• Für BVB-Sportdirektor ist „Plan vom Trainer komplett aufgegangen“
  • Trotz Niederlage kann Nagelsmann „meinem Team nicht viel vorwerfen“
  • Werner stellt sich vor Teamkollegen: „So jungen Spielern kann man solche Fehler mal zugestehen“
  • Sky Experte Dietmar resümiert: BVB hat „schlecht gespielt“ – Leipzig „nach vorne ohne Durchschlagskraft“

    Unterföhring, 2. Oktober 2019 -
    Die wichtigsten Stimmen zu den Mittwochspartien des 2. Spieltages der Champions-League-Gruppenphase, u.a. Slavia Prag – Borussia Dortmund (0:2) und RB Leipzig – Olympique Lyon (0:2) sowie FC Liverpool – FC Salzburg (4:3), bei Sky.

    Lucien Favre (Trainer Borussia Dortmund) ...
    ... zum Spiel und Gegner Prag:
    „Sie sind eine sehr, sehr gute Mannschaft, sie laufen viel, sie sind immer in Bewegung. Wir haben am Ende 2:0 gewonnen.“
    ... zur Vorbereitung auf Prag (vor dem Spiel): „Wir haben ein paar Sachen anders gemacht. Wir sollten etwas Neues probieren. Es war ein bisschen zu einfach. Für mich waren es hauptsächlich Antizipationsfehler, die ein Tor gebracht haben.“
    ... zu Mario Götze, der nicht in der Startelf steht (vor dem Spiel): „Ich habe immer gesagt, dass wir rotieren werden. Götze hat gegen Frankfurt sehr gut gespielt, aber wir müssen weiter rotieren. Wir spielen alle drei Tage, das wird auch anderen Spielern passieren.“

    Marco Reus (Kapitän Borussia Dortmund) ...
    ... zum Spiel und der Frage, wie viel Last abgefallen ist:
    „Wir sind das Spiel heute ganz normal angegangen. Wir wussten, dass sie sehr heimstark sind, dass sie lange zuhause nicht mehr verloren haben und das hat man auch in der zweiten Halbzeit gesehen. Aber wir haben die ganzen 90 Minuten dagegengehalten, die Zweikämpfe angenommen und hätten meiner Meinung nach, das 2:0 etwas früher machen können. So haben wir es etwas spannend gehalten, die ganze Partie und sind sehr zufrieden, dass wir gewonnen haben.“
    ... zur spielerischen Leistung: „Wir wissen, dass wir erst über die Zweikämpfe kommen müssen und dass wir konstant präsent sein müssen. Nicht nur heute, sondern auch in den nächsten Wochen. Erst danach kommt das Spielerische.“

    Julian Brandt (Borussia Dortmund) ...
    ... zum Spiel:
    „Man neigt natürlich dazu, solche Siege der Selbstverständlichkeit zuzuordnen, aber das war es heute nicht."

    Michael Zorc (Sportdirektor Borussia Dortmund) ...
    ... zum Spiel:
    „Wir sind sehr glücklich und natürlich auch erleichtert, weil wir die letzten Spiele nicht gewonnen haben. So ein Sieg ist nicht zu ersetzen. Wir haben zuletzt viel getan und einige Fehler gemacht. Heute haben wir besonders in der ersten Halbzeit eine gute Leistung gezeigt. In der zweiten Halbzeit haben wir dann ein bisschen die Kontrolle über das Spiel verloren.“
    ... zu Achraf Hakimi: „Hakimi hat heute über die rechte Außenbahn ein überragendes Spiel gemacht und für uns das Spiel entschieden. Wir haben gehofft, dass wir heute die Räume kriegen, die er dann auch durch seine Schnelligkeit genutzt hat. Der Plan vom Trainer ist komplett aufgegangen. Er ist extrem wichtig für uns.“
    … zu Julian Brandt: „Für ihn eine ungewohnte Rolle. Aber er bringt extrem viel mit. Er bringt Laufstärke mit, er kann mit den anderen kombinieren. Er musste viel von den Innenverteidigern einstecken, aber er hat das sehr gut gemacht.“
    … zur Frage, ob über Kampf das Ergebnis erzielt werden kann: „Das war das Problem die letzten Wochen, als wir das Spiel scheinbar dominiert haben, geführt und den Sack nicht zugemacht haben und einfach nicht ergebnisorientiert gespielt haben. Das haben wir heute hervorragend umgesetzt.“

    Sebastian Kehl (Leiter Lizenzspielerabteilung Borussia Dortmund) ...
    ... zum Spiel (vor dem Spiel):
    „Wir brauchen heute ein Erfolgserlebnis. Wie hoch das Ergebnis am Ende sein wird, ist eigentlich Wurst. Wir brauchen heute ein gutes Spiel und ein gutes Ergebnis und dafür müssen wir heute viel investieren.“
    ... zur aktuellen Situation (vor dem Spiel): „In solchen Phasen helfen nur Siege. Natürlich wissen wir um die Anspannung im Moment. Wir haben natürlich in den letzten Tagen die Situation mitverfolgt und analysiert. Aber jetzt wir hier einen neuen Wettbewerb und heute eine große Möglichkeit zu gewinnen. Obgleich wir wissen, wie stark Prag ist.“

    Julian Nagelsmann (Trainer RB Leipzig) …
    ... zum Spiel:
    „Wir haben ein gutes Spiel gemacht, waren klar überlegen und haben eigentlich keine Chancen zugelassen. Trotzdem bekommen wir zwei Tore durch individuelle Fehler, die so auch nicht in der Kreisliga passieren dürfen. Das sind zwei Fehler, die mal vorkommen, aber grundsätzlich nicht passieren sollten. Wir haben vier Supermomente, die wir nicht ausspielen. So haben wir verloren, auch wenn es meiner Meinung nach sehr unverdient ist. Ich kann meinem Team nicht viel vorwerfen. Wir hatten eine gute Einstellung und waren auch deutlich stärker als der Gegner.“
    … zur Frage, ob die fehlende Erfahrung Grund für die Fehler von Ibrahima Konaté und Dayot Upamecano waren: „In beiden Fällen ist es ein Kommunikationsfehler. Wir sprechen nicht miteinander. Bei beiden Toren sind sie sich nicht einig, wer den Ball nimmt. Das ist nichts, was man durch gutes Training abstellen kann. Das passiert nun mal, auch, wenn es sehr ärgerlich ist.“
    … zum Gegner Lyon (vor dem Spiel): „Wenn du mit dem Rücken zur Wand stehst, dann kannst du nur nach vorne. Das ist auch eine Gefahr für uns. Es liegt an uns, wie sichtbar wir die Krise machen. Wenn wir mit einer guten Einstellung auf den Platz gehen, aggressiv sind, gut verteidigen, mutig spielen und eine gute Haltung haben, dann sieht man es schon. Wenn wir das nicht machen, dann werden sie ihre Qualität auf den Platz bringen.“

    Timo Werner (RB Leipzig) ...
    ... zum Spiel:
    „Ich glaube, dass wir im Großen und Ganzen kein schlechtes Spiel gemacht haben. Wir haben hinten zwei Fehler gemacht, die so nicht sein dürfen und vorne – hauptsächlich in meiner Person – die Torchancen nicht reingemacht. Dann verliert man so ein Spiel.“
    … zu den Fehlern von Ibrahima Konaté und Dayot Upamecano: „Wir spielen Champions League. Die Jungs sind noch 21, 22, die haben die letzten Spiele auf einem sehr hohen Niveau gespielt. So jungen Spielern kann man solche Fehler mal zugestehen. Ich glaube, ein Boateng oder ein Hummels waren mit 21 auch noch nicht fehlerfrei.“
    ... zur eigenen Torflaute in der CL: „Von verhext will ich nicht sprechen. Ich hatte das Ergebnis heute mit auf dem Fuß. Ich hätte entscheiden müssen, dass das heute anders gelaufen wäre. Mir tut es leid für die Mannschaft.“

    Jürgen Klopp (Trainer FC Liverpool) ...
    ... zum Spiel:
    „Anfangs war es überragend. Wir waren überall und waren bärenstark wir haben alles gemacht was Salzburg nicht wollte, das wir es machen. Ich glaube, das 2:0 war eines der schönsten Tor, was ich je gesehen habe. Aber dann haben wir den Fehler gemacht, wir haben dann am Ende zu hektisch gespielt. Das Problem ist, dadurch dass wir zu viele Bälle hektisch abgegeben haben, anstatt das Spiel wirklich aktiv zu kontrollieren. Es war eine ganz wichtige Lektion, die wir heute bekommen haben. Heute haben wir einen schönen Schlag ins Gesicht bekomme von Salzburg. Ich bin ganz glücklich, dass wir die Lektion praktisch im Spiel noch regeln konnten.“
    ... zum Spiel und Salzburg (vor dem Spiel): „Ihr könnt mit dem Understatement aufhören. Wenn nicht relativ viel Pech dazu gekommen wäre, wären sie in den letzten Jahren schon ab und zu mal in der Champions League dabei gewesen. In der Europa League haben sie schon aufgezeigt, was möglich ist. Wir müssen den Gegner spüren lassen, dass es gegen uns nochmal anders ist, als gegen jeden anderen.“

    Sky Studiogast Mladen Petric (ehemaliger Nationalspieler Kroatien) …
    … zum Spiel von RB Leipzig:
    „Leipzig hat sich heute selbst geschlagen.“
    … zur Leistung von Julian Brandt: „Mit den zwei Assists denkt man: fantastisches Spiel. Aber ich finde, im Spiel hat man ihn sonst nicht gesehen, außer in diesen zwei Aktionen. 29 Prozent gewonnene Zweikämpfe ist schon sehr schlecht.“
    … zum Spiel des BVB: „Sicherlich ist der Sieg sehr gut für das Gemüt. Aber da muss schon auch ein bisschen mehr kommen. Sie haben noch ein bisschen zu viel zugelassen. Ich glaube, dass es gegen eine Mannschaft, die vorne etwas besser besetzt gewesen wäre, schon geklingelt hätte.“
    … zu Borussia Dortmund (vor dem Spiel): „Bei den Zielen, die man Anfang der Saison ausgegeben hat, ist es normal, wenn man man Punkte liegen lässt, dass dann Gesprächsthema da ist. Das ist noch so früh in der Saison, da ist es noch ein bisschen übertrieben jetzt.“

    Sky Experte Dietmar Hamann …
    … zum Spiel des BVB:
    „In der ersten Halbzeit haben sie den Ball phasenweise noch gut laufen lassen. In der zweiten Halbzeit waren sie gefühlt 45 Minuten unter Druck. Sie haben schlecht gespielt. Das war wirklich schwer anzuschauen. Natürlich kann man nicht zu kritisch sein. Sie haben das erste Mal wieder eine Führung verteidigt, auswärts in der Champions League. Aber spielerisch müssen sie sich schon steigern.“
    … zum Borussia Dortmund (vor dem Spiel): „Ich habe das Gefühl, dass die Mannschaft sich momentan hinter Lucien Favre versteckt. Denn, wenn sie gut spielt, dann ist die Mannschaft gut. Wenn sie verliert, wie in Berlin, bei Union, dann ist der Trainer schuld. Dann geht diese Diskussion wieder los. Was mir aufgefallen ist, ist die fehlende Selbstkritik. Dass jeder auf den anderen schaut, aber nicht auf sich selbst. Ich glaube, sie wären gut beraten, mal ihre eigene Leistung zu hinterfragen, bevor sie sich über eigene Mitspieler Gedanken machen.“
    … zum Spiel von RB Leipzig: „Ich hätte schon erwartet, dass sie heute in der Lage sind, ein Ausrufezeichen zu setzten. Sie waren nach vorne ohne Durchschlagskraft und sie haben zwei eklatante Fehler gemacht. Die zwei Fehler haben sie das Spiel gekostet.“


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