• Dortmund gewinnt weiter – Kapitän Reus: „Gegen Leipzig wird es brennen“
• Erster Sieg für Klinsmann: „Kein schöner Sieg, aber ein verdienter Sieg“
• Leverkusens Havertz sauer: „Das war eigene Blödheit“
• Sky Experte Hamann lobt Coutinho: „Der Coutinho, den wir sehen wollen“

Unterföhring, 14. Dezember 2019 -
Die wichtigsten Stimmen zu den Samstagnachmittagspartien des 15. Spieltages der Fußball-Bundesliga bei Sky.

Frank Baumann (Geschäftsführer Fußball SV Werder Bremen) ...
... zur hohen Niederlage:
„Das ist natürlich etwas, das wir so nicht gebrauchen können. Aber wir brauchen auch Punkte, und die hätten wir auch bei einem 1:2 nicht bekommen.“
... zu den verbleibenden Spielen gegen Mainz und Köln: „Das sind zwei direkte Konkurrenten, die auch unten drin hängen. Wir haben die letzten Wochen schon betont, dass wir eine sehr schwierige Situation haben. Die Mannschaft ist am Dienstag gefordert, alles dafür zu tun, dass die Punkte in Bremen bleiben.“

Maximilian Eggestein (SV Werder Bremen): „Insgesamt darfst du nicht sechs Tore kriegen, wir müssen es einfach besser verteidigen.“

Davy Klaassen (Kapitän SV Werder Bremen): „In der ersten Halbzeit haben wir ein gutes Spiel gemacht, haben zwei, drei gute Chancen. Mit etwas Glück ist da heute mehr drin. Die zweite Halbzeit war einfach schlecht.“

Marco Reus (Kapitän und Torschütze Borussia Dortmund) ...
... zum Spiel:
„Ich glaube dass wir uns in den letzten Jahren hier immer schwergetan haben. Wir haben gesagt, dass wir voll konzentriert sein müssen und mit unserer Art und Weise weitermachen müssen. Wir hatten viele Chancen in der ersten Halbzeit, wir machen zum Glück das 1:0. Es war wichtig, dass wir dann nachlegen.“
... zur Vorlage von Dan-Axel Zagadou vor dem 2:0: „Er zeigt das schon ab und an im Training, aber so weit vorne haben wir ihn nicht erwartet.“
... zu seinem ersten Auswärtstor in dieser Saison: „Ob ich zu Hause oder auswärts treffe, ist mir eigentlich ziemlich egal. Hauptsache, wir haben gewonnen. Gegen Leipzig wird es nochmal hart, da wird es sicher brennen auch bei uns.“
... zum strittigen Handspiel von Jeremiah St. Juste in der ersten Halbzeit: „Das ist ein Elfmeter. Ich habe ihn (den Schiedsrichter) nochmal gefragt, ob es kein Elfmeter ist. Er meinte doch, aber es ist nichts daraus entstanden. Wenn es anders läuft, ist es eine größere Diskussion. Wenn es Handspiel ist, ist es Handspiel. Ich weiß nicht, was diese Diskussion immer soll. Hand ist Hand.“

Vladimir Darida (Siegtorschütze Hertha BSC): „Wir haben in jedem Spiel eine bessere Körpersprache gezeigt. Für uns war es heute ganz wichtig, die drei Punkte zu holen. Wir wollen das Selbstvertrauen mitnehmen für die letzten zwei Spiele und dann in der Rückrunde wieder Gas geben.“

Jürgen Klinsmann (Trainer Hertha BSC): „Die Mannschaft hat alles gegeben. Es ist nicht alles Gold, was glänzt. Ich habe den Jungs auch gesagt, wir können als Tabellen-15. nicht denken, wir können locker Fußball spielen. Das geht nur über Kampf, Arbeit, Aufopferungsbereitschaft. Es ist bezeichnend, dass Vladi das Tor macht, weil er seit Wochen ein Geber ist, der hoch und runter rackert. Die ziehen sich langsam selbst aus dieser prekären Situation heraus. Das ist natürlich kein schöner Sieg, aber ein verdienter Sieg.“

Mark Flekken (Torwart SC Freiburg): „Wenn ich hier stehe, sage ich: ein Schuss ein Tor. Wir haben nicht viel zugelassen, waren gut im Spiel drin. Jetzt fährst du mit einem 0:1 nach Hause, das fühlt sich ganz komisch an.“

Urs Fischer (Trainer 1. FC Union Berlin): „Wenn ich mir Chancen anschaue, waren bei uns die größeren und klareren dabei. Aber der Punkt ist in Ordnung, den nehmen wir mit.“

Robert Andrich (1. FC Union Berlin): „Hätten wir vor dem Spiel gesagt, wir nehmen einen Punkt mit, ja gerne. Nach den Riesenchancen in der zweiten Halbzeit kann man sagen, wir haben zwei Punkte verloren. Aber wir nehmen das Positive mit. Wir haben einen Punkt mitgenommen und haben nicht verloren.“

Steffen Baumgart (Trainer SC Paderborn 07): „Wenn wir ein, zwei Aktionen sehen von Union, vor allem der Pfostenschuss in den letzten zehn Minuten, dann haben wir das Quäntchen Glück gehabt. Wir haben aber nicht so gut gespielt, dass wir sagen, wir müssen als Sieger vom Platz gehen.“

Kai Havertz (Bayer 04 Leverkusen): „Das war eigene Blödheit, da muss man nicht groß drumherum sprechen. Wenn wir hier zwei Rote Karte kriegen, ist es genau das, was wir vor dem Spiel angesprochen haben, dass uns das nicht passieren darf. Das war die einzige Möglichkeit, wie Köln uns hier schlagen kann. Wir sind so dumm und machen zwei solche Fehler, deshalb ist es vollkommen zurecht, dass wir hier verlieren.“

Jonas Hector (Kapitän 1. FC Köln) ...
... zu den jungen Spielern:
„Es ist natürlich nicht leicht, in der Situation, in der wir stecken. Aber diese Unbekümmertheit tut uns gut, sie sind nicht so verkopft wie einige andere. Dieser Schwung hat uns heute geholfen.“

Lars Bender (Kapitän Bayer 04 Leverkusen) ...
... zum Platzverweis gegen Leon Bailey:
„Das geht überhaupt nicht, das ist völlig klar. Da sind Jungs auf dem Platz, die sich 70 Minuten auskotzen und dann in der Folge zu neunt dagegenhalten müssen. Da hat er uns einen Bärendienst erwiesen. Mit zehn Spielern war es schwer, mit neun unmöglich. Es ist nicht die erste Rote Karte und ich erwarte da eine Entschuldigung.“

Dominick Drexler (1. FC Köln): „So ein Derbysieg ist gut für das ganze Gemüt, für die Fans, für den Verein, das war ganz wichtig. Ich hätte heute die Punkte auch gegen jeden andere genommen, aber gegen Leverkusen ist es fast am schönsten.“

Markus Gisdol (Trainer 1. FC Köln) ...
... zur Aufstellung der jungen Spieler:
„Ich bin immer ein Freund davon, neue Impulse zu geben und vor allem, wenn eine Situation festgefahren wirkt, frisches Blut reinzubringen. Es haben heute aber alle Spieler ihre Aufgabe top erfüllt.“
... zum Jubel mit Horst Heldt nach dem 2:0: „Inzwischen schaust du als Trainer erstmal auf den Schiedsrichter oder Linienrichter, ob du auch jubeln darfst. Nach unserem ersten Tor mussten wir fast zwei Minuten warten, bis wir jubeln konnten. Es ist eine einstudierte Variante gewesen, die funktioniert hat. Die Erleichterung war groß, nur sein Gesicht war nicht so schön.“

Sky Experte Dietmar Hamann ...
... zur Bremer Leistung:
„Es zeigt, wie verwundbar sie sind. Sie haben es wieder geschafft, aus einer ordentlichen Position heraus ein Spiel zu verlieren. Es ist eine angeknackste, angeschlagene Mannschaft, das Selbstvertrauen ist im Keller. Nach den ersten 44 Minuten so ein Spiel 1:6 zu verlieren ist bitter und wird die Psyche mit Sicherheit belasten.“
... zu Philippe Coutinho: „Er hat drei wunderschöne Tore erzielt und hat seinen verdienten Applaus bekommen. Das ist der Coutinho, den wir sehen wollen und den wir hoffentlich jetzt, wenn der Knoten geplatzt ist, häufiger sehen.“

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