• Eintracht-Sportvorstand Bobic über Abraham-Strafe: „Das ist hart genug“
• Fortuna-Trainer Funkel:“ Wenn wir wenig Fehler machen, dann geht vielleicht etwas“
• Freiburg-Coach Streich: „Es gibt keinen Hype“
• Sky Experte Hamann zum Strafmaß gegen Frankfurts Abraham: „Denke, dass er glimpflich davongekommen ist“


Unterföhring, 23. November 2019 -
Die wichtigsten Stimmen im Vorlauf zu den Samstagnachmittagspartien des 13. Spieltages der Fußball-Bundesliga bei Sky.

Hasan Salihamidzic (Sportdirektor FC Bayern München)
… zu Veränderungen unter Flick:
„Die Spieler machen des sehr konzentriert, sehr fokussiert. Sie haben vom Trainer ein paar Sachen auf den Weg bekommen, neue taktische Vorgaben. Das hat ganz gut geklappt.“
… zu Coutinho und Tolisso in der Startelf: „Wir haben 19 sehr, sehr gute Spieler in der Mannschaft. Der Trainer kann sich aussuchen, welche Spieler er seiner Meinung nach am besten bringen kann. Heute hat er die beiden in die erste Elf gestellt. Die Jungs, die gegen Dortmund gespielt haben, haben ihre Sache wirklich sehr, sehr gut gemacht. Aber natürlich braucht man jeden Spieler. Wenn man sieht, was für Aufgaben auf uns zukommen, braucht man jeden Spieler. Deswegen bekommt jeder Spieler seine Minuten.“
… zu Gnabry: „Serge macht das wirklich sehr, sehr gut und hat in dieser Saison viele sehr gute Spiele gemacht. Das freut mich für ihn. Er ist ein super Junge. Er ist noch ein sehr junger Spieler, der immer an sich arbeitet. Wir werden ihn weiter fördern, ausbilden und entwickeln.“
… zu Vertragslaufzeit Flick: „Wir haben uns in sehr guten Gesprächen darauf verständigt, dass der Hansi bis zur Winterpause erstmal Trainer bleibt. Dann werden wir uns wieder zusammensetzen und weitersehen.“
… zu möglichen Kontakt zu Pochettino: „Es ist nicht die Zeit, sich darüber zu unterhalten. Ich werde mich dazu auch nicht äußern. Es ist ganz klar, dass Hansi Flick unser Trainer ist.“

Fredi Bobic (Vorstand Sport Eintracht Frankfurt) ...
... zu Einspruch gegen Abraham-Sperre:
„Es war wichtig, dass David sich erklären konnte vor einem Gericht. Wir haben einen Einspruch eingelegt, nicht zweimal. Es ging nicht um Ungerechtigkeit. Es war klar, dass er eine Strafe bekommt. Das habe ich direkt nach dem Spiel auch gesagt, dass es nicht geht, dass er den Trainer anfasst. Das gehört sich nicht auf dem Fußballplatz. Das wollen wir nicht sehen, wir haben ihn intern abgestraft. Er hat eine Strafe vom DFB bekommen. Aber eins ist auch klar, dass wir ihn jetzt nicht verdammen können für immer. Am Anfang des Spiels haben wir eine Gedenkminute für Robert Enke und die tollen Worte von Teresa Enke im Hinterkopf und danach wollen wir einen Spieler schlachten.“
... zu Höhe des Strafmaßes gegen Abraham: „Ich glaube, das ist hart genug, wenn du mal vier bis fünf Wochen raus bist und unheimliche viele Spiele verpasst. Dass können wir ehemaligen Spieler sehr gut verstehen.“
… auf die Frage, wie man Fernandes und Abraham ersetzen kann: „Wir haben gute Jungs in der Hinterhand und eine tiefe Bank, die wir nutzen können. Da sind wir sehr froh, da werden wir umstellen können. Anhand der Aufstellung, sieht man das auch. Deswegen werden wir gegen einen sehr, sehr starken Gegner, der uns überhaupt nicht liegt, werden wir versuchen hier zu Hause, mit unserer Heimstärke, drei Punkte zu holen. Das wird nicht einfach werden.“

Christian Streich (Trainer SC Freiburg) ...
... zu Entwicklung der Mannschaft:
„Die Mannschaft hat sich entwickelt, weil wir im Sommer wenig Abgänge hatten und sehr gute Entwicklungen stattgefunden haben. Wir sind zusammengeblieben. Ich hoffe, dass wir es heute gut hinkriegen. Wir haben Ausfälle und natürlich ist es so, dass viele Spiele am Ende entschieden wurden oder wir haben in den letzten 30 Minuten ein Unentschieden geholt.“
… zum Hype: „Es gibt kein Hype. Ich kriege nicht mit. Das glauben sie nicht, aber das ist so bei uns in Freiburg. Wir schauen, dass wir so viel Qualität wie möglich auf den Platz kriegen, wenn wir spielen. Bei uns gibt es keinen Hype, die Leute sind so dermaßen realistisch und freuen sich. Und wenn wir wieder verlieren, dann halten sie trotzdem zu uns. Von dem her ist das so bei uns als in anderen Städten.

Max Eberl (Sportdirektor Borussia Mönchengladbach) ...
... zur Alten Försterei:
„Es ist ein großartiges Stadion geworden. Union ist bekannt dafür mit ihren Fans zusammen wirklich sehr, sehr viel zu Bewegen. Das ist wirklich imposant, was hier entstanden ist, allein von der Infrastruktur. Ich erinnere mich gerne an 2001, da haben wir uns in Containern umziehen müssen. Jetzt gibt es schöne Katakomben. Was Union leistet, das ist bewundernswert. Sie sind aufgestiegen letztes Jahr und sie sind komplett in der ersten Liga angekommen.
… auf die Frage, wie er die Spieler überzeugt, in Gladbach zu bleiben: „Mit Geld werden wir keine Spieler überzeugen. Wir überzeugen Spieler mit unserem Konzept, mit unserer Idee. Wir wollen seit Jahren junge Toptalente binden und ihnen einen Weg aufzeigen, mit uns gemeinsam sportlichen Erfolg zu haben. Und wenn du sportlichen Erfolg hast, dann werden sie auch für andere Vereine interessant. Mit Strategie und Idee treten wir anderen Vereinen auf Augenhöhe gegenüber, wie Leverkusen und Schalke, die früher unsere Spieler zurückgeholt haben. Darauf sind wir sehr stolz.“
… zur Kaderplanung: „Die Kaderplanung hat schon mit den Verlängerungen begonnen. Ich rede gerne von internen Transfers, die wir haben. Dass wir Spieler sichern. Ein Benes, ein Neuhaus und hoffen, dass ein paar Spieler mehr bei uns bleiben in den nächsten Wochen. Erst einmal ist ein großer Schritt getan, diese internen Transfers zu machen.“
… zum Spiel: „Wir müssen das, was wir im letzten Länderspielblock gezeigt haben, diese Robustheit, Aktivität und Intensität, die brauchen wir heute auch. Gegen Union, die zu Hause schon für Furore gesorgt haben. Darüber hinaus wollen wir Fußball spielen, auf Topniveau jedes einzelnen Spielers.“

Friedhelm Funkel (Trainer Fortuna Düsseldorf) …
… zum Spiel:
„Ohne Spaß geht es nicht. Das habe ich der Mannschaft auch gesagt. Die meisten rechnen sich überhaupt nichts aus, wir schon. Wir sind gut vorbereitet und wir wissen, dass einiges dafür passen muss, um gegen die Bayern ein gutes Spiel zu zeigen. Möglichst auch ein gutes Ergebnis. Wir müssen eine sehr gute Laufleistung auf den Platz bringen. Wir müssen eng stehen, den Bayern nicht viel Platz geben. Wenn wir in Ballbesitz kommen, müssen wir mutig nach vorne spielen. Das könne wir, das haben wir in den letzten Wochen bewiesen. Wenn wir das umsetzen können, wenig Fehler machen und einen überragenden Zack Steffen im Tor haben, dann geht vielleicht was.“
… zum Zusammenhalt: „Die Jungs wissen das, sie werden alles in die Waagschale werfen. Die Fans sind in den letzten Jahren so zusammengewachsen. Dieser Zusammenhalt ist einmalig. Das ist der beste Zusammenhalt seitdem ich Trainer bin. Nur so haben wir die Erfolge schaffen können. Das lässt mich sehr optimistisch in die nächsten Wochen und Monate schauen.“
… zu seinen eigenen Vertragsverhandlungen: „Wir werden uns in den nächsten Tagen noch einmal zusammensetzen und über eine mögliche, weitere Zusammenarbeit sprechen. Beide Seiten gehen in die Gespräche mit dem Ziel, noch ein Jahr weiterzumachen. Das sind gute Voraussetzungen. Ob es dazu kommt, werden die nächsten Tage zeigen.“

Campino (Sänger der Band Die Toten Hosen) …
… zu Partnerschaft zwischen Band und Klub:
„Man geht durch Höhen und Tiefen zusammen. Gerade in den schwierigen Phasen rückt man zusammen. Da erkennt man, wer wirkliche Freunde sind und da rückt die Familie zusammen. Ich glaube, dass der Fortuna die Zeit in der dritten und vierten Liga gutgetan hat. Das war zwar übel, aber wir sind dann wieder auferstanden und sind als Fans viel gefestigter.“
… zum Spiel: „Heute Nachmittag steht das pure Vergnügen auf dem Programm. Die Mannschaft soll Spaß haben, dass sie gegen die Bayern ran dürfen, vielleicht können wir sie ärgern. Es gibt heute nichts zu verlieren.“

Sky Experte Dietmar Hamann ...
... zu Flick, der Coutinho in der Startelf wieder das Vertrauen schenkt:
„Er versucht, eine Reaktion vom Spieler hervorzurufen. Man hat es mit Sicherheit mit Zuspruch und mit Streicheleinheiten probiert in den letzten Wochen. Es wurde nicht wirklich besser. Jetzt hat er zweimal draußen gesessen. Er hat gestern öffentlich gesagt, dass mehr kommen muss. Jetzt hofft er, dass er über diese öffentliche Kritik eine Reaktion des Spielers bekommt. Wir werden sehen, wie es heute geht.“
… zu Werder Bremen: „Wir müssen schon vorsichtig sein. Den Dortmundern haben wir letztes Jahr vorgehalten, dass sie nicht aussprechen, bis im März oder April, dass sie Meister werden wollen. Und das als Anlass genommen, dass es am Ende nicht gereicht hat. Das musst du den Leuten überlassen, und wenn sie das nicht machen wollen, dann machen sie es nicht. Ich finde es gut was Frank Baumann und Florian Kohfeldt gemacht haben. Dass sie gesagt haben, dass sie da hinschnuppern wollen, in den europäischen Wettbewerb. Wenn du dich als Mannschaft weiterentwickeln willst, dann hilft das natürlich. Da entwickelst du dich als Mannschaft und als Spieler. Die Schere geht im Moment auseinander. Auf der anderen Seite können zwei oder drei Spieler das ändern. Sie haben große, große Verletzungsprobleme. Moisander hat dieses Jahr erst drei Spiele gemacht. Augustinsson macht heute sein Saisondebüt, Bargfrede ist auch nach langer Zeit wieder dabei. Mir gefällt, was Kohfeldt sagt, weil in solchen Phasen musst du die Ruhe bewahren. Ich bin ein großer Fan von ihm. Ich habe ihn nie persönlich getroffen oder kennengelernt, aber wie er sich gibt, was er sagt, wie er mit der Mannschaft umgeht. Wenn sie die Ruhe behalten, bin ich mir sicher, dass sie bald die Punkte holen werden.“
… zum Strafmaß für Abraham: „Ich denke, dass er glimpflich davongekommen ist. Mein erster Eindruck war, dass wir ihn mit Sicherheit bis Weihnachten nicht mehr sehen werden, vielleicht etwas länger. Die sechs oder sieben Spiele oder sieben Wochen, die er jetzt nicht dabei sein kann, ist am unteren Ende der Skala. Deswegen habe ich auch nicht verstanden, dass die Frankfurter einen Einspruch gemacht oder auch erwägt haben durchzuziehen. Wurde gestern Gott sei Dank fallen gelassen. Was sie da geritten hat, einen Einspruch einzulegen, weiß ich nicht. Und dass man mit einem zweiten Einspruch noch in eine nächsthöhere Instanz geht, habe ich nicht verstanden. Da waren sie nicht gut beraten. Jetzt haben sie es fallen gelassen und das war die einzig richtige Entscheidung.“


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