• Dortmunds Kehl fordert Sieg: „Müssen zeigen, dass wir eine Spitzenmannschaft sind“
• Bremens Trainer Kohfeldt trotzt Drucksituation: „Freude darf nicht verloren gehen“
• Kölns Geschäftsführer Heldt lobt Neuling Thielmann: „Es geht ums Leistungsprinzip“
• Sky Experte Hamann kritisiert Bayern: „Spricht mehr gegen die Meisterschaft“

Unterföhring, 14. Dezember 2019 -
Die wichtigsten Stimmen im Vorlauf zu den Samstagnachmittagspartien des 15. Spieltages der Fußball-Bundesliga bei Sky.

Hansi Flick (Trainer FC Bayern München) ...
... zur Aufstellung:
„Wir haben nicht allzu viel nachgedacht. Je weniger Spieler du hast, desto weniger sind Überlegungen notwendig. Wir haben drei Spiele vor der Brust, in den letzten Wochen haben wir viele Spiele gehabt.“
... zu Leon Goretzka: „Leon ist wichtig im Mittelfeld mit seinen tiefen Läufen, aber auch in der Defensive, weil er Balleroberer ist. Das brauchen wir heute, weil wir einen Gegner haben, der selbst Fußball spielen will.“
... zu den Jugendspielern: „Es ist nicht gerecht, jemanden hervorzuheben. Alle vier machen einen guten Eindruck, aber es ist definitiv so, dass sie eine Verbesserung an den Tag legen. Es ist auch wichtig für den Verein, dass er wieder junge Talente nachbringt und dass wir jungen Spielern die Möglichkeiten geben, sich hier zu verbessern und weiterzuentwickeln.“
... zu Werder: „Florian ein sehr guter Trainer. Ich bewundere ihn, mit welcher Ruhe er das macht. Der Verein ist gut aufgestellt, hat eine gute und klare Philosophie. Sie haben einen jungen Trainer der modern ist, der auch viele Systeme spielen lässt, der mutig ist. Wir müssen schauen, dass wir unser Spiel durchziehen. Für uns ist es wichtig, dass wir Torchancen kreieren und Tore erzielen.“

Florian Kohfeldt (Trainer SV Werder Bremen) ...
... zu Schwächen der Bayern:
„Es gibt ein paar, aber nicht viele. Die letzten zwei Spiele waren Wahnsinn, dass sie die nicht gewonnen haben. Das war für mich der beste Fußball, den eine deutsche Mannschaft in diesem Jahr gespielt hat. Man muss mutig im Pressing sein, aber man muss vor allem aktiv verteidigen. Wenn man auf ihre Fehler wartet, ist man verloren.“
... zur aktuellen Situation: „Ich hab den Jungs gesagt, dass es auf den ersten Blick nicht der beste Zeitpunkt ist, um nach München zu fahren, aber es liegt auch eine Chance drin. Wenn wir heute hier gewinnen, dann ist emotional für die Fans vieles wieder gut. Wir sind schon hergekommen, um zu gewinnen. Quervergleiche zu Hoffenheim kann man nicht ziehen, weil beide einen andere Plan haben, Fußball zu spielen.“
... zum Druck durch die Negativserie: „Ich habe in der 3. Liga zwei Jahre Abstiegskampf gehabt, letztes Jahr war eine Ausnahme. Ich will das nicht wegdiskutieren, es ist eine Situation, die dich beschäftigt und auch nicht loslässt an freien Tagen. Aber ich habe den Jungs auch gesagt, es darf nicht schwer werden. Es ist immer noch schön, hierher zu fahren. Die Freude darf nicht verloren gehen. Wir müssen unser Spiel spielen, dann wird der Erfolg zurückkehren.“

Sebastian Kehl (Leiter der Lizenzspielerabteilung Borussia Dortmund) ...
... zu Roman Bürki:
„Er konnte am Dienstag beweisen, wie stark er ist. Er hat uns mit herausragenden Paraden im Spiel gehalten und uns ins Achtelfinale gebracht. Er hatte Phasen, in denen er verletzt war, aber er ist unsere Nummer eins. Bei uns so gefeiert zu werden und auch die Lorbeeren mitzunehmen, wird ihm Stärke mitgeben.“
... zu Julian Brandt: „Durch die Systemumstellung ist Julian jetzt ein wenig tiefer aufgestellt, ich glaube, dass er sich in dieser Rolle viel wohler fühlt. Er ist viel mehr im Zentrum, viel mehr im Spiel, hat viel mehr Ballkontakte. Er kann nach vorne stoßen, es sind viele gute Fußballer um ihn rum. Er ist ein Teil unseres Aufschwungs.“
... zur Systemumstellung: „Das hat uns sehr gut getan. Vor dem Hertha-Spiel haben wir uns zusammengesetzt, haben vieles besprochen. Wir glauben, dass uns diese Formation mehr Stabilität gibt, mit drei Leuten in der Verteidigung, aber auch mehr Optionen auf den Außenpositionen und im Sturm.“
... zum Spiel in Mainz: „Ich erwarte, dass wir das Spiel vom Dienstag mitnehmen, uns aber durch die Euphorie nicht blenden lassen. Wir haben auswärts immer mal Punkte liegen lassen. Wir sind heute gefordert und müssen zeigen, dass wir eine Spitzenmannschaft sind.“

Christian Streich (Trainer SC Freiburg) ...
... zu Jonathan Schmid:
„Der hat viele Bundesligaspiele gemacht, bei uns und als er weg war. Da merkst du natürlich, dass du Erfahrung kriegst auf deinen Positionen, er spielt ja viele Positionen. Da merkt man einfach, dass er die Ruhe am Ball hat und die Situationen kennt.“
... zur Aufstellung und der Rückkehr von Vincenzo Grifo in den Kader: „Roland Sallai und die drei vorne haben es gut gemacht, aber es ist gut, dass Grifo wieder dabei ist und wir ihn bringen können.“
... zur Auswärtsstärke: „In Paderborn hatten wir Glück, in Hoffenheim waren wir auch sehr effizient. Es lief auch ein bisschen für uns. Im Sommer haben wir keine Spieler verloren, es ist auch ein bisschen eine Entwicklung, ein bisschen Spielglück, die Leistung war gut. So sammelst du Punkte.“

Jürgen Klinsmann (Trainer Hertha BSC) ...
... zu Vedad Ibisevic:
„Wir haben jetzt zweieinhalb Wochen mit der Mannschaft gehabt, lernen jeden besser kennen, wissen mehr. Es war natürlich schwer zu Beginn, gegen Dortmund, dann eine Schlacht in Frankfurt. Vedad ist ein Fuchs, wir brauchen Bälle in der Box. Wir haben zwei Außen die stark sind, es ist eine offensivere Variante, aber wir brauchen hier drei Punkte.“
... zum Spiel: „Die Zweikampfstärke der Freiburger musst du annehmen. Die fighten füreinander, sind sehr gut organisiert, können zwischen verschiedenen Formationen wechseln. Wir müssen das Tempo mitgehen, den Kampf mitgehen. Wir haben die individuellen Spieler, die denen heute wehtun können und hoffen auf die drei Punkte.“

Horst Heldt (Geschäftsführer Sport 1. FC Köln) ...
... zu den Standardgegentoren:
„Oftmals gibt es verschiedene Ideen und Systeme, man spricht oft mit Verteidigern und den Torhütern. Es ist eine Verantwortung, die jeder einzelne Spieler haben muss, um mit allen Mitteln das Tor zu verteidigen. Jeder muss dafür Sorge tragen, dass er seine Aufgabe erfüllt.“
... zur Änderung, die Mannschaft vor Heimspielen im Hotel übernachten zu lassen: „Wir haben uns den Ablauf angeschaut. Es geht nicht darum, Dinge nur wegen der Sache zu verändern. Und wenn wir ein Heimspiel um 15.30 Uhr haben, macht es schon Sinn, die Mannschaft ins Hotel zu holen. Wir haben viele junge Spieler, da könnte es eventuell sein, dass der Ablauf zu Hause anders sein könnte, als man es sich vorstellt. Deshalb sind wir ein Freund davon, dass wir sagen, dass wir bei einem Heimspiel ins Hotel gehen.
... zu Debütant Jan Thielmann: „Er ist ein junger Spieler, der ins kalte Wasser geworfen wird. Aber es geht ums Leistungsprinzip, aber er hat intensiv und gut trainiert, von daher kriegt er jetzt die Chance. In so einer Situation kann es sein, dass sich ein junger Spieler nicht die Gedanken macht wie ein Spieler, der sich schon länger mit der Situation auseinandersetzt.“

Sky Experte Dietmar Hamann ...
... zur Meisterchance der Bayern:
„Im Moment spricht mehr dagegen. Sie haben zweimal gut gespielt, gegen Leverkusen und in Gladbach, aber nicht gewonnen. Und wenn du gut spielst und nicht gewinnst, ist das kein gutes Zeichen. Sie haben im Moment sechs Mannschaften zwischen sich und der Tabellenspitze. Es ist alles im Moment noch etwas fragil bei den Bayern. Wenn sie so in die Winterpause gehen würden, wird es schwer, dass sie Meister werden.“
... zur Situation bei Bremen: „Es ist das erste Mal, dass Kohfeldt unter Druck steht. Ich glaube, die Philosophie, an der er festgehalten hat, als sie sich letztes Jahr aus dem Keller rausgespielt haben, gibt ihm viel Selbstvertrauen. Das Thema Abstiegskampf zu vermeiden ist richtig, kann sich aber in den nächsten sieben Tagen ändern. Irgendwann musst du anfangen zu punkten.“
... zum umworbenen Salzburger Stürmer Erling Haaland: „Dortmund ist der Verein für ihn. Die Dortmunder brauchen ihn sehr viel dringender und ich glaube, dass er in Dortmund ein sehr viel größeres Standing hätte, als in Leipzig.“
... zu Augsburgs Florian Niederlechner: „Es ist der beste Niederlechner, weil der gesündeste. Er hat sich letzte Saison die Kniescheibe gebrochen in Freiburg, hat viele Monate gefehlt. Im Moment ist er fit und zeigt, wie wichtig er für Augsburg ist. Augsburg und Niederlechner ist für mich eine der Geschichten, wenn nicht gar die Geschichte der Vorrunde.“
... zu Timo Horn: „Er galt als eines der größten Torwarttalente in Deutschland und hat sich nicht so entwickelt, wie es viele erwartet haben. Es ist auch eine Position, die sich Horst Heldt anschauen muss im Winter. Man braucht einen Torwart, auf den man sich verlassen kann, und das war Timo Horn in den letzten Wochen nicht immer.“

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