• FC-Torhüter Horn resümiert: „Alles was schieflaufen kann, ist heute schiefgelaufen“
  • FC-Geschäftsführer Veh bewahrt Ruhe: „Wir werden nicht nervös werden“
  • Lob von Vorstand für Waldschmidt: „Haben ihn gebraucht und auch so eine Einzelaktion“
  • Sky Experte Wolf von Joker-Mentalität angetan: „Spricht für den Charakter von Waldschmidt“

    Unterföhring, 29. September 2019 -
    Die wichtigsten Stimmen zu den Sonntagsspielen des 6. Spieltages der Fußball-Bundesliga, Fortuna Düsseldorf vs. SC Freiburg (1:2) sowie 1. FC Köln vs. Hertha BSC (0:4) bei Sky.

    Achim Beierlorzer (Trainer 1. FC Köln) ...
    ... zur Frage, ob er nun unter Druck steht:
    „Der Druck ist in unserem Job doch immer da. Aber mir ist nicht angst und bange, weil ich nicht hergehe und sage: Ich habe etwas zu verlieren. Es geht um den 1. FC Köln und ich bin der Cheftrainer des 1. FC Köln und wir werden an diesen Punkten intensiv arbeiten. Heute haben wir so verteidigt, wie es der Liga nicht würdig ist. Das muss man ganz klar so sagen. Das habe ich auch der Mannschaft so gesagt. Dass wir trotz alldem Situationen sehr, sehr gut ausgespielt haben. Uns Chancen erspielt haben, wo wir dann auch die Null stehen haben, das sind Aspekte, wo wir ganz gezielt arbeiten müssen. Dafür steh ich und das werde ich tun.“
    ... zur aktuellen Situation (vor dem Spiel): „Es ist das sechste Spiel, wir haben drei Punkte, damit können wir nicht zufrieden sein. Wir wollen punkten und genau deshalb hat dieses Spiel eine gewisse Brisanz. Sechs Punkte täten uns einfach gut.“
    ... zu Benno Schmitz (vor dem Spiel): „Benno hat eine ungemeine Erfahrung auf dieser Position. Dadurch, dass wir schon auf Raphael Czichos verzichten mussten, war mir Erfahrung in dem Bereich jetzt einfach wichtig.“

    Timo Horn (Torwart 1. FC Köln) ...
    ... zum Spiel:
    „Alles was schieflaufen kann, ist heute schiefgelaufen. Es fängt in der zweiten Minute an, wo Dominik Drexler sich in der ersten Aktion verletzt. Geht über die schlecht verteidigte Situation zu dem 0:1 drüber hinweg und wenn du dann in der 30. Minute hier vom Platz fliegst und mit einem Mann weniger dem Ergebnis hinterherrennst, dann wird es natürlich nicht einfacher. Nichtsdestotrotz müssen wir uns natürlich wehren und unser Tor verteidigen. Ibisevic kommt rein, hat zwei Aktionen und macht zwei Tore, aber einfach als wir, kann man es ihm nicht machen in diesen Situationen. Da müssen wir viel aggressiver dranbleiben und verteidigen.“
    ... zur Roten Karte: „Es ist immer schwer, mit einem Mann weniger zu verteidigen, aber man darf im eigenen Stadion nicht untergehen, sondern muss sich weiter reinwerfen und alles dafür tun, dass so ein 0:4 hier nicht passiert. Natürlich ist das ein Rückschlag, aber wir stehen wieder auf.“

    Armin Veh (Geschäftsführer 1. FC Köln) ...
    ... zum Spiel:
    „Es ist unheimlich viel schiefgelaufen. Wir waren gut im Spiel, haben auch eigentlich die Möglichkeiten gehabt, in Führung zu gehen, hätten in Führung gehen müssen und kriegen dann aus dem Nichts ein Tor, das nicht fallen darf. Das haben wir schlecht verteidigt, so wie wir auch andere Situationen heute schlecht verteidigt haben. Die Rote Karte noch dazu. Wobei die Mannschaft in der zweiten Halbzeit mit zehn Mann wirklich alles versucht hat, den Anschluss zu machen. Aber es sind die Gegentore zu leicht gefallen.“
    ... zur aktuellen Situation: „Der Mannschaft werfe ich gar nichts vor. Wir werden nicht nervös werden, was das anbelangt. Wir wissen natürlich, dass wir jetzt am sechsten Spieltag darum kämpfen, die Klasse zu erhalten. Das wissen wir, aber das beunruhigt uns nicht. Da bin ich felsenfest von überzeugt, dass wir der Liga gewachsen sind. Wichtig ist, wie wir intern damit umgehen. Wir werden Lösungen finden, davon bin ich überzeugt.“
    ... zur Roten Karte: „Für mich hätte es Gelb auch getan. Aber ist ja klar, dass ich das jetzt sage.“

    Ante Covic (Trainer Hertha BSC) ...
    ... zum Spiel:
    „Für mich ist wichtig, dass wir heute als Mannschaft einen souveränen Auswärtsauftritt hatten. Wir haben die Woche im Training gesagt, dass wir bessere spielerische Elemente im Spiel benötigen, und heute haben wir sie auch gezeigt.“
    ... zu Ibisevic: „Wir sind glücklich, Stürmer zu haben, die treffen, was wir auch vorher schon wussten. Es ist wichtig, dass der Knoten bei den Jungs platzt. Er betreibt unter der Woche einen großen Aufwand und hat eine überragende Vorbereitung gespielt, in ein leichtes Loch gefallen ist. Ich glaube, mit dem Spiel heute, hat er sich heute seinen Lohn zurückgeholt.“

    Vedad Ibisevic (Doppeltorschütze und Kapitän Hertha BSC) ...
    ... zur Frage, dass es sicherlich nicht einfach sei, von der Bank zu kommen:
    „Doch, für mich ist das sehr einfach. Ich habe meine ganze Karriere sehr hart gekämpft, um dahin zukommen, wo ich jetzt bin und ich bin mir meiner Situation sehr bewusst. Ich bin 35 Jahre alt und das kann schon vorkommen, dass ein „alter Mann“ auf der Bank sitzt.“
    ... zur Frage, ob es normal ist, zwei Tore nach einer Einwechslung zu schießen: „Nein, das ist nicht normal, aber ich will das unbedingt machen. Davon lebt ein Stürmer. Ich mache die Wege. Manchmal hat man Glück, dass die Bälle genauso kommen und so war es zweimal. Eine tolle Sache für mich, aber vor allem für unsere Mannschaft.“
    ... zur Frage, wie groß die Bedeutung des Siegs ist: „Eine sehr große. Wir haben uns schwer getan am Anfang der Saison und sicherlich sehr viel Selbstbewusstsein verloren. Eine junge Mannschaft wie unsere, kann das nicht so einfach wegstecken und das hat man auch gespürt. Aber die letzten zwei Spiele können uns helfen, das Selbstvertrauen zurückzuholen.“

    Adam Bodzek (Fortuna Düsseldorf) ...
    ... zum Spiel und der Frage, wie hoch das Frustpotenzial ist:
    „Das ist nach dem Spiel immer groß. Nicht auf die Gesamtsituation. Ich glaube, dass wir schon viele Chancen jetzt vergeben haben, zu punkten. Das ist ärgerlich. Ich glaube, das war ein Unentschieden-Spiel, wo eine Situation das Siel entscheiden kann und das ist dann leider auf der Freiburger Seite gewesen. Wir haben kurz davor die Chance zum 2:1, das ist heute natürlich sehr bitter.“
    ... zur aktuellen Situation: „Ich bin aber guten Mutes. Das haben wir letztes Jahr auch schon einmal durchgemacht so eine Phase und da sind wir gestärkt rausgekommen. Es ist natürlich bitter, dass wir nicht punkten. Aber im Großen und Ganzen müssen wir das Vertrauen in uns beibehalten.“
    Jochen Saier (Vorstand Sport SC Freiburg) ...
    ... zum Spiel:
    „Das war ein richtig, richtig anstrengendes Spiel. Ganz viele strittige Zweikämpfe, ganz große Emotionalität, die Fans waren da. Es war richtig schwierig, zumal wir mit dem Elfmeter das Tor auf dem Fuß hatten. Gerade in der ersten Halbzeit hatten wir nicht die Chancen, nicht die Aktivität in die Tiefe, die wir uns vorgestellt hatten. Jetzt haben wir dieses Jahr die Qualität in der Breite, gut zu wechseln, uns auch noch einmal besser zu machen im Spiel. Luca macht das hervorragend. “
    ... zu Luca Waldschmidt und der Frage, ob ihm das Tor gutgetan hat: „Es tut jedem gut und ihm in dieser Phase ganz besonders. Er hat ja gar nicht so wenig gespielt, wie es immer von außen heißt. Aber genau diese Momente sind sein. Wenn er reinkommt und den Lauf macht und aufzieht, dann hat er mit links einen super Abschluss. Heute haben wir ihn gebraucht und auch so eine Einzelaktion, um zu gewinnen, weil es schon ein zäher Ritt war heute.“

    Sky Experte Hannes Wolf ...
    ... zu Joker Luca Waldschmidt:
    „Es soll ja Spieler geben, die von der Bank kommen und sich nicht freuen können mit der Mannschaft. Das ist bei ihm ganz anders. Das ist ganz, ganz hohe Qualität, den Ball da reinzuschießen. Der Jubel hat mir mindestens genauso gut gefallen, wie das Tor. Das Lächeln im Gesicht – zu der Mannschaft, zu den Fans – das spricht dann einfach für den Charakter von Luca Waldschmidt.

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