• Rebic-Ersatz steht parat: „Im Gegenzug kommt Andre Silva vom AC Mailand“
• Kohfeldt nach erstem Sieg erleichtert: „Sind jetzt drin in der Saison“
• Schmidt nach Gelb-Rot für Lichtsteiner: „Platzverweis war entscheidend“
• Sky Experte Adler kritisiert Werder: „Die Abwehrschwächen waren eklatant“

Unterföhring, 1. September 2019
- Die wichtigsten Stimmen zu den Sonntagsspielen des 3. Spieltages der Fußball-Bundesliga, SV Werder Bremen vs. FC Augsburg (3:2) sowie Eintracht Frankfurt vs. Fortuna Düsseldorf (2:1), bei Sky.

Florian Kohfeldt (Trainer SV Werder Bremen) ...

... zum Spiel:
„Wir sind einfach alle froh, dass wir den ersten Sieg geholt haben. Sonst muss ich auch nach dem dritten Spiel erklären, warum wir 11:4 Chancen haben und nicht gewinnen, jetzt haben wir gewonnen und sind drin in der Saison. Das ist jetzt eine Phase wo wir punkten und dranbleiben müssen. Das haben wir heute geschafft. Daher heute ein Kompliment an die Mannschaft, aber wir müssen trotzdem kritisch bleiben.“

... zu Doppeltorschütze Yuya Osako: „Ich habe ihn sowohl im Training als auch in Bundesligaspielen schon so stark und präsent gesehen wie heute. Er ist ein unglaublicher Spieler. Er kann im Zwischenraum spielen, selber Tore schießen, geht nach und zieht Spieler auf sich. Er wird in diesem Jahr sehr wichtig für uns sein und ich bin sehr froh, dass ich ihn habe. Nuri Sahin hat es gut gesagt: ‚Nur Yuya selbst weiß nicht, wie gut er ist’.“

Marco Friedl (SV Werder Bremen) ...

... zu seiner Vorarbeit beim Siegtor:
„Es freut mich, dass ich am Siegtor beteiligt war. Aber das Wichtigste ist, dass wir als Mannschaft die drei Punkte hierbehalten und endlich den ersten Sieg eingefahren haben.“

... zum Spiel: „Wir haben uns in ein paar Situationen nicht gut angestellt. Bei Überzahl im Konterspiel haben wir die Tore nicht gemacht und es teilweise kläglich hergegeben. Hinten raus wird es dann immer eklig so einen knappen Vorsprung zu verteidigen. Aber ich muss der Mannschaft ein Kompliment machen. Wir haben es von der ersten bis zur letzten Minute zusammen durchgezogen und deshalb verdient gewonnen.“

Martin Schmidt (Trainer FC Augsburg) ...

... zum Spiel:
„Der Platzverweis war entscheidend, ab da war das Spiel für uns sehr schwierig. Aber trotzdem stelle ich mich klar vor die Leistung der letzten 60 Minuten, da haben wir 1:1 gespielt und das Team hat sich sehr gut gewehrt. Bis zum Ende ging es um einen Punkt, da war die Mentalität sehr gut. Die Fehler müssen wir in den ersten zwanzig Minuten suchen.“

Ruben Vargas (Doppeltorschütze FC Augsburg) ...

... zum Spiel:
„Wenn man so früh einen Mann weniger hat, wird es natürlich schwierig. Wir haben es in der zweiten Halbzeit nicht schlecht verteidigt, aber nach dem 3:2 war es schwierig noch einmal zurückzukommen. Der Platzverweis war aber nicht der alleinige Knackpunkt“

… zu seinem ersten Treffer: „Lichtsteiner hat eine super Flanke reingespielt, ich steige in der Mitte hoch und sehe dann wie der Ball im Netz zappelt. Das war eine tolle Vorlage, die ich nur noch vollenden musste.“

Fredi Bobic (Sportvorstand Eintracht Frankfurt) ...

… zum Transfer von Rebic:
„Zum ersten Mal habe ich unser Spiel nicht 100 Prozent mitbekommen, weil ich dauernd telefoniert habe. Die Mailänder Kollegen dachten wohl, dass mir während des Spiels etwas langweilig ist, aber die Tore habe ich gesehen. Antes Transferziel ist AC Mailand, das kann ich jetzt schon sagen, weil es während des Spiels nochmal konkreter wurde. Ante fliegt grad nach Mailand. Den Anfang des Spiels hat er noch neben mir verfolgt, dann hat er einen Tritt in den Hintern bekommen und dann konnte er gehen. So wie wir uns immer am Ende des Tages verabschiedet haben. Es war sein ganz großer Wunsch nach Italien zu gehen und eine neue Herausforderung zu suchen. Es geht erstmal um ein zweijähriges Leihgeschäft, aber mehr Details gibt es dann morgen. Wir kriegen im Gegenzug Andre Silva vom AC Mailand, er wird dann morgen bei uns zum Medizincheck kommen. Die beiden Vereine sind sich vorbehaltlich der bestandenen Medizinchecks bei diesem Spielertausch einig.“

… zu seinen Gefühlen nach dem Abgang von Rebic: „Ich bin nicht sauer auf Ante. Er hatte hier drei überragende Jahre, wahrscheinlich die besten seiner bisherigen Karriere. Persönlich wünsche ich ihm alles Gute. Er hatte jetzt eine Phase, wo er sehr launisch war und vielleicht etwas zu sehr auf diesen Wechsel gedrängt hat. Er hat hier Meilensteine gesetzt mit seiner Spielweise und deshalb sollen ihn hier alle positiv in Erinnerung behalten.“

... zur Verpflichtung von Andre Silva: „Wir waren seit einigen Wochen an Andre Silva interessiert. Aber das Paket war zu groß, um es zu stemmen. Er ist ein toller und ganz anderer Spieler als Ante und bringt deshalb eine neue Note in unser Spiel. Er ist erst 23 und hat trotzdem eine gewisse Erfahrung. Er spielt auch in der portugiesischen Nationalmannschaft und weiß genau, wo das Tor steht. Er wird die Zeit bekommen sich zu integrieren und dann auch die typische Frankfurter Mentalität annehmen.“

… zu einem Transfer von Ante Rebic (vor dem Spiel): „Ich kann bestätigen, dass wir mit einem Klub in Verhandlungen sind. Den werde ich aber nicht nennen, weil es sich nicht gehört, bevor alles geklärt ist. Deswegen will der Spieler heute auf eigenen Wunsch nicht spielen. Was von vielen Seiten auch verständlich ist, weil ein gewisses Verletzungsrisiko da ist. Da hatten wir in der Bundesliga zuletzt ein prominentes Beispiel. Es sind noch viele Wenns und Abers dabei, es ist noch nicht so klar, wie es viele darstellen. Es geht noch um wirtschaftliche Dinge, aber auch ob das Ganze überhaupt machbar ist. Für uns müssen alle Konstellationen passen, sowohl das Geld aber auch die Sinnhaftigkeit. Am Ende des Tages werden wir auch noch einen neuen Spieler bekommen, wenn alles funktioniert. Dann ist das keine schlechte Geschichte für uns. Das mit Ante war auf den letzten Drücker so nicht mehr eingeplant. Aber in den letzten zwei Tagen ist nochmal richtig Dynamik reingekommen. Ich kann nichts garantieren. Es kann bis zur Deadline morgen um 18 Uhr funktionieren, kann aber auch in letzter Sekunde kaputtgehen. Es ist ein verrückter Transfersommer und wir sind froh, wenn es morgen um 18 Uhr vorbei ist.“

Adi Hütter (Trainer Eintracht Frankfurt) ...

... zum Spiel:
„Es war ein absoluter Kraftakt. Wir haben nach dem 0:1 Mentalität gezeigt, Bas Dost hatte einen super Einstand mit seinem Treffer. Wenn man zum Glück dann gewinnt, ist es natürlich auch ein bisschen glücklich. Wir waren bei den zweiten Bällen nicht gut und nicht richtig griffig, da hat man das schwere Spiel vom Donnerstag gemerkt. Ich habe dann noch offensiv gewechselt und das hat sich ausgezahlt. Das allerwichtigste sind die drei Punkte."

... zu Bas Dost: „Er kennt die Bundesliga und ist ein erfahrenerer Spieler. Er hat genau gewusst, was zu tun ist, als er auf den Platz gelaufen ist. Er ist ein super Typ, aber noch nicht auf dem Level, das er braucht und daran werden wir arbeiten.“

... zu den Transferaktivitäten: „Es war für uns alle kein einfacher Tag mit der Geschichte von Ante, aber im Gegenzug bekommen wir mit Andre Silva einen Spieler, mit dem wir uns schon länger befasst haben. Man braucht sich nur seine Statistiken anschauen, dann sieht man, dass ein sehr guter Spieler zu uns kommt. Ich habe mich aber während des Spiels voll auf meine Mannschaft konzentriert."

Friedhelm Funkel (Trainer Fortuna Düsseldorf) ...

… zum Spiel:
„Wir hätten einen Punkt verdient gehabt. Wir haben sehr unglücklich verloren, weil wir über 90 Minuten ein sehr gutes Auswärtsspiel gemacht haben. Wir haben dem Druck aber letztendlich nicht mehr standgehalten und Frankfurt hat einen individuellen Fehler auf der linken Seite eiskalt bestraft.“

… zum Gegentreffer zum 1:2: „Niko Gießelmann darf bei der ersten Flanke nicht hochspringen, sondern muss stehen bleiben und dann wird es schwer. Da Costa spielt den Ball gut in die Mitte. Der Fehler beginnt außen. Andre Hoffmann kann es im Zentrum kaum noch verhindern.“

… zum Vergleich mit der letzten Saison: „Wir dürfen nicht den Fehler machen, zu lange in der Vergangenheit rumzuturnen. Heute war unser bestes Saisonspiel und wir haben gezeigt, dass wir auch diese Saison wieder in der Lage sind, gute Spiele zu machen und die Klasse zu halten.“

… zu Marco Russ: „Marco war am Anfang noch nicht so, wie man sich als Profi verhalten muss. Aber er hat daraus gelernt und ist dann zu einem Topspieler gereift.“

… zur Beziehung zu Frankfurt Co-Trainer Armin Reutershahn (vor dem Spiel): „Er war jahrelang mein Co-Trainer. Wir haben uns auch außerhalb des Platzes gut verstanden. Wir haben viel Quatsch und Mist zusammen gemacht und unendlich viel gemeinsam erlebt.“

… zu einer erneuten Zusammenarbeit mit Reutershahn (vor dem Spiel): „Ich glaube nicht, dass wir noch einmal zusammenfinden, weil Düsseldorf auf jeden Fall meine letzte Station ist."

Armin Reutershahn (Co-Trainer Eintracht Frankfurt) ...

… zur Beziehung zu Düsseldorf-Trainer Friedhelm Funkel (vor dem Spiel):
„In den zehn Jahren, die wir zusammengearbeitet haben, haben wir mehr Zeit zusammen verbracht als mit unseren Familien. Da entsteht natürlich eine enge Freundschaft und man bleibt auch nach dieser Zeit in Kontakt.“

Marco Russ (verletzter Kapitän von Eintracht Frankfurt) …

… zum Spiel (bei Sky 90):
„Es war nach dem intensiven Spiel gegen Straßburg definitiv ein Sieg des Willens. Aber genau dieser Wille und diese Leidenschaft zeichnen unsere Mannschaft eben aus.“

… zum Heilungsverlauf nach seinem Achillessehnenriss (bei Sky 90): „Vor drei Tagen wurden mir die Fäden gezogen, aber ich brauche Geduld. Ich fange jetzt an mit Krafttraining, aber ich darf den Fuß erst in sechs Wochen richtig belasten.“

… zu Rebic (bei Sky 90): Er ist ein Ausnahmespieler, der den Unterschied machen kann. Er ist aber auch ein Gefühlsmensch, der zeigt, wenn ihn was stört oder wenn er beleidigt ist. Ich habe natürlich gehofft, dass er bleibt.“

… zu seinem ehemaligen Trainer Friedhelm Funkel (bei Sky 90): „Er hat mich zum Profi gemacht und in den ersten beiden Jahren dann erzogen, was zunächst auch nicht immer leicht für mich war. Ich bin ihm aber unglaublich dankbar für das, was ich auch dank ihm erreicht habe.“

Sky Experte Rene Adler ...

… zum Platzverweis von Lichtsteiner:
„Die erste Gelbe ist ein bisschen unnötig. Bei der zweiten Aktion ist selbst mit der Lupe kaum zu erkennen, ob es einen Kontakt gab. Aber wenn es bei der hohen Geschwindigkeit auch nur die kleinste Berührung gibt, ist es eine Gelbe Karte und entsprechend eine berechtigte Gelb-Rote.“

… zu Bremen: „Sie können froh sein mit den drei Punkten, denn sie haben auch heute wieder eklatante Abwehrschwächen offenbart und es so unnötig spannend gemacht. Die Offensive hat einen guten Job gemacht. Aber man kann nicht immer drei Tore mehr schießen, als man hinten bekommt. Defensiv waren zahlreiche eklatante Fehler dabei, gerade auch taktischer Natur. Es ist gut für sie, dass durch die Länderspielpause vielleicht ein paar Spieler zurückkommen können.“

… zu Frankfurt: „Man merkt, dass die Eintracht unter der Woche gegen Straßburg viele Körner gelassen hat und deshalb nicht das gewohnte Tempo gehen kann.“


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