• Favre bemängelt Chancenauswertung: „Insgesamt war es in Ordnung, aber nicht genug“
  • Hütter lobt Mentalität: „Ein großes Kompliment an meine Mannschaft“
  • Rose nach Heimsieg erleichtert: „Hat sich sehr wichtig für uns angefühlt“
  • Sky Experte Petric: Thuram hat „den Unterschied ausgemacht“

    Unterföhring, 22. September 2019
    - Die wichtigsten Stimmen zu den Sonntagsspielen des 5. Spieltages der Fußball-Bundesliga, Borussia Mönchengladbach vs. Fortuna Düsseldorf (2:1) sowie Eintracht Frankfurt vs. Borussia Dortmund (2:2) bei Sky.

    Lucien Favre (Trainer Borussia Dortmund) ...
    ... zum Spiel:
    „Wir bedauern am Ende das 2:2. Das ist klar. Wir hatten viele Gelegenheiten, Tore zu schießen, haben das aber nicht gemacht. Manchmal haben wir nicht gut gespielt. Die Möglichkeiten waren da.“
    ... zur Frage, ob Borussia Dortmund den Härtetest bestanden hat: „Es war okay, aber es fehlt uns etwas. Es ist schwer, zu sagen. Insgesamt war es in Ordnung, aber nicht genug.“
    ... zur Frage, ob er sich mehr Mentalität wünscht: „Das hat nichts mit Mentalität zu tun. Wir müssen trotzdem positiv bleiben, wir haben uns viele Chancen kreiert, aber haben die letzte Aktion nicht gut gemacht.“

    Michael Zorc (Sportdirektor Borussia Dortmund) ...
    ... zur Frage, wie lange Borussia Dortmund Jadon Sancho halten kann (vor dem Spiel):
    „Wir sind in der laufenden Saison und sind sehr froh, dass wir das rechtzeitig klargestellt haben. Weil bei dem Leistungspotenzial, das Jadon hat, waren ja auch dieses Jahr schon Interessenten da. Er sieht es Gott sei Dank genauso, dass eine weitere Zeit bei Borussia Dortmund ihm für seine Karriere sehr gut tut.“
    ... zur Frage, wie Sancho mit dem Hype umgeht (vor dem Spiel): „Ich muss sagen, er ist relativ cool und gelassen. Er setzt sich selbst auch immer wieder neue Ziele. Er hat ja schon viele Rekorde gebrochen. Er setzt sich auch bei uns immer neue Marken, die er erreichen möchte, was Assists angeht, was eigene Tore angeht und das zeichnet ihn aus. Er ist extrem jung und er bringt seine Leistung kontinuierlich. Das ist das, was mich am meisten überrascht oder was mich am meisten freut, dass er ein sehr robuster Spieler dabei ist.“
    ... zur Frage, wo Borussia Dortmund aktuell steht (vor dem Spiel): „Wir haben immer noch diese Niederlage von Union Berlin, die sich dann auch in der Tabelle niederschlägt und wir müssen heute gewinnen, um ganz oben dranzubleiben.“

    Marco Reus (Kapitän Borussia Dortmund) ...
    ... zur Frage, was sich die Mannschaft vorwerfen muss:
    „Dass wir das 2:1 nicht über die Bühne gebracht haben.“
    ... zur Frage, wie er es sich erklärt, dass die Mannschaft das Spiel zweimal aus der Hand gegeben hat: „Es war alles in Ordnung. Wir gehen mit 2:1 in Führung und haben das Spiel unter Kontrolle. Dann kriegen wir zwei Minuten vor Schluss das 2:2. Wenn wir vorher das 3:1 machen, ist das Spiel gegessen, aber wir müssen auch einfach mal in der Lage sein, das 2:1 über die Bühne zu kriegen. Das haben wir nicht geschafft.“
    ... zur Frage, ob Mentalität fehlt: „Das geht mir so auf die Eier. Das 2:2 war ein Mentalitätsproblem? Wir haben uns dumm angestellt beim 2:2, auf jeden Fall. Aber kommt mir jetzt nicht mit eurem Mentalitätsscheiß. Jede Woche immer dieselbe Kacke. Das hat mit richtigem Defensivverhalten zu tun, dass man weiß, wenn man 2:1 führt, dass Frankfurt immer wieder zurückkommen kann. Da müssen wir die letzten fünf Minuten dann einfach besser gegenhalten. Aber kommt mir jetzt bitte nicht mit Mentalität. Jetzt ist langsam mal gut.“

    Adi Hütter (Trainer Eintracht Frankfurt) ...
    ... zum Spiel:
    „Die ersten 35 Minuten waren wir nicht auf dem Platz. Ich habe aber eine sehr ordentliche zweite Halbzeit von meiner Mannschaft gesehen. Trotz allem ein großes Kompliment an meine Mannschaft, wie sie hier, nach dem schweren Spiel am Donnerstag, aufgetreten ist und was die Mentalität betrifft, bis zum Schluss daran geglaubt hat, den Ausgleich zu erzielen. Das hat mir heute sehr gut gefallen.“
    ... zur Frage, was Mentalität für ihn bedeutet: „Mentalität heißt für mich, dass man bis zum Schluss versucht, an etwas zu glauben, Bereitschaft zu zeigen, nie aufzugeben und ich spreche immer sehr gerne von einer Siegermentalität, dass man bis zum Schluss alles gibt. Das hat die Mannschaft gezeigt. Natürlich haben wir gesehen, dass Borussia Dortmund eine Top-Mannschaft hat, dass sie das Spiel grundsätzlich klar im Griff hatten, aber ich finde schon, dass wir in der zweiten Halbzeit im Rahmen unserer Möglichkeiten ein sehr ordentliches Spiel gemacht haben.“
    ... zur Frage, wie die Mannschaft es schafft, sich nach Rückschlägen immer wieder aufzubauen: „Ich glaube, es ist einfach wahnsinnig wichtig, dass man mit so einer Haltung in ein Spiel geht. Man kann mal verlieren, die Frage ist immer, wie. Ich habe in der Halbzeit auch versucht, ein paar Dinge anzusprechen, weil mir die ersten 35 Minuten unserer Mannschaft überhaupt nicht gefallen haben. Wir haben dann versucht, ein paar Sachen zu korrigieren. Das hat die Mannschaft gut umgesetzt.“
    ... zur Frage, wo die Mannschaft jetzt steht: „Wir haben die drei wichtigsten Spieler, was die Offensive angeht, verloren. Wir haben trotzdem immer noch gute Spieler in Frankfurt. Wir haben versucht, das mit neuen Spielern zu ersetzen. Die Neuen brauchen natürlich ein bisschen Zeit und Geduld. Ich bin noch nicht ganz glücklich, wie wir spielen. Speziell im Spiel nach vorne. Wir haben auch nicht viel Zeit, das zu trainieren, weil wir jeden dritten, vierten Tag unterwegs sind. Das ist auch eine Challenge. Es ist sehr ordentlich, was wir bisher spielen.“
    ... zu den Niederlagen zuletzt (vor dem Spiel):„Zuerst sind diese beiden Niederlagen schon ein bisschen unterschiedlich. Wir haben es in Augsburg in der ersten Halbzeit nicht verstanden, die Rückwärtsbewegung so zu gestalten, wie es sich gehört. Und gegen Arsenal haben wir lange Zeit gut mitgespielt, haben uns Tormöglichkeiten herausgearbeitet und trotz allem war für mich die Leistung absolut okay, das Ergebnis schmeckt uns natürlich nicht. Das war für mich auch zu hoch.“
    ... zur Aufstellung von Djibril Sow (vor dem Spiel): „Er ist ein junger Spieler, der es sich verdient hat, noch einmal eine Chance zu bekommen. Ich weiß, was er kann.“
    ... zur Frage, was Bas Dost noch fehlt (vor dem Spiel): „Wir müssen schauen, dass er so schnell wie möglich an das Niveau der Mannschaft herankommt. Es geht auch darum, dass wir ihn nicht verheizen. Er arbeitet hart an sich und wird bald auf dem Level sein, das wir uns wünschen.“

    Marco Rose (Trainer Borussia Mönchengladbach) ...
    ... zum Spiel:
    „Das hat sich heute schon sehr, sehr wichtig für uns angefühlt. Nach dem Donnerstag-Spiel, nach der Woche mit dem Derby-Sieg, wo alles in Ordnung war, dann kam der WAC – eine Vollkatastrophe – und heute mussten wir uns dann wieder beweisen. Wir haben seit Ewigkeiten wieder ein Heimspiel gewonnen. Das ist ganz wichtig für die Mannschaft und für unsere Fans natürlich. Deswegen herrscht große Freude.“
    ... zur Leistung von Marcus Thuram: „Wir haben heute gewonnen, er hat es gut gemacht. Wir hatten jetzt natürlich auch das Thema, dass wir zweieinhalb Jahre keine Englische Woche hatten, das hat man auch ein bisschen gemerkt. Das ist auch ein Punkt, warum wir vielleicht nicht ganz so gut reingekommen sind. Marcus hat jetzt viel gespielt, deswegen haben wir ihn draußen gelassen. Dann hat er aber alle Körner, die er hatte, richtig eingesetzt und uns heute das Ding nach Hause geschossen.“

    Max Eberl (Sportdirektor Borussia Mönchengladbach):/b> „Wir waren nicht frei, die Zuschauer waren auch ein Stück weit ungeduldig, jeder wollte unbedingt dieses Spiel gewinnen. Aber dann so aus der Halbzeit herauszukommen, wie die Mannschaft rauskommt, das finde ich schon großartig.“

    Yann Sommer (Torhüter Borussia Mönchengladbach): „Wir haben so ein wunderschönes Stadion, tolle Fans und wenn man zehn Spiele nicht mehr gewinnen kann zu Hause, ist das fast eine Beleidigung für das, was wir hier haben. Darum war das umso wichtiger heute.“

    Adam Bodzek (Fortuna Düsseldorf) ...
    ... zum Spiel:
    „Ich glaube, in der ersten Halbzeit haben wir ein gutes Spiel gemacht. Da haben wir auch den Ball kontrolliert. Das haben wir in der zweiten Halbzeit nicht mehr geschafft. Da haben wir die Bälle viel zu schnell verloren und somit konnte Gladbach Druck aufbauen. Dann verlieren wir das kurz vor Schluss noch 1:2. Das ist natürlich sehr bitter für uns.“
    ... zur Leistung von Marcus Thuram: „Ich glaube, Gladbach hat vorne ein paar Jungs, die schwer zu verteidigen sind, die körperlich sehr robust sind. Das wussten wir aber. Beim zweiten Tor prallt der Ball, glaube ich, viermal ab und dann steht er am zweiten Pfosten. Das ist auf jeden Fall schade für uns.“

    Sky Experte Mladen Petric ...
    ... zum Sieg von Borussia Mönchengladbach:
    „Wenn man die zweite Halbzeit anschaut, ist es durchaus verdient. Sie sind ganz anders aus der Kabine gekommen als in der ersten Halbzeit. Sie haben dann auch deutlich mehr Zweikämpfe gewonnen, waren viel besser im Spiel, haben sich Chancen herausgespielt.“
    ... zur Leistung von Matchwinner Marcus Thuram: „Gladbach ist in der zweiten Hälfte schon besser im Spiel gewesen, aber als er dann reingekommen ist, haben sie sich deutlich gesteigert. So kann es gehen. Unter der Woche hat er nicht viel gemacht, heute dann erst auf der Bank gesessen, aber dann den Unterschied ausgemacht.“
    ... zur Frage, wie lange Borussia Dortmund Jadon Sancho halten kann: „Wenn er so weitermacht, wird es extrem schwer für den BVB, ihn über die nächste Saison hinaus zu halten. Wenn da die ganz großen Vereine in England, ManCity oder auch Liverpool, anklopfen und Manchester United hat auch schon bekannt gegeben, dass er das große Transferziel ist, dann wird es schwer für Dortmund.“

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