• Dortmund noch im Titelrennen – Watzke: „Druck wandert Richtung Süden“
  • Bayern-Trainer Kovac unbesorgt: „Wir machen das“
  • Stuttgart sichert Relegation: „Wollen die Klasse noch retten“
  • Leverkusen verschenkt wichtige Punkte: „Enttäuschung ist da“

    Unterföhring, 11. Mai 2019 -
    Die wichtigsten Stimmen zu den Samstagnachmittagspartien des 33. Spieltages der Fußball-Bundesliga bei Sky.


    Niko Kovac (Trainer FC Bayern München) ...
    ... zur verpassten Titelentscheidung:
    „Ich habe das Ergebnis erst nach dem Schlusspfiff mitbekommen. Die Bundesliga ist sehr spannend, es geht in den letzten Spieltag. Aber Kompliment an meine Mannschaft, ab der 20. Minute waren wir dominant, haben nichts zugelassen und die Stärken der Leipziger ausgeschaltet. Leider haben wir uns nicht belohnt, aber das haben wir uns für nächste Woche aufgehoben.“

    ... zur knappen Abseitsposition beim vermeintlichen Führungstor durch Leon Goretzka: „Wir sehen immer nur Linien, ich bin ja ein Befürworter davon, aber vielleicht sollte man da eine Wand hochziehen, um zu sehen, ob oben nicht auch was ist. Es ist schade, weil wir die klar bessere Mannschaft waren, aber wir spielen jetzt zu Hause, da werden wir es machen.“

    ... zur Verletzung von Thiago: „Er hatte etwas am Knie gespürt. Er hatte keine Schmerzen, aber ein komisches Gefühl. Es war nicht, wie es sein soll, darüber hat er sich geärgert.“

    … zum Endspiel gegen seinen ehemaligen Klub Eintracht Frankfurt: „Darauf können wir keine Rücksicht nehmen. Ich habe mich über die Leistung meiner Ex-Spieler in London gefreut, aber wir müssen unsere Hausaufgaben machen. Ich glaube, dass die Stimmung richtig toll sein wird. Wir haben ein Endspiel, das haben die Münchner seit Jahren und Jahrzehnten nicht mehr gehabt. Die Fans werden Stimmung machen, das bedeutet bei uns, dass wir Wille und Leidenschaft zeigen werden.“


    Karl-Heinz Rummenigge (Vorstandsvorsitzender FC Bayern München) …
    … zum Spiel:
    „Wir hätten hier heute gerne gewonnen, die Mannschaft hat ein großartiges Spiel abgeliefert. Wir müssen mit dem Punkt zufrieden sein, aber der verschlechtert nicht unsere Situation. Wenn wir so gegen Frankfurt spielen, haben wir gute Chancen. Man hat gesehen, dass die Mannschaft gewinnen will, der Spirit war großartig. Wir haben Chancen herausgespielt, leider keine verwerten können. Das ist alles schon okay, wie die Mannschaft das gemacht hat.“

    … zum spannenden Finale: „Es geht emotional zu, das haben sich alle Fans in der Republik gewünscht. Wir haben es sechs Jahre sehr entspannt gehabt, jetzt haben wir es nächste Woche spannend. Mit Frankfurt kommt eine Mannschaft, die eine gute Saison gespielt hat. Aber das gilt auch für Dortmund, die ein schweres Spiel in Gladbach haben.“

    … zu seinen Äußerungen über Kovac: „Ich habe überhaupt kein Problem mit Niko Kovac. Bei Bayern München müssen Spieler, Management und Trainer erfolgreich abliefern und das gilt für alle. Ich bin überzeugt, Niko wird nächste Woche seinen ersten Titel holen und dann werden wir gemeinsam feiern.“

    … zum Erfolgsdruck bei Bayern: „Wir müssen dafür sorgen, dass die Spannung in der Mannschaft erhalten bleibt und dass die Erfolge bei Bayern München so kontinuierlich bleiben, wie in den vergangenen 20, 30 Jahren. Jeder, der bei Bayern gespielt hat, weiß, du musst einfach in gewisser Kontinuität diese Leistung bringen. Das werden wir schon hinkriegen.“

    … zum Wiedersehen mit Bundestrainer Joachim Löw in Leipzig: „Es gab ein herzliches Grüß Gott. Wir haben ja gar kein Problem mit Joachim Löw, die sportliche Entscheidung, drei unserer Spieler nicht mehr zu nominieren, will ich gar nicht kritisieren. Das Wie und Wo hat Anlass zur Kritik gegeben. Das weiß er heute auch, dass man das hätte besser machen können.“


    Sebastian Kehl (Leiter Lizenzspielerabteilung Borussia Dortmund): „Es ist alles noch drin. Die Bayern haben gegen Frankfurt ein Heimspiel, aber die Frankfurter brauchen die drei Punkte, um im Geschäft zu bleiben. Wir haben ein Auswärtsspiel in Gladbach, das auch nicht einfach wird. Es wird ein interessanter Spieltag, aber ich glaube, für die Bundesliga insgesamt ist es super spannend. Unser Ziel war es, es bis zum Schluss offen zu halten. Wir glauben noch fest dran, aber Bayern muss Federn lassen.“


    Christian Pulisic (Torschütze Borussia Dortmund): „Wir glauben immer dran. Wir müssen nächste Woche alles geben, um das Spiel zu gewinnen. Es hängt davon ab, was Bayern macht, wir können nur uns kontrollieren. Der Trainer hat uns klar gesagt, dass wir noch die Chance haben. Wir werden sehen, ob es reicht.“


    Thomas Delaney (Torschütze Borussia Dortmund): „Es ist nicht mehr in unseren Händen. Wir müssen gewinnen, ganz einfach, dann schauen wir, was passiert. Aber Bayern ist in einer besseren Position. Ich sehe die Chance ganz klein, aber hoffe natürlich, dass etwas passiert.“


    Lucien Favre (Trainer Borussia Dortmund): „Wir müssen in Gladbach gewinnen und hoffen, dass Frankfurt in München gewinnt. Wir haben nur diese Chance.“


    Hans-Joachim Watzke (Geschäftsführer Borussia Dortmund): „Die Mannschaft hat heute brutalen Druck gehabt, aber der Druck wandert nach Süden. Wir haben alles geliefert diese Saison, was man liefern konnte. Es gibt für uns keinen Druck mehr, das ist eine Phantomdiskussion.“


    Thomas Doll (Trainer Hannover 96): „Ich war gerade bei den Jungs, wir wissen alle, dass wir nicht heute abgestiegen sind. Heute haben die Jungs ein klasse Spiel gemacht, sie standen mit dem Rücken zur Wand. Aber leider hat es nicht geklappt.“


    Hendrik Weydandt (Hannover 96): „Ich glaube, das dauert, bis man sowas verarbeitet oder versteht. Es ist an Ironie kaum zu übertreffen. Wir machen das beste Spiel und am Ende heißt es, ihr seid abgestiegen. Das ist ein ganz komisches Gefühl.“


    Marvin Bakalorz (Kapitän Hannover 96) …
    … zur Reaktion der Fans nach dem Abpfiff:
    „Hannover ist eine Fußballstadt, die Fans haben uns über weite Strecken super unterstützt. Das war jetzt nochmal Gänsehaut.“


    Martin Kind (Geschäftsführer Hannover 96) …
    … zur Frage, ob Sportdirektor Jan Schlaudraff auch Sportvorstand werden könnte:
    „Es gibt viele Optionen, aber dafür müsste man die Struktur deutlich modifizieren. Wir sind offen für einen Neuanfang, wie der sich darstellen wird, kann ich nicht beantworten.“

    … zur Zukunft von Trainer Doll: „Wir haben besprochen, dass wir uns nach dem letzten Spiel zusammensetzen und kritisch und selbstkritisch die Gesamtsaison und die Phase seiner Verantwortung analysieren. Dann werden wir zu einer Entscheidung kommen.“


    Christian Streich (Trainer SC Freiburg): „Wir waren zu langsam in allen Bereichen, da sehen wir ja, auf welcher Messers Schneide wir uns bewegen. Stellen Sie sich vor, Bebou und Füllkrug hätten sich nicht verletzt. Der Thomas Doll wechselt einen brasilianischen Nationalspieler ein. Ich will nichts entschuldigen, ich bin verantwortlich. Aber Messers Schneide sage ich nur.“


    Mike Frantz (SC Freiburg): „Wir haben in dieser Saison viele Körner gelassen. Heute waren wir immer schritt zu spät gewesen, ist aber auch normal wenn man sein ziel erreicht hat, aber trotzdem anders präsentieren.“


    Christian Mathenia (Torwart 1. FC Nürnberg): „Wir haben immer unser letztes Hemd auf dem Platz gegeben, von der Mentalität kann man uns in keinem Spiel etwas vorwerfen. Das ist eine gute Basis für den Abstiegskampf, aber in der Bundesliga gehört mehr dazu. Es ist auch nicht normal, wie die Fans mit uns umgegangen sind, ein großes Danke an alle.“


    Robert Palikuca (Sportvorstand 1. FC Nürnberg) …
    … zum Kader für die zweite Liga:
    „In der zweiten Liga kann man auf die Jungs bauen. Sie sind schon einmal aufgestiegen, viele haben eine hohe Qualität für die zweite Liga. Dieses Grundgerüst werden wir verwenden und uns drumherum verstärken.“

    … zur Frage, wann der neue Trainer vorgestellt wird: „Nächste Woche.“


    Boris Schommers (Trainer 1. FC Nürnberg) …
    … zur Frage, ob er sich noch Hoffnungen auf einen Dauerbeschäftigung macht:
    „Das ist ja völlig irrelevant, ich finde es auch unangebracht, über einzelne Personen zu sprechen. Das Entscheidende ist, dass der Club abgestiegen ist. Nächste Woche wird es eine Entscheidung geben, dann wissen wir alle mehr.“


    Christoph Kramer (Borussia Mönchengladbach) …
    … zum Spiel:
    „Wir wussten, dass Nürnberg in der zweiten Halbzeit durch die Ergebnisse auf den anderen Plätzen der Stecker etwas gezogen wurde. Wir wollten unbedingt hoch anlaufen und irgendwie gewinnen. Dadurch wurden die Räume größer, nach der Führung hat es das erste Mal seit langem auch wieder Spaß gemacht. Kontern können wir.“

    … zum Fernduell am letzten Spieltag um Platz vier: „Ich würde gerne die Konferenz gucken, aber ich spiele auch sehr gerne. Es ist schön, auch für uns, dass wir schon etwas in den Händen haben, das beruhigt sehr. Da kann man sich gut vorbereiten und alles dafür geben, irgendwie noch Vierter zu werden.“


    Dieter Hecking (Trainer Borussia Mönchengladbach) …
    … zum Abstieg seines Ex-Vereins 1. FC Nürnberg:
    „Es ist ein super Verein, das hat man auch an der Reaktion bei den Fans gesehen. Man kann dem Club nur wünschen, dass sie sich die Ruhe nehmen und die richtigen Entscheidungen treffen und dass sie direkt wieder Angriff nehmen auf die Bundesliga. Der Verein gehört in die Bundesliga, nicht nur wegen der Tradition, sondern es stimmt einfach im Verein. Das Potenzial ist da, möglichst schnell wiederzukommen.“

    … zum Fernduell am letzten Spieltag um Platz vier: „Man sieht an der Tabellenkonstellation, vorausgesetzt Frankfurt gewinnt gegen Mainz, dass alles noch möglich ist. Aber gleichzeitig haben wir Europa schon fast sicher. Das nehmen wir gerne an, aber die Saison ist noch nicht durch. Ich habe gesagt, ich will mit der Mannschaft in die Champions League. Wir haben die Chance gegen Dortmund, das wird ein super Spieltag mit Spannung in München und bei uns. Mal sehen, wie es läuft.“


    Josip Drmic (Torschütze Borussia Mönchengladbach) …
    … zum Abstieg seines Ex-Vereins 1. FC Nürnberg:
    „Klar habe ich mich (über mein Tor) gefreut, aber tief im Herzen tut es weh, sie wieder in dieser Lage zu sehen.“


    Nico Willig (Interimstrainer VfB Stuttgart): „ich bin erleichtert, aber wir haben noch zwei wichtige und schwere Relegationsspiele vor uns. Darauf müssen wir ab morgen den Fokus legen.“


    Daniel Didavi (Torschütze VfB Stuttgart): „Eine Relegation ist nie positiv, denn dann hast du keine gute Saison gespielt. Für mich ist es das dritte Mal. Für uns ist es aber doch eher etwas Positives. Der direkte Klassenerhalt war eh weg, so gesehen haben wir noch etwas erreicht. Wir werden versuchen, die Klasse noch zu retten.“


    Christian Gentner (Kapitän VfB Stuttgart) …
    … zum Erreichen der Relegation:
    „Wir haben 27 Punkte, damit darfst du eigentlich nicht in der Liga bleiben. Wir bekommen die Chance mit der Relegation geschenkt. Wir sind der Favorit, egal wer kommt. Die Mannschaften bewegen sich alle auf ähnlichem Niveau, das haben wir kennengelernt vor zwei Jahren.“


    Thomas Hitzlsperger (Sportvorstand VfB Stuttgart) …
    … zum Wunschgegner in der Relegation:
    „Wir müssen alle beobachten, die infrage kommen. Wir sind in allen Stadien vertreten, um zu sehen, wie sie spielen. Ich lege mich auf keinen fest.“


    Daniel Ginczek (VfL Wolfsburg): „Der VfB hat gezeigt, wie Abstiegskampf geht und wie man mit Leidenschaft verteidigt. Das hätten wir heute für Europa gebraucht, haben wir aber nicht gezeigt und daher verdient verloren.“


    Maximilian Arnold (VfL Wolfsburg): „Man muss hier eine ganz andere Leistung an den Tag legen. Stuttgart musste gewinnen, das haben sie uns vorgemacht, solch eine Leistung ist nicht akzeptabel.“


    Jonathan Tah (Bayer 04 Leverkusen): „Es war schon mehr drin, aber wir haben es in der zweiten Halbzeit nicht mehr so gut gemacht. Wir haben den Ball nicht laufen lassen, waren nicht mehr kompakt. Damit haben wir die Schalker ins Spiel kommen lassen.“


    Peter Bosz (Trainer Bayer 04 Leverkusen): „Wir können immer noch in die Champions League kommen, aber wir brauchen Glück mit den anderen Ergebnissen und wir müssen selbst gewinnen, das haben wir heute nicht geschafft. Die Enttäuschung ist schon da. Wir haben eine riesige Möglichkeit verpasst, haben aber immer noch die Chance nächste Woche. Wir hoffen, dass wir das noch hinkriegen.“

    Guido Burgstaller (Torschütze FC Schalke 04): „Der Druck ist jetzt weg, es war keine leichte Saison. Wir haben gesehen was wir können, aber haben es leider nicht oft genug gezeigt. Wir wollten mit guter Mentalität hierher kommen, das wollen wir gegen Stuttgart auch machen.“


    Johannes Eggestein (Torschütze SV Werder Bremen) …
    … zu seinem Foulspiel vor dem 2:0 durch Bruder Maximilian:
    „Es war nicht beabsichtigt. Ich habe ihn mit dem Ellbogen getroffen. Das ist schade, es wäre eine schöne Geschichte gewesen. Aber wir haben gewonnen, das zählt.“


    Kerem Demirbay (TSG 1899 Hoffenheim) …
    … zum Spiel:
    „Das zieht sich durch die ganze Saison, dass wir Chancen nicht nutzen. Und das Glück fehlt auch, jeder zweite Ball fällt vor deren Füße und nicht vor unsere, damit wir das 1:1 machen können.“

    … zur Frage, ob er sich eine Verabschiedung vor dem Spiel gewünscht hätte: „Ich bin ganz ehrlich, ich hätte es mir gewünscht und hatte es mir auch erhofft. Aber da mache ich einen Haken dran. So ist das im Fußball.“


    Julian Nagelsmann (Trainer TSG 1899 Hoffenheim): „Natürlich gab es die ein, zwei emotionalen Momente vor und nach dem Spiel. Ich bedanke mich bei den Fans. Ich war dreienhalb Jahre bei Profis, davor fünfeinhalb Jahre schon beim Klub. Ich habe mich immer wohlgefühlt und werde gerne als Auswärtsmannschaft hierher kommen. Man sieht sich immer zweimal im Leben, ob als Trainer oder zu Besuch wird man sehen. Alle Menschen waren immer nett und offen, das werde ich vermissen.“


    Kevin Vogt (Kapitän TSG 1899 Hoffenheim): „Das war Julians Abschiedsfeier, wir hätten gerne einen Dreier für ihn geholt im letzten Heimspiel. Den müssen wir dann nächste Woche holen. Es ist schade, wir schlucken das runter, heute Abend muss bessere Laune herrschen, das hat er sich verdient. Da werden alle kommen.“


    Sky Experte Christoph Metzelder …
    … zum Relegationsplatz der Stuttgarter:
    „Das ist schon ein kleines Konjunkturprogramm für die Bundesligisten, weil der finanzielle Unterschied riesig ist. Wenn es der HSV wird, so wie die derzeit drauf sind, wird es ein enges Spiel.“


    Sky Experte Dietmar Hamann …
    … zum Meisterkampf am letzten Spieltag:
    „Sollte Dortmund nächste Woche das erste Tor machen, könnte sich das psychologisch auswirken. Es ist lange her, dass die Meisterschaft am letzten Spieltag entschieden wurde, das ist für die Bayern ungewohnt. Aber wenn Frankfurt morgen gewinnt, haben wir eine Situation, dass Frankfurt ein Punkt für die Champions League reichen würde und den Bayern ein Punkt zur Meisterschaft. Den Punkt werden sie holen.“


    Sky Schiedsrichter-Experte Peter Gagelmann:
    … zum Abseits von Leon Goretzka in Leipzig:
    „Das ist eine faktische Entscheidung. Hier wird eine Linie gezogen und eine zweite von den Körperteilen, die nah am Tor liegen. Da wird ein Lot gezogen. Da geht man sehr genau ran, deshalb dauert das auch etwas länger.“


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