• Müller stärkt Trainer Flick den Rücken: „Die Art und Weise passt“
• Matchwinner Bensebaini: „Tobias Sippel hat mich erinnert, dass ich der Elfmeterschütze bin“
• BVB-Profi Brandt nach 5:0 glücklich: „Man hat gesehen, was in den Jungs steckt“
• Richter über seine vergebene Torchance: „Normalerweise mache ich den blind“

Unterföhring, 7. Dezember 2019 -
Die wichtigsten Stimmen zu den Samstagnachmittagspartien des 14. Spieltages der Fußball-Bundesliga bei Sky.

Hansi Flick (Trainer FC Bayern München) ...
... zum Spiel:
„Wichtig ist für uns, dass wir gut Fußball spielen. Das haben wir in der ersten Halbzeit gemacht. Wir haben viele Torchancen rausgespielt und es ist absolut ärgerlich, dass wir die Chancen nicht reinmachen. Dadurch lässt du Gladbach im Spiel, das sind Situationen wie letzte Woche in Leverkusen, die wir normalerweise hätten früher zumachen können. Die Mannschaft hat die Qualität, Tore zu erzielen, sie setzt es derzeit nur nicht um. Die ersten 60 Minuten waren wir die bessere Mannschaft. Nach dem Gegentor hat Gladbach gezeigt, warum sie vorne stehen und sie die Power im Spiel haben. Wir haben dann mit dem Fußball spielen aufgehört. Deswegen ist es so, dass es dann am Ende nach dem Elfmeter auch ärgerlich ist.“
... zur Situation: „Mich ärgert, dass wir die letzten beiden Spiele verloren haben, obwohl wir die klar besseren und mehr Chancen hatten. Das ist eine Sache, wo wir gucken müssen, dass wir es besser machen. Wir haben noch drei Spiele, da geht es darum, dass wir vielleicht ein bisschen was gutmachen. Klar, die Situation ist nicht schön.“
... zur Zukunft: „Ich warte ab bis nach dem Wolfsburg-Spiel, ich kann mir im Leben viel vorstellen. Ich mache mir darüber überhaupt keine Gedanken, weil ich im Moment andere Dinge habe, um die ich mich kümmern muss.“

Thomas Müller (FC Bayern München) über Flick: „Die Art und Weise passt. Für uns gilt es jetzt, die drei Spiele zu gewinnen. Dann schauen wir weiter, an sich fühlt sich die Mannschaft wohl. Wenn der FC Bayern verliert, dann ist es nicht so schön.“

Ramy Bensebaini (Doppel-Torschütze Borussia Mönchengladbach): „Natürlich war der Druck da, kurz vor Schluss ein Elfmeter. Manuel Neuer hat sich auch noch groß gemacht. Ich trainiere Elfmeter nach dem Training und ich mache alles wie im Training. Nach dem letzten Spiel war klar, dass Embolo nicht mehr schießt. Dann habe ich gesagt, dass ich es machen werde. Aber ehrlich gesagt habe ich es vergessen, als es den Elfmeter gab. Tobias Sippel hat mich erinnert, dass ich der Elfmeterschütze bin. Bayern ist eine sehr starke Mannschaft, das weiß man, sie sind auf jedem Niveau sehr stark. Eine Mannschaft, die einen beherrschen kann. Wir haben versucht, uns gut vorzubereiten, sodass wir dagegenhalten können. Das ist uns in der zweiten Halbzeit gut gelungen und ich hoffe, dass es so weitergeht. Ich hoffe, dass wir Herbstmeister werden.“

Manuel Neuer (Torhüter FC Bayern München): „Wir machen das 1:0 und hätten so weiterspielen müssen. Wir hätten nicht abwarten dürfen, das bringt nichts bei unserem Fußball. Das war ein bisschen zu viel Abwarten in der zweiten Halbzeit, deshalb kam Gladbach mehr und mehr auf.“

Lucien Favre (Trainer Borussia Dortmund) ...
... zur Kritik an Reus:
„Sie wissen, wie wichtig Marco Reus für uns ist. Alle Spieler können nicht immer das Maximum geben.“

Marco Reus (Kapitän und Doppel-Torschütze Borussia Dortmund): „Ich bin schon lange dabei und ich weiß, dass ich nicht meine besten Leistungen gebracht habe. Ich bin, wenn es um meine Person geht, immer sehr selbstkritisch. Man muss immer positiv bleiben, hart arbeiten und vor allem an sich glauben.“

Julian Brandt (Borussia Dortmund): „Wir haben alle einen sehr, sehr guten Tag gehabt und vor Spielfreude auch teilweise gestrotzt. In den letzten Wochen mussten wir uns das sehr hart erarbeiten. Man hat gesehen, was in den Jungs steckt. Ich könnte jeden rundum aufzählen.“

Andre Hoffmann (Fortuna Düsseldorf): „Das war nicht gut, das war schlecht. Das war nicht das, was wir uns vorgenommen haben. Gerade in der zweiten Halbzeit war das viel zu wenig in allen Belangen. Da kommt man gegen so eine gute Mannschaft komplett unter die Räder.“

Timo Werner (Doppel-Torschütze RB Leipzig) ...
... zum Spiel:
„Wir spielen uns extrem viele Chancen heraus. Hinten haben wir heute wieder ein Gegentor bekommen, da hapert es noch. Die Null fehlt gerade, aber wenn wir so nach vorne spielen, wie viele Torchancen wir hatten und nicht aufgehört haben, das ist schon super.“
... zu Trainer Nagelsmann und dessen Duell gegen den Ex-Klub: „Wenn man gegen seine alte Mannschaft spielt, will man alles doppelt oder dreifach so gut machen. Natürlich hat man es ihm angemerkt, dass er beim Spiel etwas mehr Nervosität hatte. Das ist menschlich und gehört dazu. Wir sind froh, dass wir ihm so ein Geschenk machen konnten.“

Julian Nagelsmann (Trainer RB Leipzig) ...
... zur Werner-Aussage über seine Nervosität:
„Würde mich interessieren, woran er das festmacht. Da frage ich ihn einmal. Ich war nicht nervös oder nervöser als vor einem anderen Spiel. Dazu habe ich keine Veranlassung gesehen.“

Peter Gulacsi (Torhüter RB Leipzig): „Natürlich gibt es nichts Schöneres im Fußball, als Titel zu gewinnen. Das motiviert jeden Spieler, aber es ist noch sehr früh. Wir müssen uns auf uns konzentrieren und die Sache gut machen, dann haben wir wahrscheinlich auch eine gute Chance.“

Dennis Geiger (TSG Hoffenheim): „Wir hatten nach 20 Minuten sehr viel Kontrolle. Leipzig war nach Kontern immer brandgefährlich, vor allem über Timo Werner. Wenn er ins Laufen kommt, ist er kaum zu stoppen.“

Christian Streich (Trainer SC Freiburg) ...
... zur Situation:
„Für die Jahrhundertbücher beim SC Freiburg können wir dann mal reinschreiben, dass wir einmal am 14. Spieltag mehr Punkte hatten, als die Bayern. Ist auch lustig.“

Oliver Glasner (Trainer VfL Wolfsburg) ...
... zum Spiel:
„Es kommt immer das Gleiche ans Tageslicht. Dass wir einfach bequem sind, immer, wenn wir müssen, dann legen wir den Schalter um. Solange das nicht sein muss, dann machen wir quasi Dienst nach Vorschrift. Was mich ärgert, dass wir immer nur dann an unsere Leistungsgrenze gehen, wenn uns das Wasser bis zur Oberlippe steht und das ist schade.“

Nils Petersen (Stürmer und Geburtstagskind SC Freiburg): „Ein Dreier heute, 25 Punkte, gegen eine starke Wolfsburger Mannschaft gewonnen. Das Wochenende ist ganz schön. Die Arbeit gegen den Ball zeichnet uns diese Saison aus. Wieder zu null gespielt und nichts zugelassen.“

Marco Richter (Torschütze FC Augsburg) über seine vergebene Torchance: „Ich weiß selber nicht, was da mit mir los war. Normalerweise mache ich den blind. Es passiert, aber da hat die Mannschaft Stärke bewiesen, mir Zuspruch gegeben, mich gepusht und dann habe ich zum Glück noch das 1:1 gemacht.“

Achim Beierlorzer (Trainer 1. FSV Mainz 05) ...
... zum Elfmeter:
„Für mich ist die Ballaktion die erste Aktion, die ist wichtig. Kunde spielt ganz klar den Ball nach draußen, dreht sich dann und dann hakt auf einmal Vargas ein und lässt sich hinfallen. Das entscheidet jetzt ein Bundesligaspiel. Natürlich waren wir in der ersten Halbzeit nicht auf dem Platz. Wenn wir da 3:1 oder sogar 4:1 in die Halbzeit gehen, dann sage ich okay, dann haben wir es uns selbst eingebrockt. Aber mit dem Elfmeter zu verlieren, ist bitter.“

Sky Experte Dietmar Hamann ...
... zum Gladbach-Elfmeter:
„Das ist ein Elfmeter, den man geben muss. Martinez geht zum Ball und ist zu spät. Natürlich sucht er den Kontakt, vielleicht auch ein bisschen als Selbstschutz. Es gab auch keine Proteste der Bayern, Martinez hat es direkt akzeptiert und ist in die Kabine gegangen. Perfekt geschossener Elfmeter und ein glücklicher Sieg für die Gladbacher.“
... zu den Bayern: „Sie sind verwundbar und das Selbstverständnis ist auch nicht da. Es ist im Moment alles fragil.“

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