• Favre-Ansage an Joker Sancho: „Brauchen Spieler, die fokussiert und bereit sind“
• Nagelsmann mit RB erstmals im Achtelfinale: „Haben Geschichte geschrieben“
• Hummels hadert mit eigenem Fehlpass: „Der hat uns ein Loch gegraben“
• Sky Experte Lothar Matthäus: „Die Inter-Sieg tut Dortmund weh“

Unterföhring, 27. November 2019 -
Die wichtigsten Stimmen zu den Mittwochspartien des 5. Spieltages der Champions-League-Gruppenphase, u.a. FC Barcelona – Borussia Dortmund (3:1) und RB Leipzig – Benfica Lissabon (2:2), bei Sky.

Lucien Favre (Trainer Borussia Dortmund) …
… zur aktuellen Situation:
„Es ist eine sehr schwierige Phase. Aber ich bin überzeugt, dass wir das schaffen werden. Ich habe Vertrauen.
… zum Verzicht auf Jadon Sancho in der Startelf: „Wir haben die Entscheidung so getroffen und das ist damit geklärt.“
… zum Spiel: „Wir waren zu offen. Wenn man Barcelona zu viel spielen lässt, dann hat man wenige Chancen. Wir hatten trotzdem zwei gute Torchancen. Danach haben wir Fehler gemacht. Messi mit dem Ball ist brandgefährlich. Es ist schwer für jede Mannschaft der Welt hier zu spielen. Sie haben eine sehr gute Mannschaft. Sie sind Tabellenführer vor Real Madrid, das sagt alles.“
… zum Verzicht auf Jadon Sancho in der Startelf (vor dem Spiel): „Barcelona wird ein schwieriges Spiel. Wir brauchen elf Spieler auf dem Platz, die fokussiert und bereit sind. Wir haben geschaut und uns für diese Startelf entschieden.“

Mats Hummels (Borussia Dortmund) …
… zum Spiel:
„Wir waren okay. Wir haben kein schlechtes Spiel hingelegt, aber auch kein besonders gutes. Barca war wirklich gut, vorne mit Messi immer gefährlich. Wir hatten immer mal wieder gute Phasen. Nach dem 0:1 hatten wir eine ganz schlechte Phase, gekrönt von meinem Fehlpass vor dem 0:2, der uns ein tiefes Loch gegraben hat, aus dem wir leider nicht herausgekommen sind. Aber was Einsatz und Moral angeht, war das nicht so schlecht.“
… zu seinem Fehlpass vor dem 0:2: „So ein Fehler darf mir hier nicht passieren. Wenn man so einen Fehler hier macht, verliert man zu Recht. Das wurmt mich extrem. Aus einem 0:1 hätten wir uns immer noch wieder herausholen können. Das 0:2 hat für einen ganz schwierigen Spielstand gesorgt.“
… zum Verzicht auf Jadon Sancho in der Startelf: „Das Thema möchte ich nicht öffentlich kommentieren. Er hat in der zweiten Halbzeit eine wirklich gute Reaktion gezeigt. Dafür großes Lob an ihn. Das hat er wirklich gut gemacht, mit großer Einsatzfreude, großem Engagement und einem schönen Tor. So soll das sein.“
… zur Ausgangslage: „Wir haben es nicht in der eigenen Hand. Das ist schade, das hätten wir uns gewünscht. Jetzt müssen wir unbedingt gegen Prag gewinnen und hoffen, dass sie Lionel gegen Inter vielleicht aufstellen, auch wenn sie schon Erster sind.“
… zu Lionel Messi: „Er ist in Topform, der beste Fußballer, den ich je gesehen haben. Das beweist er mit dem Auge, das er hat. Er ist im Zweikampf ganz schwer zu stoppen und dann ist das Zusammenspiel vorne zwischen den Jungs natürlich extrem ausgeprägt. Eine Riesenherausforderung, die wir heute nicht gut in Griff bekommen haben.“

Marco Reus (Kapitän Borussia Dortmund) …
… zum Spiel:
"Wir wissen schon, auf welchen Gegner wir hier treffen. Dass wir sie nicht aus dem Stadion schießen, ist klar. Mit dem Hintergrund, dass wir nicht vor Selbstvertrauen strotzen. Aber trotzdem sind wir Borussia Dortmund und haben exzellente Einzelspieler. Wir kommen im letzten Drittel nicht richtig nach vorne. Da müssen wir zielstrebiger spielen, auch mal einen riskanten Pass spielen. Und wenn wir den Ball verlieren, früher und höher pressen. Das sind so Kleinigkeiten. Das läuft bei uns momentan nicht in die richtige Richtung. Wir haben vielleicht auch nicht das nötige Glück. Das müssen wir uns hart erarbeiten und das geht nur über Kampf.“

Michael Zorc (Sportdirektor Borussia Dortmund) …
… zur Frage, welche Chance Lucien Favre noch hat (vor dem Spiel):
„Es geht um alle, es geht nicht isoliert um den Trainer. Natürlich sind wir alle in der Verantwortung. Wir haben alle am Wochenende schon sehr viel dazu gesagt, weil permanent darüber berichtet wird, meistens mit wenig Wahrheitsgehalt. Lucien hat unser Vertrauen. Ich erlebe ihn sehr fokussiert und kämpferisch. Er ist sehr sicher, dass wir die Trendwende schaffen können.“
… zum fehlenden Neuner (vor dem Spiel): „Das habe ich damit gemeint: Wir sind alle in der Verantwortung, wenn es darum geht, wo wir das eine oder andere Defizit haben. In der Tat haben wir da eine Fehleinschätzung gehabt. Wir dachten, das Wechselspiel zwischen Paco und Mario Götze, das in der Vorsaison hervorragend geklappt hat, funktioniert erneut. Das ist momentan leider nicht so.“
… zur Frage, ob es Kontakt zu Emre Can oder Mario Mandzukic gab (vor dem Spiel): “Ich lese ja viele Namen. Ich bin für jeden Vorschlag dankbar. Wir werden versuchen, die sportlich beste Lösung zu finden.“

Julian Nagelsmann (Trainer RB Leipzig) …
… zum Spiel:
„Es ist ein historischer Abend für den Klub und für mich. Natürlich war es ein extremes Herzschlagfinale, ein unglaublich spannendes Spiel. Aber ich glaube, es war verdient. Es ist ein bisschen glücklich, dass du so spät noch ein Tor machst, aber man hat gemerkt, wie extrem wir dran glauben und wie gierig die Jungs waren. Aufgrund des späten Zeitpunkts etwas glücklich, aber verdient.“
… zu Emil Forsberg: „Er ist ein kopfballstarker Spieler. Die Flanke war sehr gut, die Position von Emil war sehr gut, ein sensationeller Kopfball. Der war nicht so einfach, den hat er super gesetzt. Wichtige zwei Tore heute. Er hat ein Superspiel gemacht. Ich bin zufrieden und stolz auf die Jungs.“
… zum Startelfdebüt von Ethan Ampadu (vor dem Spiel): „Er ist grundsätzlich kein nervöser Typ. Natürlich wird er heute ein bisschen Anspannung fühlen, das ist normal. Aber er hat auch in der Nationalmannschaft mit seinen jungen Jahren eine bedeutende Rolle und Führungsposition. Er wird es heute gut machen und hat mein Vertrauen. Wenn alle fit gewesen wären, wäre er vermutlich nur auf der Bank, das weiß er selber. Aber das ist doch schön, als junger Spieler eine Chance zu kriegen und zu nutzen. Er wird ein gutes Spiel machen können.“
… zur Entwicklung bei RB Leipzig (vor dem Spiel): „Es ist eine super Entwicklung. Großes Lob an die Scoutingabteilung: Damals schon Spieler gescoutet zu haben, die so lange beim Klub bleiben, die die Geschichte mitprägen und sich so entwickelt haben, dass sie heute Champions League spielen.“ // „Die Jungs sollen sich einfach belohnen. Viele von ihnen haben die noch junge Geschichte des Klubs sehr geprägt und können heute ein neues Kapitel schreiben.“

Emil Forsberg (Doppeltorschütze RB Leipzig) …
… zum Achtelfinale:
„Es fühlt sich richtig gut an. Ich freue mich für die Fans, für die Stadt und den Klub. Wir haben Geschichte geschrieben und freuen uns auf das Achtelfiale.“

Marc-André ter Stegen (Torhüter FC Barcelona) ...
... zum Spiel:
„Wir haben gerade in der ersten Halbzeit gezeigt, dass wir die Hausherren sind. Wir haben es über weite Strecken geschafft, Dortmund hinten reinzudrücken und eigene Chancen zu kreieren. Wir haben heute ein guten Fußballabend gesehen.“
... zu Messi: „Glückwunsch. Das ist nicht selbstverständlich. Er hat heute wieder bewiesen, dass er der beste Fußballer der Welt ist.“

Sky Studiogast Patrick Owomoyela (Botschafter Borussia Dortmund und ehemaliger Nationalspieler) …
… zum Spiel:
„1:3 im Camp Nou, das kann jeder Mannschaft passieren. Sie haben engagiert angefangen die ersten Minuten. Sie haben sich durch einen eigenen Fehler, spätesten durch den Pass von Mats, in die Situation gebracht, mit zwei Toren zurückzuliegen. Das ist hier so gut wie aussichtslos. Sie haben in der zweiten Halbzeit eine gute Reaktion gezeigt. Am Wochenende ist wieder die Möglichkeit, mit der richtigen Reaktion etwas zu berichtigen.“
… zur Frage, ob beim BVB alle noch an Favre glauben (vor dem Spiel): „Ich weiß nichts anderes. Ich höre eigentlich nur Gutes aus dem internen Zusammenarbeiten. Ich bin sehr nah dran. Da gibt es keine negativen Ausreden und Ausflüchte was das angeht. Eigentlich sind alle mit der Zusammenarbeit zufrieden und davon überzeugt, dass man alles viel, viel besser machen kann. Aber das muss jetzt auch umgesetzt werden.“
… zur Situation beim BVB (vor dem Spiel): „Der BVB ist auf der Suche nach der richtigen Antwort, die eigentlich schon auf das Bayern-Spiel hätte folgen müssen und die eigentlich auf einem Silbertablett serviert war mit Paderborn. Vielleicht ist das fehlende Einstellung. Es hat sich leider immer wieder gezeigt, dass gerade diese vermeintlich kleineren Mannschaften, unserer Mannschaft die Beine gestellt haben.“
… zu Emre Can oder Mario Mandzukic: „Das sind Spieler mit enormer Qualität. Ich halte beide Spieler für ausreichend qualifiziert, um Borussia Dortmund zu helfen.


Sky Experte Lothar Matthäus …
… zur Ausgangslage beim BVB:
„Die Niederlage von Dortmund geht okay. Was Dortmund aber noch mehr weh tut, ist der Sieg von Inter Mailand bei Prag. Dadurch haben sie es nicht mehr in der eigenen Hand. Ich hoffe, dass Barcelona mit der ersten Mannschaft gegen Inter spielt, dann wird es schwer für sie zu gewinnen. Aber wenn Barcelona sich auf andere Aufgaben mehr konzentriert, könnte ich mir vorstellen, dass Inter dann leider Platz zwei erreicht.“
… zum Spiel: „Heute war es okay, aber einige waren einfach wieder nicht in Höchstform. Ich denke da an Schulz, der hat schon in den letzten beiden Spielen sehr schlecht gespielt. Es ist einfach zu wenig für den Anspruch, den sie an sich selbst stellen. Sie haben den Kader super verstärkt, aber zurzeit ist keiner da. Es ist einfach zu wenig und man muss sich hinterfragen und nicht immer nur sagen, hier waren fünf Minuten gut, hier zehn, dort eine Halbzeit. Das langt für Dortmund einfach nicht.“
… zu Emre Can oder Mario Mandzukic: „Nach meinen Informationen gab es Gespräche zwischen Dortmund und beiden Spielern. Beide Spieler halte ich für ausreichend erfahren, sie haben Bundesligaerfahrung, sie haben Titel geholt, große Titel. Das spielt auch eine Rolle, wenn du Titel holen willst, dass du Spieler hast, die das schon einmal mitgemacht hast.“
… zum BVB (vor dem Spiel): „Es liegt ganz sicher nicht am Trainer. So schlecht, wie man gegen Paderborn in der ersten Halbzeit gespielt hat, da kann jeder auf der Bank sitzen. So schlecht akzeptiere ich keine Mannschaft mit diesen Möglichkeiten. Das ist eine Mannschaft, die intern ein Problem mit sich hat. Es fehlt mir die Führungspersönlichkeit auf dem Platz. Wenn etwas nicht so läuft, dann nimmt man als Spieler das Heft auch mal selbst in die Hand.“
… zum BVB-Spiel gegen den SC Paderborn (vor dem Spiel): „Man hatte viele Spieler auf dem Platz, bei denen man wusste, dass sie die Geschwindigkeit der Paderborner nicht mitgehen können. Da hat der Trainer sich mit Sicherheit etwas verzockt.“
… zu RB Leipzig (vor dem Spiel): „Der Trainer kann die Mannschaft vielleicht nochmal eine Stufe höher bringen als im vergangenen Jahr. Und dann heißt es eben Meisterschaft oder Pokalsieg.“

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