• Baumgart kann sein Glück kaum fassen: „Habe mit Abseits gerechnet und nicht mit dem Tor“
• Terodde erklärt 0:2: „Haben zwei entscheidende Fehler gemacht“
• Ruhnert lobt Union: „Es ist phänomenal“
• Sky Experte Lienen über Bremer Niederlage: „Super bitter, wenn ich am Ende so verliere“

Unterföhring, 8. Dezember 2019 -
Die wichtigsten Stimmen zu den Sonntagsspielen des 14. Spieltages der Fußball-Bundesliga, Union Berlin vs. 1. FC Köln (2:0) sowie SV Werder Bremen vs. SC Paderborn (0:1), bei Sky.

Oliver Ruhnert (Geschäftsführer Union Berlin) ...
... zum Spiel:
„Wir haben gegen einen direkten Konkurrenten gewonnen, deswegen ist es doppelt wichtig. Es ist phänomenal, dass die Jungs auch heute das Spiel nach Hause bringen.“
... zur durchschnittlichen Körpergröße der Mannschaft von 1,88 Metern: „Es hilft uns schon. Das hat man beim 1:0 gesehen. Es ist eine gewisse Wucht, die uns bei unserem Spiel hilft. Heute hatten wir an den nötigen Stellen auch ein bisschen Glück. Deswegen genießen wir das heute, es ist ein toller Tag für uns.“
... zum Doppelpacker Sebastian Andersson: „Er belohnt sich für seinen Aufwand. Er ist mannschaftsdienlich, er ist aber auch immer da. Er arbeitet in jeder Liga klasse.“

Simon Terodde (1. FC Köln) ...
... zur Niederlage:
„Wir haben zwei entscheidende Fehler gemacht. Gerade in der ersten Halbzeit war es sicherlich kein schönes Spiel, aber wir haben dagegengehalten. Dann bekommen wir durch eine Standard-Situation das 0:1. Das spielt Union natürlich in die Karten, sodass wir verlieren.“
... zur Frage, ob die Mannschaft verunsichert ist: „Wir sind Tabellenvorletzter. Wir wollten kompakt stehen, hatten auch die eine oder andere Chance zum 1:0. Dann muss man auch einfach mal in Führung gehen. Das haben wir wieder nicht geschafft. Dann bekommen wir ein dummes Gegentor und kurz nach der Halbzeit ein zweites. Das ist extrem bitter.“
... zur Frage, was der Trainerwechsel bisher bewirkt hat: „Wir haben einen Punkt gegen Augsburg geholt. Es geht nicht darum, das zu analysieren. Wir haben noch drei Spiele vor der Winterpause. Da geht es nicht um einzelne Personalien, sondern wir müssen zusehen, dass wir Punkte holen.“

Dominick Drexler (1. FC Köln) ...
... zum Spiel:
„Wir kommen eigentlich ganz gut ins Spiel rein, geraten dann durch eine Standard-Situation in Rückstand. Das darf uns in so einem wichtigen Spiel nicht passieren. Solche Spiele, wo es nicht über die spielerische Klasse geht, werden dann oft durch so Standard-Situationen entschieden oder durch individuelle Fehler. Davon haben wir heute sehr wenige gemacht, aber die wurden eiskalt bestraft und wir haben vorne das Tor nicht gemacht.“
... zur Arbeit von Markus Gisdol: „Ich glaube, wenn man die Spiele sieht, dann sind wir nicht schlecht im Spiel. Wir haben heute sehr gut dagegengehalten. Ich finde, wir haben heute nicht alles vermissen lassen, was uns jetzt wieder abgesprochen wird. Wir müssen aufbauen und haben nicht mehr dieses Angriffs-Pressing wie unter Beierlorzer, sondern stehen eher kompakter.“

Florian Kohfeldt (Trainer SV Werder Bremen) ...
... zum Spiel:
„Es war heute nicht gut. Wir haben es nicht so erzwungen, wie wir es wollten. In der ersten Halbzeit war es nicht gut, dann ist es natürlich fast schon dramatisch, kurz vor Schluss das Gegentor zu kriegen. Aber wir haben nicht genug dafür getan, um zu gewinnen. Deshalb bin ich enttäuscht und sauer. Wir sind in einer schweren Situation. Wir müssen da jetzt durch.“
... zum Thema Abstiegskampf: „Wir müssen uns schon bewusst sein, dass wir in einer schweren Situation sind, aber wir müssen mit unseren Qualitäten daraus kommen. Wir müssen unseren Fußball weiterspielen. Das ist sehr wichtig. Das haben wir heute nicht getan und deshalb haben wir heute verloren. Das ist sehr ärgerlich.“
... zum nächsten Spiel in München: „Schönes Spiel, viele Zuschauer, ganz ordentlicher Gegner. Wir werden weiter an unserem Fußball arbeiten. Das ist das alles Entscheidende.“
... zur aktuellen Lage: „Es ist natürlich schon so, dass du letzte Woche das Gefühl hattest, jetzt können wir bis Weihnachten noch mal einen Schritt machen und dann bekommst du heute wieder richtig einen auf den Deckel.“
... zur Frage, ob der Verein in der Lage ist, Milot Rashica zu halten (vor dem Spiel): „Ja, warum nicht. Er ist Spieler von uns, er fühlt sich hier sehr wohl. Er hat sich hier die letzten anderthalb Jahre gut entwickelt. Ich glaube, dass er eine große Zukunft hat, aber er weiß auch, was er an uns hat. Darüber mache ich mir gar keine Gedanken, ich bin da sehr optimistisch.“
... zum Comeback von Kapitän Niklas Moisander (vor dem Spiel): „Ihn die letzten Monate nicht dabei gehabt zu haben, war eine große Schwächung. Niklas ist mit dem Ball unser wichtigster Aufbauspieler. Er hat auch gegen den Ball eine unglaubliche Cleverness, auch was Konterabsicherung angeht. Er hat in der Kabine eine große Bedeutung. Ich bin heilfroh, dass er heute wieder dabei ist.“
... zu Steffen Baumgart (vor dem Spiel): „Er ist ein überragender Typ. Wir haben zusammen den Fußball-Lehrer gemacht, sind heute noch in Kontakt.“

Leonardo Bittencourt (SV Werder Bremen) ...
... zum Spiel:
„Ich denke, wir waren heute zu schlampig in unseren Ballbesitzphasen. Wir haben klar das Spiel dominiert, aber wir haben heute keine guten Pässe gespielt, zu einfache Fehler gemacht. Das war einfach mangelnde Qualität im Passspiel. Wenn du das sauberer ausspielst, kreierst du noch mehr Torchancen. Wir hatten Chancen, die man auch hätte machen können, aber letztendlich ist das einfach zu wenig. Dann verlierst du zu Hause und steckt mitten im Abstiegskampf.“
... zur Frage, ob der Aufschwung nach dem Wolfsburg-Sieg damit wieder dahin ist: „Ja, klar. Wir haben alle gesagt, dass wir das Spiel in Wolfsburg nur dann vergolden können, wenn wir heute die drei Punkte holen. Jetzt sind wir froh, dass wir letzte Woche die drei Punkte geholt haben, weil die waren dann auch bitter nötig, denn da unten brauchst du jeden Punkt.“

Steffen Baumgart (Trainer SC Paderborn) ...
... zum Last-Minute-Tor:
„Ich muss ganz ehrlich sagen, ich habe mit Abseits gerechnet und nicht mit dem Tor. Umso schöner dann, dass die Situation so war.“
... zu Tabellenplatz 17: „Wir haben gesagt, wir bleiben bei unserem Weg. Es freut uns, dass wir jetzt einen Schritt nach oben gegangen sind, aber der Weg geht weiter.“

Marco Rose (Trainer Borussia Mönchengladbach) bei Sky90 ...
... zur Frage, wie er den Sieg gegen den FC Bayern München gefeiert hat:
„Meine Familie war da, das bedeutet, ich habe gestern Abend nicht mehr viel an Fußball gedacht, sondern bin nach Hause gefahren und wir haben ein Gläschen Wein zusammen getrunken und ich habe genossen, mit meinen Liebsten zusammen zu sein.“
... zum Thema Meisterschaft: „Ich nehme diese Diskussion ernst, wenn man mir nach drei Niederlagen in Folge immer noch ernsthaft die Frage stellt: ‚Wie sieht’s mit der Meisterschaft aus?‘ Wenn wir 4:0 verloren hätten gegen die Bayern, glaube ich nicht, dass mir irgendeiner die Frage nach der deutschen Meisterschaft gestellt hätte, sondern wir hätten sicher am nächsten Tag gelesen, dass es noch nie einen Tabellenführer gab, der so chancenlos gegen den deutschen Meister war. Wir lassen uns da einfach nicht treiben. Wir versuchen sachlich alles aufzuarbeiten. Wir sind ambitioniert und dann ist unser Ziel, das Maximale aus der Saison rauszuholen.“
... zu seinen Vorbildern: „Ich hatte das Glück, viele gute Trainer zu haben: Rangnick, Klopp, Tuchel, Steffens in Leipzig. Von allen nimmst du etwas mit und dann ist zum Beispiel Sarri ein Trainer, auf den man schaut, Guardiola natürlich. Es gibt viele gute Trainer.“

Sky Experte Ewald Lienen ...
... zur aktuellen Lage beim 1. FC Köln:
„Nur, weil man den Trainer wechselt, heißt das nicht, dass sich alles verändert. Es ist wenig Selbstvertrauen da, es ist wenig Schnelligkeit da. Man hat heute gesehen, dass Union einfach robuster ist, in vielen Situationen schneller, sie gewinnen die Zweikämpfe, sie sind bei den Standard-Situationen wesentlich stärker, defensiv können sie verteidigen und offensiv machen sie die Tore.“
... zur Frage, ob der SV Werder Bremen Milot Rashica halten kann: „Man neigt dazu, so einen Spieler dann für viel Geld zu verkaufen. Aber der Markt hat sich verändert, gute Spieler sind teuer. Wenn man so viel Geld bekommen könnte, dann würde es Sinn machen, wenn man sich auf drei, vier Positionen verstärken könnte. Wenn man besser werden kann, okay, aber nur um Geld einzusammeln, wenn ich keine Alternativen habe, schwäche ich mich.“
... zur Last-Minute-Niederlage des SV Werder Bremen: „Sie sind unten in dem Kampf drin und Paderborn war ebenbürtig. Es ist natürlich super bitter, wenn ich am Ende so verliere.“

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