• Bobic nach erneuter Eintracht-Niederlage enttäuscht: „Haben den Kampf nicht angenommen“
• Zufriedener Paderborn-Coach Baumgart: „Haben gefightet und es über die Bühne gebracht“
• Düsseldorfs Torjäger Hennings lobt Funkel: „Macht das Beste aus dem, was er zur Verfügung hat“
• Sky Experte Bruchhagen: „Bild, das die Eintracht abgegeben hat, war enttäuschend“

Unterföhring, 22. Dezember 2019 -
Die wichtigsten Stimmen zu den Sonntagsspielen des 17. Spieltages der Fußball-Bundesliga, Fortuna Düsseldorf vs. 1. FC Union Berlin (2:1) sowie SC Paderborn 07 - Eintracht Frankfurt (2:1) bei Sky.

Lutz Pfannenstiel (Sportvorstand Fortuna Düsseldorf) ...
… zur möglichen Vertragsverlängerung mit Friedhelm Funkel:
„Wir werden uns morgen nochmal unterhalten. Ich gehe davon aus, dass es morgen über die Bühne geht. Die Mannschaft hat die perfekte Reaktion gezeigt. Es war ja nicht so, dass es ein Ultimatums-Spiel war. Der Trainer hat perfekt aufgestellt und die Mannschaft hat alles umgesetzt, alles reingehauen.“
... zu den kritischen Aussagen von Vorstandschef Thomas Röttgermann über die fehlende Einstellung der Mannschaft (vor dem Spiel): „Ich glaube, das kam aus der Emotion heraus. Wie es der Trainer auch gesagt hat, war es in dem Moment vielleicht etwas unglücklich. Aber es war auch nichts Tragisches. Es war der Eindruck, den Thomas nach dem Leipzig-Spiel hatte. Wir haben uns alle drei darüber ausgetauscht und die Sache ist auch aus der Welt.“
... zur Frage, ob das Spiel Einfluss auf die Entscheidung hat (vor dem Spiel): „Ich denke nicht. Wir werden uns ganz normal austauschen und nach dem Spiel analysieren. Wie gesagt, wir sind seit langem in guten Gesprächen. Friedhelm hat viel für den Verein geleistet. Deswegen habe ich mir heute keine Gedanken darüber gemacht.“

Rouwen Hennings (Torschütze Fortuna Düsseldorf) ...
... zu Friedhelm Funkel:
„Der ganze Verein weiß, wie er tickt. Er weiß alles über diesen Verein und über Fußball sowieso. Es waren jetzt wirklich erfolgreiche Jahre. Es ist klar, dass es in der Bundesliga, für unsere Mittel, nicht so reicht, dass man noch viel mehr erwarten kann im Moment. Er macht das Beste aus dem, was er zur Verfügung hat.“

Friedhelm Funkel (Trainer Fortuna Düsseldorf) ...
… zu möglicher Vertragsverlängerung:
„Was in den nächsten Tagen hier passieren wird, das werden wir sehen. Ich habe es in den letzten Tagen immer wieder gesagt, dass ich davon ausgehe, dass mein Vertrag verlängert wird. Ich glaube schon, dass wir das morgen machen werden.“
... zu Heribert Bruchhagen (vor dem Spiel): „Er war einzigartig. Das habe ich der Mannschaft heute gesagt. Ich habe Beispiele aus meiner Frankfurter Zeit gebracht. Es gab einen einzigen, dem ich zu 100 Prozent vertraut habe in meinen 30 Trainerjahren, und das war Heribert.“

Urs Fischer (Trainer 1. FC Union Berlin) ...
… zur Ausgangslage (vor dem Spiel):
„Ich glaube schon, dass sie es gut machen. Es gibt wirklich keinen Anlass zur Euphorie. 20 Punkte sind eine gute Ausgangslage. Wir hoffen, dass heute der ein oder andere dazukommt. Und dann wird es eine ganz schwierige Rückrunde."
... zu Sebastian Andersson (vor dem Spiel): „In erster Linie ist es wichtig, dass er Tore schießt. Das muss ein Stürmer. Aber er ist sehr mannschaftsdienlich. Er ist viel unterwegs, und der erste, der beginnt, Defensivarbeit zu leisten. Von daher ist er für uns im Moment sehr wertvoll.“
… zu Fortuna Düsseldorf (vor dem Spiel): „Ich habe die letzten Spiele als nicht so schlecht empfunden. Natürlich, wenn man rein aufs Resultat schaut, waren sie nicht so positiv. Aber sie waren auch das ein oder andere Mal nah dran. Sie sind eine Mannschaft, die wir auf keinen Fall unterschätzen.“

Steffen Baumgart (Trainer SC Paderborn 07) …
… zum Spiel:
„Wir wissen schon, dass die Eintracht die ein oder andere personelle Schwierigkeit hatte. Ein bisschen ärgerlich ist, dass wir es vorher nicht zumachen. Das dritte und das vierte Tor, was möglich war. Am Ende ging es darum zu gewinnen. Das haben die Jungs gemacht, haben gefightet und es über die Bühne gekriegt. Wir haben relativ wenig aus dem Strafraum zugelassen, umso ärgerlicher ist das Gegentor. Aber grundsätzlich haben die Jungs heute wieder viel dafür getan, dass wir heute gewinnen.“
… zu Fehlern: „Ich glaube schon, dass wir den ein oder anderen Fehler heute gemacht haben, nur Frankfurt hat es nicht so ausgenutzt. Umgekehrt war es so, dass wir uns sehr, sehr gute Möglichkeiten erarbeitet und sie gleichzeitig genutzt haben. Wir gehen Risiko im Aufbauspiel, das ist uns klar, aber wir müssen auch Lösungen finden. Da müssen die Jungs schneller und auch konsequenter werden. Für mich ist wichtig, dass die Jungs den Mut haben und sich viel trauen, das macht unser Spiel aus."
… zur Schusstechnik von Torschütze Sabiri: „Ähnlich, wie sein allererstes Tor. Mit viel Mut und Selbstvertrauen draufgehauen. In der zweiten Halbzeit hätte ich es mir ähnlich gewünscht, da hat er eine ähnliche Position gehabt und es leider nicht so gemacht. Aber der Schuss war sensationell.“
… zum seinem Frust nach dem Gladbach-Spiel (vor dem Spiel): „Es geht gar nicht um Frust bei uns. Sondern, dass wir sehr, sehr gut spielen und uns dann selbst bestrafen. Das ist einfach das ärgerliche. Deswegen gehen wir immer wieder raus und schauen, dass wir unser Spiel umsetzen.“

Adi Hütter (Trainer Eintracht Frankfurt) ...
… zum trainingsfreien Freitag (vor dem Spiel):
„Wir haben uns entschieden, dass wir am Freitag noch einmal frei geben, weil wir in der letzten Zeit aufgrund der vielen Spiele wenig frei gehabt haben. Ich glaube, das war für die Jungs ganz gut, für die geistige und körperliche Frische. Wir haben Samstag das Abschlusstraining gemacht und wollen heute hier ein gutes Spiel machen.“

Fredi Bobic (Vorstand Sport Eintracht Frankfurt) ...
… zum Spiel:
„Ich finde Niederlagen nie schön. Es ist so, das gehört zum Spiel dazu. Die Frage ist, ob du heute verlieren musst. Ich glaube, wir mussten das nicht. Aber wir haben es uns auch selber eingebrockt. Wir haben den Kampf nicht von der ersten Minute an angenommen. Das müssen die Jungs sich auch selber zuschreiben. Wir hätten nochmal zurückkommen können, aber das wäre nicht verdient gewesen, da bin ich ganz ehrlich. Die Paderborner haben ein herausragendes Spiel gemacht, für die Möglichkeiten, die sie haben. Sie sind gelaufen, haben gefightet und waren immer den Tick frischer und schneller. Damit haben sie uns in Probleme gebracht. Da müssen wir ansetzen, weil es eigentlich unsere Stärke ist, dagegen zu halten, Mentalität zu zeigen, dazwischen zu gehen. Das haben wir heute sehr oft vermissen lassen. Ich nehme mit Filip Kostic einen Spieler heraus, der heute für drei gerannt ist.“
… zur Gesamtsituation: „Wenn sie in den letzten Wochen schlechte Ergebnisse haben, dann kommt das eine mit dem anderen zusammen. In dieser Situation fehlt das Selbstvertrauen. Mit dem ersten Schuss bekommen wir ein Tor. Das haben wir in den letzten Spielen fast immer gehabt. Das sind keine Ausreden, aber das ist ein Fakt. Das ist Realität und dann sind die Jungs zu schnell mit den Köpfen unten und zeigen nicht die Körpersprache, die wir von ihnen verlangen. Sie haben es in der Vorrunde oft genug gezeigt. Wir haben eine hervorragende Ausgangsposition noch Anfang November gehabt und die haben wir in den letzten vier, fünf Wochen verspielt. Da kommt alles zusammen. Wenn du gegen so einen Trend läufst, ist es gar nicht so einfach, den Bock wieder umzustoßen.“
… zum ersten Gegentor: „Ich bin kein Torwarttrainer. Der Ball hat eine komische Flugkurve gehabt. Du kannst ihn halten oder auch mal nicht halten. Kommt immer darauf an, wie man es betrachtet. Es sieht haltbar aus, weil der Ball in die Mitte geht. Das sind Dinge, die im Fußball passieren, aber die passieren uns leider in der letzten Zeit zu oft.“

Sky Experte Heribert Bruchhagen...
... zum Düsseldorfer Sieg:
„Ich freue mich, dass Fortuna gewonnen hat. Ich gönne es nicht nur Friedhelm Funkel, sondern auch für die tabellarische Situation ist es gut. Wenn man dann ins Wintertrainingslager geht und möglicherweise nur zwölf Punkte hat, das ist dann doch sehr belastend für den ganzen Verein und für die Spieler. So ist der Abstiegskampf offen und spannend und Union kann die Niederlage verkraften.“
… zur Eintracht: „Die Eintracht hat einen breiten Kader, kann aber nicht auf die Qualität von Hinteregger, Abraham, Rode verzichten. Das sind Spieler, die der Mannschaft ein anderes Gesicht geben, wenn sie entsprechend bei Kräften sind. Deswegen habe ich überhaupt keine Sorge. Die Eintracht wird sich in der Rückrunde stabilisieren. Aber das Bild, was sie heute abgegeben hat, war enttäuschend."

Für Rückfragen
O-Ton-Service Sky/lw
eMail: Sky-Sport-PR@sky.de
Mehr Informationen unter www.sky.de