München, 06. Mai 2019 - Mit über 120.000 Teilnehmern weltweit, über eine Million zurückgelegte Kilometer und insgesamt über 3,5 Millionen Euro Spendeneinnahmen setzte der Wings for Life World Run 2019 am ersten Mai-Sonntag einmal mehr ein Zeichen für die Rückenmarksforschung.

Der globale Sieger heißt in diesem Jahr Ivan Motorin. Der Russe ging in Izmir, Türkei, an den Start und wurde erst nach unglaublichen 64,3 Kilometern von der fahrenden Ziellinie, dem Catcher Car, eingeholt. Platz 2 und 3 sicherten sich David Schönherr (62,6 Kilometer) und Florian Neuschwander (61,5 Kilometer), die beide in München antraten - für Schönherr bedeutet das den nationalen Sieg in Deutschland. Den vierten Platz global sicherte sich Andreas Straßner in Rio de Janeiro. In der Frauenwertung kürte sich Nina Zarina, ebenfalls aus Russland, im schweizerischen Zug zum weiblichen globale n Champion. In München wurde als letzte Frau die Kroatin Nikolina Sustic eingeholt.

Deutschlandweit gab es insgesamt über 30 App Runs, einer davon der Wings for Life Vertical App Run powered by Salomon und Suunto in Bad Reichenhall. 78 Trailrunner mussten dort sogar gegen Schneefall anlaufen. Zudem wurde ein weiterer Meilenstein in der Wings for Life Forschung gesetzt: der Schweizer David Mzee sorgte in Zug für eine medizinische Sensation. Nach einer fast 10-jährigen Querschnittslähmung lief er am Sonntag eigenständig knapp 30 Minuten der Strecke.

Der Startschuss fiel für alle Teilnehmer weltweit zum exakt gleichen Zeitpunkt, in Deutschland um 13 Uhr Ortszeit. Von Brasilien bis Georgien, von Deutschland bis Südafrika: Weltweit nahmen am Sonntag über 120.000 Teilnehmer auf allen sechs Kontinenten am Wings for Life World Run teil, um für die zu laufen, die es selbst nicht können. In jeglichen Zeit- und Klimazonen, vom Hobbyläufer bis zum Profisportler, wurde der Wettkampf gegen die fahrende Ziellinie, das Catcher Car, angetreten. Die Zahlen allein in diesem Jahr sprechen für sich: weltweit 1.103.276 zurückgelegte Kilometer und über 3,5 Millionen Euro Start- und Spendengelder für die Wings for Life Stiftung, die es sich zum Ziel gemacht hat, Querschnittslähmung heilbar zu machen.

Für die größte Überraschung des Tages sorgte Ivan Motorin, der in Izmir an den Start ging. Erst nach unglaublichen 64,3 Kilometern wurde er von der mobilen Ziellinie eingeholt. Damit krönte sich der Russe erstmals zum globalen Wings for Life World Run Sieger. Globale Siegerin kann sich 2019 Nina Zarina (RUS) nennen, die im schweizerischen Zug 53,7 Kilometer zurücklegte.

Drei der vier besten Läufer kommen aus Deutschland

In München wollte das Wetter bei der sechsten Auflage des Wings for Life World Run nicht ganz mitspielen. Doch auch von kühlen Temperaturen ließen sich die 12.000 angemeldeten Teilnehmer nicht abhalten, den Wettlauf gegen das Catcher Car anzutreten. Damit verbuchte München absoluten Anmelderekord. Streckenrekorde konnten 2019 nicht erwartet werden, denn dieses Jahr wurde das Catcher Car erstmals früher schneller und verlangte von den Teilnehmern noch mehr Willenskraft und Durchhaltevermögen.

Nationaler Sieger des Münchner Wings for Life World Run ist David Schönherr (GER), der sich mit 62,6 Kilometern zudem Platz 2 in der globalen Wertung sichern konnte. "Ich kann selbst gar nicht glauben, was ich heute geschafft habe. Eigentlich bin ich Marathonläufer und kein Ultraläufer, unglaublich zu welcher Leistung mich das Catcher Car gebracht hat". Als beste Frau in München lief Nikolina Sustic mit 52,9 Kilometern zum nationalen Sieg. Die kroatische Langstreckenläuferin hatte bereits große Ambitionen angekündigt und freute sich, dass sich der Traum vom Titel erfüllt hat. Global kann sie sich damit Platz 3 in der Gesamtwertung der Frauen sichern.

Ultrarunner Florian Neuschwander gab auf den letzten Kilometern nochmal Gas und wurde nach einem furiosen Endspurt nach fantastischen 61,5 Kilometern vom Catcher Car eingeholt. Neben Platz 2 und Platz 3, geht auch der vierte Platz global an einen Deutschen: Andreas Straßner, nationaler Sieger 2018 in München, trat dieses Jahr in Rio de Janeiro an und sicherte sich dort prompt den brasilianischen Sieg.

Zahlreiche Prominente in München am Start

Seite an Seite mit den Teilnehmern, liefen dieses Jahr auch einige prominente Gesichter beim Wings for Life World Run mit. Wiederholungstäter Harry G ging zum zweiten Mal an den Start und konnte seine Leistung aus 2017 nochmal verbessern: "Es war wieder einmal geil! Ich bin insgesamt 21 Kilometer gelaufen, das ist einigermaßen schnell. Der Wings for Life World Run macht mir immer wieder Spaß, weil man an seine Grenzen kommt.", so der Comedian. Außerdem am Start waren unter anderem Schauspieler Samuel Koch und Skispringer Andreas Wellinger. Moderator Kai Pflaume und Ex-Rennradfahrerin Kristina Vogel waren als Unterstützer der Wings for Life Stiftung in München vor Ort.

Laufen extrem beim Wings for Life Vertical App Run in Bad Reichenhall

Der wohl steilste und steinigste Wings for Life App Run fand in Bad Reichenhall statt. Beim Wings for Life Vertical App Run powered by Salomon und Suunto, wurde von den Trailrunnern ein besonderes Maß an Durchhaltevermögen rund um den Dötzenkopf gefordert. Lokalmatador und Profi-Bergläufer Philipp Reiter freute sich über alle Teilnehmer, die selbst dem leichten Schneefall in höheren Lagen trotzten: "Als Host und Bad Reichenhaller freue ich mich sehr, dass der Wings for Life Vertical App Run bei mir im erweiterten Garten stattgefunden hat. Ich habe mich riesig über die vielen motivierten Läufer, die nicht flach laufen wollten, gefreut.", so Philipp Reiter nach dem Lauf. Auch für den Oberbürgermeister der Stadt Bad Reichenhall war der Lauf ein besonderes Highlight: "Da ich selbst begeisterter Läufer bin, freut es mich natürlich umso mehr, dass solch eine großartige Veranstaltung nach Bad Reichenhall gekommen ist.", so Dr. Herbert Lackner. Für jeden gelaufenen Höhe nmeter aller Teilnehmer spendete die Stadt Bad Reichenhall einen Cent an die Wings for Life Stiftung.

Meilenstein der Wings for Life Forschung

Für eine medizinische Sensation sorgte der Schweizer David Mzee in Zug. Nach einer fast 10-jährigen Querschnittslähmung, lief er heute eigenständig 30 Minuten der Strecke. Dieser historische Moment, verdeutlichte, welche bahnbrechenden Fortschritte die Wings for Life Stiftung Jahr für Jahr in der Rückenmarksforschung macht. "Vor neun Jahren wurde mir gesagt, dass ich nie wieder laufen werden kann. Heute zu Fuß dieses Rennen angetreten zu sein, bedeutet mir alles", so Mzee.

Der Wings for Life World Run findet nächstes Jahr am Sonntag, den 3. Mai 2020 statt. Wer als Erstes Informationen zu Locations und Anmeldungen bekommen möchte, trägt sich am besten für den Newsletter unter www.wingsforlifeworldrun.com ein.

ERGEBNISSE WINGS FOR LIFE WORLD RUN 2019

Globale Gesamtwertung, Männer

1. Ivan Motorin (RUS), Izmir, 64,3 Kilometer
2. David Schönherr (GER), München, 62,6 Kilometer
3. Florian Neuschwander (GER), München, 61,5 Kilometer
4. Andreas Straßner (GER), Rio de Janeiro, 61,2 Kilometer

Globale Gesamtwertung, Frauen
1. Nina Zarina (RUS), Zug, 53,7 Kilometer
2. Dominika Stelmach (POL), Rio de Janeiro, 53,5 Kilometer
3. Nikolina Sustic (CRO), München, 52,9 Kilometer

Hinweis für Redaktionen
Weitere Informationen gibt es unter www.wingsforlifeworldrun.com
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