• Löwen-Trainer Andrésson: "Flensburg hat die Messlatte gelegt"
• Gensheimer zu Beginn auf der Bank: "Das war etwas ungewohnt für mich"

Flensburg, 29. August 2019
– Sehr geehrte Medienpartner, anbei erhalten Sie eine Stimmensammlung zum Spiel der LIQUI MOLY Handball-Bundesliga zwischen der SG Flensburg-Handewitt und den Rhein-Neckar Löwen (30:27).

Maik Machulla (Trainer SG Flensburg-Handewitt) ...
... zur aktuellen Situation:
„Ich bin froh, dass wir so gestartet sind und die zwei schweren Spiele so bestritten haben. Das gibt uns Rückenwind für den Rest. Das hätte auch ganz anders laufen können. Ich bin erst einmal erleichtert und stolz, weil wir auch heute wieder viel rotieren und gucken mussten, wie wir es hinbekommen. Wir hatten teilweise drei Abwehrwechsel. Das haben die Jungs wieder fantastisch gemacht.“
... zum Spiel: „Wir haben eine Phase von zehn Minuten gehabt, in der wir uns vorne sehr schwer getan haben und in der wir das Spiel mehr hätten kontrollieren müssen bei sechs Toren Vorsprung. Da haben wir den Löwen die Tür wieder geöffnet. Wir müssen in der Abwehr noch mehr kommunizieren. Da sind wir ein bisschen zu leise. Aber wir suchen Kleinigkeiten. Wir spielen auf so einem tollen Niveau und haben so einen Flow in dieser Truppe, den wollen wir weiter ausbauen und benutzen. Aber wir müssen weiter wach sein und uns verbessern.“
... zu Magnus Rød: „Der muss durchhalten, der wird gepflegt. Er bekommt Extra-Behandlung und ein gutes Training. Er fühlt sich sehr wohl und ist komplett in Flensburg angekommen. Insgesamt hat er ein Paket, um sehr froh und glücklich zu sein in Flensburg. Und dann haben wir gute Leute um ihn herum, die das hinbekommen, dass er diese 60 Minuten performt. Aber wir müssen da aufpassen, dass wir ihn nicht verheizen. Ich freue mich, wenn Glandorf bald zurückkommt.“
... zur Frage, ob er vorbeugen muss, dass in der Kabine keine zu große Zufriedenheit herrscht (vor dem Spiel): „Da zwingen wir uns alle zu. Wir sind alle in der Verantwortung, da weiterzumachen, wo wir aufgehört haben, weiter die gleiche Gier nach Punkten zu haben und bestrebt zu sein, das Beste zu investieren. Das ist etwas Menschliches, deswegen müssen wir da gegensteuern.“
... zu seiner Mannschaft (vor dem Spiel): „Die Zusammenarbeit in der Abwehr läuft besser als erwartet. Es macht mir große Freude, wie die Jungs Verantwortung übernehmen, miteinander arbeiten und wie sie lernen wollen und sich einbringen, ihr Bestes zu geben. Das stimmt mich sehr positiv und froh, das hat man so nicht erwartet.“

Kristján Andrésson (Trainer Rhein-Neckar Löwen) ...
... zum Spiel:
„Wir haben gegen ein sehr starkes Team gespielt. Sie haben gezeigt, warum sie deutscher Meister geworden sind. Sie haben die Messlatte gelegt. Wir wissen jetzt, wie wir spielen und kämpfen müssen. Ein hartes Spiel, in dem wir defensiv Probleme hatten in den ersten 40 Minuten. Ich bin stolz auf die Jungs, dass sie nicht aufgegeben haben. In den letzten 20 Minuten haben wir es gut gemacht. Wir müssen an allem arbeiten. Wir sind ein Team, das erst fünf Wochen zusammen trainiert. Bei Flensburg hat man gesehen, dass sie ein Konzept haben und alle wissen, was sie zu tun haben.“

Uwe Gensheimer (bester Werfer Rhein-Neckar Löwen) ...
... zum Spiel:
„Wir wollten gewinnen und haben im Vergleich zu Sonntag auch eine ansprechende Leistung gezeigt. Aber man hat gesehen, dass wir Phasen im Spiel haben, in denen wir das Potenzial noch nicht konstant auf die Platte bringen. Es war auf jeden Fall mehr drin, aber wir haben es nicht geschafft, in der zweiten Halbzeit heranzukommen, sodass Flensburg nervös geworden wäre.“
... über seine Nicht-Berücksichtigung in der Start-Sieben: „Der Coach will öfter mal durchwechseln, um die Kräfte ein bisschen zu verteilen. Ich konnte nicht die ganze Vorbereitung mitmachen, deswegen hat er da ein bisschen rotiert. Das war ein bisschen ungewohnt für mich.“
... auf die Frage, wo es bei den Löwen noch hapert: „Das eine ist die Konstanz. Vor der Halbzeit haben wir eine Phase, in der wir zwei, drei Bälle wegwerfen und die Flensburger leichter Tore machen können und wegziehen. Viele von den Dingern kannst du dir nicht erlauben. Dann rollt der Express hier nach vorne. Dann gab es im Eins gegen Eins vielleicht ein paar Situationen, in denen wir zu wenig aggressiv waren und in der ersten Halbzeit ein paar Parallelpässe zu viel zugelassen haben.“
... über seinen verworfenen Siebenmeter: „Ich kann damit umgehen. Es ist ja nicht so, dass ich sonst so eine schlechte Quote habe. Er war jetzt nicht ganz entscheidend. Das nächste Mal mache ich es besser.“

Magnus Rød (bester Werfer SG Flensburg-Handewitt) ...
... zum Spiel:
„Wir haben uns gut auf die Löwen vorbereitet, wir haben alles gegeben über 60 Minuten und ein überragendes Spiel gemacht. Wir glauben an unser Konzept und wissen, worum es geht. Wenn alle an das Konzept glauben, dann haben wir gute Chancen, jedes Spiel zu gewinnen. Die Bundesliga ist die härteste Liga der Welt. Wir wissen jedes Spiel, dass wir alles geben müssen.“
... zur eigenen Belastung: „Gerade habe ich noch viel Adrenalin in meinem Körper. Heute merke ich nicht so viel, aber ich glaube, das wir langsam schlimmer und schlimmer.“

Sky Experte Stefan Kretzschmar …
... zum Spiel:
„Wir machen die Flensburger noch nicht zum deutschen Meister, aber das waren zwei ordentliche Ausrufezeichen gegen Melsungen und die Löwen. Wenngleich ich sagen muss, dass die Löwen auch die Chance hatten, hier heute zu gewinnen.“
... zur Entscheidung, Uwe Gensheimer nicht von Beginn an spielen zu lassen: „Ich hätte es anders erwartet. Man holt Gensheimer zurück, der ohne Frage der beste Linksaußen ist, und lässt ihn dann im Topspiel gegen Flensburg nicht anfangen. Der Trainer hat vorhin gesagt, dass beide (Gensheimer und Schmid) ein bisschen angeschlagen waren, das war offensichtlich seine Variante, wie er das erklärt hat. Ich hätte aber schon erwartet, dass du hier mit der Bestbesetzung anfängst.“
... zu den Rhein-Neckar Löwen: „Man ist unzufrieden. Man war nach dem Ludwigshafener Spiel unzufriedener als heute. Es gibt natürlich noch Abstimmungsprobleme. Wenn du zwei neue Halbe holst mit Lagarde und Kirkeløkke, dürfte klar sein, dass die sich noch nicht blind verstehen. Aber das darf nie eine Frage der Einstellung sein und bei Kirkeløkke fehlte mir heute das entscheidende Prozent, um heute unbedingt etwas mitnehmen zu wollen. Wenn du hier gewinnen willst, dann müsstest du schon eine etwas andere Mentalität zeigen. Aber die gewöhnen sich noch schnell an die Bundesliga.“
... zur SG Flensburg-Handewitt (vor dem Spiel): „Bei jedem Spiel sind die Voraussetzungen neu. Aber das ist der amtierende deutsche Meister. Sie haben Selbstvertrauen, auch wenn sie nach den Abgängen von Tobias Karlsson und Rasmus Lauge – das sind massive Abgänge – nicht wussten, wo sie stehen. Aber sie haben natürlich Selbstvertrauen getankt in den letzten beiden Spielen. Was mich bei Flensburg am meisten überrascht, ist das Tempospiel. Wie sie aus der Abwehr heraus mit Golla vorne weg den Gegenstoß kontrollieren, effektiv laufen und dabei nur wenige Fehler machen. Das ist die Hauptwaffe, die Flensburg momentan hat, und die sie effektiv einsetzen.“
... über die Rhein-Neckar Löwen (vor dem Spiel): „Die Löwen haben einen starken Kader. Das ist ein Kader, der durchaus auch die Meisterschaft gewinnen kann. Sie haben gegen die Eulen schlechte Entscheidungen getroffen.“


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