassen und uns so hinten rein drängen lassen.“

    … zur zweiten Halbzeit: „Wir sind nicht mehr gut in die Zweikämpfe gekommen, weil wir Mainz das Spiel haben machen lassen. Das darf uns zu Hause einfach nicht passieren. // Wir müssen dann ehrlich sagen, dass wir das Spiel mit Hängen und Würgen gewonnen haben.“

    … zu den Erwartungen in den nächsten Spielen: „Dass ich jede Menge Einzelgespräche geführt habe, ist völlig falsch. Wir führen als Team viele Gespräche, natürlich muss ich da vorangehen. Aber wir haben genug Spieler, die auch Erfahrung haben, die auch etwas sagen können. Das teilen wir schon auf mehrere Schultern auf. Ich erwarte, dass so ein Spiel wie letzte Woche nicht noch einmal passieren kann, vor allem in der Art und Weise nicht. Wir müssen einfach versuchen, so zu spielen, wie heute in der ersten Halbzeit. Dann sind wir eine gute Mannschaft. Wenn du in der Bundesliga fünf bis zehn Prozent nachlässt, dann wird es schwierig, auch für uns. Wenn du Meister werden willst, dann musst du an deine Grenzen gehen und auch darüber hinaus.“

    … zur restlichen Saison: „Ich gehe davon aus, dass es bis zum Ende spannend bleibt. Man hat heute gesehen, dass es gegen jede Mannschaft schwer ist – auch zu Hause. Natürlich ist es irgendwann auch eine Frage des Kopfes, das spielt einfach eine Rolle. Wir haben viele junge Spieler. Ich finde, man sollte das auch nicht ausblenden, sondern man muss damit leben und dagegen ankämpfen mit einer gewissen Lockerheit und Spaß.“


    Roman Bürki (Torhüter Borussia Dortmund) …
    … zum Spiel:
    „Ich bin nicht so glücklich über das Spiel, das wir gespielt haben in der zweiten Halbzeit, vor allem die letzten 15 Minuten. Wir haben ein super Spiel gemacht von Anfang an und zwei Tore geschossen. Als Mainz das 2:1 geschossen hat, waren wir ein bisschen ängstlich. Wir haben nur noch versucht, zu verteidigen. 'Zu verteidigen' ist noch gut ausgedrückt, wir standen nur noch hinten drin und sind nicht mehr in die Zweikämpfe gekommen.“

    ... zum Bruch im BVB-Spiel: „Heute haben wir es eigentlich sehr gut verteidigt. Ich würde nicht sagen, dass die Dominanz direkt bei Wiederanpfiff weg war, sondern eher auf die letzten 15 bis 20 Minuten tippen, in denen wir wirklich fast hinten reingedrängt wurden in unserem eigenen Stadion. Wir haben ein sehr gutes Team mit guten individuellen Spielern. Leider hat uns das heute nicht viel gebracht, aber wir haben gewonnen.“

    … zu seiner Leistung: „Es ist schön, wenn man sich als Torwart auszeichnen konnte und dem Team so hilft, das Spiel zu gewinnen.“


    Lucien Favre (Trainer Borussia Dortmund) …
    … zum Spiel:
    „Wir haben gewonnen, nur das Ergebnis zählt.“

    … zu seiner Analyse: „Die erste Halbzeit war gut, wir haben mit viel Tempo gespielt. Wir haben auch in der zweiten Halbzeit mehrere Gelegenheiten, wir nutzen sie aber nicht. Mainz hat sein System gewechselt, da hatten wir Probleme das zu verteidigen, weil unsere Außenverteidiger zu häufig in Eins-gegen-Zwei-Situationen geraten sind. Das war das Problem.“


    Sandro Schwarz (Trainer 1. FSV Mainz 05) …
    … zum Spiel:
    „Es war mehr drin. In der ersten Halbzeit waren wir zu passiv, da haben wir uns selbst geschlagen und waren nicht konsequent genug, gerade bei den Gegentoren. Kurz vor der Halbzeit waren wir dann am Drücker. Die zweite Hälfte war herausragend. Wir hatten alles drin, was wir brauchen: Energie, gut verteidigt, Torchancen gehabt, Fußball gespielt. Ärgerlich, dass wir das 2:2 nicht über die Linie gedrückt haben. Trotz allem haben wir alles rausgefeuert, sind 127 Kilometer gelaufen und haben Torchancen gehabt ohne Ende.“

    … zur Leistung des BVB in der zweiten Hälfte: „Es ist nicht meine Aufgabe, Dortmund zu bewerten. Wir haben es sehr gut gemacht. Wir haben schon in der Halbzeit gesagt, dass wenn wir dranbleiben und das 2:1 machen, dann wackelt das ganze Ding hier. Wir waren gut im Spiel, wir waren griffig. Wir hätten es verdient gehabt, das muss man sagen. Am Ende ist es ärgerlich.“


    Rouven Schröder (Sportvorstand 1. FSV Mainz 05) …
    … zur Qualität der Bundesliga (vor dem Spiel):
    „Ich glaube, wir müssen uns nicht so viele Sorgen machen. Das Spiel der Dortmunder in München muss man so ein bisschen ausgrenzen, weil Dortmund an dem Tag nicht auf dem Platz war, so wie sie es sich vorgestellt haben. Bayern München ist trotzdem der Branchenprimus, Dortmund ist der Herausforderer. Die Bundesliga hat nicht an Qualität verloren. Es ist einfach so, dass die Premier League an Qualität zugelegt hat.“

    … zu den Personalwechseln in der Bundesliga (vor dem Spiel): „Es ist im Moment so, dass sehr, sehr viele Personen gehandelt werden. Sehr viele Entscheidungen werden für mich frühzeitig getroffen. Es entsteht eine Sogwirkung. Du hast mittlerweile nicht nur den Trainer, sondern auch den Sportvorstand oder den Manager, die gleichzeitig mitgehen müssen, wenn gewisse Entwicklungen nicht kommen. Das finde ich schon bedenklich. Das, was anschließend folgt, ist häufig nicht besser als das, was vorher da war.“


    Sebastian Kehl (Leiter Lizenzspielerabteilung Borussia Dortmund) ...
    … zur Aufarbeitung des Bayern-Spiels (vor dem Spiel):
    „Natürlich haben wir das Spiel vernünftig und kritisch analysiert und viele Gespräche geführt. Und dann muss man irgendwann schnell den Hebel wieder umlegen und den Blick auf das Spiel gegen Mainz richten. Wir haben weiterhin alle Möglichkeiten. // Es ist jetzt ein spezieller Moment, in dem es auch die Ansprache in der Kabine braucht. Jeder trägt seinen Teil dazu bei, dass wir die Niederlage abhaken, dass wir wieder in die Spur kommen, und dass der Glaube wieder zurückkommt. Der muss wieder da sein. So schlecht, wie wir in München gespielt haben, sind wir weiß Gott nicht.“

    … zu den Meister-Chancen (vor dem Spiel): „Wir haben den Blick wieder nach vorne gerichtet. Wir sind davon überzeugt, dass in dieser Saison noch alles drin ist. Die Bayern sind auch nicht so stabil, das haben sie in den letzten Wochen häufiger gezeigt. Aber wir müssen unsere Hausaufgaben machen.“


    Sky Experte Lothar Matthäus ...
    ... zur Leistung des BVB:
    „Die zweite Hälfte war absolut schwach, sie war kraftlos und ideenlos. Es war kein Konzept festzustellen. Hinten haben sie geschwommen, wie in München in der vergangenen Woche. Mainz war drauf und dran, mindestens einen Punkt mitzunehmen. Dortmund macht einen müden und kaputten Eindruck.“


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