• Karlsson beendet Karriere mit Titel: „Ich kann nicht ausdrücken, wie froh und stolz ich bin“

  • Sky Experte Heiner Brand: „Flensburg hat einfach einen Fehler weniger gemacht“

    
Düsseldorf, 26. Mai 2019 –
    Sehr geehrte Medienpartner, anbei erhalten Sie eine Stimmensammlung zum Spiel der DKB Handball-Bundesliga zwischen Bergischer HC und der SG Flensburg-Handewitt (24:27).


    Maik Machulla (Trainer SG Flensburg-Handewitt) ...
    … über die Meisterschaft:
    „Wie wir alles hier in Flensburg vor zwei Jahren in die Hand genommen und alles riskiert haben – das wurde jetzt durch unseren Mut belohnt. Den Mut, den ich gehabt habe, an den die gesamte Mannschaft auch geglaubt hat, das war nicht immer nur ein Weg nach oben. Es sieht zwar jetzt so aus, aber es war verdammt harte Arbeit. Ich freue mich einfach für Karlsson und Lauge, dass sie sich so verabschieden. Es ist nicht so, dass wir hier alles im Griff gehabt haben. Dass zwei Mannschaften mit vier und sechs Minuspunkten um die Meisterschaft kämpfen, zeigt einfach auch, dass der THW einen überragenden Job gemacht hat. Normalerweise feiert man schon drei Wochen vorher die Meisterschaft, bei nur vier Minuspunkten. Es ist schön, dass ich nun in den Geschichtsbüchern stehe. Zweimal hintereinander Meister zu werden, löst in mir unheimlich viel aus. Der gesamte Verein hat es verdient, denn es steckt sehr viel Arbeit dahinter.“
    … zum Spiel (vor dem Spiel): „Die größte Herausforderung war es, meine Truppe auf den Bergischen HC vorzubereiten. Wir haben bereits letzte Saison gesehen, was Mannschaften leisten können, die angeschlagen sind. Sie haben auch ohne ihre besten Spieler eine enorme Qualität und wir nehmen die Begegnung sehr ernst. Heute entscheidet sich alles und es ist eine Situation, bei der es bei jedem von uns noch ein wenig mehr kribbelt. Ich bin seit zwei Jahren Trainer und habe vor jedem Spiel das Gefühl, dass ich ein Examen schreiben muss. Aber so ist es im Leistungssport. Die Anspannung und das Kribbeln müssen da sein, um eine konzentrierte Leistung bringen zu können.“

    Dierk Schmäschke (Geschäftsführer SG Flensburg-Handewitt) ...
    … zum Spiel und zum THW Kiel (in der Halbzeitpause):
    „Komplett entspannt bin ich erst, wenn die 60 Minuten gespielt sind. Unsere Mannschaft zeigt, dass sie fokussiert ist. Zur Halbzeit sind wir schon deutscher Meister und ich hoffe es geht in der zweiten Hälfte genau so weiter. Die Rivalität zum THW Kiel bleibt auf ewig bestehen – es ist auch wichtig, dass es so bleibt. Diese Rivalität und die Derbys, sind einfach die besten Derbys in Europa und da darf auch Rivalität vorhanden sein. Es bringt uns gegenseitig weiter nach vorne, aber mit viel Respekt. Das ist mir wichtig.“
    … über die Meisterfeier (in der Halbzeitpause): „Wir entscheiden spontan, wie wir feiern, denn wir planen erst nach dem Spiel. Da spielt ein gewisser Aberglaube mit und wir haben in den vergangenen Jahren auch bewiesen, wenn es etwas zu feiern gibt, dann können wir das. Wir müssen jetzt noch 30 Minuten absolvieren und dann reißen wir in Flensburg alle Dächer ab.“

    Tobias Karlsson (SG Flensburg-Handewitt) ...
    … zur Meisterschaft und zum Spiel:
    „Es ist einfach nur unbeschreiblich. Ich kann nicht ausdrücken, wie froh und stolz ich bin. Es waren so viele Jahre, und es steckt so viel harte Arbeit dahinter. Wir haben über die gesamte Saison als Team überragend gespielt. In der zweiten Halbzeit hatte ich wahnsinnige Schmerzen, aber das war es nun alles wert. Ich bin dem Verein für die ganzen Jahre unglaublich dankbar. Aber besonders diese Saison bleibt für mich immer im Gedächtnis - mit welcher Herausforderung durch unserem Umbruch wir in die Saison gegangen sind.“

    Rasmus Lauge (SG Flensburg-Handewitt) ...
    … über die Meisterschaft:
    „Ich bin sehr zufrieden. Diese Saison war einfach unglaublich. Für mich persönlich, nicht nur mit dem Verein sondern auch der Nationalmannschaft. Ich bin einfach nur glücklich und sehr stolz. Hinter einer Meisterschaft steckt immer harte Arbeit und hinterher kommt auch die Erleichterung. Der BHC kam am Ende noch einmal sehr nah heran, denn sie haben auf einmal deutlich stärker gespielt und auch eine gute Abwehr gestellt. Aber am Ende ist alles egal, denn wir sind deutscher Meister.“

    Marius Steinhauser (SG Flensburg-Handewitt) ...
    … über die Meisterschaft:
    „Jede Meisterschaft hat etwas ganz Besonderes. Egal ob es mit den Löwen war oder jetzt mit Flensburg. Es ist alles einmalig und diese Kulisse war einfach der Wahnsinn. Wir machen heute die Nacht zum Tag und reißen Flensburg ab.“

    Benjamin Buric (Torhüter SG Flensburg-Handewitt) ...
    … zum Spiel:
    „Ich danke meiner gesamten Mannschaft für dieses unglaublich gute Gefühl. Wir sind deutscher Meister. In der zweiten Hälfte hat der Bergische HC richtig gut gespielt, aber am Ende ist unser Sieg schon verdient. Ich bin einfach nur vollkommen zufrieden und überglücklich.“

    Christopher Rudeck (Torhüter Bergischer HC) ...
    … zur aktuellen Situation und zum Spiel (vor dem Spiel):
    „Der EHF-Cup ist für uns sehr wichtig. Unsere Aufgabe gegen Flensburg ist sehr schwer, aber wenn es klappt, schauen wir auch auf die anderen Partien. Wir hoffen natürlich darauf, dass Berlin und Melsungen Punkte liegen lassen, aber wir müssen erst einmal unsere eigenen Aufgaben lösen. Wir haben die vergangenen Spiele auch schon mit dezimiertem Kader bestreiten müssen, deswegen hoffe ich darauf, dass wir es gegen Flensburg lösen und ihnen einen heißen Kampf bieten können.“

    Sky Experte Heiner Brand ...
    … zum Spiel:
    „Glückwunsch von meiner Seite. Flensburg ist verdient deutscher Meister geworden, auch wenn sie in der zweiten Halbzeit Probleme hatten. Es war am Ende ein wenig glücklich und der BHC hatte bei einigen Schiedsrichterentscheidungen Pech. Flensburg hat den Umbruch perfekt gemeistert und ist insgesamt gesehen eine tolle Truppe. Sie passen alle einfach zusammen und haben eine sehr gute Saison gespielt. Aber dem BHC muss man hoch anrechnen, dass sie trotz der Verletzungen dem alten und neuen deutschen Meister Paroli bieten konnten. Flensburg hat einfach einen Fehler weniger gemacht.“
    … über den Abstieg von Gummersbach: „Das Ende war noch einmal hoch dramatisch. Aber es ist das eingetreten, was alle befürchtet haben. Man darf es aber nicht am letzten Spieltag festmachen, denn sie haben die gesamte Saison über nicht gut genug gespielt. Mit dieser Mannschaft hätte man nicht absteigen müssen.“

    Uwe Schwenker (HBL Präsident) ...
    … zum Spiel (in der Halbzeitpause):
    „Die SG Flensburg-Handewitt spielt souverän, wie man es schon die gesamte Saison über gesehen hat. Sie führen hier folgerichtig auch mit einem guten Abstand. Zu Beginn dieser Saison wusste man noch nicht, wo sie stehen, da sie einige Abgänge verzeichnet haben. Aber das hat der Verein souverän gelöst und man kann der Mannschaft und dem Umfeld nur ein großes Kompliment machen. Sie haben es auch in diesem Jahr verdient, deutscher Meister zu werden. Die Neutralität als Ex-Kieler fällt mir durchaus leicht, denn beide Mannschaften haben eine unglaubliche Leistung gezeigt. Sie haben den Anspruch, in der nationalen Spitze zu sein und das wird auch in den kommenden Jahren so bleiben. Die Liga wird auch in den nächsten Jahren sehr eng und sehr spannend sein.“



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    Daniel Mayr (mayr@dkb-handball-bundesliga-de)
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