• Thomas Müller formuliert klaren Auftrag: „Nicht nur das Double, sondern drei überzeugende Siege“
  • Stuttgarts Aogo sauer nach nicht gegebenem Elfmeter: „Für was sitzen die im Keller?“
  • Wolfsburgs Arnold rechnet vor: „Zwei Siege und wir sind in Europa“
  • Sky Schiedsrichter-Experte Merk: „Rekik geht da hin, als wäre er selbst der Torwart“

    Unterföhring, 04. Mai 2019 -
    Die wichtigsten Stimmen zu den Samstagnachmittagspartien des 32. Spieltages der Fußball-Bundesliga bei Sky.

    Niko Kovac (Trainer FC Bayern München) …
    … zum Handelfmeter für Hannover:
    „Ich verstehe es nicht mehr, aber man muss die Schiedsrichter in Schutz nehmen. Sie müssen die Regeln umsetzen, die ihnen gegeben werden. Aber es gibt eine unterschiedliche Handhabung. Ich habe die Szene in Berlin gesehen, unter der Woche gab es in der Champions League auch so etwas. Wir müssen nur noch üben, wie wir an den Strafraum gehen und dann schießen wir jemandem an die Hand. Gar nicht mehr flanken, wir müssen gar nicht mehr schauen, wo unser Mann steht. Dann üben wir Elfmeterschießen. Wir müssen es zurückdrehen, wie es war. Absichtlich, unabsichtlich, dann geht es weiter. Das war viel besser als jetzt.“


    Thomas Müller (FC Bayern München): „Wir wollen nicht nur das Double holen, wir wollen die drei Spiele gewinnen, überzeugend auftreten und es einfach super positiv beenden. Wir haben uns aus dem Loch im Herbst herausgezogen, dafür wollen wir uns jetzt auch belohnen.“


    Arjen Robben (FC Bayern München) …
    … zu seinem Comeback:
    „Ich bin sehr dankbar. Das ist das einzige Wort, das bei mir hochkommt: Dankbarkeit. Ich habe dafür alles gemacht, gekämpft um wieder auf den Rasen zurückzukommen. Nach dem 2:0 dachte ich, es wird ein schöner Nachmittag und ich kriege viel Spielzeit. Am Ende waren es dann nur vier Minuten. Aber dennoch empfinde ich Dankbarkeit.“

    … zum Freistoß kurz vor Schluss: „Alle haben gesagt ich soll schießen. Das war ein Geschenk der Mannschaft, super, dass sie das so machen.“

    … zu seinen persönlichen Zielen im Saisonendspurt: „Wir haben noch viel vor als Mannschaft, ich habe auch selbst noch was vor. Ich habe immer gesagt, ich komme zurück, um auf dem Platz zu stehen, nicht nur um den Fans zuzuwinken. Ich fühle mich gut, das muss ich jetzt zeigen. Da geht noch was.“


    Matthias Ostrzolek (Hannover 96) …
    … zum Platzverweis gegen Jonathas:
    „Es ist extrem bitter. Als wir das 2:1 machen und gerade Selbstvertrauen sammeln, werden wir mit der Unterzahl bestraft. Ich finde schon, der Schiri hätte mehr Fingerspitzengefühl zeigen können.“

    … zum Handelfmeter: „Er hat die Arme schon vom Körper abgehoben. Aber wenn er keinen Elfmeter gibt, ist es keine Fehlentscheidung, die der Videoassistent ändern müsste. Wenn er pfeift, hätte ich es aber auch nicht abgeändert. Es war eine 50:50-Entscheidung.“

    … zum Abstiegskampf: „Wir werden alles tun, was wir in den letzten Wochen schon gemacht haben, um die zwei Spiele zu gewinnen. Was andere machen, können wir nicht beeinflussen. Wir werden versuchen, die sechs Punkte zu holen. Dann werden wir sehen, was möglich ist. Solange es möglich ist, werden wir als Mannschaft alles tun.“


    Linton Maina (Hannover 96) …
    … zum Spiel:
    „Wir haben nicht wirklich Zugriff bekommen. Sie haben es über Außen stark gemacht. Wir haben uns in der zweiten Halbzeit aber gefangen und es gut gemacht, aber mit der Gelb-Roten Karte und dem einen Mann weniger wurde es noch schwerer.“

    … zum Abstiegskampf: „Wir wissen, was wir zu tun haben. Wir müssen beide Spiele gewinnen, Stuttgart beide verlieren. Am besten schießen wir viele Tore. Dann ist es immer noch möglich, die Relegation zu schaffen.“


    Thomas Doll (Trainer Hannover 96) …
    … zum Platzverweis:
    „Das kann ich anders lösen bei einer Mannschaft, die ums Überleben kämpft. Das habe ich dem Schiri auch gesagt. Wenn er die erste Gelbe nach dem Elfmeter gibt, okay. Aber bei der zweiten Aktion gegen Joshua drücke ich mal ein Auge zu. Er fehlt uns nächste Woche auch im wichtigen Spiel zu Hause. Da sieht man, auf Platz 18 hat man null Kredit, das ist schade.“


    Nico Willig (Interimstrainer VfB Stuttgart) …
    … zum nicht gegebenen Handelfmeter:
    „Alle Fans sind sich da einig, dass das ein ganz klarer Handelfmeter ist. Ich weiß nicht, was da im Keller ist. Keinen Vorwurf an den Schiedsrichter, aber im Keller muss man da eingreifen. Das geht nicht anders.“

    … zum Abstiegskampf: „Es war von Anfang an der klare Blick, in die Relegation zu kommen. Wir haben heute ein Spiel verloren, aber mehr ist noch nicht passiert. Wir haben noch zwei Chancen, auf diesen Platz zu kommen und uns diese Spiele zu sichern.


    Dennis Aogo (VfB Stuttgart) …
    … zum nicht gegebenen Handelfmeter:
    „Für was sitzen die im Keller? Es war schwer zu sehen, auch ich habe es erst nicht gesehen. Aber genau für solche Fälle haben wir den Videoschiedsrichter und dass er in solchen Situationen nicht einschreitet, ist ein absolutes Rätsel. Der Schiedsrichter ist nicht da, um zu reagieren, wenn jemand oder niemand protestiert, sondern er ist da, um für Gerechtigkeit zu sorgen. Und das hat er ganz klar verfehlt.“

    … zum Abstiegsfinale: „Zumindest hinter uns haben beide verloren, das ist beruhigend. Aber wir müssen schauen, dass wir unsere beiden Spiele gewinnen, damit wir mit dem Selbstvertrauen in die Relegationsspiele gehen können. Wir müssen alles reinlegen.“


    Marc Oliver Kempf (VfB Stuttgart): „Wir können nicht mehr aus eigener Kraft direkt drin bleiben, deswegen hoffen wir, dass wir in die Verlängerung gehen und in den beiden Spielen alles klar machen und dann feiern.“


    Pal Dardai (Trainer Hertha BSC Berlin) …
    … zum nicht gegebenen Handelfmeter:
    „Das hat keiner mitgekriegt. Ich sehe es jetzt zum ersten Mal, kein Spieler, kein Trainer hat mir etwas gesagt. Das sieht nicht gut aus.“


    Boris Schommers (Interimstrainer 1. FC Nürnberg): „Wir sind nicht abgestiegen, wir sind noch im Rennen. Wir haben eine Chance liegen lassen, aber haben noch zwei Chancen und schauen, dass wir dann zwei Wochen nach Vereinsgründung noch das Wunder schaffen.“


    Hanno Behrens (Kapitän 1. FC Nürnberg): „Wir haben schon lange Druck. Wir waren schon weg, jetzt brauchen wir zwei Siege. Es gibt keine Ausrede mehr, alles andere hilft nicht. Wir werden Gas geben, im Fußball hat es alles gegeben, vielleicht klappt es noch.“


    Christian Mathenia (Torwart 1. FC Nürnberg): „Wir haben ein Endspiel verloren, Gladbach wird auch schwer sein, aber wir werden alles dafür geben. Die Fans geben nicht auf, warum sollen wir es als Mannschaft machen? Der Charakter in der Mannschaft ist unglaublich, den versuchen wir nächste Woche mit aller Leidenschaft auf den Platz zu bringen.“


    Felix Klaus (Torschütze VfL Wolfsburg): „Wir können besser Fußball spielen, aber das ist uns völlig egal. Wir haben die drei Punkte. Nürnberg war ein unangenehmer Gegner, es geht um viel für die. Wir haben 2:0 gewonnen, alles super.“


    Maximilian Arnold (VfL Wolfsburg) …
    … zum Kampf um Europa:
    „Sechs Punkte sind noch zu holen. Wenn wir beide Spiele gewinnen und die sechs Punkte holen, sind wir drin.“


    Bruno Labbadia (Trainer VfL Wolfsburg) …
    … zu seiner Zukunft:
    „Ich kann mir sehr gut vorstellen, ins Ausland zu gehen, aber ich kann mir auch vorstellen, mit meiner Familie die Zeit zu verbringen. Ich bin immer noch absolut im Jetzt und so happy, dass ich Trainer von dieser Mannschaft sein darf.“


    Julian Nagelsmann (Trainer TSG 1899 Hoffenheim) …
    … zum Spiel:
    „In vielen Situationen hat etwas Ruhe gefehlt. Wir haben alle Abschlusssituationen direkt genommen, wir hätten fast immer Raum für einen zweiten Kontakt gehabt.“

    … zum Ausgleich: „Das zweite Tor kriegen wir, weil wir mit dem Spieler Traore wieder nicht mitlaufen und ihn hinter die Kette laufen lassen.“


    Kerem Demirbay (TSG 1899 Hoffenheim): „Man kann jetzt bei der Chancenverwertung anfangen, aber man kann auch beim 2:2 aufhören, als wieder einer mit seinem Gegenspieler nicht mitläuft.“


    Josip Drmic (Torschütze Borussia Mönchengladbach): „Wenn man sich die Tabelle anschaut, ist es sehr wichtig. Wir hatten in der Vergangenheit nicht viele gute Spiele, so ein Erfolgserlebnis tut gut. Das nehmen wir mit.


    Sky Experte Christoph Metzelder …
    … zum Handspiel von Boateng:
    „Es ist der Versuch, den Arm wegzuziehen. Im selben Spiel macht Ostrzolek dasselbe, da gibt es keinen Elfmeter. Das ist nicht mehr zu verstehen.“

    … zu den Chancen auf den Klassenerhalt für Nürnberg: „Es kann nur noch ein Wunder passieren. Sie bemühen sich, haben unter Boris Schommers gute Spiele gezeigt, aber es reicht nicht, um Spiele zu gewinnen. Drei Auswärtspunkte in der Saison sind zu wenig.“


    Sky Experte Reiner Calmund …
    … zum Kampf Nürnberg gegen Stuttgart um die Relegation:
    „Es sind zwar nur noch zwei Spiele, aber man hat schnell mal zwei Spiele hintereinander gewonnen. Stuttgart hat sicher das bessere Spielermaterial, aber die Spiele gegen Wolfsburg, die nach Europa wollen, und dann auf Schalke sind nicht einfach. Man hat in der Bundesliga schon alles gesehen.“


    Sky Schiedsrichter-Experte Markus Merk …
    … zu den Handspiel-Situationen:
    „Es war ganz krass an diesem Nachmittag. So viele Szenen und dann so unterschiedliche Bewertungen. Rekik geht da hin, als wäre er selbst der Torwart. Das ist eine eklatante Fehlentscheidung. Bei Boateng ist der Arm angelegt, er dreht sich weg und kann nichts anders machen. Ich möchte so einen Elfmeter nicht gepfiffen sehen. Der Schiedsrichter sagt Boateng, er hätte den Ellbogen weit abgespreizt. So war es aber nicht.“


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