• Covic hadert mit dem Schiedsrichter: „Elfmeter war der Knackpunkt“
  • Brosinski kritisiert Mainzer Leistung scharf: „War totales Versagen von uns“
  • Hennings glücklich über ersten Bundesliga-Dreierpack: „Einfach überragend“
  • Sky Experte Dietmar Hamann: „Sehe keinen Fortschritt beim Videobeweis“

    Unterföhring, 9. November 2019 -
    Die wichtigsten Stimmen zu den Samstagnachmittagspartien des 11. Spieltages der Fußball-Bundesliga bei Sky.

    Timo Werner (Doppeltorschütze RB Leipzig) ...
    ... zum Spiel:
    „Wir hatten in der zweiten Halbzeit noch zehn, 15 gute Minuten. Danach hatten wir auch etwas Glück, aber haben gottseidank gewonnen.“
    ... zum Schiedsrichter: „Vielleicht hatten wir das Glück heute auf unserer Seite.“

    Konrad Laimer (RB Leipzig) ...
    ... zu einem möglichen Elfmeter nach Foul an Stark:
    „Ich habe es selber gemerkt, mein Arm hat danach richtig wehgetan. Ich wollte einfach nur zum Kopfball hochspringen und spüre ihn hinter mir auf einmal an meinem Ellbogen. Ich berühre ihn natürlich am Kopf. Wenn ich Pech habe, kann man das pfeifen. Aber heute hatten wir das Glück, dass die 50-50-Entscheidungen auf unserer Seite waren. Dass der Ball auch noch an meiner Hand war, habe ich gar nicht gespürt.“

    Ante Covic (Trainer Hertha BSC) ...
    ... zum Spiel:
    „Der Elfmeter war aus meiner Sicht der Knackpunkt. Wir sind gut und mutig ins Spiel reingekommen. Die Mannschaft hat viel von dem umgesetzt, was wir uns vorgenommen haben. Da wurden wir durch so eine Entscheidung gebremst, für die ich kein Verständnis habe.“
    ... zu einem möglichen Elfmeter nach Foul an Stark: „Unfassbar wo der Ellbogen des Gegners hingeht. Ich habe zehn Spieltage nichts über die Schiedsrichter gesagt. Die Hand hat dort nichts zu suchen. Der Junge hat aller Voraussicht nach das Nasenbein gebrochen. Ich finde es nicht in Ordnung, dass der Schiedsrichter sich das nicht einmal anschaut. Die Fehler gegen uns häufen sich in letzter Zeit, ohne jetzt Ausreden suchen zu wollen. Mir fällt es schwer jetzt noch mit dem Schiedsrichter zu reden. Ich habe das Gefühl, dass es nicht erwidert wird. Ich hätte mir als Mensch gewünscht, dass er sich hinstellt und zugibt, dass er einen Fehler gemacht hat, aber da renne ich glaube ich keine offenen Türen ein.“
    ... zu Erkenntnissen des Spiels: „Wir sind in der Lage uns auch gegen einen solchen Gegner Chancen zu erarbeiten, nur müssen wir uns auch belohnen. Das Spiel läuft natürlich auch anders, wenn du mit 1:0-Führung statt 1:2-Rückstand in die Kabine gehst. Natürlich ist Leipzig ein harter Brocken, aber aus der Leistung können wir auch für vermeintlich machbare Aufgaben viel mitnehmen.“

    Alexander Nübel (Kapitän und Torwart FC Schalke 04) ...
    ... zum Spiel:
    „Ich habe leider nicht viel zu tun bekommen und musste trotzdem drei Gegentore schlucken. Das war nicht schön. Du schießt drei Tore und spielst am Ende 3:3. Das muss zuhause nicht sein.“
    ... zu den Ausfällen in der Innenverteidigung: „Klar spielen Ausfälle immer eine Rolle. Ozan Kabak und Weston McKennie machen es trotzdem gut und so kompensieren wir das. Ich habe Weston zwischendurch mal ein paar grundsätzliche Dinge mitgeteilt.“

    Suat Serdar (Torschütze FC Schalke 04) ...
    ... zum Spiel:
    „Wir haben aus Fehlern von uns drei einfache Gegentore bekommen. Wir müssen in den letzten 15, 20 Minuten konsequenter sein und so ein Spiel zuhause runterspielen. “

    Rouwen Hennings (Dreifachtorschütze Fortuna Düsseldorf) ...
    ... zu seinem Dreierpack:
    „Es ist überragend. Drei Tore in der Bundesliga zu erzielen, passiert nicht alle Tage. Dann haben wir auch noch etwas mitgenommen. In der 2. Liga habe ich schon einmal 3 Tore in einem Spiel gemacht.“
    ... zum Ausgleich zum 3:3: „Der Pass von Kaan Ayhan war überragend. Wir kennen sein feines Füßchen. Ich komme dann mit dem langen Bein noch dran und bin froh, dass er reingegangen ist.“
    ... zu seinem persönlichen Tore-Ziel: „Ich setze mir keine Marke. Ich versuche einfach so weiterzumachen und den Lauf fortzusetzen.“
    ... zum anstehenden Duell mit den Bayern: „Wir versuchen auch gegen die Bayern etwas mitzunehmen und werden auch in zwei Wochen alles reinwerfen.“

    Sebastian Andersson (Torschütze Union Berlin) ...
    ... zu seinem Tor:
    „Natürlich ist es schön zu treffen. Das hilft meinem Selbstvertrauen und auch dem Team. Es war schön gemeinsam mit Sebastian Polter vorne zu spielen, das hat gut funktioniert.“

    Sebastian Polter (Union Berlin) ...
    ... zur fast verspielten 3:0-Führung:
    „Wir führen 3:0 und uns darf eigentlich nichts mehr passieren. Dann kriegen wir unglücklich das 3:1 und verlieren den Faden, das müssen wir analysieren.“

    Urs Fischer (Trainer Union Berlin) ...
    ... zur Schlussphase:
    „Am Schluss müssen wir fast von Glück sprechen, dass wir nicht noch das 3:3 bekommen. Da müssen wir dazulernen. In der ersten Liga bedeutet ein 3:0 nach 60 Minuten nicht unbedingt, dass du als Sieger vom Platz läufst.“

    Sandro Schwarz (Trainer FSV Mainz 05) ...
    ... zum Spiel:
    „Wir sind sehr schwer ins Spiel reingekommen. In unsere gute Phase macht Union dann das 1:0. Mit den beiden Gegentoren nach Standardsituationen war der Stecker bei uns gezogen. Hinten raus haben wir noch einmal Moral gezeigt, aber man hat uns die ganze Zeit angemerkt, dass wir heute nicht so frei im Spiel waren.“

    Daniel Brosinski (Eigentorschütze FSV Mainz 05) ...
    ... zum Spiel:
    „Wir brauchen nicht drum herumreden. Das war totales Versagen von allen auf dem Platz. Am Ende bringt es auch nichts, wenn du noch zwei Tore schießt. Da war das Spiel längst gegessen. Da muss sich jeder selbst hinterfragen, ob er alles auf den Platz gebracht hat.“

    Rouven Schröder (Sportvorstand FSV Mainz 05) ...
    .. zur Trainerfrage:
    „Ich muss jetzt nicht jede Woche ein Plädoyer halten. Ich habe Woche für Woche meine Statements abgegeben. Wir sind natürlich enttäuscht, weil wir heute unbedingt punkten wollten. Wir werden das Spiel selbstkritisch besprechen. Sandro Schwarz ist unser Trainer und wir werden uns gemeinsam mit ihm kritisch hinterfragen. Es ist ganz normal, dass wir kritisch mit uns sein müssen.“

    Steffen Baumgart (Trainer SC Paderborn) ...
    ... zum Spiel:
    „Wir hatten in der Anfangsphase bessere Möglichkeiten, haben dann das Spiel aber etwas aus der Hand gegeben. Wir kriegen dann einen fragwürdigen Freistoßgegentreffer, wo einer in der Mauer steht, obwohl er es nicht darf. Dafür hast du einen Videoschiedsrichter. Es ist schwierig für mich, dass es nicht einmal überprüft wird.“
    ... zu Augsburger Spielern in der Paderborner Mauer beim Siegtor: „Für mich ist es eine Frechheit. Wenn der Schiedsrichter gerade woanders hinguckt, kann ich das akzeptieren. Aber damit solche Situationen überprüft werden, haben wir den Videoassistenten eingeführt. Der hat eine Minute länger Zeit sich das anzugucken. Das nicht zu tun und dann so einen Scheiß zu erklären. Jetzt muss ich vorsichtig sein, was ich sage.

    Florian Niederlechner (FC Augsburg) ...
    ... zu Augsburger Spielern in der Paderborner Mauer beim Siegtor:
    „Ich bin kein großer Fan dieser Regel. Ich finde sie quatsch. In dem Moment haben es die Schiedsrichter vielleicht selber nicht wahrgenommen. Wenn es kein Meter war, war es natürlich etwas Glück. Aber das nehme ich gerne an.“

    Marco Fritz (Schiedsrichter) ...
    ... zu Augsburger Spielern in der Paderborner Mauer beim Siegtor:
    „Es sind für mich eigentlich zwei Mauern. Zwei Spieler stehen versetzt hinter der Hauptmauer. Dort dürfen sich die Augsburger Spieler aufhalten, weil die Regel erst ab drei Spielern gilt. Diese Entscheidung muss von mir auf dem Platz getroffen werden, da darf der Videoassistent nicht eingreifen.“

    Sky Experte Dietmar Hamann ...
    ... zu einem möglichen Elfmeter nach Zweikampf zwischen Laimer und Stark:
    „Das Foulspiel musst du aus meiner Sicht nicht geben, aber dafür das Handspiel. Der Arm ist ausgestreckt und weit vom Körper. Ich verstehe nicht, warum der Schiedsrichter sich das nicht noch einmal anguckt. Für mich war das eher ein Elfmeter als der in der ersten Halbzeit. Das war nur ein Kann-Elfmeter und den anderen musst du geben. Ich kann den Unmut von Ante Covic verstehen. Ich sehe bei solchen Entscheidungen auch keinen Fortschritt beim Videobeweis. Wir drehen uns da im Kreis und ich verliere so langsam den Glauben daran.“
    ... zu Rouwen Hennings: „Er hatte in dieser Saison sieben Großchancen und hat die alle gemacht. Der Junge hat einen Riesenlauf. Düsseldorf muss ihn in Watte packen und hoffen, dass er gesund bleibt.“
    ... zum FSV Mainz 05: „Sie kriegen viel zu einfache Gegentore. Wenn du ihre bisherige Bilanz hochrechnest, könnten es am Saisonende 100 Gegentore sein. Und dann findest du dich nächstes Jahr in Liga zwei wieder. Sie müssen in der Länderspielpause abwägen, ob der Trainer die Mannschaft noch so im Griff hat, wie das nötig ist. Du brauchst jetzt auch einmal einen Befreiungsschlag, um zu zeigen, dass du lebst.“

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