• Kohfeldt mit Remis zufrieden: „Sehr guter und wichtiger Punkt in Frankfurt“
• Rode enttäuscht: „Leider nur einen Punkt mitgenommen“
• Fischer bemängelt: Union fehlt „die letzte Konsequenz“
• Sky Experte Bruchhagen sieht Wolfsburg nicht als Meisterkandidat: „Da gehört schon sehr viel Phantasie dazu“

Unterföhring, 6. Oktober 2019
- Die wichtigsten Stimmen zu den Sonntagsspielen des 7. Spieltages der Fußball-Bundesliga, VfL Wolfsburg vs. Union Berlin (1:0) sowie Eintracht Frankfurt vs. SV Werder Bremen (2:2), bei Sky.

Marcel Schäfer (Sportdirektor VfL Wolfsburg) ...
... zum Spiel:
„Wir haben einen 1:0-Heimsieg eingefahren. Ich glaube, dass wir verdient gewonnen haben. Wir haben die eine oder andere Möglichkeit zu Beginn des Spiels ausgelassen. Dass Union hier und da immer mal wieder gefährlich wurde, hat man gesehen. Aber ich denke, der Sieg geht total in Ordnung.“
... zur Frage, ob man sich während des Spiels mit dem knappen Ergebnis unnötig in Gefahr gebracht hat: „Wenn man den Spieltag so betrachtet, kann man sich nie sicher sein. Wenn man überhaupt was bemängeln könnte, dann, dass wir die eine oder andere Chance zu Beginn des Spiels ausgelassen haben. Dann wären wir vielleicht richtig in Fahrt gekommen. Trotzdem haben die Jungs das sehr gut gelöst. Wir sind nach wie vor ungeschlagen – in der Europa League und in der Bundesliga. Da sind wir sehr happy drüber.“
... zum zweiten Platz in der Bundesliga: „Das ist eine Momentaufnahme. Wir wollen weiter Punkte sammeln. Das ist uns bis dato ganz gut gelungen.“

Wout Weghorst (Torschütze VfL Wolfsburg) ...
... zum zurückgenommenen Elfmeter:
„Da sind viele Leute, die sich das angucken. Der Schiri hat das auch noch einmal angeguckt. Ich weiß es nicht. Es ist mir am Ende aber auch scheißegal. Wir haben unseren verdienten Sieg geholt. Wenn es 0:0 geblieben wäre, wäre es vielleicht etwas anderes gewesen, aber jetzt ist es mir scheißegal.“

Urs Fischer (Trainer Union Berlin) ...
... zum Spiel:
„Die Mannschaft hat es toll gemacht, aber am Schluss fehlt das Resultat. Du verlierst 1:0. Unnötig. Aber du musst eben auch mal einen reinhauen. Ich glaube, wir hatten heute genug Möglichkeiten, um ein Tor zu erzielen. Schade.“
... zur Frage, was Union Berlin fehlt: „Irgendwo am Ende die letzte Konsequenz. Ich glaube, wir verteidigen heute sehr gut über 90 Minuten, haben viele Momente in der Vorwärtsbewegung. Da musst du noch konsequenter werden. Du musst zumindest ein Tor schießen, eines bekommst du meistens. Die Möglichkeiten waren heute da.“

Bastian Dankert (Schiedsrichter) ...
... zum zurückgenommenen Elfmeter:
„Es war ein Haltevorgang des Abwehrspielers von Union Berlin gegen den Wout Weghorst und da habe ich auf Strafstoß entschieden. Im Nachgang muss natürlich auch die Angriffsphase geprüft werden, was passiert, bis zu diesem Strafstoß. Da kam es zu einem Handspiel, einer aktiven Bewegung des Spielers Weghorst zum Ball mit der Schulter. Das sagte mir auch mein Videoassistent.“

Sebastian Rode (Torschütze Eintracht Frankfurt) ...
... zum Spiel:
„Wir haben ein gutes Spiel gemacht, aber leider nur einen Punkt mitgenommen.“
... zu seinem Tor: „Das war klasse. Ich wusste sofort, den habe ich überragend getroffen. Dann schlägt der hinten im Eck ein. Ich treffe nicht allzu oft und daher war das Tor umso schöner.“
... zu Frage, ob er mit dem Verlauf der bisherigen Saison einverstanden ist: „Bisher eigentlich schon. Wir hatten einen Aussetzer in Augsburg. Da hätten wir gerne gewonnen. Im weiteren Verlauf haben wir ordentlich gepunktet. Es gibt natürlich noch Verbesserungsbedarf, aber es ist in Ordnung.“

Marco Russ (Eintracht Frankfurt) ...
... zur Frage, wie er nach dem Achillessehnenriss sein Comeback plant (vor dem Spiel):
„Ich plane mein Comeback, aber ich habe mir keinen Zeitpunkt gesetzt. Ich bin 34 Jahre alt, mein Vertrag läuft im Sommer aus und ich muss jetzt schauen, dass ich gesund werde. Das ist das Wichtigste. Ich hoffe natürlich, dass es so schnell wie möglich geht. Ich hatte gestern einen Kontrolltermin. Für den Stand jetzt sieht es sensationell aus. Es braucht einfach Zeit und Geduld, das ist nicht meine Stärke. Ende Februar, Mitte März vielleicht.“

Florian Kohfeldt (Trainer SV Werder Bremen) ...
... zum Spiel:
„Wir haben ein schönes Fußballspiel gesehen. Nicht das beste meiner Mannschaft, aber für den neutralen Zuschauer ein tolles Fußballspiel.“
... zur Frage, ob er fußballerisch nicht zufrieden war: „Zweite Halbzeit nicht. Erste Halbzeit fand ich ganz gut. Es war klar, dass die Eintracht nach Europa-League-Spielen immer versucht, die ersten 20, 30 Minuten mit ihrer enormen Physis den Gegner zu überrollen. Das haben sie heute versucht, da haben wir gut gegengehalten. Aber in der zweiten Halbzeit waren wir einen Tick zu passiv. Da waren wir zu tief, da haben wir die Leute nicht mehr richtig angelaufen und waren mit Ball zu hektisch. Trotzdem ist das ein sehr guter und wichtiger Punkt in Frankfurt.“
... zu den unterschiedlichen Halbzeiten: „Es fällt uns momentan einfach noch schwer, gegen Top-Mannschaften konstant an einem Plan festzuhalten. Damit meine ich gar nicht unbedingt meinen Plan.“
... zur Frage, ob klar war, wer den Elfmeter schießt: „Davy ist Elfmeterschütze Nummer eins. Danach ist es nicht ganz klar. Ich habe zu Nuri gesagt, wer sich sicher ist, soll schießen. Milot wollte und er hat ihn reingemacht.“
... zur Frage, wie er seinen Geburtstag gefeiert hat (vor dem Spiel): „Ein rauschendes Fest war es nicht. Hoffentlich heute Abend. Gestern war Spielvorbereitung.“
... zur Frage, ob die letzten zwei Trainerjahre seit seinem Debüt gegen Eintracht Frankfurt wie im Flug vergangen sind (vor dem Spiel): „Nein, so würde ich es nicht sagen. Es waren enorm viele Eindrücke in den letzten zwei Jahren und das war mit Sicherheit einer der prägendsten. Hier rauszugehen, in dieses Stadion, was unglaublich laut ist, in einer schwierigen Situation damals als Verein. Das war schon ein sehr besonderer Tag für mich.“
... zum Zwist zwischen dem SV Werder Bremen und Eintracht Frankfurt und ob er Kontakt zu Fredi Bobic hatte (vor dem Spiel): „Ja. Wir haben uns gestern Abend zufällig im Hotel bei uns getroffen. Ich glaube, er wohnt dort in der Gegend. Es gab keinen Zwist. Fredi Bobic hat ein sehr positives Interview über Werder Bremen gegeben, auch meine Person sehr positiv dargestellt. Er hat mir einen Ratschlag gegeben, den man von einer Person, die so lange im Fußball ist, durchaus auch ernst nehmen sollte. Ich persönlich bin der Meinung, dass meine Emotionen in Richtung der Mannschaft sehr wichtig sind. Aber ich habe das eher positiv wahrgenommen, wie er sich mir gegenüber geäußert hat.“

Sky Experte Heribert Bruchhagen ...
... zum Siegtor des VfL Wolfsburg:
„Es war ein hart umkämpftes Spiel. Wolfsburg wirkte in der zweiten Halbzeit ein bisschen ratlos und dann genau kam der Impuls von Brekalo, Weghorst löst sich im richtigen Augenblick. Das war ein blitzgescheiter Moment auf Seiten der Wolfsburger und das führte zum 1:0.“
... zum zweiten Platz des VfL Wolfsburgs: „Es ist aus meiner Sicht eine Momentaufnahme. Es ist ja schön für die Bundesliga, dass alles so eng beieinander liegt. Aber jetzt auf die Idee zu kommen, dass der VfL Wolfsburg oder Borussia Mönchengladbach ein Meisterschaftskandidat wäre, da gehört schon sehr viel Phantasie dazu, dass sagen zu können. Am Ende werden wieder die Arrivierten vorne sein.“
... zur Frage, ob er mit Adi Hütter verlängern würde: „Ich bin überzeugt, dass Adi Hütter über das Jahr 2021 hinaus Trainer von Eintracht Frankfurt sein wird. Denn ich kenne ja die Protagonisten der Eintracht und ihre Beziehung zu Adi Hütter. Sie sind alle voll des Lobes und das Gesamtbild, dass er abgibt, spricht auch für die geleistete Kontinuität.“
... zur Verpflichtung von Andreas Möller als neuen Nachwuchs-Chef und zu den Protesten gegen ihn: „Ich bin nicht mehr intern so drin, um das richtig beurteilen zu können. Er ist ein erfahrener Fußballer, ein Sportsmann und sie müssen sich in Frankfurt darauf verständigen. Die Ultras müssen einsehen, dass die sportlichen Entscheidungen bei den Verantwortlichen liegen und die Verantwortlichen treffen die Entscheidungen aus Überzeugung.“
... zum 2:2 zwischen Eintracht Frankfurt und dem SV Werder Bremen: „Bremen hat nicht aufgeben und der Elfmeter war klar. Ein bisschen war er auch der Kraftlosigkeit geschuldet. Es war ein tolles Fußballspiel zwischen zwei Mannschaften des gehobenen Mittelfelds. Man muss zufrieden sein. Das Ergebnis hätte für die Eintracht vielleicht positiver ausfallen können.“

Für Rückfragen:
O-Ton-Service Sky/ms
eMail: Sky-Sport-PR@sky.de
Mehr Informationen unter www.sky.de