Hennef/Köln, 29. April - Premiere zum DFB-Pokalfinale der Frauen am 1. Mai 2019 in Köln: Im Rahmenprogramm vor dem Endspiel bestreiten vier Frauenfußball-Mannschaften aus Werkstätten für behinderte Menschen ein Turnier. Der Sieger qualifiziert sich für die von der DFB-Stiftung Sepp Herberger organisierte Deutsche Meisterschaft im September in Duisburg.

Premiere zum DFB-Pokalfinale der Frauen zwischen dem VfL Wolfsburg und dem SC Freiburg am 1. Mai 2019 (Anstoß 17.15 Uhr): Im Rahmenprogramm werden erstmals vier Teams am NRW-Ausscheid für Frauenmannschaften aus Werkstätten für behinderte Menschen teilnehmen. Unterstützt wird die Veranstaltung durch die DFB-Stiftung Sepp Herberger, den Fußball-Verband Mittelrhein sowie die Landesarbeitsgemeinschaft der Werkstätten für behinderte Menschen in Nordrhein-Westfalen. Um den Titel spielen werden die SG Bottrop Bocholt, die ISG Eben-Ezer Lemgo, Hephata Mönchengladbach und Integra Bielefeld. Das Siegerteam qualifiziert sich für die Deutsche Meisterschaft, die am 16. September 2019 in der Sportschule Duisburg-Wedau ausgetragen wird.

Seit dem Jahr 2000 lädt die Sepp-Herberger-Stiftung in Kooperation mit der Bundesarbeitsgemeinschaft Werkstätten für behinderte Menschen, dem Deutschen Behindertensportverband sowie Special Olympics Deutschland alljährlich 16 Männer-Mannschaften sowie derzeit acht Frauen-Teams mit rund 300 aktiven Spielerinnen und Spielern zu dieser nationalen Endrunde ein. Auf einem Kleinfeld (60 x 40 m) im Modus 7 gegen 7 wird der Deutsche Meister ausgespielt.

DFB-Pokalfinale der Frauen ist der perfekte Anlass

„Bisher war es im Frauenbereich zumeist so, dass sich alle Mannschaften automatisch für die Endrunde qualifizierten“, sagt Nico Kempf, stellvertretender Geschäftsführer und Projektleiter bei der DFB-Stiftung Sepp Herberger. „Jetzt haben wir in Nordrhein-Westfalen erstmals die Situation, dass wir tatsächlich ein Ausscheidungsturnier anbieten können. Und das DFB-Pokalfinale der Frauen ist dafür der perfekte Anlass. Alle Teilnehmerinnen können sich im Anschluss an das Turnier das Endspiel live im Stadion anschauen.“

Kempf freut sich über die wachsende Fußballbegeisterung in den Werkstätten: „Die steigenden Mannschaftszahlen zeigen uns, dass auch immer mehr Frauen in den Werkstätten für behinderte Menschen fußballbegeistert sind. Ich wünsche mir, dass die teilnehmenden Spielerinnen auch in einem Klub in ihrer Nähe ihrem Sport nachgehen können. Es gibt kaum einen besseren Weg, als die Menschen mit Behinderungen über die Gemeinschaft eines Vereins in die Gesellschaft zu integrieren.“

Sport spielt in den bundesweit rund 700 Werkstätten eine wichtige Rolle

Sport spielt in den bundesweit rund 700 Werkstätten für behinderte Menschen eine wichtige Rolle. Gerade der Fußball habe hier eine besondere Bedeutung betont Kempf: „Bisher war das in erster Linie eine Männerdomäne. Es ist gut, dass es uns jetzt nach und nach gelingt, das aufzubrechen, um auch den Frauen mit Handicaps die Teilnahme an der Meisterschaft und das aktive Sporttreiben zu ermöglichen.“ Perspektivisch sollen künftig in allen Bundesländern Qualifikationsturniere ausgetragen werden. Der Anfang ist gemacht.

Weitere Informationen zum Werkstatt-Fußball unter www.fussball-wfbm.de