• Bayer-Coach Bosz hadert: „Wir können es viel besser“
• Völler lobt Bosz: „Spieler schauen zu ihm auf“
• Toprak kritisiert Ex-Kollegen: „Hat mir so nicht gefallen“
• Sky Experte Matthäus: Kohfeldt beim BVB "könnte ich mir vorstellen“

Unterföhring, 26. Oktober 2019 -
Die wichtigsten Stimmen zum tipico Topspiel des 9. Spieltages der Fußball-Bundesliga zwischen Bayer 04 Leverkusen und Werder Bremen (2:2) bei Sky.

Florian Kohfeldt (Trainer Werder Bremen) ...
... zum Spiel und zur Standardschwäche:
„Das ist ein Kritikpunkt, den will nicht schönreden. Mehr daran arbeiten, als wir es tun, kann man es nicht. Da müssen wir konsequenter sein. Das kostet uns Punkte. Die Gesamtverantwortung für Standards liegt immer bei mir. Ein 2:2 ist trotz des klaren Handelfmeters ein gutes Ergebnis für uns. Wir dürfen nicht durchdrehen.“
... zu Leverkusen (vor dem Spiel): „Es ist immer sehr schwer, gegen Mannschaften von Peter Bosz zu spielen. Sie haben einen spielerischen Ansatz, sind kombinationssicher.“
... zu Christian Groß (vor dem Spiel): „Am Anfang natürlich auch aufgrund der Personalnot. Wir haben früh erkannt, dass er sehr viel mitbringt, um diese Position auf Bundesliga-Niveau zu spielen. Ich bin ganz ehrlich: Die ersten zwei Spieltage war ich mir nicht sicher, ob er das hinbekommt. Er hat das überragend hingekriegt. Es ist ein Riesenkompliment, dass er gleichberechtigt eine Rolle bei uns spielt.“

Peter Bosz (Trainer Bayer 04 Leverkusen) …
… zum Spiel:
„Wir haben nicht alles gut gemacht. Das Glück hat ein bisschen gefehlt, aber das reicht nicht heute. Für den Trainer waren so viele Sachen da, die nicht richtig waren. Wir können es viel besser. Wir waren im Ballbesitz sehr unruhig, wir hatten in der ersten Halbzeit keinen Zugriff auf die Konter von Werder. In der zweiten Halbzeit haben wir es besser gemacht. Heute gegen Bremen müssen wir gewinnen. Das ist leider nicht passiert.“
… zur Amiris Handspiel im Strafraum: „Er streckt die Hände unter seinen Körper. Was muss er mit den Händen machen? Ich weiß es auch nicht alles, ganz ehrlich.“
... zur aktuellen Situation (vor dem Spiel): „Wir müssen noch viele Sachen verbessern, das stimmt. Deshalb sind wir Trainer.“

Rudi Völler (Geschäftsführer Sport Bayer 04 Leverkusen) ...
... zu Peter Bosz (vor dem Spiel):
„Ich merke, wie die Spieler zu ihm aufschauen. Er hat tolle Analysen. Er versucht, die Spieler jeden Tag ein bisschen besser zu machen. Das ist wichtig.“
... zu Florian Kohfeldt (vor dem Spiel): „Seit er es in Bremen übernommen hat, macht er es gut – nicht nur was die Spielweise angeht, auch nach den Spielen, wie er mit Niederlagen umgeht.“

Karim Bellarabi Bayer 04 Leverkusen) ...
... zur eigenen Leistung:
„Ich fühle mich gut, ich bin fit, das freut mich. Wir wollten drei Punkte holen, im Nachhinein sind wir etwas enttäuscht.“
… zu den Zielen: „Wir sind dieses Jahr sehr gut gestartet. Wir haben in Madrid trotz der Niederlage ein gutes Spiel gemacht. Es geht wieder in die richtige Richtung. Wir waren auch heute wieder die bessere Mannschaft. Leider haben wir nicht die erhofften drei Punkte geholt. Es sieht wieder so aus, dass wir so spielen, wie wir uns das vorstellen. Ich denke, dass Platz drei in der Champions League noch drin ist, da werden wir alles geben. Wir lassen heute erstmal das Spiel sacken und wollen Dienstag wieder Gas geben.“

Ömer Toprak (Werder Bremen) ...
… zum Eigentor:
„Vorne wird der Ball verlängert, dann weiß jeder, dass es gefährlich wird. Ich muss mitgehen und der Ball prallt mir ans Schienbein. Ich versuche, es zu verteidigen, da geht er rein. So ein Standardtor darf uns nicht passieren, keine Frage. Wir wissen, dass wir es besser können.“
… zum Spiel und zu seiner Leverkusener Vergangenheit: „Wir haben uns reingekämpft und sind froh, dass wir einen Punkt mitnehmen. Ich lag auf dem Boden, ich blute. Bis auf Peter Bosz und seinem Trainerteam und die Ärzte hat keiner was gesagt, aber leider gab es dann auch nicht so schöne Worte von der Bank, das hat mir nicht so gefallen. Ich habe das zu akzeptieren. Wenn man sechs Jahre hier spielt, hat man das nicht so verdient.“
… zu seiner Verletzungspause: „Ich war lange verletzt, das hat wehgetan. Ich möchte dieser Mannschaft helfen. Die Schmerzen sind wiedergekommen. Ich bin froh, dass die Wade gehalten hat. Ich habe zwei Monate nicht gespielt. Es geht weiter.“

Sky Experte Lothar Matthäus ...
... zum Spiel:
„Es war ein super Topspiel. Bremen kann mithalten mit den Großen. Sie können mit den letzten drei Unentschieden zufrieden sein. Obwohl ich sagen muss, dass Leverkusen den Sieg aufgrund der zweiten Halbzeit verdient gehabt hätte. Nach der frühen Führung haben sie alles etwas lockerer angehen lassen. Leverkusen war in der zweiten Halbzeit aggressiver. Leverkusen wird nicht zufrieden sein mit dem Ergebnis.“
... zu Florian Kohfeldt (vor dem Spiel): „Er ist einer der jungen Trainer, der attraktiven Fußball spielen lässt. Wenn Dortmund über einen neuen Trainer nachdenken sollte, könnte ich mir Kohfeldt vorstellen.“
... zu Kevin Volland (vor dem Spiel): „Er ist ein Führungsspieler bei Leverkusen geworden. Er ist ganz sicher ein Kandidat für Jogi Löw. Löw hat aber grade in der Offensive ähnliche Spieler, deswegen wird es schwierig für ihn. Aber er bringt jede Woche Leistung, dann wird es irgendwann wieder mit der Nationalmannschaft funktionieren.“
... zum FC Bayern München: „Es kann nicht alles perfekt funktionieren. Es ist wichtig, dass man jetzt Punkte holt. Der Rest kommt irgendwann automatisch.“
... zu Borussia Dortmund: „Sie haben Glück gehabt. Dortmund hat hohe Qualität, jetzt müssen sie das zeigen. Vor allem die Leistung gefällt mir. Es kommt nicht einmal ein kritisches Wort. Ich wäre anders aufgetreten nach solchen Spielen. Die Spieler kommen nicht an ihre Leistungsgrenze, da muss sich jeder einzelne Spieler hinterfragen. Favre ist ein guter Trainer, aber er ist dafür verantwortlich, was auf dem Platz passiert. Deshalb wir in den Medien über den Trainer diskutiert – wie bei Kovac bei Bayern.“

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