Kazan, Russland, 16. Juni 2019 - Der Weltmeister von 2017, Yoshihide Muroya, hat im zweiten Rennen der Red Bull Air Race Weltmeisterschaft 2019 seinen zweiten Sieg perfekt gemacht und seinen Vorsprung im WM-Gesamtklassement weiter ausgebaut. Im russischen Kazan verwies der Japaner den Australier Matt Hall und Weltmeister Martin Šonka aus der Tschechischen Republik auf die Plätze. Der Deutsche Matthias Dolderer konnte am heutigen Rennen nicht teilnehmen, nachdem das Rennflugzeug dese Weltmeisters von 2016 im Qualifying am Samstag bei einem heftigen Pylonentreffer stark beschädigt worden war. In der Challenger Class machte der Deutsche Florian Bergér seinen zweiten Saisonsieg perfekt und verwies den Südafrikaner Patrick Davidson sowie Kenny Chiang aus Hong Kong auf die Plätze. Insgesamt 80.000 Zuschauer verfolgten die Rennen am Wochenende in Kazan.

Kazan, Russland – Yoshihide Muroya kommt seinem Traum vom zweiten WM-Titel in der Red Bull Air Race Weltmeisterschaft immer näher. Der 46-jährige Japaner setzte sich im Final 4 in Russlands Sporthauptstadt Kazan in 1:03,496 Minuten gegen den Australier Matt Hall (1:03,681) und Martin Šonka aus der Tschechischen Republik (1:04,238) durch. Für den Weltmeister von 2017 war es der zweite Sieg im zweiten Saisonrennen. Auch beim Saisonauftakt im Februar in Abu Dhabi hatte er die Konkurrenz hinter sich gelassen.

Muroya baute durch den Sieg seinen Vorsprung im WM-Ranking aus und führt mit 53 Punkten vor Šonka (44) und Hall (36). Matthias Dolderer aus Tannheim hatte im Qualifying am Samstag in der zweiten Runde seines zweiten Laufes ein Pylon getroffen und dabei sein Flugzeug so stark beschädigt, dass er am heutigen Rennen nicht teilnehmen konnte. Der 48-Jährige hofft nun, dass er die Beschädigungen bis zum nächsten Rennen am 13./14. Juli am Lake Balaton (Plattensee) in Ungarn wieder beheben kann. „Natürlich bin ich enttäuscht, aber ich kann es nicht ändern. Wir müssen jetzt nach vorne schauen und gucken, dass wir es bis zum nächsten Rennen wieder repariert bekommen.“

Bergér: „Es gehört immer ein bisschen Glück dazu, und ich hatte es heute auf meiner Seite“

In der Challenger Class, der Nachwuchsserie des Red Bull Air Race, hatte der Deutsche Florian Bergér bei schwierigen Wetterbedingungen über der Kazanka das Glück auf seiner Seite und musste in die Rennstrecke, als der Wind ein wenig abflaute. Sein auffallend ruhiger und effizienter Flugstil bescherte ihm seinen zweiten Saisonsieg nach dem Rennen in Abu Dhabi. Mit seiner Zeit von 1:08,360 Minuten verwies er Patrick Davidson aus Südafrika und Kenny Chiang aus Hong Kong, der tags zuvor das erste Challenger-Rennen in Kazan für sich entschieden hatte, auf die weiteren Plätze.

Bergér (Eichstätt) bestreitet aktuell seine fünfte Saison im Challenger Cup, gewann bereits zweimal den Titel und kommt mittlerweile auf acht Rennsiege. „Ich hatte im Vertikalen Wendemanöver starke Winde erwartet, aber es war unerwartet ruhig. Ich musste also eine kurzfristige Entscheidung treffen. Das ist nicht einfach, aber du musst immer einen Plan B haben und dich an ihn halten. Das Rennen war super, sehr eng und aufregend. Es gehört immer ein bisschen Glück dazu, und ich hatte es heute auf meiner Seite. Wenn das Motor-Setup stimmt, du keine Fehler machst und ein bisschen Glück mit dem Wetter hast, dann passt es am Ende auch.“

Das Red Bull Air Race reist für das dritte Rennen der Saison am 13./14. Juli weiter an den Plattensee in Ungarn (Lake Balaton). Ticket-Informationen und aktuelle Neuigkeiten zum Red Bull Air Race gibt es unter: www.redbullairrace.com.

Ergebnisse Master Class, Kazan 2019: 1. Yoshihide Muroya (JPN), 2. Matt Hall (AUS), 3. Martin Šonka (CZE), 4. François Le Vot (FRA), 5. Ben Murphy (GBR), 6. Cristian Bolton (CHI), 7. Nicolas Ivanoff (FRA), 8. Mika Brageot (FRA), 9. Pete McLeod (CAN), 10. Michael Goulian (USA), 11. Juan Velarde (ESP), 12. Kirby Chambliss (USA), 13. Petr Kopfstein (CZE), 14. Matthias Dolderer (GER)

WM-Ranking nach zwei Rennen: 1. Yoshihide Muroya (JPN) 53 Punkte, 2.Martin Šonka (CZE) 44, 3. Matt Hall (AUS) 36, 4. Nicolas Ivanoff (FRA) 30, 5. Mika Brageot (FRA) 26, 6. Michael Goulian (USA) 25, 7. François Le Vot (FRA) 21, 8. Juan Velarde (ESP) 16, 9. Ben Murphy (GBR) 15, 10. Cristian Bolton (CHI) 13, 11. Kirby Chambliss (USA) 13, 12. Pete McLeod (CAN) 10, 13. Petr Kopfstein (CZE) 5, 14. Matthias Dolderer (GER) 3

RED BULL AIR RACE 2019 KALENDER
08./09. Februar: Abu Dhabi, UAE
15./16. Juni: Kazan, Russland
13./14. Juli: Lake Balaton, Ungarn
07./08 September: Chiba, Japan

ÜBER DAS RED BULL AIR RACE
Die Red Bull Air Race Weltmeisterschaft ist eine Motorsportserie in der Luft, in der Geschwindigkeit, Präzision und Geschick über Sieg und Niederlage entscheiden. In den schnellsten, wendigsten und leistungsfähigsten Rennflugzeugen messen sich Piloten an ikonischen Orten über Wasser und Land. Hohe Geschwindigkeiten, geringe Flughöhe und extreme Manövrierfähigkeit machen die Serie ausschließlich für die weltbesten Piloten zugänglich. Nur wenige Meter über dem Boden fliegen 14 Master Class Piloten mit Geschwindigkeiten von bis zu 370 km/h gegen die Uhr und beweisen eine Kombination aus Präzision und Können, die in der Welt der Luftfahrt ihresgleichen sucht. Die Piloten müssen topfit sein, wenn sie ihre Flugzeuge durch eine technisch anspruchsvolle Rennstrecke aus luftgefüllten Pylonen manövrieren und Kräften von bis zu 12G standhalten. Das Air Race wurde 2003 ins Leben gerufen und ist von der Fédération Aéronautique Internationale (FAI) offiziell anerkannt. Bis dato blickt die Serie auf mehr als 90 Rennen auf fünf Kontinenten zurück. Die Red Bull Air Race Weltmeisterschaft ist eine der modernsten Herausforderungen in der Luftfahrt und höchstbegehrte Auszeichnung für Elite-Piloten. Mit dem Challenger Cup wurde 2014 eine Nachwuchsserie ins Leben gerufen.

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