• Kölns Trainer Beierlorzer: „Wollen kein Sparringspartner sein“
  • Leverkusens Sportdirektor Rolfes fordert Reaktion: „Müssen es deutlich besser machen als am Mittwoch“
  • Paderborns Trainer Baumgart fordert Lernprozess: „Müssen uns an das Niveau der Bundesliga gewöhnen“
  • Sky Experte Hamann zu Schalkes Harit: „Qualität, die in der Bundesliga nur wenige Spieler haben“


    Unterföhring, 21. September 2019
    - Die wichtigsten Stimmen im Vorlauf zu den Samstagnachmittagspartien des 5. Spieltages der Fußball-Bundesliga bei Sky.

    Hasan Salihamidzic (Sportdirektor FC Bayern München) ...

    ... zur mangelhaften Chancenverwertung in den letzten Spielen:
    „Wir haben gut gespielt, auch in Leipzig, wir hätten mehr Tore machen müssen, das stimmt. Wenn wir unsere Chancen verwerten, belohnen wir uns auch für die guten Spiele.“
    ... zum Positionskampf zwischen Coutinho und Müller: „Es ist eine Entscheidung des Trainers. Es gibt nur eine Zehn, man muss sehen was die Saison bringt. Thomas hat das hervorragend gemacht, wenn er rein kam. Er hat seine Qualitäten vor der Kiste gezeigt, eine super Mentalität gezeigt, da mache ich mir keine Sorgen.“
    ... zur Causa ter Stegen und die Reaktionen von Hoeneß und Rummenigge: „Das Thema wurde sehr hochgespielt, beide haben reagiert. Es wurde genug darüber gesprochen, wir sind froh, dass wir uns heute auf Fußball konzentrieren können. Ich hatte ein sehr gutes Gespräch mit Oliver Bierhoff, der Inhalt bleibt vertraulich. Beide haben reagiert, weil es wichtig ist, seine Spieler zu schützen. Es braucht keiner mehr vermitteln, wir haben unsere Meinung gesagt.“

    Achim Beierlorzer (Trainer 1. FC Köln) …

    … zur Herangehensweise:
    „Wir werden heute mit einer Sturmspitze agieren und mit einer hängenden Spitze agieren, um das Mittelfeld zu kontrollieren. Wir wollen kein Sparringspartner sein, wir wollen ein Gegner sein. Wir wollen das zu einem tollen Spiel machen.“
    … zur Aufstellung von Marco Höger als Ersatz für Birger Verstraete: „Ich bin sehr zuversichtlich, er war immer nah dran. Bei Birger war es genau die richtige Entscheidung mit der OP, er hat uns klar gesagt, so kann er das nicht weiter machen. Wir haben schnell die Entscheidung getroffen, die Entscheidung war 100 Prozent richtig.“

    Christian Streich (Trainer SC Freiburg) ...

    ... zur Tabellenkonstellation vor dem Augsburg-Spiel:
    „Die Spieler sprechen ja untereinander, aber es geht darum, so aufzutreten wie in Hoffenheim, und das war sehr energetisch von der Herangehensweise. Wenn uns das gelingt, können wir Augsburg gefährlich werden, sonst nicht.“
    ... zur Startelf ohne Neuzugang Vincenzo Grifo: „Wir hätten auch umstellen können, haben aber entschieden, dass wieder die Mannschaft spielt. Wir können dreimal einwechseln. Mal sehen, bis gestern war es nicht klar.“
    … zur Vertragsverlängerung von Kapitän Mike Frantz: „Er ist Kapitän bei uns, ein Spieler, der ein paar Jahre dabei ist, Erfahrung mitbringt und weiß, wie der Laden läuft. Daher ist es eine logische Folge.“

    Simon Rolfes (Sportdirektor Bayer 04 Leverkusen) ...

    ... zu den Nachwehen des Moskau-Spiels:
    „Das aus den Köpfen zu kriegen ist das Wichtige. Es ist gut, dass es nach drei Tagen weitergeht, das ist das Gute an englischen Wochen. Wenn es schlecht läuft, dass man sofort die Chance hat, es neu zu machen. Das ist auch eine Qualität, Negativerlebnisse abzustreifen und an sich zu glauben und neu loszulegen. Jedes Spiel startet neu, im positiven wie im negativen Fall. Wir müssen es deutlich besser machen als am Mittwoch.“
    … zur Ladehemmung in der Offensive: „Wir haben den Ballbesitz nicht, weil wir super Statistiken haben wollen, sondern wir wollen Chancen kreieren. Das ist zu wenig gewesen. Insgesamt haben wir zu wenige Chancen. Gut, dass wir viel den Ball haben, aber es geht um die Zielstrebigkeit in Richtung Tor. Uns erwartet heute wieder ein Gegner, der tief stehen wird. Da müssen wir uns durchsetzen.“
    … zu Union Berlin: „Wir haben es auch verfolgt, was sie zu Hause gegen Dortmund gemacht haben. Aber wir müssen uns auf uns konzentrieren und auf unsere Stärken. Klar, Respekt vor dem Gegner, aber auch Vertrauen auf die eigene Stärke.“
    … zu Jonathan Tah, der erstmals seit zwei Jahren nur auf der Bank sitzt: „Es kommt mal vor, jeden erwischt es mal, auch nach zwei Jahren. Nach der englischen Woche hat es sich Dragovic auch mal verdient zu spielen, frische Spieler tun uns auch gut.“

    Steffen Baumgart (Trainer SC Paderborn 07) ...

    ... zur Niederlage gegen Schalke:
    „Wir waren in allen Situationen in Überzahl, definitiv gibt es ein Problem. Wenn du in jedem Spiel drei Tore frisst, kannst du kein Spiel gewinnen. Da müssen wir uns verbessern.“
    ... zur grundsätzlichen Ausrichtung: „Wir wollen weiter nach vorne spielen, wir gehen dann auch das Risiko, nach hinten lange Wege gehen zu müssen. Wir müssen uns da schnell an das Niveau der Bundesliga gewöhnen. Die Sekunde, die du in den unteren Ligen vielleicht noch hattest, hast du jetzt nicht mehr. Das hat uns Schalke ganz klar aufgezeigt. Wir wollen schnell die Sachen abändern, die wir falsch machen.“

    Sky Experte Dietmar Hamann ...

    ... zur Causa Hoeneß vs. ter Stegen:
    „Erst einmal will er sich vor seinen Spieler stellen und dessen Karriere in der Nationalmannschaft so weit rausziehen wie es geht. Was für mich eigentlich unverständlich war: Ter Stegen hat nie gesagt, dass Manuel Neuer zum alten Eisen gehört. Seine Aussagen waren legitim, er hat seinem Unmut Ausdruck verliehen. Wir haben die Pressefreiheit, Gott sei Dank haben wir die, die Journalisten können schreiben was sie wollen. Ich hätte mir etwas mehr Souveränität beim FC Bayern gewünscht. Manuel Neuer hätte nur sagen müssen: Ich bin die Nummer eins, alle anderen Fragen bitte an den Bundestrainer. Es hätte sehr wohl Grund gegeben, ter Stegen bei der WM spielen zu lassen, nachdem Neuer lange verletzt war. Er hat immer die Unterstützung des DFB gehabt. Wir haben wenige Aushängeschilder im Ausland, Toni Kroos, ter Stegen, mit Abstrichen Leroy Sane. Da ist etwas mehr Respekt angebracht. Marc-Andre ter Stegen hat sicher keinen Grund, sich zu entschuldigen. Wenn eine Entschuldigung kommen sollte, dann von den Münchnern.“
    … zum Schalker Amine Harit: „Ihm nutzt es, dass er jetzt seine Fähigkeiten und Möglichkeiten ausspielt. Bei solchen Flair-Spielern, die etwas mehr Zuneigung brauchen, musst du durch den persönlichen Kontakt den Schlüssel finden, das Beste aus ihnen rauszuholen. Und du musst ein System finden, wo er Freiheiten hat. Gestern haben sie mit Serdar und Mascraell im defensiven Mittelfeld gespielt, dazu McKennie. Und er hat weitestgehend auf der rechten Seite gespielt, wo er Freiheiten hatte. Er konnte in die Mitte kommen, kurze Bewegungen und im Eins-gegen-Eins hat er Qualitäten, die in der Bundesliga nur wenige haben. Diese spielerische Note hat Schalke in den letzten Jahren gefehlt.
    … zur Formkrise von Leverkusens Jonathan Tah: „Er hat schlecht verteidigt in der Rückwärtsbewegung, was eigentlich seine Stärke ist wegen seiner Schnelligkeit. Man hatte das Gefühl, dass er vielleicht nicht ganz fit ist. Auch in den Länderspielen hat er mir nicht gefallen. Ich habe gedacht, dass er dieses Jahr den nächsten Schritt macht, auch in der Nationalmannschaft und für ganz große Klubs interessant wird. In diesem Jahr hat er bislang einen Schritt zurück gemacht, aber so eine Pause kann Wunder wirken.“

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