• Nagelsmann äußerst zufrieden: „Haben eine gute Gier in den letzten Wochen“
• Hohe Ziele bei RB-Torschütze Werner: „Am Ende nicht Zweiter sein, sondern vielleicht einen Platz weiter oben“
• FC-Kapitän Hector enttäuscht: „Hatten keinen Punkt verdient“
• Sky Experte Matthäus zu schwacher Kölner Leistung: „In der ersten Halbzeit waren sie grottenschlecht“

Unterföhring, 23. November 2019 -
Die wichtigsten Stimmen zum tipico Topspiel des 13. Spieltages der Fußball-Bundesliga zwischen RB Leipzig und dem 1. FC Köln (4:1) bei Sky.


Markus Gisdol (Trainer 1. FC Köln) ...
... zum schwierigen Auftaktgegner:
„Es ist natürlich keine Wunschvorstellung, wenn man weiß, dass das erste Spiel gegen Leipzig ist. Wir mussten irgendwann spielen. Klar, ich hätte mir ein paar Trainingseinheiten mehr gewünscht mit unserer Mannschaft. Es war klar, dass es heute eine schwierige Aufgabe werden wird.“
… zum Spiel: „Wenn man das Spiel sieht, ist Leipzig natürlich nicht in der Verfassung, in der du dir nicht wünscht, gegen sie zu spielen. Unglaubliches Selbstvertrauen und unglaublicher Speed. Wir konnten dem Tempo heute, speziell in der ersten Halbzeit, nichts entgegensetzen. Wir sind zu viel zurückgewichen. Das sind Dinge, woran wir arbeiten müssen. Wir sind zwar in den Räumen, aber wir packen nicht zu und in der Umschaltbewegung mit zu wenig Mann dabei. Dass es kein einfacher Weg sein wird, ist klar.“
… zu Hector: „Ich denke, dass Jonas insgesamt mit der Situation sehr gut umgehen kann. Es ist bitter, dass er jetzt den Fehler gemacht hat. Er hat dann in der zweiten Halbzeit sehr viel Stabilität gezeigt, als ich ihn auf die Sechs gestellt habe. Er kippt dann nicht weg in Solchen Momenten.
… zur Situation: „Irgendwie begleiten mich diese schwierigen Aufgaben, schon in der Vergangenheit. So eine Rettung machst du nicht an einem Tag. Die Mannschaft und der Klub sind in einer schwierigen Situation mit sieben Punkten nach zwölf Spieltagen. Da musst du mit kleinen Schritten arbeiten und mit kleinen Erfolgserlebnissen zufrieden sein. Stück für Stück. Das geht nicht, wenn man nicht fleißig ist.“
... zum Bundesliga-Comeback (vor dem Spiel): "So richtig weg war ich ja nicht. In der Zeit habe ich ja auch gelebt, habe viele Dinge gemacht, die sich um den Fußball drehen. Es kommt einem dann gar nicht so lange vor. Und wenn man dann wieder dabei ist, dann ist es natürlich umso schöner. Ich habe mir vorgenommen, geduldig zu sein und zuzuschlagen, wenn die richtige Aufgabe kommt. Ich habe es mir fest vorgenommen und Gott sei Dank auch durchgezogen, dass ich nicht früher irgendwo reingesprungen bin."
... zu ersten Erkenntnissen (vor dem Spiel): "Ich kenne die Art der Aufgaben und das hat es mir natürlich auch etwas erleichtert, viele Dinge einschätzen zu können. Die Jungs wissen, was ich bisher gemacht habe. Für mich ging es in erster Linie darum, das Team kennenzulernen, eine Beziehung aufzubauen."

Julian Nagelsmann (Trainer RB Leipzig) ...
... zum Spiel:
„Wir haben wieder eine ganz gute Offensivleistung gezeigt mit vier Toren. Gerade in den 25 Minuten nach der Pause waren wir sehr druckvoll und haben es nicht schleifen lassen, nach dem ärgerlichen Standardgegentor. Am Ende haben wir absolut verdient gewonnen.“
… zur Situation: „Ich bin mit dem Auftreten der Jungs sehr zufrieden. Sie haben eine gute Gier in den letzten Wochen. Auch nach der Länderspielpause. Von daher habe ich nicht viel auszusetzen.“
... zum Gegentor: „Das brauche ich nicht mehr viel kommentieren. Er kommt unbedrängt zum Kopfball. Das ist der Raum, den wir auch besprochen haben. Den können Halstenberg und Ilsanker deutlich besser verteidigen.“
… zur Belastung: „Es ist glaub ich normal, wenn du in der ersten Halbzeit führst und so viel Druck machst, dass die Jungs dann irgendwann an Mittwoch denken und versuchen, die Belastung ein bisschen zu steuern. Wir haben jetzt noch sieben Spiele vor der Brust und am Mittwoch wollen wir das Achtelfinale in der Champions League klarmachen. Wir haben ein bisschen auf Konter gelauert und haben Gott sei Dank noch einen schönen Freistoß gemacht. Dann war das Spiel gelaufen.“
… zu seinem Jubel: „Ich Jubel immer bei Toren. Das ist der Lohn für die Arbeit eines Trainers und die Arbeit der Spieler. Es wäre komisch, wenn ich da nur stehe und Tore ganz nüchtern nehmen würde.“

Horst Heldt (Geschäftsführer Sport 1. FC Köln) ...
… zur Rückkehr (vor dem Spiel):
„Es ist so, wie nach Hause zu kommen. Ich habe schon in der Pressekonferenz gesagt, dass es der Verein ist, wo ich am längsten gewesen bin. Da habe ich meine Karriere begonnen als Fußballprofi und wollte damals auch nicht gehen, aber die Vereinsführung hatte eine andere Idee. Es war dann unvollendet. Von daher bin ich froh, dass ich wieder da bin.“
… zu Skeptikern an Gisdol und ihm (vor dem Spiel): „Das eigentlich ist nicht so wichtig. Ich denke, das ist legitim und in Ordnung, dass die Leute kritisch sind. Es ist ja auch nicht so, dass alles Sonnenschein bei uns ist. Wir stehen unten drin, haben zu wenig Punkte für das bisher Geleistete. Ich kann es nachvollziehen, dass man das kritisch begleitet. Am Ende des Tages wollen wir das Bestmöglichste für den Klub machen. Wir wollen die Mannschaft da unten rausführen und das wird sicherlich nicht einfach werden. Wir sind davon fest überzeugt, dass wir das schaffen werden. Das wird auf langer Strecke erfolgreich sein. Natürlich ist es immer ein Ansporn, wenn es Skeptiker gibt und die dann vom Gegenteil zu überzeugen.“
… zur Einstellung beim Klub über Headhunter (vor dem Spiel): „Der Prozess war sehr professionell. Am Ende des Tages ist es auch mal wichtig, objektiv von außen darauf zu schauen. Ich bin ja nicht der Einzige, der sich mir einem Headhunter unterhalten hat. Ich denke, dass es schon sehr professionell gewesen ist und Headhunter wissen, was sie herausfinden müssen, um am Ende des Tages ihren Job auszufüllen. In der Wirtschaft ist das gang und gebe. Im Fußball noch nicht. Und es gab ja auch noch andere Gespräche und andere Kontakte.“
… zu früher Müdigkeit der Mannschaft in bisherigen Spielen (vor dem Spiel): „Es ist immer gut, wenn man einen Ansatz hat, um am Ende des Tages etwas zu verändern.
… zur Aufstellung (vor dem Spiel): „Auf der einen Seite haben wir in der Mitte Stabilität. Wir wissen, dass Leipzig sehr, sehr schnell durch die Mitte spielt und auf Ballverluste wartet. Auf der anderen Seite haben wir auch Geschwindigkeit nach vorne. Wir wissen alle was Modeste kann, er ist der Box sehr gefährlich. Da Verbrechen wir uns natürlich etwas von. Er hat längere Zeit nicht gespielt. Vielleicht ist es für ihn auch wieder eine Chance für einen Neuanfang. Ich finde das gut gewählt vom Trainer. Das wird sicherlich nicht die Stammelf sein, die alle Spiele in der Bundesliga bestreiten wird.
… zu Podolski (vor dem Spiel): „Nein, er hat sich noch nicht gemeldet. Wir beschäftigen uns ausschließlich mit dem Kader, den wir haben. Das ist Arbeit genug und wir wollen versuchen schnellstmöglich wieder in die Erfolgsspur zu kommen. Und alles andere werden wir dann sehen.“

Jonas Hector (Kapitän 1. FC Köln):
... zum Spiel:
„Wir haben wieder einmal Gegentore einfach weggegeben. Dann ist schwer gegen eine solche Mannschaft, die gerade nach vorne ein extremes Tempo und auch ein gutes Passspiel hat, etwas mitzunehmen. Aber man muss auch ganz klar gestehen, dass wir heute hier keinen Punkt verdient hatten. Wir waren klar unterlegen und dem müssen wir uns annehmen.“
… zu Beteiligung am ersten Gegentor: „Ich will es hinten herum spielen, lege mir den Ball zu weit vor und bekomme ihn abgenommen. Es ist ein einfaches Tor für Leipzig. Das ist ein Bärendienst für die Truppe, das tut mir natürlich auch leid. Die Fehler müssen wir abstellen, die muss ich abstellen, sodass wir Punkte holen können. Das ist ein Grund, warum wir hier heute gar nichts geholt haben.“
… zum Vergleich seiner Leistung bei Nationalmannschaft und Verein: „Das ist ja erstmal ein ganz anderes Spiel. Darüber hinaus, wollten wir kompakt stehen als Mannschaft. Ich kann meine Leistung nicht herausnehmen. Es ist ein Mannschaftssport. Natürlich ist man da immer abhängig von der Mannschaft. Wir haben es heute leider nicht geschafft als Mannschaft unsere Leistung auf den Platz zu bringen.“
… zu seinem Wechsel ins Mittelfeld in der zweiten Halbzeit: „Wir hatten trotzdem viele Situationen, wo Leipzig durchaus das ein oder andere mehr draus hätte machen können. Wir müssen das Ganze analysieren, Leipzig ist vielleicht auch nicht der Maßstab, den wir uns nehmen müssen.“

Timo Werner (Torschütze RB Leipzig) …
... zum Spiel:
„Wir haben heute wieder ein super Spiel gemacht. Das 1:0 war typisch RB Leipzig: Ball gewinnen, schnell nach vorne spielen und dann muss ich da stehen. Das erwarten die Mitspieler von mir. Ich bin zufrieden, die ganze Mannschaft ist zufrieden. Wir haben heute wieder gut gespielt. Wir haben zwei Standardtore gemacht, was langsam eine Stärke von uns wird. Wir sind da sehr sicher geworden. Wir können sehr zufrieden sein.“
... zum Vergleich Ralf Rangnick und Julian Nagelsmann: „Man kann die Trainer nicht so gut vergleichen. Es ist sehr schwer. Julian spielt einen sehr offensiven Fußball. Wie man sieht, spielen wir nicht mehr so oft zu Null. Das war unter Rangnick deutlich öfter der Fall. Wir haben in den letzten vier, fünf Spielen an die 30 Tore geschossen. Das zeichnet uns aus, wir sind torgefährlich. Wir hätten noch mehr Tore schießen können, daran müssen wir noch arbeiten.“
… zu Ambitionen: „Die Tabellenkonstellation, wo wie sie jetzt ist, kommt nicht von irgendwo her. Die Bayern sind wieder in der Spur, Dortmund wackelt immer noch ein bisschen. Wir ziehen unseren Fußball durch. Wir haben oft genug auch schon gewackelt und Spiele hergeschenkt in der Liga, die wir eigentlich hätten gewinnen müssen. Das macht den deutschen Fußball gerade aus, es ist sehr spannend. Ist doch schön, dass es so spannend ist. Wir wollen den Weg weitergehen und am Ende vielleicht nicht Zweiter sein, sondern vielleicht einen Platz weiter oben.“

Emil Forsberg (Torschütze RB Leipzig) …
… zu seinem Freistoßtreffer:
„Ich habe schon ein paar in der zweiten Liga gemacht. Aber jetzt ist es natürlich schön, einen in der Bundesliga zu machen. War ein schönes Ding.“
… zum Spiel: „Wir haben ein gutes Spiel gemacht. Wir sind auf einem guten Weg, werden immer besser. Wir müssen weiter auf dem Boden bleiben, es gibt viele gute Mannschaften. Wir müssen weiter hart arbeiten und dann kommt auch der Erfolg. Dass es schwer wird, wissen wir.“
… zur Belastung: „Viele haben viel gespielt, waren fast zwei Wochen weg. Klar, in unseren Beinen stecken viele Spiele. Das hat man auch gesehen, wenn wir bei 2:0 ein wenig tiefer stehen.“

Sky Experte Lothar Matthäus ...
... zum Spiel des 1. FC Köln:
„Von Kölner Seite muss man das Spiel so schnell wie möglich abhaken. Trotzdem, in der zweiten Halbzeit haben sie mit deutlich besser gefallen, weil sie mutiger gespielt haben und auch Ballpassagen gehabt haben. Sie haben mehr Eckbälle gehabt, mehr Abschlüsse. Das sind Dinge, die man mitnehmen muss. In drei, vier Tagen kann man eine Mannschaft nicht komplett ändern. In der ersten Halbzeit waren sie grottenschlecht und in der zweiten Halbzeit haben sie Ansätze gezeigt auf denen sie aufbauen können.“

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