Nach einem heftigen Pylonentreffer im Qualifying von Kazan ist das Rennwochenende bei der zweiten Station der Red Bull Air Race Weltmeisterschaft 2019 für den deutschen Piloten Matthias Dolderer frühzeitig beendet. „Flügel, Rumpf und Wingtip sind beschädigt. Ich werde am Rennen morgen leider nicht teilnehmen können“, erklärte ein sichtlich enttäuschter Weltmeister von 2016. Den Sieg im Qualifying von Kazan sicherte sich der Franzose Mika Brageot vor Weltmeister Martin Šonka (Tschechische Republik) und Francois Le Vot (Frankreich).

Kazan, Russland – Das hatte sich der deutsche Pilot Matthias Dolderer auch anders vorgestellt: Im Qualifying der zweiten Station der Red Bull Air Race Weltmeisterschaft 2019 in Kazan traf der 48-Jährige einen Pylon und beschädigte dabei sein Rennflugzeug so stark, dass er am morgigen Rennen nicht teilnehmen kann. „Das war der härteste Pylonentreffer, den ich je hatte. Flügel, Rumpf und Wingtip sind beschädigt. Ich werde am Rennen morgen leider nicht teilnehmen können“, so der Weltmeister von 2016. „So ein Mist, so eine Schande. Ich wollte eng fliegen, nur war es ein bisschen zu knapp. Aber das ist Racing.“

Der deutsche Pilot war in der zweiten Runde seines zweiten Laufes, als er am Ende der Schikane auf dem Weg zum Finish Gate einen einzelne Pylon traf. Aus Sicherheitsgründen platzt ein Pylon bei einem Kontakt mit einem Flügel, aber der Treffer war so hart, dass es zu deutlichen Beschädigungen an der Flügelspitze gekommen ist. Dolderer kehrte anschließend sicher zurück zum Race Airport, seine Edge 540 V3 muss aber intensiv gecheckt werden, um eine genaue Einschätzung der tatsächlichen Beschädigungen vornehmen zu können.

Der dreimalige Rennsieger Dolderer bestreitet aktuell seine achte Saison und realisierte unmittelbar, dass es ein harter Treffer war. „Ich wusste sofort, dass es schlimm war. Mit dem peripheren Sehen habe ich direkt wahrgenommen, dass sich am Flügel ein Stück vom Pylon befand. Und auch aufgrund der Geräusche wusste ich, dass es ein harter Treffer war.“ Der Deutsche hofft nun, dass er die Beschädigungen bis zum nächsten Rennen am 13./14. Juli am Lake Balaton (Plattensee) in Ungarn wieder beheben kann. „Natürlich bin ich enttäuscht, aber ich kann es nicht ändern. Wir müssen jetzt nach vorne schauen und gucken, dass wir es bis zum nächsten Rennen wieder repariert bekommen.“

Den Sieg im Qualifying über der Kazanka sicherte die Mika Brageot. Der Franzose verwies bei seinem ersten Qualifying-Sieg überhaupt in seiner Karriere in 1:01,431 Minuten Weltmeister Martin Šonka aus der Tschechischen Republik (1:01,583) und Landsmann François Le Vot (1:01,836) auf die Plätze. Das Trio sicherte sich damit auch wichtige Punkte im Kampf um die Weltmeisterschaft. WM-Spitzenreiter Yoshihide Muroya, der zuvor alle Trainingssessions in Kazan für sich entschieden hatte, musste sich mit Platz vier zufrieden geben.

Über den Red Bull Air Race Webcast kann das Rennen und die Pressekonferenz am Sonntag, 16. Juni, live verfolgt werden. Ticket-Informationen und aktuelle Neuigkeiten zum Red Bull Air Race gibt es unter: www.redbullairrace.com.

RED BULL AIR RACE 2019 KALENDER
08./09. Februar: Abu Dhabi, UAE
15./16 Juni: Kazan, Russland
13./14. Juli: Lake Balaton, Ungarn
07./08 September: Chiba, Japan

ÜBER DAS RED BULL AIR RACE
Die Red Bull Air Race Weltmeisterschaft ist eine Motorsportserie in der Luft, in der Geschwindigkeit, Präzision und Geschick über Sieg und Niederlage entscheiden. In den schnellsten, wendigsten und leistungsfähigsten Rennflugzeugen messen sich Piloten an ikonischen Orten über Wasser und Land. Hohe Geschwindigkeiten, geringe Flughöhe und extreme Manövrierfähigkeit machen die Serie ausschließlich für die weltbesten Piloten zugänglich.Nur wenige Meter über dem Boden fliegen 14 Master Class Piloten mit Geschwindigkeiten von bis zu 370 km/h gegen die Uhr und beweisen eine Kombination aus Präzision und Können, die in der Welt der Luftfahrt ihresgleichen sucht. Die Piloten müssen topfit sein, wenn sie ihre Flugzeuge durch eine technisch anspruchsvolle Rennstrecke aus luftgefüllten Pylonen manövrieren und Kräften von bis zu 12G standhalten. Das Air Race wurde 2003 ins Leben gerufen und ist von der Fédération Aéronautique Internationale (FAI) offiziell anerkannt. Bis dato blickt die Serie auf mehr als 90 Rennen auf fünf Kontinenten zurück. Die Red Bull Air Race Weltmeisterschaft ist eine der modernsten Herausforderungen in der Luftfahrt und höchstbegehrte Auszeichnung für Elite-Piloten. Mit dem Challenger Cup wurde 2014 eine Nawuchsserie ins Leben gerufen.

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