London/Wien, 17. September 2019 - Die deutschen Bundesländer arbeiten derzeit mit Hochdruck an einem neuen Rechtsrahmen für Online-Glücksspiel. Dabei müssen sie Antworten auf die steigende Nachfrage nach Online-Glücksspielangeboten im Zuge der Digitalisierung finden – auch vor dem Hintergrund, dass es praktisch unmöglich ist, Spieler daran zu hindern, Online-Glücksspiele privater Anbieter außerhalb staatlicher Angebote zu nutzen.

Als Argument gegen eine Öffnung des deutschen Glücksspielmarktes für private Anbieter wird immer wieder angeführt, dies gefährde die wirtschaftliche Rentabilität des staatlichen Lotteriemonopols: Das Geschäftsmodell der staatlichen Lotterieanbieter würde „kannibalisiert“, was sich wiederum negativ auf den erheblichen Beitrag der Lottoanbieter auswirken würde, die sie für gemeinnützige Zwecken leisten.

Eine umfassende Untersuchung zur Validität dieses Arguments lag bislang nicht vor. PwC (UK) hat deshalb im Auftrag des international führenden Online-Glücksspielanbieters GVC eine „Empirische Analyse der Auswirkungen von Online-Glücksspielen auf den Lotteriemarkt“ durchgeführt. Untersucht wurden 16 Rechtssysteme in der Europäischen Union, die in den vergangenen 10 bis 15 Jahren eine Regulierung des Online-Glücksspiels eingeführt haben. Für die Märkte Großbritannien, Spanien und Dänemark wurde zudem eine Detailanalyse vorgenommen.

Die Ergebnisse aus allen 16 Ländern zeigen: Eine Kannibalisierung der staatlichen Lotterien durch private Angebote findet nicht statt. Die PwC-Studie zeigt vielmehr, dass die Lotterien in den Jahren nach der Einführung der Regulierung des Glücksspielmarktes im Schnitt weiter wuchsen und die Entwicklung des Lotteriemarktes nicht mit der Einführung einer Regulierung oder der Entwicklung des Online-Glücksspielmarktes korreliert: „Die Wachstumsveränderung der Lotterien kann nicht durch die Wachstumsveränderung der Online-Spiele erklärt werden“, so die Studie.

Die Analyse zeigt, dass der Lotteriemarkt einerseits und der Markt für Online-Casinos und Spielautomaten andererseits zwei unterschiedliche Märkte mit grundsätzlich unterschiedlichen Zielgruppen sind. So sind beispielsweise die Kunden von Online-Glücksspielangeboten deutlich jünger als Lotteriekunden, von denen nur ein kleiner Teil das Onlineangebot von Lotteriespielen nutzt.

Auch mit Blick auf das Argument, eine Regulierung des Online-Glücksspielmarktes würde zu einem Wegfall des staatlichen Lotteriemonopols führen, liefert die Studie eine eindeutige Antwort: Das Lotteriemonopol wurde in allen Staaten beibehalten, die ihre Glücksspielmärkte geöffnet haben. Der Europäische Gerichtshof hat die Rechtmäßigkeit dieses Verfahrens bereits wiederholt bestätigt.

Martin Lycka, Director Regulatory Affairs der GVC Holdings PLC: „GVC hat die Stellung, die staatliche Lotteriemonopole auf dem Markt haben, stets akzeptiert und respektiert, und wir streben auch nicht an, mit ihnen in den Wettbewerb zu treten. Die Studie belegt objektiv, dass Online-Glücksspiele keine Bedrohung für staatliche Lotteriemonopole oder das Wachstum des staatlichen Lotteriemarktes darstellen. Wir glauben, dass dies ein wichtiger Beitrag zur Debatte um die Zukunft des Online-Glücksspiels in Deutschland ist.“

Kenny Alexander, CEO der GVC Holdings PLC: „Wir sind fest davon überzeugt, dass Deutschland durch einen modernen Glücksspielstaatsvertrag die wachsende Nachfrage nach digitalen Glücksspiel¬angeboten wie Sportwetten, Online-Casinos oder Poker in regulierte und überwachte Bahnen lenken kann. Die Erfahrung in anderen europäischen Märkten zeigt deutlich, dass auf den ersten Blick attraktiv erscheinende restriktive Regelungen wie obligatorische einkommens-unabhängige Limits für Wetteinsätze das Risiko einer Abwanderung in den unkontrollierten Schwarzmarkt erhöhen. Ein robuster, wirtschaftlich tragfähiger rechtlicher Rahmen ist der beste Weg, um sicherzustellen, dass die Verbraucher die hohen Schutzstandards verantwortungsbewusster lizensierter Anbieter erhalten und die staatlichen Behörden die ihnen zustehenden Steuern einnehmen können.“

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Über GVC Holdings PLC:
GVC Holdings PLC ist eine der weltweit größten Sportwetten- und Spielgruppen, die sowohl online als auch im Einzelhandel tätig ist. Die Gruppe besitzt ein umfassendes Portfolio an etablierten Marken; zu den Sportmarken gehören bwin, Coral, Crystalbet, Eurobet, Ladbrokes, Neds und Sportingbet; zu den Spielmarken gehören CasinoClub, Foxy Bingo, Gala, Gioco Digitale, Partypoker und PartyCasino.
Die Gruppe verfügt über eigene Technologien in allen ihren Kernproduktvertikalen und bietet zusätzlich zu ihren B2C-Aktivitäten Dienstleistungen für eine Reihe von Drittkunden auf B2B-Basis an. Die auf der Isle of Man eingetragene Gruppe ist Teil des FTSE 250 Index und verfügt über Lizenzen in mehr als 20 Ländern auf fünf Kontinenten.

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