Bayern-Trainer Kovac nach 3:2 in Paderborn unglücklich: „Das haben wir uns anders vorgestellt“
  • Kimmich zum Torrekord von Lewandowski: „Zehn Stück sind natürlich eine Hausnummer, eine extreme Quote“
  • Mainz-Trainer Schwarz nach der ersten Gelb-Roten Karte: „Wahrscheinlich war es mein Gesichtsausdruck“
  • Niederlechner nach Eigentor: „Letzte Woche war ich der Torjäger, heute der Depp“

    Unterföhring, 28. September 2019 -
    Die wichtigsten Stimmen zu den Samstagnachmittagspartien des 6. Spieltages der Fußball-Bundesliga bei Sky

    Niko Kovac (Trainer FC Bayern München): „Ich bin mit den Punkten zufrieden, mit der Leistung nicht. Das haben wir uns anders vorgestellt. Die Chancen waren da, dass wir das Spiel in der ersten Halbzeit entscheiden. Das haben wir nicht getan, und dann läuft so ein Spiel, wie es eben läuft. Es ist immer eng, so ein Spiel kann zum Schluss auch in die Hose gehen.“

    Joshua Kimmich (FC Bayern München) …
    ... zum Spiel:
    „Wir haben es nicht gut gemacht. In der ersten Halbzeit war es ein gefühlt offenes Spiel mit den deutlich besseren Torchancen für uns. Nach dem 2:0 muss das Spiel eigentlich gelaufen sein. Wir bringen den Gegner ins Spiel, die es auch mutig und gut gemacht haben. Aber über 90 Minuten hat uns die Dominanz gefehlt, die wir eigentlich haben wollen. Vielleicht haben wir nicht so zielstrebig auf das 3:0 gespielt, sondern waren in den Köpfen durch, dass das 2:0 reicht. Wir machen uns das Leben unnötig schwer und hätten dominanter spielen müssen. Wir haben mal wieder zu einfache Fehler gemacht.“
    ... zum Torrekord von Lewandowski: „Eine extreme Quote, Tore helfen uns natürlich. Vor allem, wenn man ein Spiel mit einem Tor Unterschied gewinnt, dann ist jedes Tor wichtig. Zehn Stück sind natürlich eine Hausnummer."

    Steffen Baumgart (Trainer SC Paderborn): „Unabhängig vom Ergebnis hat die Mannschaft ein Riesen-Spiel geliefert. Wir haben ja nicht gegen irgendjemanden gespielt. Wir haben frei aufgespielt und hatten keine Angst. Wir hatten die ein oder andere gute Möglichkeit aus dem Rückraum. Wir bleiben dran, spielen weiter, das macht dann auch irgendwo stolz, aber trotzdem ärgert es auch einen gleichzeitig.“

    Kai Pröger (Torschütze SC Paderborn): „Wir haben in den meisten Spielen gute Spiele gemacht. Es ist schon ärgerlich, sich nicht mal zu belohnen. Gerade gegen die Bayern sich zu belohnen wäre eine andere tolle Geschichte gewesen. So würde ich das einstufen, dass wir uns in den ganzen Spielen nicht belohnt haben.“

    Luca Kilian (SC Paderborn): „Wir haben bis zur letzten Sekunde gekämpft und versucht, das Spiel noch in unsere Richtung zu lenken. Dass es am Ende nicht geklappt hat, ist wahrscheinlich auch der Qualität der Bayern geschuldet. Wir haben uns nichts vorzuwerfen.“

    David Wagner (Trainer Schalke 04) ...
    ... zum Spiel:
    „Wir sind ja jetzt nicht ganz ohne Idee hierhergefahren. Ein bisschen was haben wir uns auch überlegt. Wenn zwei so Mannschaften aufeinandertreffen, die so gut sind, dann entscheiden manchmal auch Standardsituationen, zumindest den Spielverlauf oder die Richtung. Das erste Tor war genau so gewollt, hat super geklappt. Die ein oder andere Idee, die wir heute hatten, war wahrscheinlich nicht ganz die schlechteste.“
    ... zu Amine Harit: „Für mich hat er heute eines seiner besten Spiele gemacht. Insbesondere taktisch, er hat ganz clever gespielt und sich in cleveren Räumen aufgehalten. Tor gemacht, Tor vorbereitet, das war eine gute Leistung. Er hat viel gearbeitet wie die ganze Mannschaft, das war schon richtig gut.“

    Alexander Nübel (Kapitän Schalke 04) …
    ... zum Spiel:
    „Mit Mentalität schlägt man meistens Qualität, das gehört jede Woche dazu. Das beweisen wir Woche für Woche. Davor war es ein gutes Spiel, das Tor muss nicht sein. Ich habe mich zu früh entschieden zu fausten, dann kriegst du so ein Ding. Das tut sehr weh, weil wir sonst wahrscheinlich zu Null gespielt hätten. Ansonsten zählt für mich nur der Sieg.“
    ... zur aufmunternden Reaktion der Fans nach dem Gegentor: „Das freut einen natürlich und baut einen ein Stück weit auf.“

    Julian Nagelsmann (Trainer RB Leipzig): „Ich bin keiner, der sich in Ausreden verflüchtigt. Deswegen zählt mehr die eigene Leistung. Wir hatten ein extrem schlechtes Entscheidungsverhalten gehabt in der ersten Halbzeit in vielen Situationen, wo wir klar besser waren als der Gegner und uns im letzten Moment immer falsch entscheiden. Insgesamt hatten wir im vorderen Drittel kaum Ballhaltezeiten, waren sehr Ballunsicher in der vordersten Linie, und deswegen haben wir hier genug zu tun.“

    Marcel Halstenberg (RB Leipzig): „Man kann schon sagen, dass es ein Mentalitätsspiel war. Wir sind 0:2 in Rückstand gegangen und dann wird es natürlich schwer. Wir probieren alles, schaffen dann hinten raus den Anschlusstreffer, aber wirklich eng war es dann nicht.“

    Manuel Gräfe (Schiedsrichter): „Für mich sah es im Spiel so aus, dass der Schalke-Spieler den Elfmeter ziehen wollte. Dass er das Bein ein bisschen nach hinten ausgestreckt hat und dass er auf den minimalen Kontakt gewartet hat, den es auch gab. Für mich hat es dann nicht ausgereicht, auf Strafstoß zu entscheiden. Dann kam der Videoassistent, der meinte, dass der Kontakt doch deutlich klarer sei und es ein Strafstoß sei. In dem Augenblick, in dem ich rausgehe, geht es nicht mehr darum, ob es eine klare Fehlentscheidung ist. Von dem Augenblick an geht es darum, die richtige Entscheidung zu treffen. Ich habe es mir lange angeschaut und es gibt für mich noch auch Argumente zu sagen, dass er den Kontakt sucht. Er macht es geschickt, der Verteidiger ist ungeschickter als der Stürmer geschickt.“

    Marco Rose (Trainer Borussia Mönchengladbach): „Wir sind ganz am Anfang der Saison und der Entwicklung der Dinge, die wir umsetzen wollen. Also da geht sicher noch einiges. Die Jungs sind fleißig und ich freue mich sehr, dass sie mit einem guten Gefühl nach Hause fahren dürfen. Jetzt ist es wichtig, dass wir hungrig bleiben und versuchen, nachzulegen.“

    Benjamin Hübner (TSG 1899 Hoffenheim): „Das ist ein bisschen eine Floskel, aber es ist so, wenn du die Chancen nicht machst, dann kriegst du sie hinten. Das Ergebnis fällt deutlich zu hoch aus. Wir hatten gute Chancen und müssen zusehen, dass wir die reinkriegen mit aller Macht. Dann gibt es vielleicht ein anderes Ergebnis.“

    Sandro Schwarz (Trainer 1. FSV Mainz 05) ...
    ... zu seiner Gelb-Roten Karte:
    „Ich glaube, dass es mit meiner Emotionalität zu tun hatte. Ich weiß es jetzt nicht, dementsprechend habe ich die Gelb-Rote Karte bekommen. Es ist ärgerlich. Irgendwas werde ich schon gesagt haben. Wahrscheinlich war es mein Gesichtsausdruck, keine Ahnung.“

    Daniel Brosinski (1. FSV Mainz 05): „Jede Woche das gleiche. Heute war es kein gutes Spiel, aber wir haben trotzdem vier bis fünf gute Chancen gehabt. In der zweiten Halbzeit kriegen wir den Ball einfach nicht über die Linie. Es fehlt auch ein bisschen das Glück, das ist sehr ärgerlich.“

    Wout Weghorst (VfL Wolfsburg): „Als Mannschaft haben wir heute wieder sehr hart dafür gearbeitet. Wenn du als Mannschaft spielst und 100 Prozent gibst, dann bekommst du, was dir zusteht. Das waren heute drei Punkte.“

    Florian Niederlechner (Eigentorschütze FC Augsburg): „Ich wollte meinen Schädel reinhalten, weil ich gesehen habe, dass der Bender auch dasteht. Wenn ich nicht hingehe, macht ihn vielleicht der Bender, so habe ich ihn blöderweise reingemacht. Letzte Woche war ich der Torjäger, heute der Depp. So ist das im Fußball ab und zu, es geht weiter.“

    Sven Bender (Bayer 04 Leverkusen): „Ich habe gar nichts mitbekommen. Ich bin zur Outlinie gegangen und die Jungs haben gesagt, der Ball war drinnen. Passt, alles gut.“

    Kevin Volland (Torschütze Bayer 04 Leverkusen): „Es war ein gutes Spiel von uns. In der ersten Halbzeit mussten wir entgegenhalten und haben Augsburg nicht ins Spiel kommen lassen. Sie sind eine physisch starke Mannschaft, sie wollten heute Zweikämpfe führen und das haben wir vermieden. Wir haben in der zweiten Halbzeit rechtzeitig den Sack zugemacht.“

    Sky Experte Dietmar Hamann ...
    ... zum Elfmeter für Schalke:
    „Es muss eine klare Fehlentscheidung sein. Es ist ein leichter Kontakt da, für mich nicht genug. Deswegen hat es mich gewundert, dass Gräfe seine Entscheidung zurücknimmt und Elfmeter gibt. Ich bin der Meinung, dass es ein Elfmeter ist, den man geben kann, aber nicht muss.“
    ... zur Leistung von Paderborn: „Der Trainer kann es wahrscheinlich irgendwann nicht mehr hören. Sie haben sich teuer und gut verkauft und stehen jetzt wieder ohne Punkte da. Sie sind zweimal zurückgekommen, deswegen Sonderlob für die Paderborner.“
    ... zu den Bayern: „Die Bayern spielen nicht gut, es ist vieles Stückwerk. Sie haben eine richtig gute Stimmung in der Mannschaft und haben Achtung und Respekt voreinander. Das ist anders als in den vergangenen Jahren. Von der allgemeinen Leistung her haben sie noch viel Luft nach oben.“

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