• Bobic sauer: „Das darf ihm nicht passieren“
  • Frankfurter Sportvorstand ärgert sich über Gelb-Rote-Karte von Schiedsrichter Brych: „Hat das Spiel mit entschieden“
  • Schmadtke nach Niederlage: „Ist im Moment eine etwas schwierige Phase“
  • Sky Experte Hamann über Abrahams Aktion: „Das ist durch nichts zu entschuldigen“

    Unterföhring, 10. November 2019 -
    Die wichtigsten Stimmen zu den Sonntagsspielen des 11. Spieltages der Fußball-Bundesliga, VfL Wolfsburg vs. Bayer 04 Leverkusen (0:2) sowie SC Freiburg vs. Eintracht Frankfurt (1:0), bei Sky.

    Christian Streich (Trainer SC Freiburg) ...
    ... zur Frage, wie er den Check von David Abraham erlebt hat:
    „Der Ball ist schnell rausgekommen, ich habe einfach dort gestanden. Abraham ist ein extrem emotionaler Spieler ist. Er rennt mich einfach über den Haufen. Fußball ist ein Kampfsport. Das war jetzt an der falschen Stelle. Aber runterfahren, fertig und nicht dumm reden. Es war ein enges Spiel, sehr umkämpft und wir waren die Glücklicheren.“
    ... zur Frage, warum Abraham so emotional reagiert hat: „Beruhigen konnte man ihn nicht mehr, er war ja mit Vollgas unterwegs. Er wollte den Ball. Ich bin nicht zuständig, das Spiel schnell zu machen. Da sind ihm die Sicherungen durchgebrannt, weil er das Spiel gewinnen wollte. Das ist alles.“
    ... zur Frage, ob die Schulter in Ordnung ist: „Es ist alles okay. Kurz vorher habe ich probiert, mich anzuspannen. Ich habe ja mal selber gekickt. Aber er hat mich einfach umgehauen. Aber klar, mit 54 kannst du auch nur von so einem jungen Büffel umgerannt werden. Da kann man das nicht mehr halten.“
    ... zum Spiel in Überzahl: „Frankfurt hat er sehr gut gemacht, sie waren gut organisiert. Das Problem gegen Frankfurt ist, dass sie so schnelle Leute haben und du immer den Konter bekommen kannst. Dann haben wir versucht, in Ruhe zu spielen und dann waren wir in einigen Situationen nicht ballsicher genug und dann kamen auch Konter.“
    ... zu Nils Petersen (vor dem Spiel): „Fußballerisch kann er sich immer wieder extrem motivieren und er weiß genau, was er für eine Wertigkeit für uns hat. Nicht umsonst lieben ihn die Leute in der Stadt. Er tut auch brutal viel für die Mannschaft. Er analysiert sich selber so gut, aber nicht negativ, sondern klar und ehrlich. Das ist eine enorme Fähigkeit und es hat eine brutale Abstrahlung auf die jungen Spieler und die Spieler, die von außerhalb kommen.“

    Fredi Bobic (Sportvorstand Eintracht Frankfurt) ...
    ... zur Roten Karte für David Abraham:
    „Das überschattet natürlich vieles. Darüber wird am meisten geredet. Das darf er nicht machen. Er hat sich provoziert gefühlt, dass der Ball einfach am Trainer vorbeigelaufen ist. Er ist natürlich emotional, aber das darf ihm aber nicht passieren. Das weiß er. Das habe ich ihm auch gesagt. Auch die Freiburger hat es dann noch getroffen mit Grifo, der auch noch eine Rote Karte bekommen hat. Das sind dann alles unnötige Sperren, die kein Mensch braucht. Schade, denn eigentlich war es ein sehr interessantes und intensives Spiel.“
    ... zur Frage, was Christian Streich zu David Abraham gesagt hat: „Das hat Sie auf jeden Fall nicht zu interessieren. Das bleibt erst einmal in der Kabine.“
    ... zur Frage, was ihn am meisten ärgert: „Die Gelb-Rote-Karte ärgert mich am meisten. Felix Brych hat vieles laufen lassen, was positiv war, aber er gibt für eine Lappalie kurz vor der Halbzeit Gelb-Rot. Fouls, die noch viel härter waren, ließ er laufen. Da hat er natürlich das Spiel mit entschieden. Denn ich finde, dass unsere Jungs eine tolle Leistung gebracht haben. Man kann da Gelb geben, wenn man diese Linie zieht, aber er hat diese Linie nicht gehabt. Das ist das Entscheidende. Ein Schiedsrichter hat eine Linie und wenn ein Schiedsrichter mehr zulässt, ohne Karte, und dann bei einem harmloseren Foul Gelb-Rot gibt, dann ist das mit spielentscheidend.“
    ... zur Leistung der Mannschaft in der zweiten Halbzeit: „Ich fand sie überragend mit einem Mann weniger. Wir haben nur einmal nicht aufgepasst. Nils Petersen ist bekannt dafür, dass er ein gutes Näschen als Torjäger hat. Aber insgesamt haben wir in der zweiten Halbzeit wirklich einige gute Torchancen gehabt und hätten auch einen Punkt mindestens verdient gehabt.“

    Jörg Schmadtke (Geschäftsführer VfL Wolfsburg) ...
    ... zum Spiel:
    „Ich finde, dass wir heute ein gutes Spiel gemacht haben. Ich bin froh darüber, dass wir gut dagegen gehalten haben. In der zweiten Hälfte sind die Leverkusener fast gar nicht mehr aus der eigenen Hälfte rausgekommen. Trotzdem verlieren wir am Ende das Spiel, was natürlich ärgerlich ist. Es ist im Moment eine etwas schwierige Phase, aber das heutige Spiel fand ich völlig in Ordnung. Wir sind ein bisschen bös bestraft worden.“
    ... zur Situation vor dem 1:0: „Für mich ist das ein Foulspiel. Denn unser Spieler geht in die Luft, er wird von hinten gestoßen, dann ist das ein Foulspiel und das erstaunliche für mich ist, der Vierte steht 1,85m entfernt und greift nicht ein.“
    ... zur strittigen Strafraumszene in der 38. Minute: „Wendell will nicht zum Ball, er will den Weg versperren, das macht er. Ich habe in der Physik gelernt, da wo ein Körper ist, kann kein anderer hin. Also von daher gibt es da einen Zusammenstoß.“
    ... zur Leistung von Schiedsrichter Manuel Gräfe: „Manuel Gräfe ist vom Grundsatz her ein Schiedsrichter, der eher das Spiel laufen lässt. Nichtsdestotrotz ist ein Foul ein Foul. Aber ich werde jetzt nicht ins Schiedsrichter-Bashing gehen. Denn wir können nach dem Foulspiel immer noch verteidigen und das haben wir dann nicht gut gemacht. Nichtsdestotrotz passiert in der Entstehung ein Foul. Aber ich werde jetzt nicht anfangen, dass der Schiedsrichter hier schuld ist. Ich fand die Spielleitung teilweise unglücklich, aber das ist mein persönliches Empfinden und dann sehen Sie mir vielleicht auch nach, dass ich ein bisschen die Vereinsbrille aufhabe.“

    Sky Experte René Adler ...
    ... zu den Gründen für die Niederlagenserie des VfL Wolfsburg:
    „Das hat verschiedene Gründe. Wenn du so viele Gegentore bekommst in so kurzer Zeit, dann hast du natürlich auch ein Stabilitätsproblem, aber sie kreieren auch vorne zu wenige Torchancen.“
    ... zur Frage, wie lange Eintracht Frankfurt Filip Kostic halten kann: „Er ist auf jeden Fall der nächste Frankfurter, der ganz große Begehrlichkeiten wecken wird. Ob die Eintracht ihn halten kann, wird sich zeigen. Aber ich glaube, nach der Saison werden definitiv viele große Vereine anklopfen und zumindest ein Angebot hinterlegen.“
    ... zur Frage, ob es die richtige Entscheidung war, den Elfmeter für Eintracht Frankfurt zurückzunehmen: „Definitiv. Alles andere wäre äußerst witzig gewesen. Paciencia tritt in den Boden oder sich selbst. Komplett richtige Entscheidung.“
    ... zur Gelb-Roten Karte für Gelson Fernandes: „Von so einem erfahrenen Spieler muss ich in so einer Situation mehr Cleverness erwarten. Vielleicht hängt es auch damit zusammen, dass der Kopf willig ist, aber der Körper nicht mehr so aufgrund der Europacup-Strapazen.“

    Sky Experte Dietmar Hamann ...
    ... zur Roten Karte für David Abraham, der Christian Streich umgestoßen hatte:
    „Sowas habe ich in meiner aktiven Karriere und auch danach nicht gesehen. Der Trainer ist heilig. Persönliche körperliche Attacken gegen den Trainer darf es nicht geben. Das ist wahrscheinlich der Frust. Die Aktion ist durch nichts zu entschuldigen und ich gehe davon aus, dass er eine lange Sperre bekommen wird.“

    Für Rückfragen:
    O-Ton-Service Sky/ms
    eMail: Sky-Sport-PR@sky.de
    Mehr Informationen unter www.sky.de