• Covic bedient: „Sehr enttäuscht nach so einer bitteren Niederlage“
• Schmidt freut sich über „Big Points gegen die direkten Konkurrenten“
• Schreuder versucht Niederlage zu erklären: „Vielleicht hat uns die Favoritenrolle nervös gemacht“
• Sky Experte Lienen zur Situation von Hertha BSC: „Das sieht jetzt desaströs aus“

Unterföhring, 24. November 2019 -
Die wichtigsten Stimmen zu den Sonntagsspielen des 12. Spieltages der Fußball-Bundesliga, FC Augsburg vs. Hertha BSC (4:0) sowie TSG 1899 Hoffenheim vs. 1. FSV Mainz 05 (1:5), bei Sky.

Martin Schmidt (Trainer FC Augsburg): „Alle wissen, Wolfsburg oder Bayern sind Bonuspünktchen, aber das hier sind die Big Points gegen die direkten Konkurrenten im Abstiegskampf. Da haben wir heute nachgelegt. Zwei Siege hintereinander, in den letzten vier Spielen dreimal zu Null, das sind schon solche Dinge, die eine Verbesserung dokumentieren.“

Daniel Baier (Kapitän FC Augsburg): „Wichtig ist, dass wir jetzt ein bisschen Konstanz in der Mannschaft haben. Jetzt ist uns leider Alfred Finnbogason weggebrochen, Felix Uduokhai hat wenig trainiert, aber man hat gesehen, dass die Jungs, die reingekommen sind, einen super Job gemacht haben. Das tut uns einfach gut. Wir hatten zuletzt einen Aufwärtstrend und jetzt stimmt es auch von den Ergebnissen in den letzten beiden Spielen.“

Jeffrey Gouweleeuw (FC Augsburg): „4:0 ist schon viel, aber wenn du das Spiel anschaust, hatten wir viele Chancen und am Ende ist die Tordifferenz auch wichtig. Heute können wir zufrieden sein.“

Philipp Max (Torschütze FC Augsburg) bei Sky90: „Die letzten zwei Spielen waren extrem wichtig. Wir hatten drei Heimspiele nicht gewonnen, heute war einfach ein sehr wichtiger Befreiungsschlag.“

Ante Covic (Trainer Hertha BSC) ...
... zum Spiel:
„Wir sind sehr enttäuscht nach so einer bitteren Niederlage. Was mich am meisten ärgert, ist, dass wir nicht das auf die Platte bekommen haben, was wir die letzten zwei Wochen tagtäglich gemacht haben.“
... zur Frage, warum die Mannschaft nicht in der Lage ist, das umzusetzen, was trainiert wurde: „Ich weiß es nicht. Im Sport hat es häufig mit dem Kopf zu tun. Wenn man unten steht und unbedingt die Punkte holen muss, da kommt ein gewisser Krampf dazu. Man sieht die Jungs unter der Woche, wenn sie befreit aufspielen können, dann sind sie dazu in der Lage.“
... zur Roten Karte für Torhüter Rune Jarstein: „Sehr bitter, sehr unglücklich. Ich glaube, er hat sich selbst am meisten geärgert, weil er wusste, dass er sich in der Situation zu viel Zeit gelassen hat. Die Regelauslegung kenne ich auch nicht im Detail, ob man, wenn das Tor fällt, noch als Doppelbestrafung die Rote Karte zeigen muss. Dass es ein Foul war, steht außer Frage.“
... zum nächsten Gegner Borussia Dortmund: „Das ist keine einfache Situation für uns alle, weil wir uns das anders vorgestellt haben. Wir müssen das jetzt schnellstmöglich in die richtige Richtung umbiegen. Dazu haben wir die Gelegenheit am Samstag gegen keinen einfachen Gegner, aber in der Bundesliga ist vieles möglich.“

Marius Wolf (Hertha BSC) ...
... zum Spiel:
„Wir haben uns viel vorgenommen, wollten eigentlich gewinnen. Wir haben gut gearbeitet diese Woche, aber haben das nicht gezeigt. Wir müssen einfach weitermachen, unseren Weg gehen. Wir müssen versuchen, Spiele zu gewinnen, um schleunigst Punkte zu holen.“
... zur Frage, was seit dem verlorenen Derby passiert ist: „Wir sind nicht mehr so eklig und trauen uns nicht mehr herauszuspielen, wie wir es vorher gemacht haben. Das vermisse ich ein Stück weit.“
... zur Frage, wie er die Arbeit mit dem Trainer beurteilt: „Erstens ist das nicht meine Aufgabe. Wir haben unter ihm zu trainieren. Das machen wir jede Woche. Wir haben schon gezeigt, dass wir Fußball spielen können. Er gibt uns Vorgaben, die wir aber auch umsetzen müssen. Wenn wir das nicht machen, wird es auch schwer für den Trainer.“
... zur Frage, ob die Mannschaft überzeugt vom Trainer ist: „Auf jeden Fall.“

Alfred Schreuder (Trainer TSG 1899 Hoffenheim) ...
... zum Spiel:
„Wir haben es mit Ball einfach nicht gut gemacht. Trotzdem hatten wir ein paar gute Chancen, der Torhüter des Gegners hat aber sehr gut gespielt heute. Wir haben verdient verloren. Wenn man nach der Roten Karte nicht mehr als ein Tor machen kann, dann ist es auch verdient. Der eine oder andere war heute ein bisschen nervös, vielleicht hat uns die Favoritenrolle nervös gemacht.“
... zur Frage, ob es normal ist, dass jetzt wieder ein Rückschlag gekommen ist: „Ich glaube, das ist für diese Mannschaft auch neu, fünf, sechs Spiele hintereinander zu gewinnen. Die Favoritenrolle war auch neu für uns. Daraus muss man lernen.“

Achim Beierlorzer (Trainer 1. FSV Mainz 05) ...
... zum Spiel:
„Leidenschaft war auf jeden Fall unheimlich in diesem Spiel, weil wir durch den Videobeweis eine Rote Karte hinnehmen mussten. Zu zehnt ist die Leistung gar nicht hoch genug anzurechnen. Zu zehnt haben sie richtig gut verteidigt, aber auch sehr gut umgeschaltet und nach vorne gespielt.“
... zur Roten Karte: „Das war des Guten einfach zu viel. Es war Rot, darüber brauchen wir nicht diskutieren. Das war natürlich unnötig an der Mittellinie. Er wollte ein Zeichen setzen, aggressiv sein, aber das darf nicht sein, dass man so gegen den Fuß des Gegners geht. Die Rote Karte ist völlig korrekt, aber nichtsdestotrotz großes Lob an die Mannschaft, wie sie es gemacht hat. Ich muss auch die Arbeit von Sandro loben. Da verdient Sandro einen ganz großen Anteil dran. Die Mannschaft hat heute garantiert auch für ihn so gekämpft.“
... zu den Faktoren für den Sieg: „Es sind Momente, die man nutzt oder nicht nutzt. Wenn man sich das 2:0 ansieht, da kommt eine scharfe Flanke rein und Hoffenheim macht ein Eigentor, dann ist das schon dieses Matchglück. Manchmal hat man es und manchmal nicht. Natürlich hat die Mannschaft heute ein tolles Gesicht gezeigt, hat füreinander gekämpft, sie waren unheimlich laufbereit, waren auch aggressiv und das auch zu zehnt. Das ist eine ganz tolle Moral und diese Mannschaft hat unheimlich viel Potenzial.“
... zur Frage, wie seine erste Woche in Mainz war (vor dem Spiel): „Intensiv, weil wenig Zeit für viele Themen war. Ich musste viele Menschen kennenlernen. Die ersten Eindrücke sind extrem freundlich, extrem sympathisch. Ich fühle mich sehr wohl.“
... zur Frage, was anders im Vergleich zum 1. FC Köln ist (vor dem Spiel): „Das kann ich jetzt noch gar nicht sagen, weil auch in Köln wurde ich super aufgenommen. Das war alles rundum top. Das einzige, was uns gefehlt hat, waren die Punkte und die möchte ich jetzt mit Mainz holen.“

Rouven Schröder (Vorstand Sport 1. FSV Mainz 05) ...
... zur Frage, warum Achim Beierlorzer verpflichtet wurde, der mit dem 1. FC Köln weniger Punkte als der 1. FSV Mainz 05 geholt hat (vor dem Spiel):
„Wir machen uns davon frei. Es geht um die Person. Ich kenne ihn schon ein bisschen länger aus Fürth. Er hat eine sehr gute Ansprache ans Team. Wir sind überzeugt, dass er genau der richtige Trainer zum jetzigen Zeitpunkt ist. Ein Trainerwechsel ist nie populär. Die Wertschätzung Sandro gegenüber ist riesengroß. Aber jetzt geht der Blick nach vorne und da bleibt auch nichts hängen.“
... zur Kontaktaufnahme mit Achim Beierlorzer (vor dem Spiel): „Mittwoch gab es die erste Kontaktaufnahme und die erste Frage war: ‘Bist du überhaupt bereit für eine neue Tätigkeit?‘ Achim war klar und hat gesagt, ihn reizt das, er fühlt sich überhaupt nicht ohne Energie. Deswegen haben wir uns zu weiteren Gesprächen getroffen und dann auch vollendet.“

Robin Zentner (Torhüter 1. FSV Mainz 05) ...
... zur Frage, ob es jetzt wieder bergauf geht:
„Das haben wir uns auf jeden Fall vorgenommen. Das war ein erster guter Schritt in die richtige Richtung. Wir dürfen es aber auch nicht zu hoch bewerten.“
... zum neuen Trainer Achim Beierlorzer: „Er hat unter der Woche versucht, uns seine Idee nahzubringen. In der zweiten Halbzeit wurde natürlich der Matchplan, den wir erst hatten, ein bisschen umgeworfen. Aber ich denke, wir haben es sehr gut gemacht. Wenn man fünf Tore schießt, dann hat man schon viel richtig gemacht.“

Sky Experte Ewald Lienen ...
... zur aktuellen Lage von Hertha BSC:
„Sie haben ein schweres Restprogramm. Jetzt haben sie 25 Gegentore, damit begeben sie sich Richtung Tabellenende, aber ich würde es nicht ganz so dramatisch sehen, weil viele individuelle Fehler dabei waren. Der Torwart verursacht das zweite Gegentor, dann haben sie eine Rote Karte, der Ersatztorwart macht zwei Riesenfehler für mich, das Tor von Hahn muss er halten, das Tor von Niederlechner auch. Das sieht jetzt desaströs aus, aber sie müssen aufpassen, dass sie sich nicht selbst in die Krise reden.“
... zum schnellen Wechsel von Achim Beierlorzer vom 1. FC Köln zum 1. FSV Mainz 05: „Es ist ja schon überraschend, nach einer Woche schon wieder woanders zu sein. Das ist nicht einfach für Achim, das hinzukriegen. Wenn man sich fragt, wieso verpflichte ich Achim Beierlorzer, der schlechter dasteht, dann kann man sich genauso gut fragen, warum trenne ich mich von Sandro Schwarz? Das ist genauso ein guter Trainer. Nicht immer ist ein Trainer alleine verantwortlich für die Ergebnisse.“
... zur Roten Karte für Ridle Baku: „Da braucht man nicht drüber reden. Er wollte den Ball blocken, aber ich kann nicht so unmotiviert, rücksichtslos und unkontrolliert in den Zweikampf gehen. Baku ist jetzt auch nicht der geborene Zweikämpfer. Wenn solche Leute dann aggressiv werden, dann schießen sie manchmal über das Ziel hinaus. Damit erweist er seiner Mannschaft einen Bärendienst.“

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