• SG-Torwart Buric: „Das war die richtige Antwort“
• Berlins Drux: „Wir hatten uns mehr ausgemalt“

Flensburg, 06. Oktober 2019
– Sehr geehrte Medienpartner, anbei erhalten Sie eine Stimmensammlung zum Topspiel der LIQUI MOLY Handball-Bundesliga zwischen der SG Flensburg-Handewitt und den Füchsen Berlin (27:23).

Maik Machulla (Trainer SG Flensburg-Handewitt) ...
... zum Spiel:
„Wir haben vorne geduldiger gespielt und den Ball besser laufen lassen. Wir haben viel leidenschaftlicher verteidigt. Natürlich hilft uns auch, dass Buric die Bälle so hält. Die Mannschaft hat gezeigt, dass wir unbedingt gewinnen wollten und ist mit einer großen Leidenschaft angetreten. Das war heute wieder mehr SG als die beiden Spiele gegen Hannover.“
... über Tobias Karlsson: „Ich habe ihn gebeten, in der Halbzeit herunterzukommen. Von der Tribüne sieht man mehr als von der Bank. Er hat ein paar Kleinigkeiten gesagt. Ich habe einen sehr guten Co-Trainer. Da möchte ich ungerne etwas ändern. Wir haben die Gespräche diesbezüglich mit ihm (Karlsson) geführt. Er hat sich dafür entschieden, mit seiner Familie den Lebensmittelpunkt wieder nach Schweden zu legen. Das haben wir schweren Herzens respektiert, ich hätte ihn gerne in einer Funktion hier im Verein gehalten.“
... über den Umgang mit der aktuellen Situation (vor dem Spiel): „Es ist sehr wichtig, dass wir weiterhin eine gute Stimmung in der Mannschaft haben und uns weiter dazu zwingen, positiv zu sein und uns gegenseitig Energie geben. Es ist wichtig, dass wir weiterhin an unseren Weg glauben und ihn gehen wollen. Am Ende hast du aber natürlich mehr Spaß, wenn du gewinnst.“
... zu Holger Glandorf (vor dem Spiel): „Den Glauben habe ich ganz fest. Ich weiß, wie ehrgeizig er ist, dass er selber unbedingt möchte und dass er der Mannschaft helfen möchte. Wir werden ganz, ganz viel investieren und ihm alle Möglichkeiten der Rehabilitation und des schnellen Zurückkommens geben. Aber es braucht leider mehr Zeit, als ich es mir vorgestellt habe und es uns allen lieb ist.“

Johannes Golla (SG Flensburg-Handewitt) ...
... zum Spiel:
„Wir sind natürlich sehr zufrieden. Wir wussten, dass das eine schwere Aufgabe wird. Berlin ist eine Topmannschaft. Das sind heute wichtige Punkte für uns.“
... zu seiner Vertragsverlängerung: „Man muss nicht lange überlegen. Es ist ein Superverein, eine Mannschaft mit viel Perspektive. Da ist die Entscheidung nicht schwergefallen.“
... zum fehlenden Führungsspieler: „Ich sehe mich in der Rolle, dass ich die sportlichen Aufgaben erfüllen will. Das muss zusammenwachsen. Es sind Lücken entstanden, die zu füllen sind. Ich weiß nicht, ob das einer zu 100 Prozent übernehmen muss. Allgemein müssen sich alle mehr einbringen, dann können wir die Lücken als Mannschaft füllen. Das wächst Tag für Tag. Die Hierarchie ergibt sich von allein, aber die muss auch erst wachsen.“

Benjamin Buric (Torhüter SG Flensburg-Handewitt) ...
... zum Spiel:
„Ich war nicht der Matchwinner. Das war Golla. Aber ja, insgesamt war es richtig gut heute. Es ist eine schwere Phase, aber heute war es richtig gut. Ich bin sehr zufrieden mit der Mannschaft.“
... zu den vergangenen Spielen: „Es war richtig schwer für uns. Nach dem Spiel war die Stimmung nicht gut. Aber wir haben uns gefragt: Wollen wir in den Keller oder auf unserem Weg weiter nach vorne? Das war heute die richtige Antwort. Das war ein richtig geiles Spiel.“

Paul Drux (Füchse Berlin) ...
... zum Spiel:
„Wir haben eine deutliche Abschlussschwäche gehabt und viele Bälle liegen lassen. Und wir spielen hinten lange in Unterzahl, das macht es viel zu schwer, da noch einmal heranzukommen. Flensburg war heute einen Tick besser, hat das clever gemacht und die Chancen genutzt. Das müssen wir noch lernen. Die hatten alle ein bisschen Wut im Bauch nach den letzten zwei Spielen. Die haben eine richtig starke Mannschaft, egal ob sie jetzt zwei Spiele verloren haben. Wir wussten, dass sie voll reingehen, vor allem zu Hause sind die immer sehr heiß, da waren wir schon drauf vorbereitet. Flensburg hat am Ende sicherlich einen halben Gang zurückgeschaltet und wir wollten unser Gesicht wahren. Man kann immer in Flensburg verlieren, aber wir haben uns mehr ausgemalt.“

Simon Ernst (Füchse Berlin) vor dem Spiel ...
... zur Entwicklung:
„Wir sind Schritt für Schritt weitergangen, um unser Spiel zu entwickeln. Wir standen zum Anfang der Saison schon gut in der Abwehr, aber da lief es im Angriff noch nicht rund. Das hat ein bisschen gedauert und ist auch dem geschuldet, dass Spieler wie ich neu ins Team gekommen sind. Aber da finden wir mehr und mehr kreative Lösungen vorne.“
... zur eigenen Leistung: „Ich fühle mich wohl. Ich komme immer besser in Tritt, weiß aber auch, wo ich mich verbessern kann. Im Eins-zu-eins-Verhalten fehlt mir genau wie im Abwehrspiel noch ein bisschen das Feeling für die Situation. Aber ich bin zufrieden. Wenn man nach 18 Monaten gerade mal wieder sechs Bundesligaspiele gemacht hat, ist das denke ich in Ordnung.“

Tobias Karlsson (ehemaliger Spieler und Kapitän SG Flensburg-Handewitt) vor dem Spiel …
... zur aktuellen Situation:
„Ich kümmere mich viel um die Jungs und ich habe immer noch eine gute Beziehung zu vielen von ihnen. Wenn es Leuten, mit denen man eine Beziehung hat, nicht gut geht, dann ist das natürlich auch bei mir zu spüren.“ // „Man darf nicht vergessen, dass es solche Phasen jede Saison gibt und sie jeder Mannschaft mal passieren. Wir hatten letzte Saison auch eine Phase, in der wir kämpfen mussten. Es ist nicht so, dass es diese Situation so noch nie gab.“
... zum fehlenden Führungsspieler: „Ich glaube nicht, dass die Rolle nur von einem ausgeführt werden muss. Das können sich mehrere teilen. Ich sehe da sowohl Simon als auch Johannes, die das gut hinkriegen können. Um zu wissen, wie man damit umgehen soll, muss man aber erst einmal in der Situation gewesen sein.“

Sky Experte Martin Schwalb ...
... zu Johannes Golla:
„Er wächst in die Rolle rein, die ihm angedacht ist. Er soll im Mittelblock decken und im Angriff mit seiner Dynamik Lücken reißen. Das ist viel Verantwortung, in die er langsam reinwächst. Das braucht aber etwas Zeit. Er ist ein Riesentalent.“
... zu Flensburg (vor dem Spiel): „Flensburg braucht Leader. Zum Weggang von Lauge und Karlsson kommt hinzu, dass Holger Glandorf nicht richtig fit ist. Er ist auch einer der Leder der vergangenen Jahre. Das sind schon drei Personen, die ihnen definitiv fehlen. Alternativen sind schon da, nur die sind noch jung und haben noch nicht dieses Potenzial. Sie sind einfach noch nicht so weit. Johannes Golla und Simon Hald arbeiten sehr, sehr gut. Aber ein bisschen arbeitet jeder für sich, weil sie ruhige Typen sind. // Das ist das Problem: Die Spieler sind noch mit sich selbst beschäftigt, weil sie in der Lernphase sind. Da kannst du nicht drauf achten, was links und rechts neben dir passiert.“
... zu Maik Machulla (vor dem Spiel): „Er ist angespannt, das sieht man. Er weiß natürlich auch, dass es ein wenig knirscht im Gebälk. Aber wenn du seit zwei Jahren Bundesliga trainierst und zweimal deutscher Meister bist, kannst du auch ein bisschen Selbstvertrauen mitbringen und das strahlt er auch aus. Er weiß schon die Hebel zu ziehen.“


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Daniel Mayr (Mayr@liquimoly-hbl.de)
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