• Dortmunds Zorc hofft auf den Turnaround: "Wir haben zu große Leistungsschwankungen, wir brauchen Kontinuität auf hohem Niveau"
• BVB-Trainer Favre bleibt gelassen: "Mein Fall ist unwichtig. Ich vertraue mir für die Zukunft“
• Heldt warnt vor Lage in Köln: „Müssen sehen, dass wir bis zum Winter noch so viele Punkte wie möglich sammeln“
• Sky Experte Dietmar Hamann: „Ich habe nicht das Gefühl, dass es in Dortmund kurz- oder mittelfristig mit Favre besser werden wird“

Unterföhring, 30. November 2019 -
Die wichtigsten Stimmen im Vorlauf zu den Samstagnachmittagspartien des 13. Spieltages der Fußball-Bundesliga bei Sky.

Lucien Favre (Trainer Borussia Dortmund) …
… über Jadon Sancho:
„Wir wollen nicht mehr darüber sprechen. Er hat uns immer gut geholfen, er ist ein sehr gefährlicher Spieler und ein guter Junge.“
… zu den Leistungen in den vergangenen Spielen: „Wir müssen nicht extrem übertreiben. Wir haben in München gespielt, das war absolut nicht gut. Bei Barca haben wir ein paar Torchancen, dann bekommen wir ein paar, für mich, unnötige Tore.“
… zur Diskussion um seine Person: „Mein Fall ist unwichtig. Ich vertraue mir für die Zukunft. Wir werden das schaffen.“

Michael Zorc (Sportdirektor Borussia Dortmund) …
…zu den Leistungen in den vergangenen Partien:
„Barcelona war ein schwieriges Pflaster für uns, weil wir uns ein bisschen unter Wert geschlagen haben. Wir haben viel gesprochen die letzten Tage und Wochen. Jetzt sind genug Worte gewechselt, wir wollen jetzt Leistung hier auf dem Platz. Wir haben die letzten zwei Spiele in der Bundesliga nicht gewonnen, wir haben gegen Barcelona in der Champions League verloren, und es ist Zeit, dass wir jetzt hier eine gute Leistung bringen, in erster Linie, aber natürlich auch das Ergebnis mit nach Hause nehmen.“
… zur aktuellen Situation beim BVB: „Ich glaube, wir können unsere Situation sehr gut einordnen. Wir haben zu große Leistungsschwankungen, teilweise von einem Spiel zum anderen, oder teilweise in einem Spiel. Wir brauchen Kontinuität auf hohem Niveau und damit wollen wir heute anfangen.“
… zu Lucien Favre: „So wie ich ihn erlebe, auch in den letzten Tagen und Wochen, er ist sehrt kämpferisch, er arbeitet weiterhin gut mit der Mannschaft und wir werden das versuchen.“

Jürgen Klinsmann (Trainer Hertha BSC) ...
... zum Job als Hertha-Trainer:
„Ich nehme jedes Abenteuer so, wie es kommt. In meinem Leben sind immer Dinge über Nacht passiert. Ob es die Nationalmannschaft war, beim FC Bayern oder die USA war. Ich freue mich auf diese Aufgabe. Es ist fast schon über Nacht passiert in einem langen Gespräch. Der Klub ist auf dem 15. Platz, mit großem Potential, natürlich mit dieser Hauptstadt im Hintergrund und deswegen ist es etwas ganz Besonderes.“
…zur Rückkehr in die Bundesliga: „Die Bundesliga fehlt einem immer, aber die hatte ich auch jede Woche bei mir zu Hause in Kalifornien. Ich könnte quasi Freitag, Samstag, Sonntag nur für die Bundesliga leben. Es ist natürlich ein besonderer Moment, es ist eine besondere Situation, die jetzt in Berlin entstanden ist. Ich bin dem Verein schon etwas näher verbunden, weil mein Sohn Jonathan hier zwei Ausbildungsjahre hinter sich hat. Ich habe eine wirklich tolle Freundschaft mit Michael Preetz. Ich habe gesagt, ich machte das bis Saisonende und dann haben wir Zeit, dass der Verein einen neuen Trainerstab finden kann.“
…zur Zielsetzung bei Hertha BSC: „Das Ziel ist langfristig. Ich möchte mithelfen, dass man europäisch wird und dass man auch relativ schnell europäisch wird. Die Situation heute ist eine ganz andere. Wir sind 15. und wir müssen da schnell raus.“
… zur Verfassung der Mannschaft: „Wir hatten nur drei Trainingseinheiten, aber das Wichtigste ist, dass sie sich Mut zusprechen, dass sie Risiko gehen, dass sie bereit sind, Fehler für andere zu korrigieren.“
… zu Vedad Ibisevic, der nicht in der Startformation steht: „Ich glaube, dass Lukébakio und Davie Selke, die werden fighten für jeden Meter und dann ist Vedad einer, der auch reinkommen kann und auch nochmal Druck machen kann. Ich muss mir erst einmal ein Bild machen in den nächsten Wochen und dann wird sich auch vieles verselbstständigen.“
… zur Herangehensweise gegen den BVB: „Wir wollen Druck machen. Ob es hohes Pressing ist oder auch mal zurückfallen lassen und dann gegenpressen und dann umschalten. Wir haben ein bisschen die Umschaltmomente trainiert, um die Räume zu finden. Letztendlich sich etwas zutrauen und das mit sehr hoher Aggressivität, das ist zumindest der Plan.“
…zur Ansprache an die Spieler: „Eine WM ist eine WM und das ist eine ganz andere Konstellation. Die Ansprachen sind heute ganz andere als es damals war.“

Horst Heldt (Geschäftsführer Sport 1. FC Köln) ...
... zur Premiere beim 1. FC Köln:
„Emotionalität kann denke ich auch helfen, aber trotzdem muss man auch einen kühlen Kopf bewahren. Aber wenn man emotionslos ist, dann hat man glaube ich eher ein Problem.“
... zur aktuellen Lage in Köln: „Wir haben zu wenig Punkte und wir müssen sehen, dass wir bis zum Winter noch so viele Punkte wie möglich sammeln. Wir müssen uns bei Entscheidungen die nötige Zeit nehmen, aber am Ende vom Tag zählt das Momentum.“
... zu einer möglichen Rückkehr von Lukas Podolski: „Lukas Podolski ist ein exzellenter Spieler, der zurzeit aber in Japan Fußball spielt Wir müssen uns auf uns konzentrieren. Das was wir beeinflussen können, mit den Spielern die da sind, das ist das Wichtigste. Alles andere kann man dann im Winter sehen. Ich bin von dem Kader überzeugt.“

Markus Krösche (Sportdirektor RB Leipzig) ...
... zur persönlichen Bindung zum SC Paderborn:
„Ich habe jahrelang als Spieler hier erfolgreiche Zeiten erlebt, dann als Sportdirektor erfolgreiche Zeiten erlebt. Meine Kinder sind hier geboren, meine Frau kommt von hier und ich bin das erste Mal jetzt auf der anderen Seite. Ich muss mich heute auch orientieren, wenn es zur Bank geht, dass ich rechts abbiege, und nicht links.“

Sky Experte Dietmar Hamann ...
... zum Trainerjob von Jürgen Klinsmann bei Hertha BSC:
„Er ist gut für die Bundesliga. Es tut mir leid für Ante Covic, aber es sind einfach die Gesetzte der Bundesliga. Es wurde glaube ich auf der ganzen Welt berichtet, dass Jürgen Klinsmann Trainer ist. Für das Standing ist es sicher gut, solche Charakterköpfe wieder in der Bundesliga zu haben.“
… zur Person Klinsmann: „Er ist ein absoluter Siegertyp. Er war Weltmeister, war beim FC Bayern, hat den UEFA-Cup mimt Inter Mailand gewonnen. Was ihn dahin gebracht hat, war sein Wille. Er einer, der immer das Maximale aus seinen Möglichkeiten herausgeholt hat . Was ihn dahin gebracht hat, war sein Wille und das Vermögen, immer härter zu arbeiten als alle anderen. Er war einer, der immer die nötige Weitsicht hatte und der alles dem Erfolg untergeordnet hat. Wenn er das, was er als Spieler verkörpert hat, wenn er das auf seine Mannschaft übertragen kann, dann glaube ich, werden die Berliner gute Monate haben und vielleicht werden wir den Trainer Klinsmann dann länger sehen, als bis zum Saisonende.““
... zum in der Kritik stehenden Lucien Favre: „Du kriegst ein Gefühl dafür, was in Vereinen los ist, wenn sich die Verantwortlich immer wieder ausdrücken. Wie über den Trainer oder die Gesamtsituation gesprochen wird. Mir sind da zwei drei Sachen im Kopf, nach dem München-Spiel, als Michael Zorc ratlos befragt wurde nach dem Spiel. Diese Ratlosigkeit ist für einen Vereinsverantwortlichen das Schlimmste. Ich glaube, die Dortmunder haben im Moment große Probleme, zu erklären, was auf dem Platz passiert. Ich habe nicht das Gefühl, dass es in Dortmund, kurz- oder mittelfristig mit Favre besser werden wird.“
... zu den Defiziten, an denen Favre beim BVB arbeiten muss: „Die Mannschaft ist die einzige Baustelle, die er zu reparieren hat. Wenn das Selbstvertrauen so angeknackst ist und die ganze Diskussion um seine Position hat ihn natürlich auch immer wieder geschwächt. Was man in solchen Situationen oft sieht, ist, dass die Spieler dann anfangen auf sich selbst zu schauen und nicht wirklich auf das Wohl der Mannschaft achten.“
... zum aktuell stark aufspielenden Emil Forsberg: „Er hat das Technische, die Übersicht und das Auge, um die Mitspieler in Szene zu bringen. Mir wäre Forsberg lieber als Christian Eriksen. Ich glaube, dass er zur absoluten Spitze gehört auf dieser Zehnerposition. Er spielt aktuell den besten Fußball, den er je in Leipzig gespielt hat. Er ist ein Spieler, der eine sehr gute Mannschaft zu einer außergewöhnlichen Mannschaft macht.“

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