• Veh-Nachfolge soll bis zum "Rückrundenstart" geklärt sein
  • Nübel stolz nach Schalker Sieg: "Charakter ist die große Stärke"
  • FCA-Coach Schmidt enttäuscht: "Hätten mehr verdient"
  • Sky Experte Bruchhagen kritisiert Vehs Interview-Absage: "Will sich Trainerfrage nicht stellen lassen"

    Unterföhring, 03. November
    - Die wichtigsten Stimmen zu den Sonntagsspielen des 10. Spieltages der Fußball-Bundesliga, Fortuna Düsseldorf gegen den 1. FC Köln (2:0) sowie der FC Augsburg gegen den FC Schalke 04 (2:3), bei Sky.

    Alexander Wehrle (Geschäftsführer 1. FC Köln) ...
    ... zu Armin Veh (vor dem Spiel):
    "Ich kenne Armin schon über zwölf Jahre. Wir haben viel gesprochen, es war eine persönliche Entscheidung. Ich kann die nachvollziehen, man muss die respektieren. Ich hätte gerne mit ihm weitergearbeitet. Wir sind voll handlungsfähig, Armin Veh ist noch bis zum 30.06.2020 dabei."
    ... zum möglichen Nachfolger (vor dem Spiel): "Wir sind in den Gremien fähig, die Nachfolgesuche zu bestreiten. Ich bin sicher, dass da zeitnah was passiert. Armin ist lange genug im Geschäft, um entscheidende Hinweise zu geben. Wir werden die richtigen Entscheidungen im Sinne des 1. FC Köln finden. Der Vorstand ist gut beraten, Armin mit seiner Erfahrung mitzunehmen, alles andere wäre nicht professionell. Idealerweise machen wir einen Übergang mit Armin Veh und seinem Nachfolger. So wünsche ich mir das. Es ist ein Profil erstellt worden. Das wird in den nächsten Tagen noch schärfer gemacht. Ich bin relativ sicher, dass es zeitnah eine sehr gute Entscheidung geben wird. Idealerweise haben wir diese Position zum Rückrundenstart besetzt."
    ... zu möglichen Gesprächen mit Horst Heldt (vor dem Spiel): "Da müssen sie den Vorstand fragen. Ich bin nicht dafür verantwortlich, meinen Kollegen auszusuchen. Ich spreche mit vielen Kollegen aus der Liga. "

    Jonas Hector (Kapitän 1. FC Köln) ...
    ... zum Spiel:
    "Man ist extrem enttäuscht. Wir hatten uns einiges vorgenommen für das Spiel. Wenn du wieder mit 0:2 hier stehst, ist es einfach scheiße. Vor dem 0:2 haben wir noch eine Riesenchance, da können wir auf 1:1 stellen. Das 0:2 hat uns ein bisschen gebrochen. Wenn es nicht so läuft, ist es schwer, wenn du solche Nackenschläge kriegst. Nichtsdestotrotz müssen wir da noch mehr reinwerfen, dass wir da hinten raus noch was drehen können."
    ... zur Entstehung des 0:2: "Unsere Absicherung war wohl nicht so da, wie wir uns das vorstellen. Das ist viel zu einfach. Da muss man sich nicht wundern, wenn man als Verlierer vom Platz geht."
    ... zum Trainer: "Wir müssen einfach alles reinwerfen und Ergebnisse erzielen. Die tun uns gut, dem Trainer, dem Verein und den Fans. Wir haben am Freitag das nächste Spiel. Da müssen wir sehen, dass wir Punkte mitnehmen."
    ... zur Frage, ob es zwischen Mannschaft und Trainer stimmt: "Ich habe nichts Gegenteiliges gehört."

    Achim Beierlorzer (Trainer 1. FC Köln) zur aktuellen Situation (vor dem Spiel): "Eine Englische Woche ist immer intensiv. In Mainz hätten wir es besser gestalten können. Saarbrücken müssen wir sofort aus unseren Köpfen bekommen. Das darf nicht passieren, aber es passiert immer wieder. Das Umfeld ist so, wie es ist. Das kann mich in meiner Arbeit nicht beeinflussen. Natürlich ist es nicht schön, wenn man solche Dinge liest. Ich habe der Mannschaft gesagt, sie soll das nicht lesen."

    Friedhelm Funkel (Trainer Fortuna Düsseldorf) zur Atmosphäre (vor dem Spiel): "Wenn man sieht, wie stimmungsvoll die Kölner in ihrer Kurve sind und unsere Fans zum Düsseldorfer Altbier-Lied - das passt."

    Lutz Pfannenstiel (Vorstand Sport Fortuna Düsseldorf) ...
    ... zum Spiel:
    "Es war ein verdienter Sieg. Wir waren kämpferisch ab der ersten Minute im Spiel. Wir haben kämpferisch alles rausgehauen."
    ... zur aktuellen Situation: "Ich versuche, realistisch und klar zu bleiben, wir müssen weiterarbeiten. Wir haben noch ein wichtiges Spiel auf Schalke nächste Woche. Ich freue mich innerlich. Ich glaube, das reicht. Funkel hat gesagt, der Wille muss wieder da sein und der Funke überspringen. Köln hat seine Probleme, diese Phase mussten wir ausnutzen und das haben wir gemacht."

    David Wagner (Trainer FC Schalke 04) ...
    ... zur Verletzung von Sane:
    "Ich habe noch nichts ganz Genaues gehört, aber es sieht nach einer Knieverletzung aus und es sieht auch so aus, dass er längerfristig ausfallen wird. Alles Weitere wird es spätestens heute Abend, Nacht oder morgen geben. Nastasic hat eine Achillessehnenreizung. Er konnte die letzten beiden Tage nicht trainieren und deshalb heute nicht dabei sein. Wir hatten vier herausragende Innenverteidiger. Jetzt verlieren wir in einer Woche zwei - mit Nastasic drei."
    ... zum Pokalspiel in Bielefeld (vor dem Spiel): "Wir haben klar analysiert, was unser Problem gewesen ist in den letzten 20 Minuten. Das waren die zwei Gegentore. Das hing mit den individuellen Fehlern zusammen."
    ... zum Sturmduo Raman/Uth (vor dem Spiel): "Wir müssen gucken, wer sich durchsetzt. Wir werden über die Saison da vorne auch noch sehr viel wechseln, weil die Jungs so viel Qualität haben und wir uns auf die Gegner einstellen können."
    ... zum FC Augsburg (vor dem Spiel): "Das ist eine ganz, ganz erfahrene Mannschaft. Eine Mannschaft, die sicher auch in der Bundesliga bleiben wird, die defensiv stabil ist und Kampfkraft hat. Das ist eine richtig gute Bundesliga-Mannschaft, die ein bisschen länger gebraucht hat, weil sie erst spät ihren Kader zusammen hatte. Je länger die Saison geht, desto eher werden sie sich sicher ins Tabellenmittelfeld vorarbeiten."

    Alexander Nübel (Kapitän Schalke 04) ...
    ... zu seiner Zukunft:
    "Im Moment gibt es nichts Neues über meine Zukunft. Es steht noch nichts fest. Es steht fest, dass ich noch bis Ende des Jahres, also diese Saison noch, Vertrag habe. Der Rest ist offen."
    ... zum Spiel: "Der erste Schicksalsschlag war, als sich Salif verletzt hat. Danach war es schwierig, wir haben nicht richtig ins Spiel gefunden. In der ersten Halbzeit war es gut, dass wir noch den Ausgleich gemacht haben. In der zweiten Halbzeit haben wir gut 80 Prozent Ballbesitz, Augsburg hat außer der Handsituation keine zwingende Torchance mehr gehabt. Wir haben viel Charakter gezeigt, das ist, glaube ich, die große Stärke in dieser Saison von uns. Letztendlich haben wir verdient mit 3:2 gewonnen."
    ... zur Verletzung von Sane: "Er ist schon eine Säule bei uns in der Mannschaft. Aber wir haben das gut kompensiert."
    ... zur Tabellensituation: "Wir haben nächste Woche Düsseldorf. Es ist so eng oben, aber unten auch. Es ist dieses Jahr etwas verrückter als die Jahre davor. Trotzdem steht für uns nur Düsseldorf an."

    Martin Schmidt (Trainer FC Augsburg) zum Spiel: "Wir waren zu wenig effektiv. Wir brauchen zu viele Chancen, um Tore zu erzielen. Zwei Standardtore und ein selbst gebauter Fehler zu den Toren - eine bittere Niederlage. Wir hätten nach dem Spiel mehr verdient, zumindest Punkte. Unglücklich, der Fehler hat alles entschieden. Sehr schade für die aufopferungsvolle Leistung des Teams."

    Sky Experte Heribert Bruchhagen ...
    ... zur Veh-Nachfolge beim 1. FC Köln:
    "Wehrle und der neue Vorstand sind erfahren genug, Armin das volle Vertrauen zu schenken. Armin Veh wird man fast federführend in die Entscheidungsfindung eines Nachfolgers miteinbeziehen. Mein Gefühl sagt mir, dass Horst Heldt eine Favoritenposition hat."
    ... zum Düsseldorfer Sieg: "Sie waren entschlossener, sie hatten auch etwas Fortune in der Phase nach der Halbzeit. Da fiel das 2:0, das hat Moral gegeben."
    ... zur Interview-Absage von Armin Veh nach dem Spiel: "Normalerweise sagt Armin das nicht ab. Möglicherweise will er sich die Trainerfrage nicht stellen lassen. Die Fragestellungen liegen auf der Hand, denen will er ausweichen."
    ... zum Elfmeter für Augsburg: "Wenn das ein Elfmeter ist, dann ist die Konsequenz, dass sich die Abwehrspieler im Sechzehnmeterraum nur noch wie Pinguine bewegen dürfen - also die Arme hinter den Rücken. Das ist nicht im Sinne des Fußballs. Das ist niemals ein Elfmeter."
    ... zu Schalke: "Ich bin noch nicht bereit, diese tolle Entwicklung der ersten neun Spieltage als Grundlage zu nehmen. Ich bin da äußerst vorsichtig. Ich freue mich riesig über die Entwicklung. Im Vorjahr ging es ja drunter und drüber, das war eine Katastrophe. Jetzt ist es sehr ordentlich. Am Ende der Schlacht werden die Toten gezählt."

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