• Bilyk merkt an „Wir haben alles reingelegt“
• Sky Experte Martin Schwalb „Es war ein richtiger Kampf“

Kiel, 24. November 2019 –
Sehr geehrte Medienpartner, anbei erhalten Sie eine Stimmensammlung zur Partie der LIQUI MOLY Handball-Bundesliga zwischen dem THW Kiel und der SC DHfK Leipzig (27:26).

Filip Jicha (Trainer THW Kiel) ...
... über die Niederlage in der Champions League (vor dem Spiel):
„Die Mannschaft weiß genau Bescheid, was falsch gelaufen ist und alle sind traurig über diesen Punktverlust. Die Jungs waren durch das harte Programm mental etwas überspielt. Wir hatten seit fast drei Wochen keinen freien Tag mehr. Aber das müssen die Jungs lernen, im Drei-Tages-Rhythmus spielen zu können. Es ist die größte Herausforderung für eine Mannschaft.“

Nikola Bilyk (THW Kiel) ...
... zum Spiel:
„Es war ein sehr harter Kampf für uns. Wir haben alles reingelegt und wollten unbedingt gewinnen. Allerdings haben wir uns das Leben selber schwer gemacht und haben Leipzig immer wieder herankommen lassen. Aber am Ende haben wir die letzte Abwehrsituation gut gelöst. Jeder Einzelne hat die Verantwortung übernommen. Was wir teilweise in der Anzahl an Spielen bestreiten müssen, dann muss man sagen, dass wir eher wie Maschinen agieren müssen. Man muss immer seine Leistungen bringen. Es ist sehr schwer, aber wir sind beim THW Kiel und das ist unser Anspruch. Man muss immer alles geben, wenn man um alle Titel mitspielen will. Das dies nicht immer funktioniert, ist natürlich auch klar. Aber so ist einfach unser Sport.“

Viktor Szilagyi (Geschäftsführer Sport THW Kiel) ...
... zur aktuellen Situation (in der Halbzeitpause):
„Was uns aktuell fehlt, ist die Zeit im Athletiktraining. Man merkt es den Jungs an, dass die Spitzigkeit durch den intensiven Rhythmus verloren gegangen ist. Es ist an dem ein oder anderen Spieler anzusehen, dass sie bereits mental und auch körperlich kämpfen müssen.“

Andre Haber (Trainer SC DHfK Leipzig) ...
... zum Spiel:
„Es war einfach nur dumm von uns, am Ende nicht in die Abschlusssituation zu kommen. Wenn man so kämpft und in einer der besten Hallen in Europa ein Unentschieden herausholen will, zum ersten Mal im Leben, dann darf man sich nicht so dusselig anstellen und den letzten Angriff nicht mehr werfen. Leider stehen wir nun ohne Punkte da und all die Mühe war umsonst. Dennoch haben wir viele Dinge richtig gemacht.“
... über Auszeiten im Handball (vor dem Spiel): „Es gibt unterschiedliche Zeitpunkte für Auszeiten. Entweder man nutzt sie, um einen Lauf des Gegners zu unterbrechen, oder um kurz vor der Halbzeit nochmals zu reagieren. Vielleicht auch in einer guten eigenen Phase, um das eine Tor mehr zu erzielen. Am häufigsten nehme ich die Auszeit, wenn die letzten drei Angriffe verloren gegangen sind, um dementsprechend Verbesserungen vorzunehmen.“

Franz Semper (SC DHfK Leipzig) ...
... zum Spiel:
„Wenn wir in Kiel spielen und in eine so starke Endphase kommen, dann wollen wir dieses Spiel natürlich gewinnen. Wir haben zum Ende eine Chance zum Ausgleich, aber es ist dann einfach nur schade, dass wir nicht zum Wurf gekommen sind. Es war ein sehr kampfbetontes Spiel und ich persönlich habe einen guten Tag erwischt. Da lief im Angriff viel über mich und wenn man dann in der Abwehr viel arbeiten muss, dann ist es sehr kräftezehrend.“

Sky Experte Martin Schwalb ...
... zum Spiel:
„Leipzig hat sich von den kleineren Rückständen nicht aus der Bahn bringen lassen und immer weitergespielt. Sie haben immer wieder dagegengehalten und auch ein gutes Niveau bewiesen. Kiel ist dadurch in Bedrängnis gekommen. Im Angriff war es nicht das beste Spiel des THW Kiel, aber sie haben gut verteidigt. Es war ein richtiger Kampf. Alles, was ein Handballspiel dramatisch macht, hat man gesehen. Man konnte Leipzig anmerken, dass sie überzeugt waren, etwas Zählbares mitzunehmen.“
... über Kiel (vor dem Spiel): „Kiel hat zu Saisonbeginn einen überragenden Handball gespielt. Nun ist es ein wenig ins Stocken geraten. Sie müssen nun im Drei-Tages-Rhythmus spielen und da haben sie die Probleme, das Niveau oben zu halten.“
... über Auszeiten im Handball (vor dem Spiel): „Man muss als Trainer wissen, dass die Dinge in der Auszeit auch in der Öffentlichkeit zu hören sind. Daran sieht man als Zuschauer, was ein Trainer für einen Einfluss nehmen kann. Es ist eigentlich eine intime Sache eines Trainers und daran öffentlich Teil zu haben, ist eine Besonderheit des Handballsports.“


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Daniel Mayr (Mayr@liquimoly-hbl.de)
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